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07.03.2013, 20:13 Uhr

Echo: Ärger nach Nominierung von Heino und Frei.Wild

Normalerweise ist der Echo eine eher gediegene Veranstaltung - in diesem Jahr allerdings folgt ein Eklat auf den nächsten. Kraftklub und Mia zogen sich wegen der Nominierung der deutschtümelnden Band Frei.Wild aus dem Wettbewerb zurück. Der Protest zeigt Wirkung: Die umstrittenen Rocker fliegen von der Nominiertenliste. Und als ob das nicht schon genug Aufregung wäre, sorgt auch noch Heino für Aufsehen.

Auf seiner offiziellen Facebook-Seite schreibt Mic Donet, ein "The Voice"-Kandidat aus der ersten Staffel: "Liebe Freunde. Einige von Euch haben es vielleicht schon mitbekommen. Anscheinend bin ich der erste Künstler in der Geschichte des Echo-Preises der zuerst nominiert und dann wieder rausgeschmissen wird. Wie es aussieht musste ich wohl Heino den Weg frei machen. Viel Glück Heino." Der Schlagerstar, der für sein Coveralbum "Mit freundlichen Grüßen" nominiert ist, hat sich noch nicht zu dem Vorfall geäußert.

Frei.Wild fliegt von der Nominiertenliste

Und auch in der Kategorie "Rock/Alternativ National" geht es explosiv zu. Nachdem MIA und Kraftklub ihre Teilnahme wegen der Nominierung der Band Frei.Wild, die mit nationalistischen Tendenzen in Verbindung gebracht wird, abgesagt haben, forderten viele Fans von Die Ärzte und Die Toten Hosen ihre Idole auf, diesem Beispiel zu folgen: "Liebe Toten Hosen, bitte setzt ein Zeichen gegen Rechts und macht es wie Kraftklub und Mia. Zeigt Gesicht gegen Rechts. Bitte!", schreibt beispielsweise Julia C. auf der offiziellen Facebook-Seite der Band.

Zunächst sahen die Echo-Macher noch "keine offensichtlichen Gründe", Frei.Wild auszuschließen. Doch offenbar zeigt der Protest doch Wirkung: Die umstrittenen Rocker werden von der Nominierungsliste für den Musikpreis genommen. Man greife damit in die Diskussion um diese Nominierung ein, teilte die Deutsche Phono-Akademie überraschend mit. Der Echo solle nicht zum Schauplatz einer Debatte um das Thema der politischen Gesinnung dieser Band werden.

Geteilte Meinungen bei den Fans

Irritation löste bei einigen Fans auch die Tatsache aus, dass die Band in der Kategorie "Rock/Alternativ National" nominiert wurde, obwohl Frei.Wild eigentlich aus dem italienischen Brixen (Südtirol) stammt. Laut den Gegnern hätte die Band in der Kategorie "Rock/Alternativ International" nominiert werden müssen.

Bei Facebook und Twitter gingen die Meinungen über die radikale Entscheidung von Kraftklub und MIA weit auseinander. "Ich finde es sehr schade, wie aggressiv hier Mia angegriffen werden, nur, weil sie zu ihrer Meinung stehen", schreibt ein Fan auf der offiziellen Facebook-Seite der Band. "Ihr seid genauso wie Kraftklub eine erbärmliche Band die einfach auf den Zug der Medien aufspringt, um Frei.Wild in ein rechtes Licht zu rücken", schreibt hingegen ein Anhänger von Frei.Wild.

(kom/sist)

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