Bei dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin sind mindestens zwölf Menschen getötet worden, 48 Menschen sind verletzt, viele von ihnen lebensgefährlich. Der tunesische Asylwerber Anis Amri steht im Verdacht, den Anschlag verübt zu haben - er wurde europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. Unser Live-Blog vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Haftbefehl gegen Anis Amri erlassen
  • Fingerabdrücke von Amri an Tat-Lkw gefunden
  • Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wieder eröffnet
  • Razzien in NRW und Berlin
  • Amri wurde offenbar kurz nach Anschlag gefilmt

+++ Hiermit verabschieden wir uns aus dem Live-Blog vom Donnerstag. Alle wichtigen Infos des Tages rund um den Anschlag in Berlin können sie hier nachlesen +++

22:22 Uhr: Der Moment des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist auf dem Video einer Autokamera festgehalten. Das von der "Bild" am Donnerstagabend veröffentlichte Video zeigt aus der Perspektive eines Autofahrers, wie der Lastwagen mit hohem Tempo ungebremst in den Weihnachtsmarkt fuhr.

Kurze Zeit später ist zu sehen, wie Menschen vom Tatort weglaufen. Entgegen anderslautenden Aussagen scheinen die Scheinwerfer des Lasters zur Tatzeit eingeschaltet gewesen zu sein. Einblicke in den Weihnachtsmarkt selbst gewährt das Video nicht.

Amri offenbar kurz nach Anschlag gefilmt

21:46 Uhr: Anis Amri ist offenbar einige Tage vor und kurz nach dem Anschlag in Berlin-Moabit gesichtet worden. Das berichtet der "rbb", dem Observationsbilder von Sicherheitskräften vorliegen.

Diese würden den mutmaßlichen Attentäter am 14. und 15. Dezember zeigen. Auch wenige Stunden nach dem Anschlag soll er sich dort aufgehalten haben. Ein offizielle Bestätigung seitens des Generalbundesanwaltschaft, die derzeit die Ermittlungen führt, gibt es nicht.

Ort der Oberservation sei eine Moschee gewesen, die von der Polizei am Donnerstagmorgen durchsucht worden sei.

21:05 Uhr: Mit einem Konzert am Brandenburger Tor wollen Berliner Künstler und Politiker am Freitag der Opfer des Anschlags auf dem Weihnachtsmarkt gedenken. Neben dem Gedenken an die Toten solle unter dem Motto "Together Berlin" für das Leben, gemeinsame Werte und Freiheit demonstriert werden, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.

Unter anderem sollen die Musiker Max Giesinger, Elen, Graham Candy, The Dark Tenor, Sebastian Hämer sowie Triple L und Valerio Lombardo auftreten.

20:28 Uhr: Deutsche und Polen haben bei einem sehr gut besuchten Gottesdienst in der St.-Johannes-Basilika der Opfer des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz gedacht. Unter den zwölf Toten ist auch ein Lastwagenfahrer aus Polen.

Der 37-Jährige, der für eine Spedition bei Stettin arbeitete, wurde nach der Bluttat tot in der Fahrerkabine gefunden. Zu dem Gottesdienst kamen schätzungsweise 200 bis 300 Besucher. Die St.-Johannes-Basilika ist eine Anlaufstelle für Polen, die in Berlin leben.

19:49 Uhr: Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht das heimliche Mitlesen von Messenger-Diensten wie WhatsApp bei Terrorverdächtigen rechtlich ermöglichen.

Per Gesetz solle erlaubt werden, dass Handys in Zukunft mit einer richterlichen Genehmigung komplett überwacht werden können. Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Freitag) unter Berufung eine entsprechende Abmachung von Justizminister Heiko Maas (SPD) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Das Gesetz solle bis zur Bundestagswahl im kommenden September in Kraft treten.

19:12 Uhr: Der Terrorismusforscher Peter Neumann hat den deutschen Behörden ein "systemisches Versagen" bei der Bekämpfung des Terrorismus vorgeworfen. "Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri war den Behörden bekannt. Man wusste, dass er die Absicht hatte, in Deutschland einen Anschlag durchzuführen und trotzdem haben die Strukturen nicht funktioniert", sagte Neumann vom King's College in London am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

18:35 Uhr: Die Zahl der radikal-islamischen Salafisten in Deutschland ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) teilte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit, aktuell liege die Zahl der Anhänger dieser besonders konservativen Auslegung des Islam bei 9700 Menschen.

Das sind etwa 500 Frauen und Männer mehr als noch vor drei Monaten. Mitte September gingen die Verfassungsschützer von rund 9200 Salafisten in der Bundesrepublik aus.

Neue Details zum Berlin-Anschlag

18:08 Uhr: Eine Pressesprecherin tritt für ein kurzes Statement vor die Kameras. Die Ermittler hätten an verschiedenen Orten in NRW und Berlin Durchsuchungen durchgeführt. Auch ein Reisebus in Heilbrunn sei durchsucht worden. Jedoch sei es zu keinen Festnahmen gekommen.

Die Ermittler hätten außerhalb und innerhalb des Angriffs-LKW und an der B-Säule (Verbindung zwischen Fahrzeugboden und - dach) Fingerabdrücke des Verdächtigen Anis Amri gefunden. "Wir gehen davon aus, dass Anis Amri das Auto gesteuert hat", sagt die Sprecherin. Gegen ihn sei Haftbefehl erlassen worden.

17:57 Uhr: In Kürze gibt die Bundesanwaltschaft eine Erklärung zum derzeitigen Stand der Ermittlungen zum Berlin-Anschlag ab.

SEK stürmt Salafistentreffpunkt

17:47 Uhr: Berliner Sicherheitskräfte haben bei einer Reihe von Einsätzen in der Hauptstadt nach dem Terrorverdächtigen Tunesier Anis Amri gesucht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte am Donnerstag nach dpa-Informationen auch einen Salafistentreffpunkt im Stadtteil Moabit.

Dort soll auch Amri verkehrt haben. Die "Berliner Zeitung" berichtete, bei dem Einsatz gegen den Moschee-Verein "Fussilet 33" seien Blendgranaten benutzt und eine Tür aufgesprengt worden.

Der Moschee-Verein wird im jüngsten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes als Treffpunkt von Islamisten geführt. Beim Islamunterricht sollen dort Muslime - meist Türken und Kaukasier - für den bewaffneten Kampf der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien radikalisiert worden sein

17:20 Uhr: In Berliner Kliniken werden zwölf Schwerstverletzte weiterhin behandelt. Einige von ihnen seien in kritischer Verfassung, teilt die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Die Zahl der Todesopfer sei bisher nicht weiter gestiegen; sie liegt bei 12. Insgesamt 14 mittel- bis leichtverletzte Opfer des Attentats werden zur Zeit noch in Kliniken behandelt, 30 wurden inzwischen entlassen.

Bei einer erneuten Abfrage aller Berliner Krankenhäuser mit Notaufnahmen haben sich nach der Todesfahrt mehr Leichtverletzte als bisher erfasst in Kliniken behandeln lassen. Insgesamt gab es nach der aktuellen Zählung 56 Verletzte am Breitscheidplatz, die medizinische Hilfe im Krankenhaus brauchten.

17:00 Uhr: Die Bundesanwaltschaft will sich in einer Stunde (18:00 Uhr) über den Stand der Ermittlungen informieren. Eine Pressesprecherin werde dann in Karlsruhe eine Erklärung abgeben. Das teilte die Behörde mit.

De Maizière: Anis Amri mit "hoher Wahrscheinlichkeit der Täter"

16:25 Uhr: Merkel sagt weiter, man habe in Deutschland in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um dem Terrorismus Herr zu werden. Heute befinde man sich in einer Bewährungsprobe. Dabei habe man die "Werte von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auf unsere Seite".

Merkel sagt, man habe theoretisch "schon seit langem gewusst, dass wir auch Zielscheibe des islamistischen Terrorismus sind. Und trotzdem ist dann, wenn ein solcher Fall eintritt, wie dieser terroristische Anschlag auf den Breitscheidplatz, das natürlich noch einmal etwas ganz anderes".

16:15 Uhr: Anschließend spricht Merkel. Auch sie lobt die "hochprofessionelle Arbeit" der BKA-Mitarbeiter und der Landesbehörden. Die Zusammenarbeit laufe "reibungslos und mit großem Elan". Die Kanzlerin betont, man sei "in jeder Stunde" in Gedanken bei den Opfern des Anschlags. Gerade ihnen schulde man einen Erfolg. Nicht nur deswegen hoffe sie auf eine "baldige Festnahme".

Bei dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz sind mindestens zwölf Menschen getötet worden, 48 Menschen sind verletzt, viele von ihnen lebensgefährlich. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beansprucht die Attacke für sich. Das BKA fahndet nun öffentlich nach dem Tatverdächtigen Anis Amri. Die Ticker-Nachlese.

16:11 Uhr: De Maizière und Justizminister Heiko Maas loben die Arbeit der Behörden. Die Ermittlungen liefen mit hoher Professionalität und national und international erstklassig vernetzt, sagt de Maizière.

16:06 Uhr: Ermittler haben tatsächlich Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen Anis Amri im Fahrerhaus des Lkw gefunden. Das teilt Innenminister Thomas de Maizière bei einem Besuch des Bundeskriminalamtes in Berlin mit. Außerdem erklärte er, dass es "zusätzliche Hinweise gibt, dass der Tatverdächtige mit hoher Wahrscheinlichkeit wirklich der Täter ist".

15:52 Uhr: Nun äußert sich auch die Mutter des Verdächtigen Anis Amri zu den Vorwürfen. Sie zeigt sich erschüttert von den Nachrichten über den jüngsten Sohn der Familie gezeigt. Sie könne sich nicht vorstellen, dass ihr Sohn zu solch einer Tat fähig sei, sagte Nur al-Huda der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie hoffe darauf, dass die Wahrheit bald ans Licht kommt. Die Familie bete mit den Opfern.

Nach Angaben der Familie hatte der Bruder sich das letzte Mal am vergangenen Sonntagabend gemeldet. Man habe regelmäßig telefoniert.

Angela Merkel will sich zum Stand der Ermittlungen äußern

15:33 Uhr: Laut BKA werden sich Kanzlerin Angela Merkel und Innenminister Thomas de Maizière nach ihrem Besuch öffentlich zu den Ermittlungen äußern.

14:59 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) informiert sich derzeit beim Bundeskriminalamt (BKA) in Berlin über den Ermittlungsstand nach dem Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt in der Hauptstadt. Gemeinsam mit Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Justizminister Heiko Maas (SPD) traf sie am Donnerstagnachmittag am Berliner BKA-Standort im Stadtteil Treptow ein. BKA-Präsident Holger Münch wollte die Kanzlerin und die Minister persönlich unterrichten.

Es wird erwartet, dass sich Merkel oder die Minister auch zu Medienberichten äußern, dass Fingerabdrücke des terrorverdächtigen Tunesiers Anis Amri am Lastwagen gefunden wurden, mit dem am Montag 12 Menschen getötet und rund 50 verletzt worden waren.

14:35 Uhr: Die beiden Brüder des gesuchten Anis Amri reagieren geschockt auf die Nachrichten aus Deutschland: "Wenn er das getan hat, dann hat er Schande über uns gebracht", sagte Abdelkader Amri im tunesischen Oueslatia. Anis sei eines von neun Kindern gewesen.

"Aber ich bin mir sicher, dass er es nicht war." Demnach sei Anis nach Europa gegangen, "um zu arbeiten und unserer Familie zu helfen".

Walid, ein anderer Bruder von Anis, erklärte dem Sende Sky News Arabia, Anis habe Tunesien nach der Revolution verlassen und sei als Teil einer Gruppe nach Italien gereist. Diese sei dort in eine Schlägerei geraten, nach der sie ihre Bleibe angezündet hätten. Anis habe deswegen dreieinhalb Jahre im Gefängnis verbracht.

Anschließend sei er über die Schweiz nach Deutschland eingereist. "Als er Tunesien verließ, war er ein normaler Mensch", sagte Walid. "Er hat Alkohol getrunken und nicht einmal gebetet." Möglicherweise habe er sich im Gefängnis verändert, wo er „Algerier, Ägypter und Syrer“ getroffen habe.

13:37 Uhr: Laut "SZ", NDR und WDR wurden Fingerabdrücke des Tatverdächtigen Anis Amri an der Fahrertür des Lkw gefunden. Nun berichtet die "Berliner Zeitung", dass es auch am Lenkrad entsprechende Spuren gebe. Die zuständige Bundesanwaltschaft war auf dpa-Anfrage für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

13:20 Uhr: Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wurde nach einer Andacht in der Gedächtniskirche wieder eröffnet.

13:17 Uhr: Bei dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ist eine Frau aus Italien ums Leben gekommen. Das bestätigte die Regierung in Rom am Donnerstag. "Italien gedenkt Fabrizia Di Lorenzos, einer von den Terroristen getöteten Musterbürgerin. Das Land schließt sich tief bewegt dem Schmerz der Familie an", schrieb Ministerpräsident Paolo Gentiloni am Donnerstag auf Twitter.

Außenminister Angelino Alfano erklärte, dass die deutschen Behörden die Identifizierung der 31-Jährigen abgeschlossen hätten. "Ich bin von Herzen der Familie und ihren Liebsten nahe und teile den enormen Schmerz", sagte Alfano.

Fingerabdrücke von Amri offenbar an Tat-Lkw gefunden

13:01 Uhr: Die Ermittler haben bislang keine Hinweise auf enge Kontakte des Terrorverdächtigen Anis Amri zum kürzlich verhafteten Salafisten-Prediger Abu Walaa. Der 24 Jahre alte Amri habe zwar in Salafistenkreisen verkehrt und sei auch in entsprechenden Wohnungen gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Sicherheitskreisen.

Es gebe aber bislang keine Informationen darüber, dass der Tunesier ein wichtiges Teil eines salafistischen Netzwerkes sei. Der Salafist habe zudem zwar versucht, an automatische Waffen zu kommen. Es lägen bislang aber keine Erkenntnisse vor, dass er auch in den Besitz von Langwaffen gekommen sei, hieß es weiter.

12:19 Uhr: Der Verdacht gegen Anis Amri erhärtet sich laut "Süddeutscher Zeitung", dem NDR und dem WDR. Demnach wurden an der Fahrertür des Lkw, der am Montagabend in einen Weihnachtsmarkt gefahren war, Fingerabdrücke von Amri gefunden.

12:05 Uhr: Der wegen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gesuchte Tunesier Anis Amri hat sich nach einem Bericht des "Spiegel" offenbar bereits vor Monaten als Selbstmordattentäter angeboten. Das Magazin beruft sich auf die Auswertung der Telefonüberwachung sogenannter "Hassprediger". Allerdings seien die Äußerungen Amris so verklausuliert gewesen, dass sie nicht für eine Festnahme ausgereicht hätten.

Dem Bericht zufolge erkundigte sich der Tunesier auch, wie er sich Waffen beschaffen könne.

Über Amri, der 2015 über Italien nach Deutschland gelangt war, hieß es weiter im "Spiegel", er habe sich hierzulande gegenüber den Behörden als politisch verfolgter Ägypter ausgegeben. Da er so gut wie keine Angaben über Ägypten habe machen können, sei sein Asylantrag innerhalb weniger Wochen als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt worden. Auch sei damals bereits aufgefallen, dass er sich unter verschiedenen Identitäten in Europa bewegte.

Anti-Terror-Maßnahmen in ganz Deutschland

11:45 Uhr: Die Bundesanwaltschaft dementiert Berichte (siehe Eintrag um 10:29 Uhr), dass es im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Lastwagen-Anschlag Festnahmen gegeben haben soll.

Es fänden derzeit verschiedene Maßnahmen im Bundesgebiet statt, so ein Sprecher der Karlsruher Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Konkreter äußerte er sich nicht.

11:40 Uhr: Der terrorverdächtige Tunesier Anis Amri ist nach Presseberichten schon als Schüler in Italien als Gewalttäter aufgefallen. "Er schuf in der Klasse ein Klima des Schreckens", schrieb die italienische Tageszeitung "La Stampa" über die kurze Zeit des Tunesiers an einer Schule in Catania auf Sizilien 2011. Der junge Mann habe dort Eigentumsdelikte, Drohungen und Körperverletzung begangen.

Als man versuchte, ihn zur Raison zu bringen, habe Amri rebelliert. "Seine Geschichte als guter Migrant endete mit dem Versuch, die Schule anzuzünden", schrieb das Blatt unter Berufung auf seine Strafakte.

Dem Bericht zufolge wurde Amri nach seiner Flucht aus Tunesien im Februar 2011 von der italienischen Polizei registriert. Obwohl er volljährige gewesen sei, habe er sich als minderjährig ausgegeben, weil er sich davon anscheinend Vorteile versprochen habe. Nach den Vorfällen an der Schule habe ihn die Polizei im Oktober 2011 festgenommen. Das italienische Innenministerium wollte die Informationen zunächst nicht bestätigen.

11:35 Uhr: Hat der Terrorverdächtige Anis Amri zusätzlich zu seiner Geldbörse mit diversen Dokumenten auch sein Handy verloren? Das berichtet der "Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)"auf seiner Internetseite. Von offizieller Seite gibt es dazu bisher noch kein Statement.

11:25 Uhr: Zur Stunde wird mit einem Gottesdienst in der Gedächtniskirche der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wiedereröffnet.

Vier Festnahmen bei Anti-Terror-Einsatz in Dortmund

10:29 Uhr: In Dortmund hat es nach WDR-Informationen einen Anti-Terror-Einsatz gegeben. Dabei sollen am Donnerstag vier Personen festgenommen worden sein. Zuvor hatte "Bild Online" über die Festnahmen berichtet (10:11 Uhr).

Ob die Aktion im Zusammenhang mit der Fahndung nach dem Tatverdächtigen beim Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt steht, war zunächst nicht bekannt. Eine Stellungnahme der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe war zunächst nicht zu erhalten.

Die Polizei in Dortmund bestätigt den Einsatz nicht: Ein Sprecher sagte, man wolle zu "aktuellen Ermittlungshandlungen" keine Auskunft geben.

10:21 Uhr: Einer der Brüder des gesuchten Anis Amri hat den Gesuchten aufgefordert, sich zu stellen: "Ich bitte ihn, sich bei der Polizei zu melden", wird er von Nachrichtenagentur AP zitiert. Sollte Amri wirklich in den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verwickelt sein, distanziere sich seine Familie von der Tat.

10:11 Uhr: Vier Kontaktpersonen von Anis Amri sollen festgenommen worden sein. Das berichtet "Bild Online" unter Berufung auf die Generalbundesanwaltschaft.

10:00 Uhr: Die deutsche Ausgabe des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" macht ihr neues Heft mit dem Berliner Terroranschlag auf. Auf der Titelseite ist ein Lebkuchenhaus zu sehen, aus dem mehrere Gewehrläufe ragen. "Sie werden unsere Art zu leben nicht verändern", lautet der Text zum Bild des Zeichners Foolz.

08:33 Uhr: Der CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer hat nach dem Berliner Terroranschlag Konsequenzen für die Asylpolitik gefordert. Der Fall zeige "wie unter einem Brennglas", wo die Defizite liegen, sagte Mayer am Donnerstag im RBB-Inforadio. Das Aufenthaltsrecht und die Sicherheitsgesetze müssten verschärft werden.

Mayer forderte etwa eine Verlängerung der Abschiebehaft und begründete dies mit Blick auf den gesuchten Tatverdächtigen aus Tunesien: "Er konnte nicht abgeschoben werden. Er war sogar in Abschiebehaft, musste nach einem Tag wieder entlassen werden. Also, wir müssen deshalb die Dauer der Abschiebehaft verlängern."

Außerdem müsse Tunesien zum sicheren Herkunftsland ernannt werden. Dies hatten die Grünen im Bundesrat bisher verhindert.

Beamte durchsuchen Flüchtlingsheim in NRW

07:36 Uhr: Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt haben Polizisten eine Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Emmerich durchsucht.

Die Aktion am Donnerstagmorgen, an der schätzungsweise 100 Beamte beteiligt waren, darunter Spezialeinsatzkräfte, war nach etwa einer Stunde beendet.

Über das Ergebnis war zunächst nichts bekannt. Bereits am Mittwoch hatten in der Nähe des Heimes Polizisten Position bezogen.

Ein Sprecher der Polizei wollte sich zu der Durchsuchungsaktion nicht näher äußern und verwies auf den Generalbundesanwalt. Aus Karlsruhe war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

07:15 Uhr: Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zunächst festgenommene und später wieder freigelassene Pakistaner ist für seine Familie anscheinend nicht mehr erreichbar.

Der Vater des 23 Jahre alten Flüchtlings sagte der pakistanischen Zeitung "Dawn", sein Sohn habe ihn nach der Freilassung am Dienstag nicht kontaktiert.

Ein in Berlin lebender pakistanischer Aktivist namens Wajid Baloch aus Baluchistan, der Heimat des jungen Mannes, sagte der Zeitung, der junge Mann sei auch nicht in seine Flüchtlingsunterkunft zurückgekehrt.

Er selbst stehe mit dem Leiter der Unterkunft in Kontakt, das Telefon des 23-Jährigen sei aber ausgestellt. Auch das britische Boulevardblatt "Daily Mail" berichtete, der Mann sei für sein Umfeld nicht erreichbar und habe sein Telefon offenbar ausgeschaltet.

Die Berliner Polizei verwies auf Anfrage auf die Bundesanwaltschaft, die für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar war.

07:10 Uhr: Unter den Todesopfern des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist auch eine israelische Frau. Dies bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des israelischen Außenministeriums. Die israelische Botschaft kümmere sich um die Überführung der Leiche in die Heimat.

Die Frau war mit ihrem Mann auf dem Weihnachtsmarkt gewesen und nach dem Anschlag am Montagabend als vermisst gemeldet worden. Ihr Mann, ebenfalls israelischer Staatsbürger, wurde bei der Attacke schwer verletzt.

Er sei mehrmals operiert worden, schwebe aber nicht mehr in Lebensgefahr, berichtete die Nachrichtenseite "ynet". Das Ehepaar habe zwei erwachsene Kinder. Sie waren in Berlin, um bei der Identifizierung zu helfen.

Wollte Anis Amri Sprengsätze bauen?

06:34 Uhr: Der mögliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, soll sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert und direkten Kontakt zum IS gehabt haben. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Aussagen nicht näher genannter amerikanischer Offizieller.

Unklar blieb zunächst, auf welchen Zeitraum sich diese Angaben beziehen. Dem Bericht zufolge stand Amri mindestens einmal über den Messenger-Dienst Telegram in Kontakt zum IS. Sein Name habe zudem auf der Flugverbots-Liste der USA gestanden.

06:30 Uhr: Drei Tage nach dem Terroranschlag wird der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz heute wieder geöffnet. Um 11:00 Uhr soll es eine Andacht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geben, wie der Schaustellerverband Berlin e. V. und die AG City mitteilten.

Aus Pietätsgründen werde auf dem Weihnachtsmarkt auf grelle Beleuchtung und Partymusik verzichtet.

Anschlag in Berlin: Aktuelle News und Informationen