• EM 2021: Zukunft von Christian Eriksen? Experte prognostiziert Karriereende18:53 Uhr: ➤ Chistian Eriksen verlässt nach erfolgreicher Herz-OP das Krankenhaus
  • 15:18 Uhr: Ukraine-Star Yarmolenko macht sich über Ronaldos Coca-Cola-Aktion lustig
  • 11:31 Uhr: Wegen Defibrillator: Muss Eriksen seinen Verein Inter Mailand verlassen?
  • 07:44 Uhr: "Hölzern"-Vorwurf: Hummels kontert Schweinsteiger

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➤ Christian Eriksen verlässt das Krankenhaus und besucht die Kollegen

Dem dänischen Fußballstar Christian Eriksen ist erfolgreich ein kleiner Herzschrittmacher, ein sogenannter Defibrillator, eingepflanzt worden. Der 29-Jährige hatte während des ersten EM-Spiels der Dänen gegen Finnland am 12. Juni kurz vor dem Pausenpfiff eine Herzattacke erlitten und war im Anschluss an einen Einwurf, den er von der Brust hatte abprallen lassen, zusammengebrochen. Anschließend retteten ihm Sanitäter das Leben, indem sie ihn per Elektroschock reanimierten.

Seitdem lag Eriksen im Krankenhaus, dem Ringshospitalet im Kopenhagener Stadtteil Østerbro. Dies habe er nach dem erfolgreich erfolgten Einsatz des Defibrillators verlassen, teilte die dänische Fußballunion DBU auf ihrem Twitter-Kanal mit. Eriksen habe seine Teamkollegen der Nationalmannschaft in deren Quartier in Helsingør besucht. Danach erhole er sich daheim in Kreise der Familie.

Eriksen selbst bedankte sich in der Mitteilung für die große Anzahl an Grüßen, die ihn seit seinem Zusammenbruch erreicht habe. Die Operation sei gut verlaufen, "und es geht mir gut, den Umständen entsprechend."

Es sei "wirklich großartig" gewesen, "die Jungs nach dem fantastischen Spiel, das sie letzten Abend gespielt haben, wiederzusehen", freute sich Eriksen.

Die Dänen hatten ihr zweites Gruppenspiel gegen Belgien am Donnerstag nach großem Kampf mit 1:2 verloren. In der zehnten Minute war die Partie kurzzeitig unterbrochen worden. Alle Spieler und Zuschauer im Kopenhagener Stadion hatten zu Ehren Eriksens applaudiert.

Auch beim letzten Vorrundenspiel gegen Russland am Montag (21:00 Uhr, bei uns LIVE im Ticker), in dem die noch punktlosen Skandinavier um ihre letzte Chance auf das Weiterkommen kämpfen, werde er die Teamkollegen anfeuern, so Eriksen.

Christian Eriksen unterzieht sich Herz-OP

Der dänische Fußball-Star Christian Eriksen brach im EM-Spiels gegen Finnland zusammen. Nun bekommt er einen ICD-Defibrillator eingesetzt.

Die weiteren EM-News des Tages:

Ukraine-Star Yarmolenko macht sich über Ronaldos Coca-Cola-Aktion lustig

Andrej Yarmolenko
Andrej Yarmolenko bejubelt sein Tor für die Ukraine gegen Nordmazedonien.

15:18 Uhr: Was mit der Flaschen-Rochade von Cristiano Ronaldo begann, ist längst ein Running Gag dieser EM. Mit verstohlenem Blick wie ein Schuljunge hatte der Superstar bei einer offiziellen Pressekonferenz die vor ihm platzierten Cola-Flaschen weit beiseite und pries als Gesundheitsfanatiker lieber sein "Agua" an. Andere Stars lachen und scherzen bei der Fußball-Europameisterschaft nun täglich über die Getränkeflaschen vor ihnen - wie etwa der Ukrainer Andrej Yarmolenko.

Bester Laune setzte der ehemalige BVB-Spieler nach dem 2:1-Sieg am Donnerstag gegen Nordmazedonien die Flaschen der Getränkesponsoren vor sich in Szene. "Ah, kann ich noch etwas machen?", fragte der frühere BVB-Profi und lachte sich kaputt. "Ich hab' da gesehen, dass Ronaldo die Coca-Cola wegräumte. Weißt du, ich stelle die Coca-Cola und das Heineken hin. Setzt Euch mit mir in Verbindung", warb er scherzhaft um einen Werbevertrag.

Auch Belgiens Stürmerstar Romelu Lukaku, 2:1-Sieger gegen Dänemark, konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Der 28-Jährige nannte werbewirksam den Namen des koffeinhaltigen Getränks und regte ebenfalls eine Zusammenarbeit an. Schmunzeln musste auch sein Trainer Roberto Martínez, der die Liebe der Mannschaft zum Getränk hervorhob.

Russlands Trainer Stanislaw Tschertschessow präsentierte sich lieber gleich als Mann der Tat: Er schnappte sich zwei Flaschen, öffnete in bester Freizeitkicker-Manier mit der einen Flasche den Kronkorken der anderen - und gönnte sich einen kräftigen Schluck.

Ungarns Trainer Rossi über Deschamps-Lob: "Überrascht, dass er weiß, wer ich bin"

16:35 Uhr: Der ungarische Nationaltrainer Marco Rossi hat überrascht auf das Lob seines französischen Kollegen Didier Deschamps reagiert. "Ich war überrascht, dass er weiß, wer ich bin", sagte Rossi vor dem Duell gegen Fußball-Weltmeister Frankreich am Samstag (15:00 Uhr/ARD und MagentaTV): "Aber natürlich freue ich mich darüber. Wir reden immerhin von einem Trainer, der die WM gewonnen hat."

Deschamps hatte Rossi, der seit 2018 das ungarische Nationalteam trainiert und zuvor bei Klubs in der Slowakei, Ungarn sowie Italien engagiert war, zuvor als "sehr guten Coach" bezeichnet.

Vor dem Spiel gegen den Weltmeister drückte Rossi die Erwartungen. "Sie sind die Topfavoriten auf den Titel und können sich auf jemanden verlassen, der nicht von dieser Welt ist", betonte Rossi: "Kylian Mbappe."

Sein Team müsse eine in jeder Hinsicht "perfekte Leistung" bringen. Die Hitze, es werden bis zu 35 Grad Celsius erwartet, ist eine zusätzliche Herausforderung. "Wir müssen mehr laufen ohne Ball. Das ist schwieriger bei hohen Temperaturen", sagte Rossi.

Das Auftaktspiel der Gruppe F hatte Ungarn gegen Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo nach drei späten Gegentoren mit 0:3 verloren. "Die letzten Minuten haben Narben hinterlassen", sagte Rossi, aber sein Team dürfe sich jetzt "nicht bemitleiden lassen".

Kimmich berichtet von Löw-Ansprache: "Hat uns nochmal heiß gemacht"

16:13 Uhr: Joachim Löw hat mit deutlichen Worten von seinen EM-Spielern eine Steigerung verlangt. Er hat uns nochmal heiß gemacht. Er hat uns schon gesagt, dass wir jetzt langsam in den Wettkampfmodus kommen müssen", berichtete Nationalspieler Joshua Kimmich am Freitag von der emotionalen Ansprache des Bundestrainers vor dem zweiten Gruppenspiel des DFB-Teams bei der Fußball-Europameisterschaft in München gegen Portugal.

Die Spieler haben verstanden. "Wir sind nicht hier, um Urlaub zu machen oder früh abzureisen. Es geht darum, dass wir das Spiel gewinnen und weiterkommen", sagte Kimmich mit Blick auf die Partie am Samstag (18:00 Uhr bei uns im Liveticker) bei Magenta TV. Trotz der 0:1-Niederlage gegen Frankreich sollten alle gegen die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo "Überzeugung in die eigene Stärke" haben, betonte Kimmich.

"Es geht darum, dass wir die Qualität in einem Team bündeln und auch auf den Platz bekommen", ergänzte der 26 Jahre alte Profi. "In der einen oder anderen Situation" müssten alle noch offensiver denken. "Es wird wichtig sein, wieder defensiv stabil zu stehen, trotzdem nach vorn gefährlich zu sein. Da brauchen wir die richtige Balance."

Die Portugiesen erwartet Kimmich "einen Tick offensiver als die Franzosen" und im taktischen 4-3-3-System. "Ich glaube, dass wir gerade offensiv unsere Chancen bekommen werden, wenn wir dann eben auch zielstrebiger und mutiger spielen. Wir versuchen, die Räume, die uns angeboten werden, noch besser zu nutzen", betonte der Münchner.

Bierhoff: Flick "wird vieles anders machen"

16:01 Uhr: DFB-Direktor Oliver Bierhoff ist fest von einer erfolgreichen Zukunft der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem künftigen Bundestrainer Hansi Flick überzeugt. "Er ist einer der besten Trainer weltweit und kann diese Mannschaft voranbringen und vor allem führen", sagte Bierhoff bei dfb.de.

Der Nachfolger von Joachim Löw werde die DFB-Auswahl "nicht neu erfinden, aber er wird vieles anders machen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit ihm einen großen Schritt an die Weltspitze schaffen können", betonte Bierhoff.

Flick (56) wird seinen früheren Chef Löw (61) nach der EM ablösen. Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) werde es ein "Neustart mit einem vertrauten Gesicht", sagte Bierhoff. Flick war "von Anfang an unser Wunschkandidat. Und trotz einiger Unkenrufe war für ihn der DFB die erste Wahl, weil er weiß, was er an uns hat und dass er auch auf mich persönlich zählen kann".

Für eine erfolgreiche Zukunft mit Flick mahnte Bierhoff abermals Veränderungen im Nachwuchsbereich an. Trotz des jüngsten EM-Titels der U21 müsse man "genauer hinschauen. Es ist ein Trend bei Einsatzzeiten, Marktwerten und der Anzahl an Spitzentalenten erkennbar, der nach einem Gegensteuern ruft".

Als Beispiel führte Bierhoff an, dass im aktuellen deutschen EM-Kader in Kai Havertz nur ein einziger Profi stehe, der auch noch für die deutsche U21 spielberechtigt ist. Bei den Niederlanden etwa seien es sieben, bei den Engländern sogar acht.

Die DFB-Junioren hätten bei ihrem Triumph "die Tugenden Willensstärke, Leidenschaft und Optimismus im Teamverbund perfekt verkörpert", lobte Bierhoff und mahnte: "Individuell sind andere Nationen aber weiter."

Fans können sich freuen: Klopp fungiert bei Deutschland-Portugal als Experte

15:40 Uhr: Das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal am Samstag wird unter anderem auch von Jürgen Klopp analysiert.

Der Liverpool-Trainer soll bei MagentaTV live zu der Sendung zugeschaltet werden und die etablierten Experten Fredi Bobic und Michael Ballack unterstützen.

Klopp kann bereits Erfahrung als TV-Experte vorweisen: Zwischen 2005 und 2008 arbeitete er neben seiner Trainertätigkeit als Experte bei Fußballübertragungen im ZDF an der Seite von Johannes B. Kerner, Urs Meier und Franz Beckenbauer. Unter anderem analysierte er bei der WM 2006 und der EM 2008 Spiele für das ZDF.

Bei MagentaTV wird er am Samstag auch wieder auf Kerner treffen, der dort die EM-Sendungen moderiert.

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Die besten Bilder der EM-Gruppenphase: Jubel, Enttäuschung, Emotionen

Bemerkenswerte Momente der EM-Gruppenphase 2021: Hier finden Sie Momente, die im Gedächtnis bleiben.

Anstoß um 15 Uhr bei über 30 Grad: Frankreich stellt Essen und Schlafgewohnheiten um

14:33 Uhr: Fußball-Weltmeister Frankreich hat vor dem zweiten EM-Spiel am Samstag (15:00 Uhr/ARD und Magenta TV) gegen Ungarn Respekt vor der erwarteten Mittagshitze von etwa 33 Grad und entsprechend seine kompletten Abläufe geändert.

"Direkt nach dem Deutschland-Spiel haben wir begonnen, immer um 15 Uhr zu trainieren", sagte Trainer Didier Deschamps. "Wir haben die gewohnten Zeiten für das Mittagessen und den Mittagsschlaf umgestellt und einiges mehr", fügte er hinzu. Das Spiel gegen Deutschland war um 21 Uhr angepfiffen worden.

Kapitän und Torhüter Hugo Lloris warnte nach dem 1:0 zum Auftakt in München derweil vor Übermut. "Wir sollten nicht zu positiv sein. Wir müssen weiter hart arbeiten. Und man darf niemals den Underdog unterschätzen", sagte der 34-Jährige.

Und auch Deschamps erklärte: "Nur, wenn wir genauso spielen, können wir auch ein ähnliches Ergebnis erzielen." Ungarn spiele zu Hause im vollen Stadion und agiere sehr diszipliniert. "Sie haben einen italienischen Trainer. Vielleicht liegt es daran", sagte Deschamps lachend.

Wegen Defibrillator: Muss Eriksen seinen Verein Inter Mailand verlassen?

Nach seinem Kollaps im Spiel gegen Finnland hat sich Dänemarks Christian Eriksen einer Operation am Herzen unterzogen. Dabei ließ er sich einen sogenannten ICD-Defibrillator einsetzen.

Dieses kleine Gerät ähnelt einem Herzschrittmacher und wird bei Menschen implantiert, die ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen haben. Die Einsetzung des ICD bedeutet nicht, dass der 29-Jährige von Inter Mailand deshalb automatisch seine Profikarriere beenden muss. Auch der niederländische Nationalspieler Daley Blind betreibt damit weiterhin Leistungssport.

Dennoch könnte es sein, dass Eriksen seinen Verein verlassen muss. Laut einem 2017 aktualisierten Protokoll des Cocis (Kardiologisches Organisationskomitee für Sportfitness) darf der 29-Jährige nicht mehr in Italien spielen. Das berichtet die italienische Zeitung "Gazzetta dello Sport".

Laut den Vorschriften des Gesundheitssystems sei es in dem Land verboten, mit einem Defibrillator einen Kontaktsport auszuüben. Laut Experten sei das Risiko zu hoch. Bei einem Schlag eines Ellbogens beispielsweise könne der Defibrillator zerbrechen. Die einzige Hoffnung sei, dass der Defibrillator nicht dauerhaft eingesetzt wurde, sondern nur temporär, schreibt das Blatt.

Eigentlich besitzt Eriksen bei Inter noch einen Vertrag bis 2024. Ein Wechsel in ein anderes Land könnte nun aber nötig werden.

Pandev verstößt offenbar mit Restaurantbesuch gegen Corona-Protokoll

09:26 Uhr: Nordmazedoniens Rekordnationalspieler Goran Pandev und Nationaltrainer Igor Angelovski droht nach einem Restaurantbesuch eine Strafe. Wie Fotos der rumänischen Tageszeitung ProSport zeigen, könnten Pandev und Angelovski nach dem 1:2 gegen die Ukraine am Donnerstagabend mit einem Restaurantbesuch in Bukarest gegen das COVID-Protokoll der UEFA während der EM verstoßen haben.

Torjäger Pandev (37) und sein Trainer hätten laut rumänischen Medien ein Abendessen im Kreis ihrer Frauen und Kinder im Restaurant "Herastrau" im Norden der Stadt genossen. Damit soll das Duo die "Bubble" im EM-Quartier in der rumänischen Hauptstadt verlassen haben.

Nun droht Pandev und Angelovski eine Strafe vonseiten der UEFA. Am Montag (18:00 Uhr/ARD und MagentaTV) steht das abschließende Gruppenspiel bei den bereits für das Achtelfinale qualifizierten Niederlanden auf dem Programm.

EM-Neuling Nordmazedonien hat nach den Niederlagen in der Gruppe C gegen Österreich (1:3) und die Ukraine (1:2) keine Chancen mehr auf den Sprung ins Achtelfinale. Mit seinem Treffer gegen die ÖFB-Auswahl wurde Pandev zum zweitältesten Torschützen der EURO-Geschichte.

Dänen glauben ans Weiterkommen: "Dieses Team kennt keine Limits"

08:51 Uhr: Dänemarks Fußballer glauben auch nach ihrer zweiten Niederlage bei der Europameisterschaft noch fest an ihr Weiterkommen bei diesem Turnier. "Ich freue mich auf Montag. Dann werden wir das zu Ende bringen und die Gruppenphase überstehen. Denn dieses Team kennt keine Limits", sagte der Stürmer Martin Braithwaite vom FC Barcelona am Donnerstagabend nach dem 1:2 (1:0) gegen Belgien.

Die Dänen sind mit null Punkten aktuell nur Letzter der Gruppe B, können sich aber sogar noch auf den zweiten Platz verbessern. Voraussetzung dafür ist, dass sie selbst ihr letztes Gruppenspiel gegen Russland (Montag, 21:00 Uhr/ARD und Magenta TV) mit zwei Toren Abstand gewinnen und Finnland zeitgleich gegen die bereits für das Achtelfinale qualifizierten Belgier verliert.

Hoffnung macht den Dänen, dass sie erneut vor 25.000 Fans in der eigenen Hauptstadt Kopenhagen spielen werden. Und dass die dramatischen Ereignisse nach dem Herzstillstand ihres besten Spielers Christian Eriksen für einen großen Zusammenhalt innerhalb des Teams aber auch zwischen Mannschaft und Zuschauern gesorgt haben.

"Ich habe in meinem Leben an vielen Orte gespielt, aber keine Atmosphäre war besser als die hier", sagte Torwart Kasper Schmeichel nach dem Belgien-Spiel. "Sie sagten, es seien 25.000 Zuschauer gewesen. Aber es klang, als wären es 75.000 gewesen."

"Hölzern"-Vorwurf: Hummels kontert Schweinsteiger

07:44 Uhr: Mats Hummels hat die Kritik seines ehemaligen Weltmeister-Kollegen Bastian Schweinsteiger wegen seines Eigentores zum EM Auftakt gegen Frankreich (0:1) brüskiert zurückgewiesen. "Ich denke, Basti als ehemaliger Fußballer sollte besser einschätzen können, wie schwierig dieser Ball ist", sagte Hummels in der "Bild"-Zeitung über den Vorwurf des ARD-Experten, er habe beim 0:1 gegen den Weltmeister "hölzern" gewirkt.

Es gebe Eigentore, "bei denen man sehr viel ausrichten kann – und welche, bei denen man selbst wenige Optionen hat", erläuterte Hummels: "Das Eigentor gegen Frankreich war keines, bei dem ich viel hätte anders machen können."

Jeder Fußballer wisse: "So einen extrem scharf hereingespielten Ball zu verteidigen, ist extrem schwierig." Für einen Innenverteidiger wie ihn sei es der "vielleicht unangenehmste Ball, den es gibt" gewesen.

Zumindest einen deutschen Fan hat der Dortmunder mit seinem Treffer begeistert: seinen Sohn Ludwig (3). "Er denkt: Ball im Netz ist immer richtig. Mir wurde zugetragen, dass er gejubelt hat. Das werde ich ihm wohl noch beibringen müssen", sagte er.

Für das zweite Gruppenspiel gegen den Titelverteidiger Portugal am Samstag (18:00 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) forderte der Innenverteidiger: "Wir müssen die Portugiesen gemeinsam stoppen." Das "Problem" im Duell mit Cristiano Ronaldo und Co. sei "die Masse der guten Offensivspieler.

2014 war Ronaldo noch der Fixpunkt der Offensive. Jetzt haben sie eine große Fülle an herausragenden Spielern."

Ronaldo: Corona ist "ein Thema, das jeden ermüdet"

07:34 Uhr: Das Thema Corona ist allgegenwärtig - auch bei EM-Titelverteidiger Portugal. Verteidiger João Cancelo musste nach einem positiven Test durch Diogo Dalot ersetzt werden.

Man richte den Fokus aber nur auf die sportlichen Aspekte der Endrunde und nicht auf COVID-19, versicherte Superstar Cristiano Ronaldo dieser Tage. "Es ist ein Thema, das jeden ermüdet. Leider müssen wir damit leben."

Portugal trifft bei der EM am Samstag auf das DFB-Team (18:00 Uhr, LIVE bei uns im Ticker).

Kanzleramtschef Braun rät Fußball-Fans von Reise nach London ab

05:15 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab. "Meine große Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Großbritannien – und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen", sagte der CDU-Politiker in einem Interview dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND).

In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Europameisterschaft statt. Die Bundesregierung hatte Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte in diesem Zusammenhang: "Wer nach London fährt, muss zwei Wochen in Quarantäne, wenn er nach Deutschland kommen möchte."

Zugleich kritisierte er, dass der deutsche Vorrundengegner Ungarn sein erstes EM-Gruppenspiel gegen Portugal in Budapest vor ausverkaufter Kulisse ausgetragen hatte. "Beim Spiel Deutschland gegen Frankreich in München haben wir gesehen, dass Abstandsregeln eingehalten werden können. Ein voll besetztes Stadion finde ich daneben", sagte Braun.

Fußball-EM 2021: Das sollten Sie über das Sport-Highlight wissen

Wann wird gespielt? Wer überträgt die EM? Wo finden die Spiele statt? Diese und weitere Informationen gibt es im Video. (Foto: iStock: Aksonov)

Ex-Schalker Hajto kritisiert Polens Trainer Sousa

04:47 Uhr: Der frühere Nationalspieler Tomasz Hajto sieht in der Zusammenstellung des Trainer-Teams der Nationalmannschaft eine Ursache für Polens Niederlage im ersten EM-Spiel. Paulo Sousa habe internationales Renomée, er sei ein bekannter Name, sagte der ehemalige Schalker Bundesliga-Profi im Interview der "Süddeutschen Zeitung" am Freitag. "Ein Problem ist, dass er sechs Assistenten aus Italien, Spanien und Portugal mitgebracht hat. Aber er hat keinen Polen in seinem Stab, der Portugiesisch spricht und übersetzen kann, was der Cheftrainer will. Nicht jeder Spieler spricht perfekt Englisch", kritisierte der 48-Jährige.

Zudem äußerte Hajto Unverständnis dafür, dass Polen nicht mit einer eingespielten Mannschaft bei der EM angetreten ist. Sousa habe in den Vorbereitungsspielen so viel gewechselt, dass am Ende keiner in Polen mehr wusste, wer wie spielen solle - und das wüssten eben auch die Spieler selbst nicht, befand der ehemalige Verteidiger. "Wir sind richtig schlecht vorbereitet in die EM gegangen", urteilte er.

Der Portugiese Paulo Sousa, von 1996 bis 1997 Spieler bei Borussia Dortmund, hatte das Amt des Nationaltrainers im Januar dieses Jahres von Jerzy Brzeczek übernommen. Bis auf ein 3:0 in der WM-Qualifikation gegen Andorra hatte es unter Sousa drei Remis und zwei Niederlagen gegeben.

Zum EM-Einstand hatte das Team um Weltfußballer Robert Lewandowski mit 1:2 gegen die Slowakei verloren. Am Samstag ist Spanien in der Gruppe E der nächste Gegner.

England gegen Schottland lässt das Bier fließen

04:10 Uhr: Wenn die alten Rivalen England und Schottland bei der EM aufeinandertreffen, wird auf der Insel sehr viel Bier fließen. Nicht nur in die Kehlen der bis zu 22.500 Zuschauer, die am Freitagabend (21:00 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) im Wembley-Stadion sein werden. Sondern vor allem in den Pubs.

Der Branchenverband British Beer and Pub Association (BBPA) hat sogar eine Rechnung aufgestellt: Demnach werden englische und schottische Fans während der 90 Minuten des Spiels 3,4 Millionen Pints (je 0,568 Liter) in den Kneipen beider Länder kaufen.

Eigentlich würde demnach sogar noch mehr Bier über die Theken gehen. Laut der BBPA-Schätzung würden die Pubs während der Partie 850.000 Pints mehr verkaufen, wenn es nicht die anhaltenden Corona-Restriktionen geben würde. Dies beschere den Gastwirten in England und Schottland allein am Freitag einen Einnahmeverlust in Höhe von 3,2 Millionen britischen Pfund.

Laut der bestehenden Corona-Regeln darf man in Pubs unter anderem nur mit einer begrenzten Anzahl an Menschen an einem Tisch sitzen. "Alle Restriktionen in England und Schottland müssen so schnell wie möglich aufgelöst werden, damit unsere Branche überleben kann", forderte BBPA-Chefin Emma McClarkin.

Das EM-Tagebuch vom 17. Juni zum Nachlesen finden Sie hier

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Mit Material der dpa, afp und sid