• Deutschland ist nach einem tollen Spiel gegen Portugal zurück im Turnier.
  • Cristiano Ronaldo trifft zwar erstmals gegen die Nationalelf. Die aber verliert nie die Konzentration und den Fokus.
  • Jetzt ist sogar der Gruppensieg wieder drin.
  • Der Liveticker zum Nachlesen.

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EM 2021: Diogo Jotas Anschlusstor sorgt für ein leichtes Zittern

Portugal wittert in der 67. Minute Morgenluft. Diogo Jota verwertet eine scharfe Hereingabe von Cristiano Ronaldo zu 2:4. Der deutsche Torwart Manuel Neuer ärgert sich mächtig über das vermeidbare Tor. Der scheinbar sichere Sieg wackelt wieder. Eine spannende Schlussphase beginnt. (Teaserbild: Matthias Hangst/AFP)

Abpfiff: Das war ein toller Auftritt der deutschen Mannschaft. Sie hat sich rehabilitiert für das 0:1 gegen Frankreich uns kann jetzt auch wieder Sieger der Gruppe F werden. Das entscheidet sich am kommenden Mittwoch ab 21 Uhr in München gegen Ungarn. Seien Sie gerne bei uns wieder live dabei. Schönen Abend noch!

Lesen Sie auch: Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik

90. Minute +4: Abpfiff! Das war's! Verdienter erster Sieg bei dieser EM für Deutschland. Danke für Ihr Interesse.

90. Minute +4: Andre Silva bekommt einen Pass in den Lauf von Ronaldo, aber Ginter rutscht in den Schuss des Frankfurters. Durchpusten.

90. Minute +3: Nicht nur Müller gibt alles. Die deutschen Spieler wollen diesen Sieg unbedingt.

90. Minute +1: Vier Minuten Nachspielzeit.

90. Minute: Jetzt muss die deutsche Mannschaft nochmal Schwerstarbeit leisten.

88. Minute: Sané ersetzt seinen Mannschaftskollegen von den Bayern, Serge Gnabry.

86. Minute: Der Münchner Leroy Sané soll kommen.

85. Minute: Die Spannung steigt. Sechs Tore heute, mehr als in jedem anderen Spiel bisher bei dieser EM.

83. Minute: Jetzt mal Entlastung. Goretzka marschiert mit dem Ball durchs Mittelfeld und zieht ab. Aber knapp drüber. Portugal bringt für Diogo Jota den Frankfurter Schützenkönig Andre Silva. In der abgelaufenen Saison der Bundesliga traf nur Robert Lewandowski (41 zu 28) häufiger als der frühere Milanese.

82. Minute: Portugal bleibt gefährlich und wittert nach dem Pfostenkracher von Renato Sanches Morgenluft.

81. Minute: Deutschland ist die über weite Strecken gezeigte Souveränität abhanden gekommen. Es droht eine dramatische Schlussphase in München.

77. Minute: Matthias Ginter sieht nach Foul gegen Diogo Jota diegelbe Karte.

73. Minute: Leon Goretzka ersetzt Kai Havertz, und jetzt geht auch Gündogan. Niklas Süle darf mitmachen.

70. Minute: Die deutsche Mannschaft muss jetzt aufpassen, die Portugiesen nicht zurück ins Spiel zu bringen. Rettungsaktionen von Can und Rüdiger. Und die zweite Trinkpause. Sie kommt nicht nur wegen der Hitze gerade recht.

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Cristiano Ronaldo legt das 2:4 für Diogo Jota, nicht im Bild, vor.

67. Minute: Tor für Portugal. Nur noch 4:2. Cristiano Ronaldo bedient am langen Pfosten Diogo Jota. Der fliegt heran und drückt die Kugel rein.

EM 2021: Robin Gosens' Kopfball setzt seiner grandiosen Leistung die Krone auf

Der Mann des Tages ist nach einer Stunde zur Stelle, um die Vorentscheidung gegen Portugal herbeizuführen: Joshua Kimmichs genau gezirkelte Flanke Flanke landet auf dem Kopf des mitgelaufenen Robin Gosens. Er steht in der Luft und drückt den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. (Teaserbild: Matthias Hangst)

66. Minute: Gelb gegen Kai Havertz.

65. Minute: Die Fans in München: "Sowas hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön!"

64. Minute: Fünf Tore gab es bei dieser EM bisher nur beim tollen 3:2 der Niederländer gegen die Ukraine. Altmeister Joao Moutinho kommt zu seinem 132. Länderspiel. Bruno Fernandes geht vom Feld.

63. Minute: Okay. Gündogan dreht wieder ab, darf weitermachen. Hummels geht raus, Can jetzt dabei.

62. Minute: Der perfekte Moment, Gosens rauszunehmen. Er bekommt Applaus von den Rängen. Er hat Kimmichs perfekte Flanke von rechts sehenswert verwertet. Und Ilkay Gündogan räumt den Platz. Emre Can kommt.

61. Minute: Marcel Halstenberg soll kommen. Für wen?

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Robin Gosens' Kopfball schlägt zum zwischenzeitlichen 4:1 im Tor Portugals ein.

60. Minute: Gosens krönt seine Weltklasseleistung mit dem Kopfball zum 4:1! TOOOOR für Deutschland.

EM 2021: Diesmal ist Kai Havertz dran - deutscher Blitzstart in die zweite Halbzeit

Wieder legt Robin Gosens den Ball in den Strafraum, und diesmal erwischt ihn Kai Havertz vor Ruben Dias. Das längst fällige 3:1 für Deutschland fällt in der 51. Minute. (Teaserbild: Matthias Hangst/AFP)

60. Minute: Portugal droht nach der Schlappe im Finale der U21-EM kürzlich die nächste empfindliche Niederlage gegen eine deutsche Auswahl.

58. Minute: Portugal wechselt. William Carvalho muss raus. Rafa Silva, der alle drei Tore gegen Ungarn vorlegte, kommt.

54. Minute: Ronaldos Freistoß rauscht einen Meter über das Gehäuse von Neuer. Keine Gefahr.

52. Minute: Das erste eigene Turniertor der DFB-Elf. Was reißt dieser Gosens heute ab. Und Havertz zeigt auch, was er kann.

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Kai Havertz veredelt eine schnelle und direkte deutsche Kombination gegen Portugal: 3:1 für Deutschland.

51. Minute: Deutschland nimmt das Tempo gerade geschickt heraus, um die Portugiesen zu locken. Dann von links Gosens, Havertz ist da! Toller Angriff! 3:1 für DEEEEEUUUUTSCHLAND!

EM 2021: Noch ein Eigentor - deutscher Doppelschlag dank Raphael Guerreiro

Joshua Kimmich setzt konsequent nach, legt den Ball in den portugiesischen Fünfmeterraum - und der Dortmunder Raphael Guerreiro ist zur Stelle. Portugals zweites Eigentor innerhalb von vier Minuten gibt dem Spiel eine neue Richtung. (Teaserbild: Matthias Hangst/AFP)

50. Minute: Joachim Löw vertraut weiter seiner Startelf. Sie gibt heute auch keinen Anlass, zu wechseln. Bisher jedenfalls nicht.

49. Minute: Noch keine Torchance im zweiten Durchgang. Aber wir sind ja auch verwöhnt worden ...

46. Minute: Mal schauen, ob die deutsche Mannschaft den Druck aufrecht erhalten kann. Diese erste Halbzeit hat viel Spaß gemacht.

Halbzeit: Der frühere Münchner Renato Sanches ersetzt zur zweiten Halbzeit bei den Portugiesen Bernardo Silva.

Halbzeit: Die deutsche Mannschaft tritt im Vergleich zum 0:1 gegen Frankreich wie verwandelt auf, reißt das Spiel an sich, agiert aggressiv und lauffreudig, kombiniert gut und will früh den Ball erobern. Und dies, vergessen wir es nicht, ohne personelle Veränderung im Vergleich zum ersten Auftritt bei dieser EM.

45.+3 Minute: Hummels klärt vor Fernandes. Und im Gegenzug vernascht Gnabry Pepe, sein Schuss aber wird von Patricio pariert, und Müller kommt nicht mehr hin. Halbzeit. Eine starke deutsche Vorstellung.

45. Minute: Gosens war nach Havertz-Zuspiel auf links außen mit seinem Schuss an Patricio gescheitert, und der mögliche Nachschuss von Kimmich wurde dann in letzter Sekunde abgeblockt. Die deutsche Elf verdient sich ihre Führng zusehends.

43. Minute: Wichtig wäre, mit dieser Führung jetzt in die Pause zu gehen.

42. Minute: Nach Pepes schmerzhaftem Check gegen Müller warten die Deutschen vergeblich auf den Elfmeterpfiff. Den hätte es geben müssen. Pepe rauschte ohne Aussicht auf Ballbesitz in Müller rein.

40. Minute: Und wieder ein Eigentor. Das Tor zählt, Raphael Guerreiro, der Dortmunder, hat Kimmichs Flanke ins Netz befördert. Und Havertz steht kurz vor dem 3:1. Dieser Schlussakkord macht Spaß.

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Joshua Kimmich hat flach geflankt, und Raphael Guerreiro ins eigene Tor getroffen. Deutschland führt nach 0:1-Rückstand gegen Portugal.

39. Minute: Nächstes TOOOOOR für Deutschland! Erzwungen. Spiel ist gedreht. Aber wieder Abseitsverdacht.

EM 2021: Ruben Dias hilft Deutschland mit seinem Eigentor

Kai Havertz schießt nach Robin Gosens' starker Volley-Vorlage Ruben Dias an: Deutschland wird in der 35. Minute gegen Portugal für sein flottes und aggressivs Offensivspiel mit einem Eigemtor belohnt. (Teaserbild: Matthias Hangst/AFP)

38. Minute: Das sieht aber in den TV-Bildern ganz nach einem Eigentor von Ruben Dias aus. Sei es drum. Tor ist Tor. Es steht 1:1.

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Eigentor zum 1:1. Kai Havertz, rechts, setzt Ruben Dias, links, unter Druck, und der drückt Robin Gosens' Eingabe über die Linie.

35. Miunte: TOOOR für Deutschland! Gosens bedient Havertz, und jetzt zählt die Bude!

EM 2021: Cristiano Ronaldo verpasst Deutschland eine kalte Dusche

In der 15. Minute steht es plötzlich 0:1: Deutschlands Anfangsschwung gegen Portgal in München bremst Cristiano Ronaldo mit seinem ersten Länderspieltor gegen Manuel Neuer erbarmungslos aus. (Teaserbild: Matthias Hangst/AFP)

34. Minute: Erst läuft Bernado Silva Antonio Rüdiger davon, der aber letzten Enbdes per Rückpass zu Manuel Neuer klären kann.

32. Minute: Kai Havertz räumt Oldie Pepe im Kampf um den Ball ab. Pepe bleibt liegen. Und Portugals Trainer Fernando Santos beschwert sich über den Umgang mit den Seinen. Und für Pepe geht es nach kurzer Behandlung weiter.

29. Minute: Rui Patricio ist zur Stelle, als Joshua Kimmich von rechts flach in den Fünfer flankt. Deutschland wird wieder spielbestimmender.

25. Minute: Zeit zum Abkühlen. Bei 31 Grad Celsius in der Arena in München gibt es eine kurze Trinkpause.

24. Minute: Und dann rutscht Dias auf der anderen Seit der Ball beinahe zu einem Eigentor über den Fuß. Es gibt aber nur eine Ecke. Sie bringt für Deutschland nichts ein. Serge Gnabrys Flanke indes verpasst per Kopf Mats Hummels nur knapp.

23. Minute: Ruben Dias' Kopfball am langen Pfosten sorgt kurz für Luftanhalten bei den deutschen Fans. Jetzt bloß kein 0:2.

22. Minute: Der ganz große Schwung aber ist raus aus dem deutschen Spiel. Der Ronaldo-Dämpfer zeigt seine Wirkung.

20. Minute: Ein Stück weit hat Cristiano Ronaldo mit diesem Tor auch sein persönliches Deutschland-Trauma besiegt.

19. Minute: Ronaldos Tor stellt den Spielverlauf auf den Kopf. Die deutsche Elf aber hat sich geschüttelt und stürmt weiter.

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Portugals Superstar Cristiano Ronaldo, links, bleibt eiskalt, als es gilt: 1:0 für Portugal in München gegen Deutschland mit dem ersten Torschuss der Gäste in der 15. Minute.

15. Minute: Das gibt es nicht! TOR für Portugal. Aus dem Nichts schlägt Cristiano Ronaldo aus kurzer Entfernung nach Diogo Jotas Querpass zu.

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Deutschlands Verteidiger Robin Gosens, links, trifft bereits in der fünften Minute gegen Portugal auf traumhafte Art und Weise ins Tor. Wegen einer Abseitsstellung von Serge Gnabry, in der Mitte, aber zählt der Treffer nicht.

14. Minute: Portugal strahlt noch keinerlei Gefahr aus. Alle Hände hat der Titelverteidiger mit Verteidigen zu tun. Die deutschen Spieler sind heiß und aggressiv, zeigen das, was 80 Millionen Bundestrainer, und der eine verantwortliche, gefordert haben.

13. Minute: Die deutschen Spieler lassen ihren Gegnern kaum Luft zum Atmen und pressen früh. Nur so geht es. Thomas Müllers Schuss landet in den Armen von Rui Patricio.

12. Minute: Die deutsche Mannschaft legt los wie die Feuerwehr. Kai Havertz scheitert mit seinem Schuss am portugiesischen Keeper. Da liegt das erste reguläre Tor in der Luft.

5. Minute: TOOOOOR! Was für ein Start! Robin Gosens trifft! Aber: Abseits. So ein Mist!

Goretzka
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Die besten Bilder der EM-Gruppenphase: Jubel, Enttäuschung, Emotionen

Bemerkenswerte Momente der EM-Gruppenphase 2021: Hier finden Sie Momente, die im Gedächtnis bleiben.

2. Minute: Die deutsche Mannschaft geht gleich mit einer ganz anderen Körpersprache zur Sache und baut Druck auf.

1. Minute: Los geht's! Deutschland hat angestoßen. Auf ein erfolgreiches Spiel.

17:55 Uhr: Die Mannschaften sind da. Die Hymnen.

17:48 Uhr: Immer wieder heißt es, Portugal sei nur Cristiano Ronaldo. So falsch und oberflächlich diese Reduzierung des Europameisters auf einen einzelnen Spieler ist, so erfolglos blieb Portugal bei großen Turnieren gegen die deutsche Mannschaft - trotz des Weltfußballers Ronaldo. Das gilt für die WM 2006, die EM 2008, die EM 2012 und die WM 2014. Nur deutsche Siege. Das deutsche EM-Debakel 2000 (3:0 für Portugal) fand noch ohne Ronmaldo statt.

17:40 Uhr: Viele Augen richten sich auch heute Abend wieder auf zwei Führungsfiguren, die Löw des Erfolges wegen in die Mannschaft zurückgeholt hat: Thomas Müller, noch immer Bayer, und Mats Hummels, jahrelang Bayer. Hummels glich sein Eigentor mit einer Monster-Grätsche gegen Kylian Mbappe aus. Und Müller? 2014 im Vorrundenspiel bei der WM 2014, das Deutschland überlegen führte und mit drei Müller-Toren 4:0 gegen Portugal gewann, setzte er ein Zeichen, als er sich mit Pepe anlegte - und Pepe Rot sah. Mindestens diese Galligkeit muss heute in die Truppe zurückkehren. Pepe ist mit 38 Jahren auch heute noch dabei.

17:30 Uhr: Der Sieg über Portugal, den die deutsche Mannschaft heute braucht, führt, soviel ist klar und eine Binse, nur über die Einstellung. Mut ist das Stichwort, der gegen Frankreich in vielen Szenen gefehlt hat. Mut zum Dribbling, Mut zum Abschluss. Den Ball ins Tor tragen zu wollen, wird auch heute nicht zum Erfolg führen. Dazu stehen Abwehrreihen in der Regel zu dicht. Auch die Portugals.

17:18 Uhr: Jogi Löw ist übrigens davon überzeugt, dass das Spiel gegen Ungarn noch nicht sein letztes Spiel als Bundestrainer sein wird. Das erklärte er gerade in der ARD. Damit diese Vorhersage wahr wird, sollte heute doch gegen Portugal besser ein Sieg her. Aber wenn Löw optimistisch ist, dann sind wir das einfach auch.

Das ist die Startaufstellung von Deutschland gegen Portugal

16:46 Uhr: Joachim Löw verzichtet für das zweite EM-Gruppenspiel (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Portugal auf taktische und personelle Änderungen. Der Bundestrainer vertraut der selben Startformation wie beim 0:1 gegen Frankreich. Für die dringend benötigten Tore sollen erneut Kai Havertz, Thomas Müller und Serge Gnabry sorgen.

Löw hält gegen den Titelverteidiger auch an seinem 3-4-3-System fest. Vor Torhüter Manuel Neuer bilden erneut Matthias Ginter, Mats Hummels und Antonio Rüdiger die Dreierreihe. Joshua Kimmich läuft wieder auf der ungeliebten rechten Außenbahn auf. Die Zentrale im Mittelfeld bilden Ilkay Gündogan und Toni Kroos, links spielt Robin Gosens.

Neben den verletzten Jonas Hofmann und Lukas Klostermann schaffte es erneut Jamal Musiala nicht in den 23er-Kader.

Die deutsche Aufstellung:

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Löw: Keine Sonderbewachung für Ronaldo

14:18 Uhr: Joachim Löw will im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Portugal Superstar Cristiano Ronaldo nicht in Sonderbewachung nehmen lassen. "Nein, das machen wir ja grundsätzlich nicht. Cristiano Ronaldo ist ja auch so, dass er häufig auf links rausgeht, mal auf rechts auf den Flügel. Da wollen wir nicht alles aufreißen lassen, sondern den Raum, wo jemand ist, zumachen. Da müssen wir den Gegner bekämpfen. Das ist die Aufgabe", sagte der Bundestrainer vor der Partie am Samstag (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) im ARD-Hörfunk.

Der EM-Rekordtorschütze hat in seinen vier Länderspielen gegen Deutschland noch nie ein Tor geschossen. Löw glaubt, dass es am Abend in München ohnehin nicht darum geht, nur den 36-Jährigen zu stoppen. "Cristiano Ronaldo ist natürlich nach wie vor stark und einer der besten Vollstrecker, die es gibt. Aber wir müssen auch auf andere aufpassen. Also Gleichgewicht, gleiche Defensivleistung, gleiche Zweikampfstärke, hellwach sein - und nach vorne hin muss die Post abgehen", forderte der Bundestrainer.

Portugal muss auf 126-Millionen-Euro-Stürmer verzichten

14:02 Uhr: Fußball-Europameister Portugal muss im zweiten EM-Vorrundenspiel heute (18:00 Uhr/ARD und MagentaTV) in München gegen Deutschland auf Angreifer und 126-Millionen-Euro-Mann Joao Felix (21) verzichten. Der Starspieler von Atletico Madrid laboriert an muskulären Problemen, teilte der portugiesische Verband am Samstag auf AFP-Anfrage mit.

Ebenfalls nicht dabei ist Nuno Mendes, der ebenfalls an einer Muskelverletzung laboriert. Joao Felix hatte am Freitag noch am Abschlusstraining der Iberer in München teilgenommen.

DFB erinnert Fans an Corona-Regeln

12:53 Uhr: Nachdem beim Spiel gegen Frankreich vor allem Maskenpflicht und Abstandsgebot von vielen Fans eher als freundliche Hinweise denn als tatsächliche Regeln empfunden wurden, hat der DFB bei Twitter nun noch einmal auf die geltenden Regeln hingewiesen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wollte nach dem ersten Spiel der DFB-Elf in München die UEFA bei der Durchsetzung der Regeln verstärkt in die Pflicht nehmen.

Effenberg und Bierhoff beklagen fehlende Mittelstürmer

11:30 Uhr: Der frühere Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg hat den Mangel von Weltklasse-Mittelstürmern als "größtes Problem des deutschen Fußball" bezeichnet und die Ausbildung von Angreifern gefordert. Man brauche wieder Spieler wie den Rekord-Torschützen Miroslav Klose oder die zahlreichen Top-Stürmer wie in den Neunzigern, schrieb der 52-Jährige am Samstag in seiner Kolumne bei "t-online.de". "In meinen Augen kann die Lehre aus diesem Turnier nur sein, dass wir im deutschen Fußball über Mittelstürmer reden müssen – und überlegen, wie wir sie ausbilden", befand Effenberg mit Blick auf die laufende Europameisterschaft. Der Deutsche Fußball-Bund und die Vereine müssten daran arbeiten.

Nach Ansicht des EM-Zweiten von 1992 habe es mit der Konzentration auf die so genannte falsche Neun - Stürmer, die sowohl im Angriff als auch im Mittelfeld spielen - eine Fehlentwicklung gegeben. "Ganz offensichtlich hat man das übertrieben", urteilte Effenberg und folgerte: "Da wieder einen zu finden oder auszubilden, wird die größte Aufgabe für Hansi Flick als Nachfolger von Joachim Löw."

Ähnlich urteilte auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff. In der Ausbildung seien gerne Mario-Götze-Typen gefördert worden, Spieler, die mit Technik und Raffinesse brillierten, gerade auch außerhalb des Strafraums. "In dieser Zeit hat man die traditionellen Stürmerkriterien ein bisschen vernachlässigt", sagte der ehemalige Mittelstürmer im Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Dadurch fehle der Auswahl manchmal die Präsenz im Strafraum - "und zweitens fällt ohne eine echte Nummer neun auch die klassische Flanke-Kopfball-Tor-Variante weg", sagte der Golden-Goal-Schütze vom EM-Titelgewinn 1996.

Löw wird die Taktik im Vergleich zum Frankreichspiel verändern

10:21 Uhr: Die Taktik wird verändert. Das kündigte Löw an. Mehr Drang nach vorne und konsequenter dran bleiben in der gegnerischen Hälfte. So lautet die Forderung des Bundestrainers an seine Offensivkräfte.

Als Mittel zum Sieg sieht er "mehr Tempo, mehr Initiative, mehr Mut nach vorne". Wichtig sei "Gleichgewicht, gleiche Defensivleistung, gleiche Zweikampfstärke, hellwach sein", und vor allem: "Nach vorne hin muss die Post abgehen."

Zum Personal äußerte sich Löw nicht konkret. Joshua Kimmich weiter auf rechts statt in der Mitte? Das ist wahrscheinlich, auch wenn es dem Bayern-Profi nicht recht gefällt. "Der Trainer stellt so auf, dass die Mannschaft möglichst erfolgreich ist", lautete Kimmichs etwas schmallippiges Statement.

Vorne Leroy Sané oder Timo Werner statt Kai Havertz? "Taktische Änderungen kann man mit der gleichen Formation durchführen, man kann aber auch Wechsel vornehmen", wich Löw einer Antwort dazu aus. Eins ist aber klar: Leon Goretzka soll nach seiner Verletzungspause als Energiepaket zumindest im Laufe der zweiten Hälfte für Dampf sorgen.

Timo Werner ist zuversichtlich

9:15 Uhr: Timo Werner geht mit Zuversicht in das zweite EM-Gruppenspiel gegen Portugal. "Eine Auftaktniederlage ist nie gut, weil der Druck sich dadurch noch einmal erhöht. Aber wir haben eine sehr gute Stimmung, obwohl uns allen klar ist, wie bedeutend das Spiel jetzt ist", sagte der Angreifer in einem Interview der "Welt". "Ich finde es wichtig, dass wir ruhig bleiben und nicht verkrampfen, denn sonst kann es gegen Portugal schnell in die andere Richtung gehen. Ich habe ein gutes Gefühl", sagte Werner.

Ballack fordert "eine andere Aufstellung"

09:10 Uhr: Der frühere Kapitän Michael Ballack hat sich für eine offensive Ausrichtung des deutschen Fußball-Nationalteams im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Portugal und personelle Umstellungen ausgesprochen. "Wir brauchen eine Topmentalität. Und ich sage, dass wir eine andere Aufstellung brauchen – dann traue ich dem Team einen Sieg zu", sagte der 44-Jährige im Interview des "Sportbuzzer" vor der Partie am Samstag (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV und live bei uns im Ticker) in München. "Ich wünsche mir einfach mehr Offensivkraft und mehr Mut. Das hat die Mannschaft selbst ja auch schon angekündigt. Wir dürfen gegen Portugal trotz der Auftaktniederlage keine Angst haben." Bundestrainer Joachim Löw habe verschiedene taktische Varianten im Kopf, sagte Ballack. "Dazu gehört auch das System mit einer Viererkette in der Abwehr und einer offensiven Dreierreihe mit zwei Flügelspielern." Schon nach dem Rückstand gegen Frankreich hätte Deutschland mehr riskieren müssen, sagte der frühere Mittelfeldspieler, "womöglich hätte es einen Systemwechsel geben müssen".

Niederlage für DFB-Team zum EM-Start gegen Frankreich

Mit einer Niederlage gegen Weltmeister Frankreich ist der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Start in die EM missglückt. Gegen den Turnierfavoriten verlor die DFB-Auswahl am Dienstagabend in München 0:1.

Es geht gegen Löw Lieblingsgegner

9:00 Uhr: Nach der Niederlage gegen Frankreich im ersten EM-Spiel steht die deutsche Nationalmannschaft in ihrem zweiten Spiel bereits unter Druck. Für viele ist es da ein gutes Omen, dass es gegen den Lieblingsgegner von Joachim Löw geht: Portugal.

Seit Löw beim DFB ist, wurden alle vier Duelle gegen das Team um Cristiano Ronaldo gewonnen - vom 3:1 im Spiel um Platz drei bei der WM 2006 mit Löw noch als Klinsmann-Assistent bis zum glanzvollen 4:0 zum Auftakt der erfolgreichen Weltmeister-Mission 2014 in Brasilien. Überhaupt hat Deutschland erst ein Turnierspiel gegen Portugal verloren. 2000 bedeutete das 0:3 in Rotterdam das frühe EM-Aus. In der Gesamtbilanz aller 18 Spiele liegt die DFB-Elf klar vorn: 10 Siege - fünf Unentschieden - drei Niederlagen.

Wenn das mal nicht verheißungsvoll klingt - zumindest aus deutscher Sicht.

Um 18:00 Uhr ist Anpfiff und wir versorgen Sie hier den ganzen Samstag über mit den wichtigsten Infos zum Spiel.

Und damit Ihnen bis dahin nicht langweilig wird, hier ein paar Lese-Anregungen:

Mit Material von dpa und AFP

Thomas Müller, Nations League, Deutschland, Niederlande, Gelsenkirchen, 2018/19
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EM 2021: So sieht der deutsche Kader aus

26 Spieler durfte Bundestrainer Joachim Löw für sein EM-Aufgebot nominieren. Wir zeigen, wer es ins Aufgebot geschafft hat.