• 16:32 Uhr: ➤ Bericht: UEFA prüft mögliche EM-Ausweitung auf 32 Teams
  • 14:43 Uhr: Paul Mariner ist tot: England trauert vor EM-Finale um Ex-Nationalspieler
  • 13:36 Uhr: Prinz William spricht zu englischem Team: "Das ganze Land steht hinter euch"
  • 11:58 Uhr: Englische Zeitung druckt Kane als Cäsar
  • 11:39 Uhr: Hoeneß kritisiert Verhalten Englands während der EM

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➤ Bericht: UEFA prüft mögliche EM-Ausweitung auf 32 Teams

Die UEFA prüft einem Medienbericht zufolge eine mögliche Ausweitung der Europameisterschaft ab 2028 von 24 auf 32 Teams. Der Kontinentalverband beginne die Machbarkeit zu überprüfen, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Sonntag.

Die Überprüfung des EM-Formats sei Teil des Bieterprozesses für die Ausrichtung der Europameisterschaft in sieben Jahren. Der Gastgeber soll Ende 2023 bestimmt werden. Die nächste EM findet 2024 in Deutschland statt, dabei werden wie 2016 und in diesem Jahr 24 Mannschaften dabei sein.

Sollte es eine Ausweitung auf 32 Teams geben, wären mehr als die Hälfte der derzeit 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei der EM am Start. Das aktuelle Format stand immer wieder in der Kritik, weil sich aus den sechs Gruppen mit jeweils vier Teams auch vier drittplatzierte Mannschaft für das Achtelfinale qualifizieren.

Dies hatte für Gruppendritte zu Wartezeiten geführt, in denen sie nicht wussten, ob sie bei der K.o.-Runde dabei sind oder nicht. Über eine Ausweitung der EM müsste das Exekutivkomitee entscheiden, in dem Gremium sitzen derzeit DFB-Interimspräsident Rainer Koch und Karl-Heinz Rummenigge als Vertreter der Europäischen Club-Vereinigung ECA.

Das Feld bei Weltmeisterschaften war zuletzt bereits vergrößert worden. In Katar werden im kommenden Jahr noch wie zuletzt 32 Teams dabei sein. Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sind es 48 Mannschaften.

Die weiteren EM-News:

Nach Geisterspiel-Strafe: Ungarns Außenminister schießt gegen UEFA

16:12 Uhr: Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hat die UEFA hart angegriffen. Szijjarto bezeichnete den Verband auf Facebook als "erbärmliches und feiges Gremium", nachdem die UEFA das Nationalteam am Freitag wegen diskriminierender Äußerungen seiner Fans während der EM-Gruppenphase zu drei Geisterspielen verdonnert hatte.

"Es scheint, dass die UEFA weiterhin Spitzel beschäftigt, die nichts anderes zu tun haben, nur um Berichte darüber zu schreiben, was im Publikum gesagt (oder nicht gesagt) wurde", schrieb der Politiker weiter.

Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer CEDB des Kontinentalverbandes hatte Ermittlungen aufgenommen, nachdem sich ungarische Fans sowohl bei den Gruppenspielen im Juni in Budapest gegen Portugal und Frankreich als auch in München gegen Deutschland homophob sowie rassistisch geäußert hatten.

Die Strafe betrifft nur Heimspiele der ungarischen Nationalmannschaft in UEFA-Wettbewerben, nicht europäische Qualifikationsspiele für die WM 2022 in Katar. Die dritte Partie ist dabei auf zweijährige Bewährung ausgesetzt. Zudem muss der ungarische Verband eine Strafe von 100.000 Euro zahlen.

Dänemark, Finnland, Kopenhagen, Christian Eriksen, Kollaps, Gruppe B, EM 2021
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Diese Momente der EM 2021 bleiben unvergessen

Die 16. Europameisterschaft war schon vor ihrem Beginn außergewöhnlich: um ein Jahr verschoben, zudem verteilt über den ganzen Kontinent und - Baku - darüber hinaus. Die Spiele lieferten dann die ganze Bandbreite der Emotionen. Wir erinnern an die Geschichten, die immer wieder erzählt werden werden.

Southgate dankt Fans vor dem EM-Finale

15:16 Uhr: Englands Nationaltrainer Gareth Southgate hat sich vor dem EM-Finale zwischen Italien und England mit einer Videobotschaft an die englischen Fans gewandt. "Ich wollte mir kurz die Zeit nehmen, um allen für die unglaubliche Unterstützung zu danken, die wir bei diesem Turnier erhalten haben", sagte der 50-Jährige Southgate in dem kurzen Clip, den die Nationalmannschaft am Sonntag wenige Stunden vor dem Anpfiff auf Twitter veröffentlichte.

"Wir hoffen, dass wir euch auf die richtige Art repräsentiert haben und dass es euch gefallen hat, uns spielen zu sehen."

Southgate bedankte sich gleichzeitig bei all seinen Spielern und den "unglaublichen" Mitarbeitern, die dabei geholfen hätten, dass England nach 55 Jahren erstmals ein Finale erreicht habe. "Aber wir wissen natürlich auch, dass wir jetzt für euch liefern müssen. Also werden wir alles dafür tun, was wir können. Eure Unterstützung und eure Energie haben uns einen großen Schub gegeben. Und das wird auch am Sonntag so sein."

Es ist das erste Mal seit der Weltmeisterschaft 1966, dass das englische Nationalteam der Herren bei einem großen Turnier in einem Finale steht. Damals gewannen die "Three Lions" auch ihren bislang einzigen Titel - ebenfalls im Wembley-Stadion.

Paul Mariner ist tot: England trauert vor EM-Finale um Ex-Nationalspieler

14:43 Uhr: Kurz vor dem EM-Finale gegen Italien am Sonntagabend trauert Fußball-England um den früheren Nationalspieler Paul Mariner.

Der einstige Stürmer starb am Freitag im Alter von 68 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit, das bestätigte seine Familie am Samstag. Mariner litt an einem Hirntumor.

Mehr dazu lesen Sie hier: England trauert kurz vor EM-Finale: Ex-Nationalspieler ist gestorben

Prinz William spricht zu englischem Team: "Das ganze Land steht hinter euch"

13:36 Uhr: Prinz William drückt England im EM-Finale gegen Italien kräftig die Daumen. "Ich kann nicht wirklich glauben, dass das passiert. So aufregend! Ich wünsche euch ganz viel Glück", sagte der Prinz, der gleichzeitig Präsident des englischen Fußballverbandes FA ist, in einem am Sonntag veröffentlichten Twitter-Video in Richtung von Nationaltrainer Gareth Southgate und des englischen Teams um Kapitän Harry Kane.

"Wir stehen alle hinter euch, das ganze Land steht hinter euch. Also bringt ihn nach Hause!"

Zuvor hatten bereits Williams Großmutter Queen Elizabeth und Premierminister Boris Johnson der Mannschaft viel Erfolg gewünscht.

Die "Three Lions" spielen am Sonntagabend im Londoner Wembley-Stadion gegen Italien (21:00 Uhr, LIVE hier im Ticker). Für das englische Nationalteam ist es das erste Finale bei einem großen Turnier seit dem WM-Triumph vor 55 Jahren.

Italiener im Wembley-Stadion sehr deutlich in Unterzahl

12:55 Uhr: Da müssen die Italiener ganz schön laut singen: Im EM-Finale gegen England am heutigen Sonntagabend werden offiziellen Angaben zufolge 6.619 Tifosi im Wembley-Stadion sein. Im Vergleich zu 58 .00 englischen Fans, die ihre "Three Lions" anfeuern werden. Insgesamt dürfen den Angaben zufolge 67.500 Zuschauer in die 90.000 Plätze bietende Arena.

Englische Zeitung druckt Kane als Cäsar

11:58 Uhr: Die englischen Zeitungen stimmen sich vor dem Finale der EM gegen Italien mit teils launigen Schlagzeilen ein. Der "Daily Star Sunday" stellte am Sonntagmorgen vor dem Spiel am Abend im Wembley-Stadion auf seiner Titelseite den englischen Kapitän Harry Kane mit aufgerissenem Mund als römischen Kaiser Cäsar dar.

"CAESAR MOMENT", schrieb das Blatt dazu. "Ein stolzes Land schaut zu, Jungs. Zeit, euren Platz in der Geschichte einzunehmen."

Der "Sunday Mirror" bezog sich auf seiner Titelseite ebenfalls auf Top-Stürmer Kane und druckte dazu die große Schlagzeile: "WE KANE BE HEROES" ("Wir können Helden sein"). Der "Sunday Express" dagegen erinnerte an die Worte von Königin Elizabeth II., die den "Three Lions" zuvor für deren erstes großes Finale seit der WM 1966 viel Glück gewünscht hatte.

"Für Königin und Land!", schrieb das Blatt dazu. "Ihre Majestät würdigt "Geist, Hingabe und Stolz" von Gareth Southgates verschworenem Haufen und hofft auf eine glorreiche Wiederholung von 1966."

Hoeneß kritisiert Verhalten Englands während der EM

11:39 Uhr: Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat das Verhalten englischer Fans vor dem EM-Endspiel hart kritisiert. Die Engländer hätten sich "in jeder Hinsicht unmöglich verhalten", sagte der 69-Jährige am Sonntag im Sport1-"Doppelpass".

Hoeneß ärgert es, dass sich im Rahmen des Achtelfinales England gegen Deutschland Fans gegen ein kleines weinendes deutsches Mädchen gewandt hatten oder dass bei der Hymne Dänemarks gepfiffen worden war. Das habe nichts mit "Sportsmanship" zu tun, sagte Hoeneß.

Hoeneß sieht die über 60.000 Zuschauer im Wembley-Stadion mit Sorge. Diese "provozieren Infektionen", sagte Hoeneß.

Dazu habe das Land als Premierminister Boris Johnson, "den ich überhaupt nicht mag", und der solle nicht im Stadion als Europameister feiern. Außerdem sei das Land durch den Brexit "aus Europa eigentlich draußen". England sei aber "ganz verdient" im Endspiel, räumt Hoeneß ein, der aber Italien die Daumen drückt.

Bei seinem EM-Fazit fiel Hoeneß eine Entwicklung auf. "Sehr wahrscheinlich ist das möglicherweise ein neuer Trend. Bisher wurden ja solche Europameisterschaften und Weltmeisterschaften von Superstars geprägt, und diesmal ist es die Mannschaft", sagte Hoeneß. Beim versierten Spiel der Italiener "lacht einem das Herz im Leibe".

Ex-Nationalspieler Montolivo: Italien ist "lebendiger als je zuvor"

10:59 Uhr: Der frühere italienische Nationalspieler Riccardo Montolivo hält den Aufschwung im italienischen Fußball nach der verpassten WM 2018 für dauerhaft. "Alle haben uns für tot gehalten, stattdessen ist der italienische Fußball lebendiger als je zuvor", sagte der Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters der Zeitung "Tuttosport" am Sonntag vor dem EM-Endspiel der "Squadra Azzurra" gegen England im Londoner Wembley-Stadion. "Wir sind von einer verpassten WM ins EM-Finale gekommen", ergänzte der 36-Jährige.

Die Rückkehr Italiens auf ein Top-Level mit dem Einzug ins EM-Endspiel am Sonntag hält der 66-malige italienische Nationalspieler vor allem für eine Leistung von Trainer Roberto Mancini. "Er wurde immer abgestempelt als ein Trainer, dessen Mannschaften nicht gut zusammenspielen.

Aber in der Nationalelf hat er das Gegenteil bewiesen", urteilte der frühere Profi der AC Mailand. "Er sucht die passenden Profis für seine Spielidee aus. Und er hat Zeit gehabt, zu experimentieren."

"Bringt ihn nach Hause!": Johnson schreibt an England-Team

10:23 Uhr: Vor ihrem größten Finale seit 55 Jahren hat die englische Nationalmannschaft Post von Premierminister Boris Johnson erhalten. "Ihr habt bereits Geschichte geschrieben. Ihr habt England ins Finale eines großen internationalen Wettbewerbs gebracht", schrieb der Premier am Samstag vor dem EM-Endspiel gegen Italien an Coach Gareth Southgate und die "Three Lions". "Für die meisten Menschen in diesem Land ist es das erste Mal, dass das in ihrem gesamten Leben passiert ist."

Die Mannschaft habe die Stimmung in ganz England gehoben, und am Sonntag werde man wissen, dass sie auch die EM-Trophäe in die Höhe recken könnte, gab sich Johnson siegesgewiss. "Wir hoffen oder beten nicht bloß.

Wir glauben an dich, Gareth, und an dein unglaubliches Team." Schließlich schloss der konservative Regierungschef mit den Worten: "Im Namen der gesamten Nation: Viel Glück, habt ein großartiges Spiel - und bringt ihn nach Hause!" Damit spielte er auf den Song "Three Lions (Football's Coming Home)" an, der für die Engländer abermals zur EM-Hymne geworden ist.

Am Sonntagmorgen legte der Premier dann noch einmal mit einem Video auf Twitter nach. "Viel Glück für England heute! Es ist eine unglaubliche Reise gewesen bislang", sagte Johnson darin. Im Hintergrund waren währenddessen Blaskapellenklänge einer weiteren inoffiziellen Fußballhymne in England, "Sweet Caroline", zu hören waren.

Italiens Zeitungen fiebern Finale entgegen: "Für euch, für uns!"

10:09 Uhr: Die italienischen Zeitungen fiebern dem EM-Finale gegen England entgegen und träumen schon vom Titel. "Macht sie blau. Italien fordert England im Kampf um Europas Thron heraus", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Sonntag.

"Im Tempel des Fußballs soll der Traum vom Mancini-Land wahr werden", schrieb das Blatt, das auf 39 Seiten auf das Endspiel der EM am Sonntag im Londoner Wembley-Stadion vorausblickt.

Andere Blätter kombinierten das EM-Finale auf ihren Titelseiten mit dem Endspiel des Tennis-Turniers in Wimbledon, wo Italiens Matteo Berrettini zuvor Novak Djokovic herausfordert. "Für euch, für uns! Wir wollen euch noch einmal so sehen! Italien im Angriff auf die letzte Herausforderung", schrieb "Tuttosport", während der "Corriere dello Sport" forderte: "Eine so große Liebe. Alle gemeinsam für Italien: Erst Berrettini in Wimbledon, dann das EM-Finale."

Das Blatt sieht Italien in der "Nacht der allerschönsten Träume", und blickt auch zurück: "Drei Jahre nach dem dunkelsten Moment unseres Fußballs hat die Nationalelf die Möglichkeit, einen unwiderstehlichen Aufstieg zu krönen und den Pokal erstmals seit 1968 wieder nach Hause zu bringen."

Und auch die "Gazzetta dello Sport" erinnert noch einmal an die verpasste WM 2018: "Aus der großen Dunkelheit ins Finale gegen England. Das letzte Hindernis auf dem Weg zum Thron Europas."

EM-Countdown: Italien fordert im EM-Finale England

10:00 Uhr: Servus aus München! Das EM-Finale steht vor der Tür. Heute Abend treffen in Wembley Italien und England aufeinander. Anstoß ist um 21:00 Uhr. Vorab begleiten wir Sie hier durch den Final-Tag. Auf geht's!

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