Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg klar gewonnen. Die AfD schaffte es auf Anhieb auf mehr als 20 Prozent und liegt damit vor der CDU. NPD und FDP haben den Einzug in den Landtag verpasst. Der Live-Ticker zu den Landtagswahlen zum Nachlesen.

19:04 Uhr: Damit soll es das von meiner Seite an dieser Stelle gewesen sein - ich mache den Ticker zu. Natürlich halten wir Sie aber weiterhin den ganzen Abend mit aktuellen Meldungen zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Laufenden. Ihnen allen noch einen schönen Sonntagabend.

18:56 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat das Wahlergebnis der Liberalen als Rückschlag auf dem Weg in die Parlamente bezeichnet. "Das ist eine Niederlage heute, ganz klar", sagte der Chef der seit 2013 auch nicht mehr im Bundestag vertretenen Partei.

Die FDP war im Nordosten erneut an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Immerhin habe man "nicht an die AfD verloren", allerdings auch nicht die klare Abgrenzung von der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung vermitteln können, sagte Lindner.

18:54 Uhr: Die Linkspartei konnte sich bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nach Aussage von Bundestags-Fraktionschef Dietmar Bartsch nicht als Alternative zur Politik auf Landes- und Bundesebene profilieren. Das Abschneiden der Linken in Schwerin sei bitter und ein schlechtes Ergebnis, sagte Bartsch im ZDF.

Die AfD habe es geschafft, Spaltung ins Land zu bringen. "Es ist unsere Aufgabe klarzumachen, wir sind die soziale Alternative", sagte Bartsch. Die AfD sei eine zutiefst neoliberale Partei. "Die Linke hat Angebote." Es sei aber offensichtlich den Linken nicht gelungen, dies deutlich zu machen. Die Partei war um sechs Punkte auf etwa 12,5 Prozent gestürzt - ihr ostweit schlechtestes Ergebnis seit 25 Jahren.

18:50 Uhr: Eine Statistik, die nicht überrascht:

18:46 Uhr: CDU-Generalsekretär Peter Tauber führt die schwere Schlappe seiner Partei auf weit verbreiteten "Unmut und Protest" in der Bevölkerung zurück. Dies habe offensichtlich zu großen Teilen "mit der Diskussion über die Flüchtlinge" zu tun, sagte er in Berlin. "Dieses Ergebnis und das starke Abschneiden der AfD ist bitter", sagte Tauber.

18:42 Uhr: Es gibt eine weitere Hochrechnung der ARD: Demnach kommt die SPD auf 30,3 Prozent, die CDU auf 19,3 Prozent, die Linke auf 12,6 Prozent, die Grünen auf 5,0 Prozent und die AfD auf 21,1 Prozent. NPD und FDP werden es nicht in den Landtag schaffen.

18:40 Uhr: Der AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, hält den Wahlerfolg seiner Partei für historisch. "Wir schreiben hier in Mecklenburg-Vorpommern Geschichte", sagte der frühere Radiomoderator. "Es ist das Sahnehäubchen, die CDU von Platz zwei zu verdrängen." Die AfD liegt nach den ersten Hochrechnungen bei über 21 Prozent, die CDU bei gut 19 Prozent. "Vielleicht ist das heute der Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels", sagte Holm. "Das muss unser Ziel sein."

18:37 Uhr: Eine Übersicht über die Gewinne und Verluste im Vergleich zur Wahl 2011:

18:34 Uhr: Der Wahlerfolg der AfD ist nach Einschätzung des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner auf politische Fehler der Bundeskanzlerin zurückzuführen. Er sprach von einer "schweren persönlichen Niederlage" von Angela Merkel, nachdem ihre CDU im Nordosten nach ersten Hochrechnungen mit unter 20 Prozent hinter der AfD gelandet ist.

18:31 Uhr: Nach Aussage des parlamentarischen Geschäftsführers der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), wurde in Mecklenburg-Vorpommern auch mit der Politik im Bund abgerechnet. "Die große Koalition sollte ein Stück weit auch abgestraft werden", sagte Grosse-Brömer im ZDF. "Das haben wir auch zur Kenntnis genommen." Neben landespolitischen Themen habe sicherlich auch ein Stück weit die Berliner Politik eine Rolle gespielt.

18:28 Uhr: SPD-Generalsekretärin Katarina Barley würdigt das Wahlergebnis ihrer Partei als großen Erfolg von Ministerpräsident Erwin Sellering. "Er hat das auch verdient", sagte sie in Berlin. Der Sieg werde "Schwung für die Berlin-Wahl in zwei Wochen und für Michael Müller" geben.

18:26 Uhr: 19 Prozent für die CDU - es wäre das drittschlechteste Ergebnis der Volkspartei bei einer Landtagswahl in ihrer Geschichte. Nur in Hessen 1950 und in Brandenburg 1994 stimmten prozentual gesehen weniger Bürger für die Christdemokraten.

18:25 Uhr: Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry sieht im Erfolg ihrer Partei vor allem ein Signal gegen die bisherigen Landtagsparteien. Die AfD habe aus allen Parteien Wähler für sich gewinnen können, sagte Petry. "Das liegt daran, dass sie die Wähler zu lange nicht gehört haben", sagte sie. Dass ein Teil der Wähler von der NPD zur AfD gewandert ist, wollte sie nicht als Problem sehen.

18:23 Uhr: Sigmar Gabriel redet nun im Willy-Brandt-Haus und gratuliert erst einmal Erwin Sellering zu seinem Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern.

18:19 Uhr: Stand jetzt hätten SPD-CDU-Grüne, SPD-CDU und SPD-Linke-Grüne eine Mehrheit im Schweriner Landtag. Für eine rot-grüne Koalition reicht es nicht, für eine schwarz-grüne erst recht nicht.

18:17 Uhr: Es gibt eine zweite Prognose der ARD. 30,4 Prozent für die SPD, 19,2 Prozent für die CDU, 12,6 Prozent für die Linke, 5,0 Prozent für die Grünen, 3,3 Prozent für die NPD, ,9 Prozent für die FDP und 21 Prozent für die AfD. Die Grünen müssen also um den Einzug in den Schweriner Landtag zittern.

18:10 Uhr: Diese Zahlen hat das ZDF:

18:07 Uhr: Die erste Prognose der ARD in der Übersicht:

18:03 Uhr: Das Ergebnis von 19 Prozent ist für die CDU natürlich ein Desaster. Die SPD dürfte mit ihren 30,5 Prozent sehr zufrieden sein. Die AfD hatte sich sicherlich insgeheim etwas mehr ausgerechnet.

18:00 Uhr: Die erste Hochrechnung ist da! Die SPD kommt auf 30,5 Prozent. Die CDU liegt nur bei 19 Prozent. Die Linke liegt bei 12,5 Prozent. Die Grünen liegen bei 5 Prozent. NPD und FDP scheitern an der 5-Prozent-Hürde. Die AfD liegt bei 21 Prozent.

17:59 Uhr: Eine Minute noch ... Jetzt wird es richtig spannend!

17:57 Uhr: Ebenfalls interessant: 75 Prozent der AfD-Wähler wollen mit ihrer Wahl ein Zeichen gegen die Politik der etablierten Parteien setzen. Das geht ebenfalls aus der ARD-Statistik hervor.

17:56 Uhr: Interessante Statistik in der ARD: Seit 2014 sind mehr als 350.000 CDU-Wähler zur AfD abgewandert.

17:45 Uhr: In 15 Minuten gibt es die ersten Hochrechnungen: Werden die etablierten Parteien wirklich so stark abgewatscht wie von vielen befürchtet? Dass die AfD erstmals in den Schweriner Landtag einziehen wird, ist jetzt schon klar: Doch kann sie aus dem Stand die CDU überholen? In 15 Minuten wissen wir mehr.

17:35 Uhr: Die Wahlpartys füllen sich. Insbesondere bei den etablierten Parteien ist die Anspannung groß. Es ist durchaus möglich, dass die AfD vor der CDU landen wird. Allerdings haben sowohl SPD als auch CDU bereits eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen.

17:16 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel weilt heute übrigens nicht in Mecklenburg-Vorpommern, sondern im chinesischen Hangzhou, wo derzeit der G20-Gipfel stattfindet. Aktuell spricht sie mit Russlands Präsident Wladimir Putin über die Lage in der Ost-Ukraine und in Syrien.

17:02 Uhr: Bei Twitter trendet seit ein paar Stunden der Hashtag "#twitternwie18Uhr". Wir haben mal ein paar nette Tweets gesammelt:

16:51 Uhr: Nicht nur in der Bundesrepublik, sondern weltweit stößt die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auf Interesse. Vor Ort in Schwerin sind unter anderen Reporter aus Saudi-Arabien, Russland, den Niederlanden, Dänemark und Spanien. Hauptaugenmerk: das Abschneiden der AfD.

16:38 Uhr: Würden die Umfrageergebnisse der vergangenen Tage heute bestätigt, könnten SPD und CDU ihre Koalition möglicherweise mit knapper Mehrheit fortsetzen. Alternativ könnte es auch knapp für Rot-Rot-Grün reichen, was mit Sellering als Regierungschef aber als unwahrscheinlich gilt. SPD, CDU, Grüne und Linke schlossen eine Zusammenarbeit mit der AfD bereits aus.

16:30 Uhr: Um 18:00 Uhr schließen die Wahllokale und dann wird es auch die ersten Hochrechnungen geben. Gegen 23:00 Uhr wird das vorläufige amtliche Endergebnis erwartet.

16:20 Uhr: Die Flüchtlingsfrage und die Auswirkungen auf die Gesellschaft dominierten im Vorfeld der Wahl die öffentlichen Diskussionen. In einer Umfrage war Zuwanderung das meistgenannte Thema für die Wahlentscheidung. Danach folgten soziale Gerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und Familie.

Entsprechend lauten die Wahlversprechen. Sie reichen von mehr Tariftreue bei Löhnen, Ost/West-Rentenanpassung und mehr Geld für Kinderbetreuung sowie benachteiligte Regionen bis hin zu zusätzlichen Polizisten, mehr Landärzten, weniger Bürokratie und mehr Ökolandbau.

16:06 Uhr: Die SPD wird - wie schon bei ihrem Sieg 2011 - von Ministerpräsident Erwin Sellering (66) in den Wahlkampf geführt. Sein Herausforderer um das Spitzenamt ist erneut CDU-Landeschef und Innenminister Lorenz Caffier (61). Ebenfalls zum zweiten Mal tritt Helmut Holter (63) als Spitzenkandidat der Linken an. Die Grünen werden von der Doppelspitze Silke Gajek (54) und Jürgen Suhr (57) angeführt. Die AfD tritt mit ihrem Landeschef Leif-Erik Holm (46) an. Die FDP stellte die gebürtige Französin Cécile Bonnet-Weidhofer (33) an die Spitze. Auf Platz eins der NPD steht Udo Pastörs (64).

16:00 Uhr: Bislang waren fünf Parteien im Landtag vertreten. Stärkste Kraft war bei der Wahl 2011 mit 35,6 Prozent der Stimmen die SPD (27 Sitze) geworden, gefolgt von ihrem Koalitionspartner CDU mit 23,0 Prozent (18). Stärkste Oppositionspartei wurde die Linken mit 18,4 Prozent (14). Die Grünen kamen auf 8,7 Prozent (7). Die rechtsextreme NPD war mit 6,0 Prozent im Parlament geblieben (5 Sitze) - als einzige NPD-Fraktion in einem der 16 Bundesländer.

15:50 Uhr: Aktuell zeichnet sich eine etwas höhere Wahlbeteiligung als noch für fünf Jahren ab. Bis 14:00 Uhr hatten 32,8 Prozent der Wähler ihre Stimmen abgegeben. Das sind drei Prozentpunkte mehr als 2011.

15:40 Uhr: Zur Landtagswahl schicken 17 Parteien 382 Kandidaten ins Rennen um die 71 Parlamentssitze in Schwerin. Dazu kommen sieben Einzelbewerber. Heute öffnen knapp 1.700 Wahllokale, etwa 13.000 Wahlhelfer werden im Einsatz sein.

15:38 Uhr: Rund 1,33 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Das ist die bislang niedrigste Zahl - Ausdruck jahrelanger Abwanderung und geringer Geburtenzahlen. Die Wahlbeteiligung hatte bei der Landtagswahl 2011 mit 51,5 Prozent den bisherigen Tiefpunkt erreicht.

15:35 Uhr: Zum siebten Mal seit 1990 wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Seit zehn Jahren wird das Bundesland von einer SPD/CDU-Koalition regiert. Das Bündnis besaß zuletzt mit 45 der 71 Landtagssitzen eine komfortable Mehrheit. Umfragen deuten aber darauf hin, dass es knapp wird für eine Neuauflage von Rot-Schwarz. Auch, weil die AfD voraussichtlich erstmals mit großer Mannschaft in den Schweriner Landtag einziehen wird.

15:30 Uhr: Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 8:00 Uhr sind die Wahllokale geöffnet, bis 18:00 Uhr haben die Wähler noch Zeit, ihre zwei Stimmen abzugeben. In 36 Wahlkreisen wird per Erststimme je ein Abgeordneter direkt gewählt. Die übrigen 35 Mandate werden entsprechend der Zweitstimmen über die Landeslisten auf die Parteien verteilt.

Mit Material der dpa