Nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin ist der mutmaßliche Attentäter Anis Amri in Mailand getötet worden. Unser News-Blog vom Freitag zum Nachlesen.

+++ Hiermit beenden wir für heute den News-Blog rund um den Berlin-Anschlag. Hier können Sie die Ereignisse des Tages nachlesen +++

23:50 Uhr: Der künftige US-Präsident Donald Trump hat nach dem Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlag größere Entschlossenheit im Kampf gegen den Terror angemahnt. "Der Terrorist, der so viele Menschen in Deutschland getötet hat, sagte kurz vor (dem) Verbrechen: Gemäß Gottes Willen werden wir euch Schweine abschlachten. Ich schwöre, wir werden euch abschlachten," twitterte Trump am Freitag über den mutmaßlichen Lastwagen-Attentäter. "Dies ist eine reine religiöse Drohung, die zur Wirklichkeit geworden ist. Solch ein Hass! Wann werden die USA und alle Länder zurückschlagen?", fragte Trump.

23:02 Uhr: US-Bundespolizei und Heimatschutzministerium haben vor möglichen Angriffen von Sympathisanten der Terrormiliz IS auf Kirchen und Feiertagsveranstaltungen gewarnt. Konkreter Anlass dafür sei die Veröffentlichung einer Liste von Kirchen in den USA auf IS-freundlichen Webseiten, berichtete der Sender CNN am Freitag.

Demnach ist die Warnung in einem Bulletin an Polizeistellen und private Sicherheitsfirmen enthalten. Es gebe aber keine Hinweise auf spezifische Bedrohungen, zitierte CNN US-Beamte.

22:29 Uhr: Die Opfer des Terroranschlags von Berlin sind alle identifiziert. Das Bundeskriminalamt teilte am Freitagabend über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit: "IDKO des BKA hat Identifizierung der 12 Todesopfer vom Breitscheidplatz beendet."

IDKO ist die behördeninterne Abkürzung für Identifizierungskommission. Bekannt ist, dass unter den Toten jeweils ein Pole, eine Italienerin, eine Israelin und ein Tscheche ist. Nach "Spiegel"-Informationen handelt sich um sechs Männer und Frauen.

22:17 Uhr: Frankreich hat im zu Ende gehenden Jahr 17 potenzielle Terroranschläge vereitelt. "Unsere gesamten Sicherheitskräfte sind voll mobilisiert im Kampf gegen den Terrorismus", erklärte der französische Innenminister Bruno Le Roux am Freitagabend in Paris.

Nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt seien die Kontrollen der Straßen- und Schienenverbindungen an den Grenzen zu Deutschland, Luxemburg und der Schweiz verstärkt worden.

Wohl Entschädigungen für die Berlin-Opfer

21:29 Uhr: Die Stadt Rom hat für die bevorstehenden Feiertage ein Verbot für alle Lkw im Stadtzentrum ausgesprochen. Die Maßnahmen gelten vom 24. bis 26. Dezember sowie vom 31. Dezember bis 6. Januar. Ausgenommen seien Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen, die wichtige Güter wie Lebensmittel und Medizin sowie Post beförderten, teilte Bürgermeisterin Virginia Raggi am Freitag mit.

Die Entscheidung sei auf Grundlage von Empfehlungen der Polizei getroffen worden. Am Donnerstag hatte Raggi aus Sicherheitsgründen bereits ein Verbot von Feuerwerkskörpern erlassen.

20:50 Uhr: Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri im italienischen Sesto San Giovanni hat die Bürgermeisterin der Stadt dem Polizisten gedankt, der den Terrorverdächtigen erschossen hatte. "Ich habe ihm gesagt, dass die ganze Stadt dankbar ist und stolz auf die Aktion vergangene Nacht", sagte Monica Chitto der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend. Die Einwohner seien verwundert und verängstigt.

"Diese Person ist durch Europa gereist und wurde hier gefangen, in Sesto San Giovanni", sagte die Bürgermeisterin der Stadt nahe Mailand. "Wir müssen herausfinden, wohin dieser Mensch wollte. Falls die Ermittlungen ergeben, dass er in Sesto bleiben wollte, brauchen wir möglicherweise stärkere Polizeipräsenz."

20:07 Uhr: Frankreich lässt Medieninformationen zunächst unbestätigt, wonach der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri über Frankreich nach Italien gelangt sein soll. Der französische Innenminister Bruno Le Roux wies am Freitagabend in Paris auf laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hin.

"Ich rufe zur größten Vorsicht auf im Hinblick auf Informationen, die zur Zeit zirkulieren", sagte der Minister. "Nur die Ermittlungen werden es erlauben, die Fakten präzise festzustellen." Er sei mit seinen Amtskollegen in Deutschland und Italien in Kontakt.

19:14 Uhr: Die Opfer des Berlin-Anschlags sollen entschädigt werden. Das kündigte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) laut "Bild" und dem Redaktionsnetz Deutschland an. Normalerweise würde Opfern rein rechtlich keine Entschädigungszahlung zustehen, das Ministerium bereitet laut "Spiegel Online" aber eine Änderung des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) vor.

18:27 Uhr: Nach dem Tod des mutmaßlichen Berliner Attentäters in Mailand ist Kritik an der Namensnennung der beiden italienischen Polizisten aufgekommen. Einer der beiden Polizisten hatte den Tatverdächtigen Anis Amri in der Nacht zu Freitag im Großraum Mailand erschossen.

Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni und Innenminister Marco Minniti hatten darauf Christian Movio und Luca Scatà öffentlich gedankt und auch ihre Namen genannt.

Italienische Medien zitierten aus einem Schreiben des Polizeichefs Franco Gabrielli, in dem der vor möglicher Vergeltung gegen Polizisten warnt.

17:54 Uhr: Nach der Geldbörse hat die Polizei nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" offensichtlich auch das Handy des getöteten Terrorverdächtigen Anis Amri gefunden. Das Mobiltelefon der Marke HTC sei beim Lastwagen sichergestellt worden, mit dem der 24-jährige Tunesier am Montagabend mit großer Wahrscheinlichkeit in einem Weihnachtsmarkt im Berliner Zentrum gerast ist, berichtetet das Magazin am Freitag.

Das Telefon werde Amri zugeordnet. Die Auswertung des Mobiltelefons durch Spezialisten der Kriminaltechnik laufe derzeit auf Hochtouren, zitierte "Der Spiegel" aus Sicherheitskreisen.

Offenbar wurde das wichtige Beweisstück wie die Geldbörse Amris erst viele Stunden nach dem Anschlag gefunden worden, nämlich am Dienstag bei einer erneuten Untersuchung des Lastwagens durch die Spurensicherung.

Der späte Fund, so heißt es aus Berliner Polizeikreisen, sei der "Akribie der Tatortarbeit" geschuldet. Man habe nach dem Prinzip Gründlichkeit vor Schnelligkeit gearbeitet

Festgenommener Pakistaner wollte wohl zur U-Bahn

17:40 Uhr: Der nach dem Anschlag in Berlin festgenommene Pakistaner ist der Polizei aufgefallen, weil er schnell über eine Straße gerannt ist. "Ich war in der Nähe eines Parks und wollte meine U-Bahn erwischen, um nach Hause zu fahren", sagte Navid B. der "Welt am Sonntag".

Er habe zurück in seine Unterkunft am Flughafen Tempelhof gewollt, um schlafen zu gehen. "Dabei musste ich eine Straße überqueren und rannte, weil mir Autos entgegenkamen." Polizisten hätten ihn daraufhin angehalten.

"Sie fragten mich, warum ich renne, und ich sagte ihnen, es war wegen der Autos. Dann kam meine U-Bahn, aber sie haben mich weiter festgehalten." Er habe abgestritten, etwas mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz zu tun zu haben. Er sei aber bis Dienstag in Gewahrsam gehalten worden.

17:14 Uhr: Hier noch einmal das Statement von Angela Merkel in voller Länge.

16:58 Uhr: Aus Rücksicht auf Berliner Opfer gibt es heute Abend kein "Tatort"-Krimi: Die ARD verschiebt den Neujahrs-"Tatort" aus Dortmund. Grund: Der Film "Sturm" des WDR endet mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten.

Der Film wecke mit seinen Bildern und Eindrücken "Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin", so Programmdirektor Volker Herres in einer Mitteilung. Der Film werde nun auf den 29. Januar verschoben. Stattdessen ist am Neujahrstag nun der "Tatort: Söhne und Väter" vom Hessischen Rundfunk vorgesehen, der ursprünglich am 29. Januar laufen sollte.

16:10 Uhr: Offenbar stimmen die Medienberichte, wonach marokkanische Sicherheitsbehörden im September und Oktober vor Anschlagsplänen des mutmaßlichen Terroristen Anis Amri gewarnt haben.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) aus Sicherheitskreisen gingen die Meldungen damals zeitgleich an den Bundesnachrichtendienst und das Bundeskriminalamt.

Die Informationen aus Marokko dürften auch im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern in Berlin eine Rolle gespielt haben. Marokkanische Sicherheitskreise bestätigen, dass es von ihrer Seite zwei entsprechende Warnungen gegeben habe.

Zunächst hatte die Tageszeitung "Die Welt" berichtet (siehe Eintrag 13:43 Uhr), der marokkanische Geheimdienst soll die Warnungen am 19. September und am 11. Oktober weitergeleitet haben. Konkret sei es um die Gesinnung Amris gegangen und seine Bereitschaft, einen Terroranschlag durchzuführen.

Innenminister de Maizière hatte zuvor gesagt, zu dem Bericht nichts sagen zu wollen.

15:43 Uhr: Kurzer Blick nach Oberhausen: Wegen der möglichen Vorbereitung eines Anschlags auf das riesige Einkaufszentrum Centro bleiben die beiden festgenommenen Männer vorerst in Polizeigewahrsam.

Der Beschluss des zuständigen Richters sehe vor, dass die beiden Männer zunächst bis zum morgigen Samstag im Polizeigewahrsam bleiben, teilt die Polizei Essen mit. Staatsschutz und weitere Kriminalbeamte ermittelten, ob sich der Anfangsverdacht weiter konkretisieren lasse.

Wie bereits berichtet, nach einem Hinweis aus Sicherheitskreisen gebe es einen Verdacht, dass sie möglicherweise einen Anschlag auf das Centro geplant haben könnten. Die 28 und 31 Jahre alten und im Kosovo geborenen Brüder waren in der Nacht in Duisburg-Marxloh festgenommen worden.

Angela Merkel kündigt politische und rechtliche Konsequenzen an

15:30 Uhr: In Folge des Terroranschlags dringt die Bundeskanzlerin auf schnellere Abschiebungen nach Tunesien. Sie habe dem tunesischen Präsidenten Beji Caid Essebsi telefoniert, sagt Merkel.

"Ich habe dem Präsidenten gesagt, dass wir den Rückführungsprozess noch deutlich beschleunigen und die Zahl der Zurückgeführten weiter erhöhen müssen." Bei der Frage der Rückführungen habe es im laufenden Jahr bereits Fortschritte gegeben.

Nach dem Anschlag war bekannt geworden, dass eine Abschiebung des mutmaßlichen Täters, des Tunesiers Anis Amri, gescheitert war.

15:29 Uhr: "Die Gefahr des Terrorismus insgesamt besteht wie seit vielen Jahren weiter", sagt Merkel. Für sie wie für die gesamte Bundesregierung sei es oberste Pflicht des Staates, die Bürger zu schützen.

15:25 Uhr: Merkel habe Innenminister Thomas de Maizière gebeten, mit Justizminister Heiko Maas und den Sicherheitsbehörden jeden Aspekt des Falles zu analysieren und die Ergebnisse "baldmöglichst" vorzulegen. Daraus könnten politische und gesetzliche Konsequenzen gezogen werden.

15:23 Uhr: Merkel kündigt eine schnelle Überprüfung sämtlicher Aspekte des Terroranschlags von Berlin an. Der Fall werfe eine Reihe von Fragen auf, so Merkel. "Wir werden jetzt mit Nachdruck prüfen, inwieweit staatliche Maßnahmen verändert werden müssen."

15:22 Uhr: Dann sagt die Kanzlerin bezogen auf den Tod von Amri: "Wir können (...) erleichtert sein, dass eine Gefahr beseitigt ist."

15:20 Uhr: Die Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mittlerweile begonnen. Sie gibt im Kanzleramt vor den Medienvertretern ihr Statement ab. Zunächst dankt sie der italienischen Polizei: "Großer Dank an die italienische Polizei. Ich wünsche dem verletzten Polizisten rasche Genesung."

IS-Sprachrohr Amak veröffentlicht angebliches Bekennervideo von Amri

15:07 Uhr: Der auf dem Video zu sehende junge Mann richtet sich dabei an die "Kreuzzügler": "Wir kommen zu Euch, um Euch zu schlachten, Ihr Schweine."

Es werde Rache für das Blut von Muslimen geben, das vergossen wurde. Dabei steht Anis Amri offensichtlich auf einer Brücke. Hinter ihm ist ein Gewässer zu sehen. Die Aufnahme könnte in Deutschland aufgenommen worden sein.

15:05 Uhr: Zuvor hatte Amak den Tod von Amri bestätigt. Dies meldet unter anderem Rita Katz, Direktorin der US-Terrorbeobachtungsstelle Site, und verweist dabei ebenfalls auf ein veröffentlichtes Internetvideo, auf dem der mutmaßliche Berlin-Attentäter zu sehen sein soll.

14:52 Uhr Das IS-Sprachrohr Amaq hat ein Video veröffentlicht, in dem Anis Amri offenbar vor dem Anschlag seine Zugehörigkeit zum sogenannten Islamischen Staat erklärt. Das meldet unter anderem die SITE Intel Group. Auf der knapp dreiminütigen Aufnahme schwört dieser dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue, berichtet die dpa.

Politiker: Ermittlungen gehen weiter

14:49 Uhr: Laut de Maizière hat sich die allgemeine Gefahrenlage nicht entspannt. "Mit dem Fahndungserfolg hat sich leider die terroristische Bedrohungslage für Deutschland nicht verändert. Sie bleibt hoch." Die von den Sicherheitsbehörden hochgefahrenen Maßnahmen blieben daher auch zunächst unverändert bestehen.

Der Minister und der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, bestätigten, dass der Oberhausener Fall in keinem Zusammenhang zum Berliner Fall stehe. Wegen der möglichen Vorbereitung eines Anschlags auf das Einkaufszentrum Centro Oberhausen hatte die Polizei zwei Männer festgenommen.

14:42 Uhr: Nach den Todesschüssen auf den mutmaßlichen Terroristen Anis Amri reist ein spezielles Team des Bundeskriminalamts (BKA) nach Italien. Es sollte noch am Freitag in Italien eintreffen, sagte de Maizière weiter. Der Fall Amri zeige erneut, von welch immenser Bedeutung die intensive europäische, aber auch internationale Zusammenarbeit sei.

"Dieser Fahndungserfolg beendet selbstverständlich die Ermittlungen nicht", betonte der Minister. Dabei gehe es um die Aufdeckung möglicher Netzwerke, um weitere Hintergründe sowie den Ablauf von Tat und Flucht. Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, kündigte an, dass auch über die Weihnachtstage eine "dreistellige Zahl von Ermittlern" an dem Fall arbeiten werde.

14:39 Uhr: Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußerte sich gerade auf einer Pressekonferenz. Zum Fahndungserfolg sagt er: "Ich bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht".

Er beglückwünscht die italienischen Behörden für ihren Fahndungserfolg und bedankt sich bei den beiden Polizisten, die den 24-Jährigen stellten.

14:29 Uhr: Mittlerweile sind nach Angaben des Landeskriminalamtes neun der zwölf Toten identifiziert. Darunter sei auch ein tschechischer Staatsbürger, erklärt LKA-Chef Christian Steiof im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Bereits bekannt war, dass unter den Toten auch eine Israelin und eine Italienerin sind. Bei allen bisher identifizierten Opfern handele es sich um Erwachsene, so Steiof hinzu. Weitere Details wurden nicht bekannt.

14:21 Uhr: Justizminister Heiko Maas kündigt rasche Beratungen über rechts- und sicherheitspolitische Konsequenzen an. Bei den Gesprächen "sehr zügig im Januar" mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière "wird es insbesondere um die Fragen gehen, wie Ausreisepflichtige so schnell wie möglich abgeschoben werden und wie Gefährder noch besser überwacht werden können", so der SPD-Politiker.

Maas betont: "Auch wenn der Tatverdächtigte tot ist, die rechtsstaatliche Aufarbeitung endet nicht. Die Ermittlungen laufen weiter. Denn: Wir müssen alles tun, um auch die Hintergründe des brutalen Anschlags aufzuklären."

Ähnlich äußerte sich Innenminister de Maizière in einer Pressekonferenz und verwiese auf einen bereits bestehenden Gesetzentwurfe, wodurch die Abschieberegeln verschärft werden könnten.

14:11 Uhr: Nach dem Tod von Anis Amri konzentrieren sich die Ermittlungen nun auf mögliche Helfer des Tunesiers. "Für uns ist es jetzt von großer Bedeutung festzustellen, ob es bei der Tatvorbereitung, bei der Tatausführung und auch bei der Flucht des Gesuchten ein Unterstützernetzwerk, ein Helfernetzwerk, ob es Mitwisser oder Gehilfen gab", so Generalbundesanwalt Peter Frank.

Weitere Details zur Tötung von Anis Amri

13:58 Uhr: Der mutmaßliche Attentäter von Berlin ist nach italienischen Angaben alleine unterwegs gewesen, als er auf die Polizisten in Mailand traf. Auf ihn seien zwei Schüsse abgegeben worden, einer habe den Brustkorb getroffen und sei tödlich gewesen, sagte der Mailänder Polizeipräsident Antonio de Iesu bei einer Pressekonferenz.

Anis Amri sei "höchst gefährlich" gewesen und hätte vermutlich erneut zugeschlagen. Die beiden jungen Polizisten hätten sich vorbildlich verhalten und seien mutig gewesen. Sie hätten ihn kontrolliert, weil er ihnen auffällig vorgekommen sei.

Der Polizeipräsident wies Berichte zurück, wonach Amri "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben soll. Davon wisse er nichts, sagte de Iesu. Aber Amri habe die Polizisten als "Bastarde" beschimpft.

13:48 Uhr: Weitere Pressekonferenzen angekündigt: Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundesjustizminister Heiko Maas wollen heute ein Statement vor der Presse abgeben - Merkel um 15.00 und Maas um 14.30 Uhr.

13:45 Uhr: Bei der Person auf den bekanntgewordenen Fotos einer Überwachungskamera vor einer Moschee in Berlin handelt es sich nicht um den mutmaßlichen Attentäter Anis Amri.

Das teilt der Chef des Landeskriminalamts, Christian Steiof, in einer Sitzung des Berliner Innenausschusses mit. Nach Aussagen der Polizeibeamten, die Amri kennen oder zeitweise observiert haben, "ist die Person auf diesen veröffentlichten Bildern nicht Anis Amri", erklärt er.

Das Fernsehen Bilder einer Überwachungskamera gezeigt und berichtet, darauf sei der tatverdächtige Tunesier Anis Amri vor einem Moschee-Verein zu sehen, der als Salafisten-Treffpunkt gilt. Gezeigt wurden Fotos, die vor und nach dem Anschlag gemacht wurden.

13:44 Uhr: Von dem bei dem Einsatz angeschossenen italienischen Polizisten Cristian Movio gibt es ein Bild im Krankenhausbett.

13:43 Uhr: Gerade berichtet die "Welt", dass sie von der marokkanischen Regierung erfahren haben will, dass dortige Sicherheitsbehörden Deutschland zwei Mal vor Anschlagsplänen von Amri gewarnt haben.

Diese Warnungen seien am 19. September und am 11. Oktober 2016 an den BND weitergegeben worden. Darüber berichtet auch der investigative arbeitende Journalist Nicolas Beau auf seiner Webseite "Mondafrique.com".

Demnach hatte Amri in Deutschland Kontakt zu zwei Anhängern des sogenannten "Islamischen Staates".

Generalbundesanwalt bestätigt Tod von Anis Amri

13:33 Uhr: Generalbundesanwalt Peter Frank bestätigt den Tod von Anis Amri und äußert sich zu den aktuellen Ermittlungen. Ihm zufolge werde nun ermittelt, ob Amri ein Unterstützer-Netzwerk hatte oder alleine für die Tat verantwortlich ist. Zudem müsse geprüft werden, ob die von Amri in Italien eingesetzte Waffe identisch mit der ist, mit der der polnische Lkw-Fahrer erschossen wurde.

Und zu guter Letzt stelle sich die Frage, wie Amri von Berlin nach Italien und ob er dabei Unterstützung erhielt.

13:28 Uhr: Zwei Pressekonferenzen stehen im Laufe des Tages noch an: Zunächst will sich Generalbundesanwalt Peter Frank in wenigen Minuten vor Medienvertretern äußern. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere will um 14:15 Uhr den Journalisten Rede und Antwort stehen.

13:26 Uhr: Wie bereits berichtet, ist Amri offenbar von Berlin über Frankreich nach Italien gereist. Hier eine aktualisierte Karte mit den Ermittlungsorten sowie den Stationen von Anis Amri:

13.26 Uhr: Die Polizei hat das späte Auffinden einer Geldbörse des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri mit einem planmäßigen Vorgehen bei der Spurensicherung begründet.

"Es gibt kriminaltechnische Standards, wie lange kriminaltechnische Untersuchungen dauern, die halten wir auch konsequent ein", sagte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt.

12:51 Uhr: Die Berliner Polizei hat sich bei ihren italienischen Kollegen bedankt für die Hilfe bei der europaweiten Suche nach dem mutmaßlichen Berliner Attentäter Anis Amri. "Grazie e pronta guarigione ai colleghi feriti", schrieb die Polizei am Freitag bei Twitter auf Italienisch. "Danke für die Unterstützung & gute Besserung dem verletzten Kollegen."

12:30 Uhr: Der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni äußerte sich nach dem Tod von Amri stolz: "Ein besonderer Dank geht an den jungen Polizisten auf Probe Christian Movio, der bei dem Einsatz in Sesto San Giovanni verletzt wurde."

Zudem mahnte er, dass die Bedrohungslage dennoch hoch sei. "Die Bedrohung wird nicht unterschätzt."

Das Land sei weniger sicher, das sei die Lektion aus den vergangenen Stunden und Tagen, sagte Gentiloni. Der vorbildliche Einsatz der Polizisten habe aber gezeigt, dass der Staat für die Sicherheit der Bürger sorgt.

12:24 Uhr: Nach der Erschießung des mutmaßlichen Berliner Lastwagen-Attentäters in Mailand versuchen die Ermittler in Italien mehr über die Waffe herauszufinden, die Anis Amri bei sich trug.

Man wolle herausfinden, ob es sich um dieselbe Waffe handle, die bei der Entführung des polnischen Lkws am Montag in Berlin verwendet wurde, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica".

Amri habe in Mailand mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook. Der Verdächtige war am Freitag in den frühen Morgenstunden von einer Polizeikontrolle in Mailand gestoppt und bei einem Schusswechsel getötet worden.

Bundesregierung dankt den italienischen Behörden

12:15 Uhr: Die Bundesregierung dankt den italienischen Behörden für die Zusammenarbeit im Fall des Terrorverdächtigen Anis Amri. Es habe einen sehr engen und vertrauensvollen Informationstausch am Vormittag gegeben, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin.

So sei der amtierende deutsche Generalkonsul in Mailand sehr früh eingeweiht worden, es habe auch direkten Kontakt mit dem dortigen Polizeipräfekten gegeben.

12:08 Uhr: Hier eine Zusammenfassung der Pressekonferenz des italienischen Innenministers und Szenen vom Tatort bei Mailand.

12:04 Uhr: Innenminister Marco Minniti betont bei einer Pressekonferenz, sowohl die zuständigen politischen Stellen als auch die Polizei in Deutschland seien umgehend informiert worden.

11:55 Uhr: Der mutmaßliche Attentäter von Berlin ist am Bahnhof der Stadt Sesto San Giovanni im Großraum Mailand erschossen worden. Anwohner berichteten am Freitag, sie hätten am Morgen mehrere Schüsse gehört, aus dem Fenster geschaut und einen Mann am Boden liegen sehen.

Den tödlichen Schuss auf Amri gab nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ein 29-jähriger Polizist ab.

11:49 Uhr: Einige der Schwerverletzten des Terroranschlags in Berlin kämpfen weiter um ihr Leben. Das sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag bei einer Sitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus.

Bislang seien sechs Todesopfer identifiziert. Die Identifizierung der übrigen Toten dauere an.

Anis Amri kam mit dem Zug nach Italien

11:44 Uhr: Der italienischen Polizei zufolge hatte der erschossene Terrorverdächtige bei der Kontrolle gegen 3:30 Uhr keine Dokumente bei sich.

Er habe mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook. Die Waffe sei scharf gewesen, als er sie aus einem kleinen Rucksack holte.

11:40 Uhr: Die Bundesregierung hat den Tod des mutmaßlichen Attentäters von Berlin noch nicht offiziell bestätigt.

"Ich würde sie da ein bisschen um Geduld bitten. Die Dinge sind im Fluss", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin. Die Regierung stehe in engem Kontakt mit den italienischen Behörden.

11:37 Uhr: Nach dem gemeldeten Tod Amris in Italien gehen die Ermittlungen zum Anschlag in Berlin laut Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) unvermindert weiter. "Das bedeutet nicht, dass wir die Fahndungsmaßnahmen aufheben werden", so Geisel.

So müsse zum Beispiel geklärt werden, ob der Attentäter Komplizen hatte.

11:35 Uhr: Anis Amri kam nach Polizeiangaben mit dem Zug nach Italien. Er sei aus Frankreich, aus Chambéry in Savoien, nach Turin gekommen, berichtete der Mailänder Antiterrorchef Alberto Nobili am Freitag.

Von Turin in der italienischen Region Piemont sei er wiederum mit dem Zug nach Mailand gefahren, wo er gegen 1.00 Uhr in der Nacht zum Freitag angekommen sei.

11:26 Uhr: Laut Informationen der italienischen Zeitung "La Repubblica" rief der Mann bei seiner Kontrolle in Mailand "Allahu Akbar".

Anis Amri wurde in Mailand erschossen

11:12 Uhr: Minniti erklärte weiter, dass die Fingerabdrücke des Getöteten definitiv mit denen von Anis Amri übereinstimmen.

Zu dem genauen Einsatzablauf sagte der Innenminister nichts, lediglich dass er bei einer Routinekontrolle von Streifenpolizisten getötet worden sei.

Demnach habe Amri bei der Kontrolle seine Waffe gezogen und sofort geschossen. Ein Polizist ist verletzt worden, allerdings nicht schwer.

11:07 Uhr: Der italienische Innenminister Marco Minniti hat die tödlichen Schüsse bestätigt. Anis Amri wurde im Norden Mailands bei einer Polizeikontrolle getötet.

11:05 Uhr: Nun beginnt die Pressekonferenz.

Berichte über Einsatz, bei dem Anis Amri wohl getötet wurde

10:56 Uhr: Offenbar ist Amri um 01:00 Uhr in Mailand am Hauptbahnhof in einem Zug angekommen. Er ist dann offenbar im Viertel Sesto San Giovanni im Norden Mailands gegen drei Uhr erschossen worden. Das berichtet der "Corriere della Sera".

Dem Bericht zufolge hatte Amri ein Zugticket bei sich. Demnach ist er aus Frankreich über Turin nach Mailand gereist.

10:48 Uhr: Weitere Details zu den mutmaßlich tödlichen Schüssen auf Anis Amri: Demnach ist der Verdächtige der Polizei bei einer normalen Kontrolle in der Nacht ins Netz gegangen. Dabei habe er eine Schusswaffe gezogen und auf die Polizisten geschossen. Diese hätten das Feuer erwidert und ihn erschossen.

Amri sei zu Fuß unterwegs gewesen und aufgefordert worden, seine Ausweispapiere zu zeigen. Dann habe er die Waffe gezogen und geschossen.

"Die Abklärungen laufen, wir sind in Kontakt mit den italienischen Sicherheitsbehörden", sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft auf dpa-Anfrage.

10:45 Uhr: Das italienische Innenministerium hat eine Pressekonferenz angekündigt. Diese soll in wenigen Minuten beginnen.

10:42 Uhr: Nun berichtet auch die italienische Nachrichtenagentur Ansa, dass Anis Amri in Mailand getötet worden ist. Das sei bei einer Routinekontrolle geschehen. Zuvor gab es Verwirrung um den Aufenthaltsort von Amri, da Reuters wenige Minuten zuvor berichtet hatte, dass der mutmaßliche Verdächtige im dänischen Aalborg gesichtet worden sei.

10:31 Uhr: Reuters berichtet, dass Amri im italienischen Mailand erschossen worden ist.

Weiterer Polizeieinsatz in Berliner Moschee-Verein

10:15 Uhr: Die Berliner Polizei ist am Freitagmorgen zu einem Einsatz beim Moschee-Verein "Fussilet 33" im Stadtteil Moabit ausgerückt. Dort wurden mehrere Männer aus dem Haus zu einem Taxi geleitet, von einer Festnahme war nicht die Rede.

Der Moschee-Verein habe von sich aus beschlossen, vorerst zu schließen, hieß es vor Ort. Die Polizei äußerte sich nicht zu dem Einsatz. Sie verwies auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die die Ermittlungen nach dem Terroranschlag mit mindestens zwölf Toten an der Gedächtniskirche übernommen hat.

Am Donnerstagabend hatte das rbb-Fernsehen Bilder einer Überwachungskamera gezeigt: Sie sollen den tatverdächtigen Tunesier Anis Amri nicht weit vor dem Salafisten-Treffpunkt zeigen - wenige Tage vor und vor allem nur Stunden nach dem Anschlag vom Montagabend.

Bereits am Donnerstag gab es eine Durchsuchung des Moschee-Vereins.

09:57 Uhr: Laut WDR hat Anis Amri den Dortmunder Salafisten-Prediger Boban S. bis Februar regelmäßig besucht. Zeitweise soll er bei diesem sogar gewohnt haben. Das sagten Anwohner dem Sender. Boban S. sitzt seit November in Haft.

09:30 Uhr: Grünen-Chef Cem Özdemir hat die tunesischen Behörden wegen der gescheiteren Abschiebung Amris kritisiert. "Es kann nicht sein, dass manche Länder über Unterstützung dankbar sind, aber sich weigern, Verbrecher aus ihren Ländern wieder aufzunehmen", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Verbindung zwischen Anis Amri und "Alster-Mord"?

08:40 Uhr: Die Hamburger Polizei prüft, ob Amri für den Mord an einem 16-Jährigen Mitte Oktober an der Alster verantwortlich sein könnte.

Die Mordkommission habe Ähnlichkeiten zwischen dem Terrorverdächtigen und dem Phantombild in dem Hamburger Mordfall festgestellt, berichteten die Zeitungen der Funke-Gruppe.

Ein Polizeisprecher bestätigte am Freitag den Bericht: "Das ist eine weitere Spur, der wir nachgehen. Nach derzeitigem Stand gibt es da aber keine Hinweise."

Ein Unbekannter hatte am 16. Oktober in Hamburg einen 16-Jährigen mit mehreren Messerstichen getötet. Die Begleiterin des Jugendlichen stieß der Angreifer ins Wasser. Die 15-Jährige konnte sich unverletzt ans Ufer retten. Anfang November hatte die Polizei ein Phantombild eines etwa 23 bis 25 Jahre alten Mannes veröffentlicht.

Eine Verbindung zur Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) hält die Polizei weiter für unwahrscheinlich, wie der Sprecher am Freitag bekräftigte. Das IS-Sprachrohr "Amak" hatte die Tat für sich reklamiert.

08:20 Uhr: Es gibt neue Hinweise zum mutmaßlichen Attentäter Anis Amri, die darauf hindeuten, dass der europaweit gesuchte Tunesier nach dem Anschlag Unterschlupf in Berlin gesucht hat.

Der rbb veröffentlichte Überwachungsbilder, die den Terrorverdächtigen knapp acht Stunden nach dem Lkw-Anschlag vor einem Berliner Moschee-Verein zeigen sollen.

Amri soll zudem auf der Flucht nicht nur seine Geldbörse mit diversen Dokumenten im Lkw-Führerhaus liegen gelassen, sondern auch sein Handy verloren haben.

Derweil wurden im Ruhrgebiet zwei Brüder festgenommen, die möglicherweise einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum in Oberhausen vorbereitet haben sollen.

Anschlag in Berlin: Aktuelle News und Informationen

Mit Material von dpa