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06.12.2012, 12:00 Uhr

Noch ein Stern für die USA?

(cai) - Den Mond oder den Mars besiedeln? Für mittlerweile über 5.000 US-Bürger ist das zu wenig. Sie verlangen von ihrer Regierung per Online-Petition ein noch viel gigantischeres Weltraum-Projekt: den Nachbau des Todessterns aus dem Film "Krieg der Sterne".

Nur ein Filmfreak, der die US-Regierung ärgern will, oder ein Visionär, der die Zukunft der USA sowohl militärisch als auch wirtschaftlich sichern will? John D. hat Mitte November eine Online-Petition mit dem Titel "Mittel und Ressourcen sichern, um 2016 mit dem Bau eines Todessterns zu beginnen" eingereicht, in der der Nachbau des Todessterns aus dem Film "Krieg der Sterne" gefordert wird.

Darin heißt es: "Indem wir unsere Verteidigungsressourcen auf eine überlegene Weltraum-Plattform und ein Waffensystem wie den Todesstern konzentrieren, kann die Regierung Stellen in den Bereichen Bau, Ingenieurswesen und Erforschung des Weltalls schaffen und zudem unsere nationalen Abwehrkräfte verstärken."

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Ähnlich wie auch in Deutschland können US-Bürger auf der Webseite mit dem Namen "We the people" online Eingaben an die Regierung machen. Kommen innerhalb eines Monats mehr als 25.000 Unterzeichner zusammen, muss sich die US-Regierung mit dem Vorschlag beschäftigen.

Die Kostenfrage: eine Zahl mit 15 Nullen

Die Petition von John D. hat momentan etwas mehr als 5.000 Unterstützer. Nachdem das in den USA sehr bekannte Techblog "Mashable" am Dienstag darüber berichtet hatte, verdreifachte sich die Zahl der Unterstützer. Noch bis zum 14. Dezember können US-Bürger die Online-Petition unterzeichnen. Geht die bisherige Entwicklung weiter, dürfte sich das "Weiße Haus" bald mit dem Vorschlag beschäftigen müssen.

Sollte es so weit kommen, kann die US-Regierung bei ihrer Entscheidung über Sinn und Unsinn des Vorschlags auf die Wissenschaft zurückgreifen. Anfang des Jahres haben Studenten der Lehigh University in Pennsylvania ausgerechnet, mit welchem Aufwand der Bau des Todessterns verbunden ist.

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Demnach werden für einen Todesstern mit einem Durchmesser von 140 Kilometern 1,08 Billiarden Tonnen Stahl benötigt. Allein die Stahlproduktion dafür würde bei der aktuellen, jährlichen Produktion von 1,3 Milliarden Tonnen 800.000 Jahre dauern.

Beim derzeitigen Stahlpreis kostet das Unternehmen "Todesstern" 852 Billiarden US-Dollar oder 13.000 Mal das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Welt. Das wäre dann das wohl teuerste Konjunkturprogramm aller Zeiten.

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