• 19:44 Uhr: ➤ Deutschland und Niederlande liefern Ukraine weitere Panzerhaubitzen
  • 17:25 Uhr: Russischer Oligarch übt offene Kritik an Russlands Krieg in der Ukraine
  • 15:40 Uhr: Ex-Ministerpräsidentin der Ukraine sieht keine diplomatische Lösung mit Russland
  • 13:17 Uhr: Scholz richtet scharfe Worte an Putin
  • 11:15 Uhr: Russland dementiert gezielte Attacke auf Einkaufszentrum – Suche nach Verletzten geht weiter
  • 09:31 Uhr: Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest
  • 06:15 Uhr: Mindestens 18 Tote nach Angriff auf ukrainisches Einkaufszentrum - 40 Menschen vermisst

Hier geht's zum aktuellen Live-Ticker zum Krieg in der Ukraine

➤ Deutschland und Niederlande liefern Ukraine weitere Panzerhaubitzen

Deutschland und die Niederlande werden der Ukraine zusammen sechs weitere Modelle der Panzerhaubitze 2000 liefern. Das sagten Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) und ihre niederländische Amtskollegin Kasja Ollongren am Dienstag am Rande des Nato-Gipfels in Madrid. Damit wird die Ukraine nun insgesamt 18 Stück des Waffensystems erhalten - eine ausreichend große Zahl für ein komplettes Artilleriebataillon.

"Diese drei, die wir jetzt aus Deutschland abgeben - damit gehe ich schon an die absolute Grenze dessen, was verantwortbar ist. Es ist aber verantwortbar, weil die Ukraine jetzt unterstützt werden muss", sagte Lambrecht. Ollongren sagte mit Hinweis auf die andauernden russischen Angriffe: "Die Ukraine muss wirklich wissen, dass wir ihnen helfen können."

Bisher hatte Deutschland sieben der Panzerhaubitzen geliefert, die Niederlande fünf Stück. Die ukrainische Armee gerät besonders im Osten des Landes zunehmend in Bedrängnis, vor allem wegen der materiellen Überlegenheit der Angreifer. (dpa)

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Die Lage im Überblick:

Seit 24. Februar führt Russland aus der Luft und am Boden einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kurz zuvor hatte Präsident Wladimir Putin das Existenzrecht der Ukraine als eigenständiger Staat in Zweifel gezogen und die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt.

Die ukrainische Armee wehrt sich seitdem nach Kräften gegen die Invasoren. Auf beiden Seiten gibt es Berichten zufolge Tausende Tote, wie viele Soldaten und Zivilisten bereits starben, lässt sich jedoch nicht unabhängig überprüfen. Fakt ist: Die humanitäre Lage in der Ukraine spitzt sich mit jedem Tag zu. Nach Angaben der UN sind inzwischen über 8 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen (Stand: 21. Juni), vor allem Frauen und Kinder, da Männer zwischen 18 und 60 Jahren das Land nicht verlassen dürfen.

Die EU und die USA reagierten mit Sanktionen. Außerdem liefern sie der Ukraine Waffen, auch Deutschland unterstützt das Land mit Waffenlieferungen. Auch Panzer der Klasse Gepard soll die Ukraine aus Deutschland erhalten. Dass die Nato aktiv in den Krieg eingreift, gilt bislang als ausgeschlossen.

Am ersten April-Wochenende sorgten Bilder von den Leichen vieler Zivilisten in der Kleinstadt Butscha bei Kiew international für Entsetzen. Die Ukraine spricht von schweren Kriegsverbrechen und Völkermord und macht dafür russische Truppen verantwortlich. Moskau bestreitet trotz zahlreicher Hinweise am Tod der Zivilisten beteiligt gewesen zu sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, die Verhandlungen mit Russland sollen weiter fortgesetzt werden. Seit dem 18. April läuft eine lange vorbereitete Großoffensive Russlands im Osten der Ukraine.

Russlands Angriff in der Ukraine: Aktuelle Kampfhandlungen und Truppenbewegungen. (Achtung: Diese Infografik wird regelmäßig aktualisiert)

Die weiteren Meldungen vom 28. Juni:

Selenskyj verlangt vor UN-Sicherheitsrat Vorgehen gegen Russland

  • 23:16 Uhr:

In einer überraschenden Botschaft vor dem UN-Sicherheitsrat hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Vorgehen gegen Russland wegen dessen Angriffe auf die Ukraine gefordert. Russland könne nicht im Rat bleiben, solange sein "Terrorismus" vor allem gegen ukrainische Zivilisten anhalte, sagte Selenskyj, der bei einer kurzfristig anberaumten Sitzung am Dienstag in New York per Video zugeschaltet war. Er forderte vom UN-Sicherheitsrat, den Begriff eines Terrorstaats zu definieren, um Russlands Handlungen entsprechend einzuordnen.

"Es ist zwingend erforderlich, ein Tribunal einzurichten, um alles zu untersuchen, was das russische Militär gegen die Ukrainer getan hat", sagte Selenskyj. Der ukrainische Präsident zählte dabei eine Reihe von Angriffen der russischen Seite auf, bei der Unbeteiligte - unter anderem Kinder und Senioren - getötet worden seien. Zum Ende seiner Rede bat er um eine Schweigeminute. Die Beratungen des mächtigsten UN-Gremiums, in dem Russland eine von fünf Vetomächten ist, waren nach dem mutmaßlich russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum einberufen worden. Dabei starben in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk letzten Angaben zufolge mindestens 20 Menschen - Dutzende wurden verletzt, einige schwer. (dpa)

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Baerbock: Keiner weiß, wie lange der Krieg dauern wird

  • 17:56 Uhr:

Wie lange der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine noch dauern wird, ist nach Worten von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) völlig offen.

"Wir wissen nicht, wann der Krieg enden wird. Er könnte schon morgen enden, wenn der russische Präsident die Bombardierungen einstellt", sagte Baerbock vor dem Nato-Gipfel am Dienstag in Madrid.

Dies sei die vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geäußerte Hoffnung. Und der Westen müsse alles tun, um diese Hoffnung am Leben zu halten. "Wir werden alles tun, damit die Ukraine ein souveräner Staat bleibt und das ganze Land in Frieden und Freiheit leben kann", versprach Baerbock. Die Grünen-Politikerin ist anlässlich des Nato-Gipfels in Spanien.

Selenskyj hatte laut Teilnehmerkreisen am Montag beim G7-Gipfel in Bayern gesagt, dass er auf ein Ende der Invasion noch in diesem Jahr hoffe. Er verwies dabei auf die Härten des Winters, die Gefechte erschwerten. (dpa)

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Russischer Oligarch Deripaska bezeichnet Ukraine-Krieg als "kolossalen Fehler"

  • 17:31 Uhr:

Der russische Oligarch Oleg Deripaska hat den Ukraine-Krieg als enormen Fehler bezeichnet. "Ist es in Russlands Interesse, die Ukraine zu zerstören? Natürlich nicht, das wäre ein kolossaler Fehler", sagte er auf einer Pressekonferenz in Moskau am Dienstag. Vertreter der russischen Elite äußern sich nur selten in einer solchen Deutlichkeit.

Der Gründer des Aluminiumkonzerns Rusal sprach auf der Pressekonferenz wiederholt von einem "kolossalen Fehler" und bezeichnete die russische Militäroffensive in der Ukraine zudem als "Krieg" - eine Bezeichnung, die von den russischen Behörden eigentlich verboten wurde.

Deripaska kritisierte auch die russische Reaktion auf die beispiellosen Sanktionen, die westliche Staaten wegen der russischen Offensive in der Ukraine verhängt haben. Die russischen Behörden hätten "120 Tage nach Beginn des Konflikts immer noch keine notwendigen Entscheidungen getroffen", um die Auswirkungen dieser Sanktionen auf die russische Wirtschaft abzumildern, beklagte er. Der Oligarch ist selbst von EU-Sanktionen betroffen.

Die Strafmaßnahmen seien für Russland "natürlich schmerzhafter" als für den Westen, fügte Deripaska hinzu. Damit widersprach er Äußerungen von Präsident Wladimir Putin, der wiederholt erklärt hatte, dass die Sanktionen Russland nichts anhaben könnten, während Verbraucher in westlichen Staaten insbesondere unter den gestiegenen Energiepreisen litten.

Ein Regierungswechsel in Russland ist laut Deripaska nicht zu erwarten. "Es gibt kein Potenzial für einen Systemwechsel", sagte er. Die Opposition habe sich "aus dem Leben des Landes zurückgezogen", sagte er. Viele russische Oppositionelle befinden sich in Haft oder sind ins Exil gegangen. (afp)

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Zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn: US-Schauspieler Sean Penn in Kiew

  • 17:12 Uhr:

Der US-amerikanische Schauspieler Sean Penn ist zum zweiten Mal seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew empfangen worden.

"Sean, wir sind sehr daran interessiert, der Welt zu zeigen, was um Kiew herum geschehen ist", sagte Selenskyj einer Mitteilung vom Dienstag zufolge. Der 44-Jährige forderte Penn auf, auch die Geschehnisse in anderen vom Krieg betroffenen ukrainischen Städten in seinem geplanten Dokumentarfilm festzuhalten.

Penn war bereits kurz nach Kriegsbeginn vor rund vier Monaten überraschend in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gewesen und hatte sich mit Selenskyj getroffen. Bereits damals plante der 61-Jährige, den russischen Angriffskrieg filmisch zu verarbeiten. (dpa)

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Britischer Armeechef ruft wegen Ukraine-Kriegs zur Truppenmobilisierung auf

  • 16:29 Uhr:

Der neue britische Armeechef hat als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Mobilisierung der Truppen gefordert und die Situation mit der Lage kurz vor dem Zweiten Weltkrieg verglichen.

"Dies ist unser 1937-Moment", sagte Sanders in einer Rede im Royal United Services Institute (RUSI) am Dienstag in Anspielung auf den Kampf der Alliierten gegen Nazi-Deutschland.

"Wir befinden uns nicht im Krieg", sagte Sanders, der seit Juni Generalstabschef der britischen Streitkräfte ist. "Doch wir müssen schnell handeln, damit wir nicht in einen solchen hineingezogen werden, weil es uns nicht gelingt, die territoriale Ausweitung einzudämmen."

Es sei gefährlich anzunehmen, dass Russlands Aggression bei der Ukraine ende, fügte er hinzu. Russland werde künftig eine noch größere Gefahr für die Sicherheit Europas darstellen.

Moskaus Angriff auf das Nachbarland sei eine "deutliche und gegenwärtige Gefahr" für die "westlichen Prinzipien der Souveränität und Demokratie", sagte Sanders. Großbritanniens Streitkräfte müssten mit einer schnelleren Modernisierung und erhöhten Kampfbereitschaft an der Seite der Nato auf die aktuelle Lage reagieren. (afp)

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Timoschenko: Derzeit keine Chance auf friedliche Lösung mit Russland

  • 15:40 Uhr:

Mehr als vier Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sieht die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko aktuell keine Chancen auf eine diplomatische und friedliche Lösung.

"Putin will die ganze Ukraine zerstören und das ganze ukrainische Volk töten", sagte sie im Interview mit RTL/ntv am Dienstag mit Blick auf den von Russlands Präsident Wladimir Putin angeordneten Krieg.

Ihr Land werde niemals der von Russland vorgeschlagenen Lösung zustimmen, die besetzten Gebiete zu annektieren und die ukrainische Armee nahezu aufzulösen, sagte sie.

Die in der Öffentlichkeit geäußerten Forderungen Moskaus zu Beginn des Kriegs bestanden unter anderem in der Anerkennung der ostukrainischen Separatistengebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten sowie der 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisches Staatsgebiet. Erst kürzlich wiederholte der Kreml, auf seinen Maximalforderungen zu beharren.

In den ersten Wochen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar gab es noch Verhandlungen zwischen beiden Ländern. Mittlerweile sind sie aber ausgesetzt. Die Vorschläge Russlands würden nicht zu einem Ende des Krieges führen, sondern zu einer Verlängerung des Konflikts, sagte Timoschenko. "Es gibt nur einen Weg für uns – den Sieg auf dem Schlachtfeld." (dpa)

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Putin und Macron

Kurz vor Kriegsbeginn geführt: Telefonat zwischen Putin und Macron veröffentlicht

Der Élysée-Palast hat das Protokoll eines Telefonats zwischen Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin veröffentlicht. Es zeigt: Vier Tage vor dem russischen Angriff auf die Ukraine schien eine friedliche Lösung bereits aussichtslos. (Bildquelle: IMAGO / IP3press)

US-Regierung will langfristig mehr Militärpräsenz in Europa

  • 15:28 Uhr:

Die USA wollen ihre militärische Präsenz in Europa angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dauerhaft verstärken. Die US-Regierung werde am Mittwoch spezifische Ankündigungen über "langfristige" zusätzliche Kräfte zu Land, zu Wasser und in der Luft machen, sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, am Dienstag.

Die Zusagen würden "über die Dauer dieser Krise hinausgehen". Unter anderem sollten mehr US-Kriegsschiffe auf der von den Vereinigten Staaten mitbenutzten Militärbasis Rota in Spanien stationiert werden - sechs statt bisher vier Zerstörer.

Sullivan deutete auch eine Erhöhung der Kräfte an der Nato-Ostflanke an, nannte aber keine Details. Es gehe darum, "einer akuteren und verschärften russischen Bedrohung Rechnung zu tragen", sagte er.

Aufgrund der Truppenverstärkungen wegen des Kriegs in der Ukraine sind inzwischen mehr als 100.000 US-Soldaten in Europa. Die USA schlossen bereits in den vergangenen Monaten eine dauerhaft höhere Truppenpräsenz nicht aus. (dpa)

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Macron: Russland "kann und darf" den Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen

  • 14:55 Uhr:

Russland "kann und darf" den Krieg gegen die Ukraine nach den Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nicht gewinnen.

"Daher werden wir unsere Unterstützung für die Ukraine und unsere Sanktionen gegen Russland so lange wie nötig und mit der notwendigen Intensität während der nächsten Wochen und Monate aufrechterhalten", sagte Macron am Dienstag zum Abschluss des G7-Gipfels im bayerischen Schloss Elmau.

Eine Einstufung Russlands als "staatlichen Sponsor von Terrorismus" lehnte der französische Staatschef jedoch ab. "Wir brauchen keine wie auch immer geartete Bezeichnung", um Sanktionen gegen Moskau zu verhängen, sagte Macron.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum im ukrainischen Krementschuk mit mindestens 20 Todesopfern eine entsprechende Forderung gestellt. (afp)

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Zahlungsausfall in Russland

Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest

Die Ratingagentur Moody's hat wegen nicht fristgemäß beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands festgestellt.

Scholz hält Ende des Ukraine-Kriegs für nicht absehbar

  • 14:01 Uhr:

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht im Moment wenig Chancen für eine diplomatische Beendigung des Ukraine-Kriegs. Es sei "leider zu beobachten, dass Russland mit unveränderter Brutalität den Krieg fortführt", sagte Scholz zum Abschluss des G7-Gipfels am Dienstag im bayerischen Schloss Elmau.

"Wir sind also nicht in der Situation, in der man das Ende absehen kann." Es sei absehbar, dass "am Ende irgendwann" eine Vereinbarung der Präsidenten Russlands und der Ukraine stehe - "aber gegenwärtig ist das eben noch nicht der Fall".

Im Moment gehe es eher darum, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten, "damit ein Ende überhaupt möglich wird und Russland einsieht, dass es keinen Diktatfrieden durchsetzen kann", sagte Scholz. "Es wird also nur einen Ausweg geben, wenn Putin akzeptiert, dass sein Vorhaben nicht gelingt - und das ist das, worum es jetzt geht. (afp)

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Kreml: Russland würde Offensive bei Kapitulation der Ukraine sofort beenden

  • 13:37 Uhr:

Russland würde seine Offensive gegen die Ukraine nach Kreml-Angaben im Fall einer Kapitulation Kiews sofort beenden. "Die ukrainische Seite kann alles noch vor dem Ende des heutigen Tages stoppen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau vor Journalisten.

Dafür sei ein Befehl "an die "ukrainischen Soldaten zur Niederlegung ihrer Waffen" notwendig. Kiew müsse zudem alle russischen Bedingungen erfüllen. "Dann wäre alles binnen eines Tages vorbei."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte von den G7-Staaten am Montag eine Kraftanstrengung gefordert, um den Konflikt in seinem Land noch dieses Jahr zu beenden.

Peskow sagte dazu am Dienstag, Russland habe sich keine Zeitpläne oder Fristen gesetzt. "Wir orientieren uns an den Aussagen unseres Präsidenten." Der "militärische Spezialeinsatz" verlaufe "planmäßig", sagte der Kreml-Sprecher. (afp)

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Scholz: Werden Kosten des Ukraine-Kriegs für Putin hochtreiben

  • 13:17 Uhr:

Zum Abschluss des G7-Gipfels auf dem bayerischen Schloss Elmau hat Kanzler Olaf Scholz die Geschlossenheit der Teilnehmer gegenüber Russland unterstrichen. "Wir sind uns einig: Präsident (Wladimir) Putin darf diesen Krieg nicht gewinnen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Elmau.

"Und wir werden weiter die wirtschaftlichen und politischen Kosten für Präsident Putin und sein Regime hochhalten und in die Höhe treiben. Dafür ist es wichtig, zusammenzustehen, auch auf der langen Strecke, um die es hier sicherlich noch gehen wird."

Zudem wolle man geschlossen dem "russischen Narrativ" entgegentreten, wonach nur der Westen den Angriff auf die Ukraine verurteile, "und ansonsten die Welt zuschaut, was Russland da eigentlich macht", sagte Scholz.

Er verwies auch auf Beschlüsse zur Unterstützung der Ukraine, unter anderem zur Bereitstellung von Budgethilfen von rund 29 Milliarden US-Dollar. Hinzu komme humanitäre Hilfe, wozu auch schon Beschlüsse gefallen seien. (dpa)

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Scholz: G7 steht unverbrüchlich zur Ukraine

  • 13:03 Uhr:

Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat der Ukraine die Unterstützung durch die G7-Runde der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte versichert. Die G7 stünden "eng und unverbrüchlich an der Seite der Ukraine", sagte Scholz am Dienstag zum Abschluss des G7-Gipfels im bayerischen Elmau. "Wir unterstützen das Land bei seiner Verteidigung und bieten ihm eine Perspektive für die Zukunft an."

Scholz sprach von einem wichtigen G7-Gipfel in einer ganz besonderen Zeit. Das Treffen habe auf beeindruckende Weise die Geschlossenheit und Entschlossenheit gezeigt, der russischen Aggression entgegenzutreten. 125 Tage lang führe Russland nun schon Krieg gegen die Ukraine, sagte der Bundeskanzler. Als Gruppe der wirtschaftlich starken Demokratien verurteile die G7 diesen erbarmungslosen Krieg.

Der Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk mit vielen Toten und Verletzten an diesem Montag sei erneut der Beweis, dass der russische Präsident Wladimir Putin "seine brutale Aggression gegenüber der Bevölkerung beibehält", kritisierte Scholz. (dpa)

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Gouverneur: Ukrainische Armee verteidigt weiterhin Lyssytschansk

  • 12:29 Uhr:

Nach der Einnahme der ostukrainischen Großstadt Sjewjerodonezk durch russische Truppen verteidigt die ukrainische Armee laut Behördenangaben weiterhin die Nachbarstadt Lyssytschansk. "Lyssytschansk setzt die Verteidigung fort", erklärte Regionalgouverneur Serhij Hajdaj am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Russische Truppen versuchten weiterhin, Lyssytschansk einzukreisen und die Autobahn zwischen Bachmut und Lyssytschansk unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den ursprünglich 95.000 Einwohnern harren laut Gouverneur Hajdaj noch etwa 15.000 in der Stadt aus. Die gesamte Region Luhansk liege nach wochenlangen russischen Angriffen inzwischen in "Ruinen". Die Zerstörung in den Dörfern sei "katastrophal".

Am Montag waren in Lyssytschansk acht Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Bei mehreren Verletzten waren laut dem Gouverneur Amputationen nötig.

Lyssytschansk ist das nächste wichtige Ziel der russischen Truppen, nachdem sie die Nachbarstadt Sjewjerodonezk nach wochenlangen Gefechten am Wochenende gänzlich eingenommen hatten. Die Region Luhansk, eine der beiden Teilregionen des Donbass, steht damit nahezu vollständig unter russischer Kontrolle.

Sollten die russischen Truppen auch Lyssytschansk einnehmen, könnten sie anschließend Kramatorsk und Slowjansk in der zweiten Donbass-Teilregion Donezk ins Visier nehmen. Slowjansk ist ebenfalls bereits Ziel heftiger russischer Luftangriffe. (afp)

G7 für internationale Konferenz zum Ukraine-Wiederaufbau

  • 12:04 Uhr:

Die sieben großen westlichen Wirtschaftsnationen streben eine internationale Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine an. Die G7-Gruppe würde eine solche Konferenz und ein Wiederaufbauprogramm für die Ukraine unterstützen, heißt es im Entwurf der Abschlusserklärung des G7-Gipfels, der der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Planung und Ausführung des Programms sollten der Ukraine "in enger Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern" obliegen.

"Wir bekräftigen unsere Verurteilung des illegalen und ungerechtfertigten russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine", heißt es in dem Entwurf. "Wir werden der Ukraine helfen, sich zu verteidigen und eine freie und demokratische Zukunft zu sichern." (afp)

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Ukraine: Tote und Verletzte bei Angriff auf Einkaufszentrum

Bei dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Zentralukraine sind nach ukrainischen Angaben mehrere Menschen getötet worden. Der Angriff ereignete sich in Krementschuk, etwa 250 Kilometer südöstlich von Kiew.

London: Russische Streitkräfte zunehmend ausgezehrt

  • 11:27 Uhr:

Russlands Invasionstruppen in der Ukraine sind nach Einschätzung britischer Geheimdienstexperten von ihren schweren Verlusten deutlich gezeichnet. "Die russischen Streitkräfte sind zunehmend ausgezehrt", hieß es in dem täglichen Lagebericht des britischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg am Dienstag.

Beim Kampf um die ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk seien die Hauptbestandteile von sechs verschiedenen russischen Armeen zum Einsatz gekommen. Trotzdem sei mit der Einnahme der Stadt nur ein kurzfristiges Ziel erreicht worden, so die Mitteilung weiter. Die russische Militärführung akzeptiere derzeit "ein Niveau verminderter Kampfkraft, das sich wahrscheinlich als nicht tragfähig erweisen wird", resümierten die britischen Experten.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor rund vier Monaten veröffentlicht die britische Regierung regelmäßig Geheimdienstinformationen zum Verlauf. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor. (dpa)

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Nach Angriff auf Einkaufszentrum: Suche nach Verletzten – Russland dementiert gezielte Aktion

  • 11:15 Uhr:

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine mit mindestens 18 Toten dauert die Suche nach möglichen weiteren Opfern an. 36 Menschen galten am Dienstagmorgen noch als vermisst, wie der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, im Nachrichtendienst Telegram schrieb.

Bei dem Angriff am Montag wurden laut ukrainischen Angaben mindestens 18 Menschen getötet. Die Ukraine machte Russland dafür verantwortlich. Die Attacke wurde international scharf verurteilt.

Russland dementierte am Dienstag, dass man das Einkaufszentrum gezielt angegriffen habe. Demnach hatte sich der Raketenangriff gegen ein ukrainisches Waffenlager gerichtet. Das nach dem Angriff am Montag ausgebrannte Einkaufszentrum sei zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen gewesen. Durch explodierende Munition sei es in Brand geraten.

Die ukrainischen Behörden hatten dagegen am Montag angegeben, das Einkaufszentrum sei voller Menschen gewesen: Innenminister Denys Monastyrskyj ging davon aus, dass sich 200 bis 1.000 Menschen in dem Einkaufszentrum aufgehalten hätten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zunächst gesagt, dass mehr als 1.000 Menschen in dem Gebäude waren.

Trotz offensichtlicher Zerstörungen bestreitet Russland in dem seit mehr als vier Monaten andauernden Krieg immer wieder, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen - oder behauptet, dass diese nicht mehr genutzt werden. (dpa/afp/thp)

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CDU-Chef Merz fordert mehr militärische Unterstützung für die Ukraine

  • 10:32 Uhr:

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich für mehr militärische Unterstützung der Ukraine ausgesprochen. "Der Verlauf des Kriegs zeigt ganz eindeutig, dass die ukrainische Armee nicht in der Lage ist, dieser russischen Aggression militärisch hinreichend zu begegnen", sagte er am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Ukraine sei kaum in der Lage, Territorium zurückzuerobern.

"Die Bundesregierung hat sich nun endlich dazu entschlossen, wenigstens ein paar Panzerhaubitzen zu liefern", sagte er. Diese Entscheidung begrüße er zwar, allerdings hätte seiner Einschätzung nach schon früher etwas geschehen müssen.

Der russischen Angriffskrieg grenze an "Völkermord" und greife auch "unsere Freiheit" an, mahnte Merz. Die geplante Aufstockung der schnellen Eingreiftruppe der NATO sei deshalb richtig. (afp)

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Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest

  • 09:31 Uhr:

Die Ratingagentur Moody's hat wegen nicht fristgemäß beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands festgestellt. Konkret gehe es um Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 100 Millionen Dollar (94,4 Millionen Euro) erhalten zweier Staatsanleihen, die auch nach Ablauf einer Verzugsfrist von 30 Tagen nicht bei Gläubigern angekommen seien, teilte das US-Unternehmen am Montag (Ortszeit) in New York mit.

Russlands letzter Zahlungsausfall bei Auslandsschulden liegt über Hundert Jahre zurück. Das letzte Mal, dass das Land seine Rechnungen bei internationalen Gläubigern nicht beglich, war 1918 nach der bolschewistischen Revolution. Die letzte Staatsinsolvenz Russlands erfolgte 1998 durch Geldnöte im Zuge fallender Ölpreise und der Asienkrise, sie betraf damals aber nur die Binnenschulden in Rubel.Um eine Pleite im eigentlichen Sinne handelt es sich diesmal nicht. Russlands Staatskassen sind gut gefüllt, doch wegen der westlichen Sanktionen aufgrund des Kriegs gegen die Ukraine hat der Kreml Probleme, Schulden im Ausland zu begleichen.

Dass die Zahlungen Moskaus wegen Sanktionen blockiert würden, sei "nicht unser Problem", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag laut Agentur Interfax. Dass die Investoren nun kein Geld bekommen hätten, sei nicht das Ergebnis eines Zahlungsausfalls, sondern liege an "Aktionen Dritter". An den Finanzmärkten galt das Risiko schon seit Monaten als fest einkalkuliert und überschaubar. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, bezeichnete das Engagement internationaler Banken in Russland bereits im März als "definitiv nicht systemrelevant". (dpa/afp/sap)

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Kreml: Putin will am G20-Gipfel im Herbst teilnehmen

Russlands Präsident Wladimir Putin plant, im Herbst am G20-Gipfel in Indonesien teilzunehmen. Das hat Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur "Tass" bestätigt. Unklar ist, ob der Kremlchef persönlich anreisen will oder per Video zugeschaltet sein wird. © ProSiebenSat.1

Ukraine: Russische Truppen stürmen Siedlung bei Lyssytschansk

  • 09:24 Uhr:

Im Osten der Ukraine gehen nach Angaben aus Kiew die Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt Lyssytschansk weiter. Der Feind stürme die Siedlung Wowtschojariwka südwestlich der Stadt, teilte der ukrainische Generalstab am Dienstagmorgen in seinem Lagebericht mit. Russische Einheiten stehen im Süden bereits am Stadtrand. Gekämpft werde zudem an einer Ölraffinerie.

Lyssytschank ist die letzte große Stadt in der Region unter ukrainischer Kontrolle. Dort sollen noch mehrere Tausend ukrainische Soldaten stationiert sein. Nach ukrainischen Angaben haben russische Truppen neben dem Einsatz von Mörsern und Artillerie auch Luftangriffe in Richtung der Stadt geflogen.

Russland gebe zudem die Hoffnung nicht auf, eine wichtige Straße zwischen Lyssytschansk und der weiter westlich gelegenen Stadt Bachmut zu kontrollieren, hieß es weiter in dem Lagebericht. Auch dort habe es Artillerieangriffe gegeben. Die Angaben ließen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen. (dpa)

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Ukrainerinnen vor Duell bei Wimbledon: Sorgen wegen Lage in Heimat

  • 06:44 Uhr:

Die ukrainischen Tennisprofis sind beim Rasen-Klassiker in Wimbledon wegen des Angriffskriegs Russlands in Gedanken auch bei ihren Familien in der Heimat. Anhelina Kalinina berichtete nach ihrem Erstrundensieg, dass das Haus ihrer Familie bei einem Angriff zerstört worden sei. "Gott sei Dank leben alle, sind in Sicherheit", sagte die 25-Jährige am Montag. "Aber sie leben wie viele andere Ukrainer aus dem Koffer. Also weiß man nie, was morgen passieren wird. Manchmal sieht alles ruhig aus. Aber gestern gab es Raketen auf das Zentrum von Kiew."

Sie fühle sich wegen der aktuellen Lage nicht gut, sagte auch Lessia Zurenko und berichtete von einer inneren Anspannung. "Ich habe wirklich Sorgen." Ihr Haus in Kiew liege nahe an einem Objekt, dass von Russen attackiert werde. "Ich denke, dieses Gefühl, diese Anspannung wird erst gelöst, wenn der Krieg zu Ende geht."

Die 33 Jahre alte Zurenko konnte ebenfalls ihre Auftaktpartie in Wimbledon gewinnen - in der zweiten Runde trifft sie nun im ukrainischen Duell auf Kalinina. Ob sie eine besondere Aktion unternehmen wollen, um auf die Lage in ihrer Heimat hinzuweisen, müsse man sehen, sagte Kalinina. "Wir werden es diskutieren." (dpa)

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Zahl der Todesopfer nach Raketenangriff auf Einkaufszentrum in Ukraine steigt auf 18

  • 06:15 Uhr:

Nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufzentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Rettungskräfte auf mindestens 18 gestiegen. Das schrieb der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, am Dienstagmorgen im Nachrichtendienst Telegram. Die Rettungs- und Aufräumarbeiten in der Stadt Krementschuk liefen in der Nacht weiter. Bei dem Angriff am Montag wurden rund 60 Menschen verletzt.. 25 von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

"Die Besatzer haben mit Raketen auf ein Einkaufszentrum geschossen, in dem mehr als tausend Zivilisten waren", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. In einem Video, das unter anderem Selenskyj verbreitete, war das brennende Gebäude mit dicken dunklen Rauchwolken zu sehen. Am Montagabend wurde der Brand örtlichen Behörden zufolge gelöscht.

Mehr als 40 Vermisstenanzeigen sind bei den Behörden eingegangen, teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft in der Nacht zum Dienstag mit. Die Rakete war am Nachmittag in das Gebäude eingeschlagen. Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte zufolge sollen bei dem Angriff Luft-Boden-Raketen des Typs X-22 eingesetzt worden sein. Diese seien von Tu-22-Langstreckenbombern aus dem russischen Gebiet Kursk abgefeuert worden, hieß es. (afp/dpa/sap)

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G7-Staaten wollen trotz Energiekrise an Klimazielen festhalten

  • 04:45 Uhr:

Die Gruppe der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) will trotz der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise an den derzeitigen Klimaschutzzielen festhalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden die Mitglieder in der Abschlusserklärung zum G7-Gipfeltreffen im bayerischen Elmau deutlich machen, dass sie das sogenannte Pariser Abkommen weiterhin als Richtschnur für ihr Handeln ansehen. In diesem hatten sich die Länder der Welt im Dezember 2015 darauf geeinigt, Anstrengungen zu unternehmen, um die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

In der Abschlusserklärung zum G7-Treffen soll es nun heißen: "Während wir unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Energieversorgung zu sichern und den Anstieg der Energiepreise aufgrund außergewöhnlicher Marktbedingungen zu stoppen, werden wir weder unsere Klima- und Biodiversitätsziele - einschließlich der Energiewende - noch unsere Verpflichtungen, unsere Abhängigkeit von russischer Energie zu beenden, gefährden."

Klimaschützer befürchten, dass wegen des geplanten Abschieds von russischem Gas der Ausstieg aus der vergleichsweise klimaschädlichen Kohleverstromung verzögert werden könnte. Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, Kohlekraftwerke wieder hochzufahren, um dadurch Erdgas zu sparen. (dpa)

Scholz: "Werden Druck auf Putin weiter erhöhen"

Die führenden demokratischen Wirtschaftsmächte wollen den Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin wegen des Kriegs in der Ukraine weiter erhöhen. Das ist das Ergebnis der neusten G7-Verhandlungen.

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Schweden und Finnland sprechen mit Türkei über Nato-Beitritt

  • 04:08 Uhr:

Die Regierungen Schwedens und Finnlands sprechen am Dienstag unmittelbar vor dem Nato-Gipfel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über ihre Anträge auf Aufnahme in die Militärallianz. An dem Treffen zwischen Erdogan, der schwedischen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson und dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Madrid wird auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilnehmen.

Ankara blockiert als Nato-Mitglied bislang die Beitrittsgesuche der beiden nordischen Länder. Es wirft ihnen insbesondere vor, Mitgliedern der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) Schutz zu gewähren. Der Nato-Gipfel findet am Mittwoch und Donnerstag in Madrid statt. Vor dem eigentlichen Gipfeltreffen kommen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder am Dienstagabend auf Einladung des spanischen Königs Felipe VI. zu einem Dinner im Königspalast zusammen. (afp)

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Deutsche Marine bereit für Führungsrolle in der Ostsee

  • 01:22 Uhr:

Die Deutsche Marine ist in der Ostsee bereit für zusätzliche Aufgaben in der gemeinsamen Verteidigung des Nato-Gebietes. "Die Deutsche Marine ist in dieser Region keine kleine Marine. Die Verantwortung, die daraus erwächst, nehmen wir gern an", sagte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, in einer Grundsatzrede zu 100 Tagen in dem Amt, die er am Montag an Bord des Tenders "Rhein" vor den Kreidefelsen der Insel Rügen hielt. Das Manuskript der Rede lag der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vor. Die Deutsche Marine habe deswegen angeboten, in Rostock ein regionales Marine-Hauptquartier für die Ostsee einzurichten, sagte Kaack.

Er habe Zeit und Ort bewusst ausgewählt, sagte der Marine-Chef. "Denn mit dem russischen Überfall auf die Ukraine wird uns allen doch deutlich, dass ein Leben in Frieden und Freiheit eben nicht selbstverständlich sind und Recht, Demokratie und Menschenwürde unseres Schutzes bedürfen. Überall. Auch und gerade in der Ostsee, in der sich Freunde und Verbündete wieder bedroht fühlen."

Er warnte davor, die militärischen Fähigkeiten Russlands zu unterschätzen. "Sie alle haben darüber hinaus die Versenkung des russischen Kreuzers "Moskwa" sowie einiger anderer russischer Einheiten durch ukrainische Flugkörper verfolgen können", sagte Kaack. "Wir alle sollten uns jedoch von diesen Bildern nicht täuschen lassen: Die russische Marine wird aus diesem Krieg im Wesentlichen unbeschadet hervorgehen. Darauf müssen wir - gemeinsam mit unseren Verbündeten - vorbereitet sein." (dpa)

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Mit Material von dpa und AFP

Die Ticker der vergangen Tage zum Nachlesen: