• 23:16 Uhr: ➤ Englands Sterling reist bei WM in Katar ab - Private Gründe
  • 20:08 Uhr: Lewandowski über seine Zukunft auf der WM-Bühne
  • 19:32 Uhr: Wenger-Spitze gegen DFB sorgt für Widerspruch: "Schwachsinn"
  • 18:30 Uhr: Ewige WM-Torjägerliste: Mbappe zieht mit Messi gleich
  • 17:11 Uhr: Deutschland mit meisten Torchancen aller Vorrundenteams
  • 16:56 Uhr: Giroud Frankreichs alleiniger Rekordtorschütze
  • 15:07 Uhr: Mit Watzke: Erste DFB-Krisensitzung wohl am Mittwoch
  • 14:02 Uhr: Brasilien atmet auf - Neymar wieder fit für WM-Achtelfinale
  • 13:54 Uhr: Nur Neuer und Goretzka wollten die Mund-zu-Geste vor dem Japan-Spiel wirklich

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➤ Private Gründe: Englands Sterling reist bei WM in Katar ab

  • 23:16 Uhr

Englands Nationalspieler Raheem Sterling reist bei der Fußball-WM in Katar aus privaten Gründen ab. Dies berichtete Gareth Southgate am Sonntag nach dem 3:0-Sieg im Achtelfinale gegen Senegal. In Sterlings Wohnung in der Heimat ist nach übereinstimmenden Medienberichten von bewaffneten Menschen eingebrochen worden, als dessen Familie zu Hause war. Sterling stand deshalb bei dem Sieg über den Afrikameister nicht im Kader der Three Lions.

Ob der Angreifer vom FC Chelsea noch während des Turniers, das für England am Samstag (20.00 Uhr) im Viertelfinale gegen Weltmeister Frankreich weitergeht, wieder eingreifen kann, ist offen. "Wir müssen sehen und abwarten. In diesem Moment liegt die Priorität voll und ganz bei seiner Familie", stellte Southgate klar. (dpa)

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Die weiteren Meldungen des Tages:

Lewandowski lässt weiteren WM-Start offen: "Schwer zu sagen"

  • 20:08 Uhr

Weltfußballer Robert Lewandowski hat nach dem WM-Aus im Achtelfinale gegen Frankreich offen gelassen, ob er einen Start bei der Fußball-Weltmeisterschaft in vier Jahren anstrebt. "Es ist jetzt schwer zu sagen. Von der körperlichen und sportlichen Seite habe ich keine Sorge, aber es gibt so viele unterschiedliche Dinge, die alle zusammen darüber entscheiden können, dass es die letzte WM sein könnte", sagte der 34-Jährige am Sonntagabend in Al-Thumama nach dem 1:3 gegen Frankreich.

Lewandowskis Vertrag in Barcelona endet am 30. Juni 2026, zum WM-Zeitpunkt ist er noch Profi. Das Turnier findet in den USA, Mexiko und Kanada statt. "Das ist noch ein langer Weg. Man braucht Freude am Spiel, das wird auch in der nahen Zukunft ein wichtiger Bestandteil sein", sagte Lewandowski.

Zuvor hatte auch Polens Fußball-Nationaltrainer Czesław Michniewicz seine Zukunft offen gelassen. Über die von Lewandowski wollte er nicht spekulieren. "Meine Zukunft ist heute egal. Ich weiß, dass es Sie interessiert. Aber lassen Sie uns über die Nationalmannschaft reden, okay", antwortete er auf eine entsprechende Frage. Der Vertrag des 52-Jährigen, der die Polen im Januar übernommen hat, galt nur bis zum WM-Ende.

Auf die Frage, ob er glaube, dass Weltfußballer Robert Lewandowski (34) seine Karriere im Nationalteam fortsetze, antwortete er ebenfalls ausweichend. "Ich denke, ich sollte nicht über seine Zukunft reden", sagte der Coach: "Er ist unser Kapitän, er entscheidet selbst. Lasst uns schauen, ob er bis zur nächsten WM weitermacht." Lewandowski hatte seine Zukunft schon vor dem Turnierstart offen gelassen. (dpa)

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Wenger-Spitze gegen DFB sorgt für Widerspruch: "Schwachsinn"

  • 19:32 Uhr

Mit einer ganz offenbar gegen die deutsche Mannschaft gerichteten Spitze hat FIFA-Berater Arsène Wenger für Wirbel gesorgt. Der Chef der Technischen Studiengruppe des Fußball-Weltverbandes sagte am Sonntag, bei der WM in Katar seien die Teams schon zum Auftakt erfolgreich gewesen, die "nicht auf politische Demonstrationen fokussiert" gewesen wären. Damit spielte der langjährige Trainer des FC Arsenal offenkundig auf die Aufregung bei der DFB-Auswahl um die "One Love"-Kapitänsbinde und die Hand-vorm-Mund-Geste vor der 1:2-Startpleite gegen Japan an.

Ex-Weltmeister Christoph Kramer widersprach Wengers These im ZDF energisch. "Die Aussage ist komplett sinnlos, ganz, ganz großer Schwachsinn", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach. Diese Ansicht könne auch nicht wirklich Wengers Überzeugung sein. "Dafür war er viel zu lange einer der besten Trainer der Welt", sagte Kramer.

Auch der frühere Nationalspieler Per Mertesacker sah die Rolle des Franzosen beim Weltverband FIFA als Auslöser für die Äußerung des 73-Jährigen. Dass die deutsche Mannschaft ausgeschieden sei, nutze Wenger nun wohl für eine Stellungnahme pro FIFA, "um uns noch eins auszuwischen", sagte Mertesacker. (dpa)

Ewige WM-Torjägerliste: Mbappe zieht mit Messi gleich

  • 18:30 Uhr

Frankreichs Kylian Mbappe hat am Sonntag sein achtes und neuntes Tor bei einer Weltmeisterschaft erzielt und damit den Abstand auf den französischen WM-Rekordtorjäger Just Fontaine (13 Tore) verkürzt.

Im Achtelfinale gegen Polen (3:1) in Doha erzielte der 23-Jährige von Paris St. Germain den zweiten und dritten Treffer für die Franzosen (74., 90.+1).

In der Liste der WM-Rekordtorjäger führt weiterhin Rio-Weltmeister Miroslav Klose mit 16 Treffern vor dem Brasilianer Ronaldo. Mbappe und Messi sind mit neun Treffern also noch ein gutes Stück entfernt. Das gilt auch für Cristiano Ronaldo mit acht WM-Treffern. (sid/lko)

Deutschland mit meisten Torchancen aller Vorrundenteams

  • 17:11 Uhr

Das Vorrundenaus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist nach Angaben der Technical Study Group (TSG) des Weltverbandes Fifa auch auf die schlechte Chancenverwertung zurückzuführen. Das Team von Bundestrainer Hansi Flick kam mit Abstand zu den meisten Schussversuchen aller Teams in der WM-Gruppenphase.

"Wahrscheinlich haben sie ihre Möglichkeiten nicht gut genug genutzt", sagte Ex-Bundestrainer und TSG-Mitglied Jürgen Klinsmann am Sonntag: "Wir in Deutschland haben die Diskussion, ob ein echter Neuner, wie Miroslav Klose es früher war, die effizientere Lösung gewesen wäre." Es gebe einen Mangel an echten Torjägern, die die Chancen auch nutzen.

Das DFB-Team kam zu insgesamt 67 Versuchen in drei Spielen, Mannschaften mit einer geringeren Zahl an Abschlüssen wie Australien und Polen (je 20) schafften den Sprung ins Achtelfinale. "Sie waren oft effizienter. Sie haben ihre Konter genutzt", sagte Arsene Wenger, Fifa-Direktor für globale Fußballförderung. (sid)

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Giroud Frankreichs alleiniger Rekordtorschütze

  • 16:56 Uhr

Stürmer Olivier Giroud ist mit seinem 52. Treffer zum alleinigen Rekordtorschützen der französischen Nationalmannschaft aufgestiegen. Der 36-Jährige erzielte im WM-Achtelfinale gegen Polen in seinem 117. Länderspiel das 1:0 (44.) und verdrängte Thierry Henry auf den zweiten Platz. Der Weltmeister von 1998 war in 123 Länderspielen auf 51 Tore gekommen.

Für Giroud (AC Mailand) war es schon sein dritter Treffer in Katar, beim 4:1 gegen Australien zum Auftakt war ihm ein Doppelpack gelungen. Auf den weiteren Plätzen folgen Antoine Griezmann (42 Tore), Michel Platini (41) und Karim Benzema (37). (sid)

Mit Watzke: Erste DFB-Krisensitzung wohl am Mittwoch

  • 15:07 Uhr

Das erste Krisen-Gespräch zwischen der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der sportlichen Führung der Nationalmannschaft soll nach Medienberichten am Mittwoch stattfinden. Laut Sky und Bild treffen sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf, sein Vize Hans-Joachim Watzke, Bundestrainer Hansi Flick und Geschäftsführer Oliver Bierhoff am Vormittag in Frankfurt. Der DFB bestätigte diesen Termin auf SID-Anfrage am Sonntagnachmittag allerdings nicht.

Nach dem erneuten Vorrunden-Aus bei der WM in Katar hatte Neuendorf eine Jobgarantie für Flick und Bierhoff verweigert und eine eingehende Analyse eingefordert. Der Verbandschef kündigte am vergangenen Freitag eine erste Zusammenkunft für die "kommende Woche" an.

"Meine Erwartung an die sportliche Leitung ist, dass sie zu diesem Treffen eine erste Analyse vornimmt, eine sportliche Analyse dieses Turniers. Dass sie aber auch Perspektiven entwickelt für die Zeit nach dem Turnier mit dem Blick auf die Europameisterschaft im eigenen Land", hatte Neuendorf noch in Doha vor dem Rückflug nach Deutschland erklärt. (sid)

In 100 Sekunden erklärt: Darum sollte die WM nicht bedenkenlos gefeiert werden

Die WM in Katar steht in der Kritik: Korruption, keine Fußballkultur, eingeschränkte Menschenrechte und Gastarbeiter, die ihr Leben lassen mussten. Wir erklären Ihnen in 100 Sekunden, warum diese WM ein Problem für westliche Länder darstellt.

Brasilien atmet auf - Neymar wieder fit für WM-Achtelfinale

  • 14:02 Uhr

Superstar Neymar steht den Brasilianern im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft wieder zur Verfügung. Auf die entsprechende Frage eines Journalisten antwortete Nationaltrainer Tite in Doha knapp: "Ja."

Die Seleção startet am Montag gegen Südkorea in die K.o.-Phase des Turniers in Katar.

Der 30-Jährige hatte nach seiner Fußverletzung aus dem Auftaktspiel gegen Serbien (2:0) erstmals wieder mit dem Ball trainiert. "Ich fühle mich gut, ich wusste, dass ich es jetzt tun würde", schrieb Neymar in den sozialen Medien und stellte dazu Fotos vom Training. (dpa)

Nur Neuer und Goretzka wollten die Geste wirklich

  • 13:54 Uhr

Die gemeinsame Geste vor der ersten WM-Partie gegen Japan, als die Spieler sich den Mund zuhielten, traf offenbar nicht bei allen Spielern auf Zustimmung. Laut ARD-Moderatorin Lea Wagner hätte es große Uneinigkeit im Team über die Geste gegeben. "Der Großteil der Mannschaft wollte gar nichts machen", sagte Wagner in der ARD.

Einzig Leon Goretzka und Kapitän Manuel Neuer, der zuvor öffentlich angekündigt hatte, die One-Love-Binde tragen zu wollen, dies dann aber nicht durfte, seien für die Protestgeste gewesen. Später hätten sich auch Spieler wie Joshua Kimmich dafür ausgesprochen. Eine Fraktion um Ilkay Gündogan und Antonio Rüdiger hätte die Aktion wegen der Ablenkung vom Sportlichen skeptisch gesehen.

Durch die Debatte hätten demnach auch Oliver Bierhoff und sein Stab an Rückhalt in der Mannschaft verloren. Bierhoff habe die Thematik mit dem Team besprochen und nach einer alternativen Protestform gesucht. Viele seien mit dem Krisenmanagement unzufrieden gewesen und hätten sich lieber aufs Sportliche konzentriert. (lko)

Rückendeckung für Flick - Bierhoff angezählt

  • 11:47 Uhr

Lothar Matthäus hat nach dem Vorrunden-Aus der Fußball-Nationalmannschaft Kritik am DFB, Oliver Bierhoff und den Spielern geübt. Trotz einiger Turnierfehler von Hansi Flick spricht sich Deutschlands Rekord-Nationalspieler für einen Verbleib des Bundestrainers im Amt aus. "Hansi zieht die richtigen Schlüsse und ist für mich der richtige Mann für 2024", sagte der 61-jährige Matthäus am Sonntag bei "Bild TV" mit Blick auf die Heim-EM 2024. So lange läuft auch Flicks Vertrag beim DFB.

"Ich glaube, dass die Mannschaft großes Vertrauen hat zu Hansi Flick", sagte Matthäus. Allerdings müsse der Bundestrainer, mit dem er befreundet ist, "strenger und härter" werden im Umgang auch mit den Nationalspielern. Matthäus erinnerte zudem an Franz Beckenbauer, der bei seinem ersten Turnier, der WM 1986, auch nicht fehlerfrei gewesen sei, aber vier Jahre später mit dem DFB-Team in Italien Weltmeister geworden war. in Mexiko 1986 war die Nationalelf aber ins Finale gekommen und nicht wie nun in Katar früh ausgeschieden.

Bierhoff hingegen wurde von Matthäus kritisiert. Der DFB-Direktor stehe zu Recht in der Kritik, schließlich stimmten die Ergebnisse seit fünf Jahren nicht mehr. "Also muss man fragen, ob er noch der Richtige ist! Natürlich liegt es auch in seiner Verantwortung, dass das Binden-Thema eskalierte." Es müsse sich etwas ändern in Bierhoffs Aufgabenbereich.

Der frühere DFB-Sportdirektor Robin Dutt nimmt hingegen sowohl Flick als auch Bierhoff in Schutz: "Wir versuchen, dieses Pflaster mit einem neuen Trainer auszuwechseln - ich hoffe sehr, dass wir das nicht machen, denn die Wunde darunter eitert und blutet weiter", sagte Dutt in einem Sky-Interview. "Der Trainer ist ganz sicher nicht das Problem, denn dann suchen wir auch in 16 Jahren noch nach einem Weltmeistertitel." (dpa/lko)

USA blicken mit Vorfreude auf Heim-WM 2026 - Biden sieht "glänzende Zukunft"

  • 10:28 Uhr

Die USA blicken nach dem Ausscheiden im Achtelfinale mit Vorfreude auf die Heim-WM 2026. Gemeinsam mit Kanada und Mexiko tragen die USA die größte WM aller Zeiten aus. Die Weltmeisterschaft in vier Jahren wird mit erstmals 48 Mannschaften stattfinden.

Nach dem Aus im WM-Achtelfinale gegen die Niederlande versuchte Joe Biden, die tief enttäuschte Nationalmannschaft um Kapitän Tyler Adams mit dem Gedanken an das Turnier aufzumuntern. "Jungs, Ihr habt uns stolz gemacht. Wir stehen auf und gehen weiter", twitterte der US-Präsident. "Auf eine glänzende Zukunft und 2026 hier bei uns zu Hause." (dpa/lko)

Verletzter Bayern-Profi Mané trotzdem Senegals "Anführer"

  • 9:37 Uhr

Bayern-Stürmer Sadio Mané übernimmt trotz seiner verletzungsbedingten Abwesenheit eine wichtige Rolle in Senegals Fußball-Nationalmannschaft bei dieser WM. "Sadio ist ein sehr wichtiger Spieler für die Mannschaft und für unser Land", sagte Torhüter Alfred Gomis vor dem WM-Achtelfinale gegen England am Sonntag. Auch wenn der 30-Jährige nicht dabei sei, stehe er in engem Kontakt mit der Mannschaft. "Er ist einer unserer Anführer. Er spielt eine wichtige Rolle, auch wenn er nicht auf dem Platz steht."

Mané hatte sich kurz vor WM-Start in der Bundesliga am rechten Wadenbeinköpfchen verletzt und war operiert worden. Der Offensivspieler und Star der senegalesischen Mannschaft fällt für die komplette WM aus. Sportlich kann das Team den Ausfall nach Ansicht von Co-Trainer Regis Bogaert aber kompensieren. "Wir können ohne ihn spielen, das haben wir bewiesen", sagte er. Der Senegal hatte mit zwei Siegen aus drei Spielen die Gruppenphase überstanden und hofft gegen England nach 20 Jahren wieder auf den Einzug ins WM-Viertelfinale. (dpa)

Mit Material von sid, afp und dpa.
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