Jean-Claude Juncker

Nervosität geht um in der EU. Die Sorge nimmt zu, dass US-Präsident Trump Sonderzölle auf europäische Autos verhängt. Diese könnten Deutschland besonders hart treffen. Während die US-Regierung noch zu ihren Plänen schweigt, droht Brüssel bereits mit Reaktionen.

Theresa Mays Brexit-Besuch bei der EU in Brüssel hat zu einem Ergebnis geführt. Großbritanniens Regierungschefin hat mit dem Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker das Fenster zu weiteren Gesprächen über die Ausgestaltung des britischen Austritts aus der Europäischen Union aufgestoßen.

Die britische Premierministerin Theresa May will im Auftrag ihres Parlaments noch einmal über den EU-Austrittsvertrag reden. Die EU hofft indes auf frische Ideen.

Nächste Woche muss Theresa May wieder zum Rapport ins britische Parlament. In Belfast bekennt sie sich zur offenen Grenze in Irland, doch die im Brexit-Abkommen dafür vorgesehene Garantie soll geändert werden. Am Donnerstag reist May deswegen nach Brüssel.

Der größte anzunehmende Unfall ist passiert - was nun? Nach dem Brexit-Schock mit dem vom britischen Unterhaus abgeschmetterten Austrittsvertrag mit der EU steht Premierministerin Theresa May vor einem Scherbenhaufen. Fünf Szenarien, wie es weitergehen könnte.

Theresa May scheitert mit ihrem Entwurf zum Brexit-Deal im britischen Parlament. Nun steht die Premierministerin vor dem nächsten entscheidenden Votum: Die Opposition stellt die Vertrauensfrage. Doch May plant schon weiter.

Dass Theresa May bei der Abstimmung über das Brexit-Abkommen am Dienstag im Unterhaus eine Niederlage einstecken muss, scheint sicher. Die Fragen sind: Wie bitter wird es für die britische Premierministerin? Und vor allem: Wie geht es danach weiter? 

Ende März will Großbritannien raus aus der EU. Aber für den britischen Handelsministers Liam Fox ist eines klar: der Brexit ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Falls das britische Parlament das Austrittsabkommen ablehnen sollte, droht Chaos. 

Es war nicht der erhoffte Befreiungsschlag für Theresa May: Die britische Premierministerin hat der Europäischen Union im erbitterten Streit über den Brexit zwar neue Zusicherungen zur irischen Frage abgerungen. Doch erhielt sie beim Brüsseler Gipfel weniger als erhofft.

Bekommt Theresa May die von ihr erhoffte Unterstützung von der EU? Angela Merkel will der britischen Premierministerin helfen, den Brexit-Vertrag durchs Parlament zu bringen. Doch es gibt eine Reihe Probleme. Pläne für den Fall eines Scheiterns liegen offenbar schon auf dem Tisch.

Die britische Regierungschefin Theresa May will dem Parlament ihr Abkommen zum EU-Austritt bis zum 21. Januar zur Abstimmung vorlegen. 

Die Luft für Theresa May wird immer dünner - so dünn, dass die Premierministerin schon Unterstützung aus dem Ausland sucht. Im Brexit-Streit hofft May, den Austrittsvertrag nachzuverhandeln. Doch auf mehr als Formulierungsänderungen dürfte sie dabei kaum hoffen. Jetzt setzt die britische Regierungschefin auf Treffen mit dem niederländischen Regierungschef Rutte und Bundeskanzlerin Merkel.

Quälend waren die schier unendlichen Verhandlungen mit Großbritannien über die gewünschte Scheidung von der EU. Nun ist alles unter Dach und Fach. Aber wird der Deal in London überleben?

Die 27 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben den Austrittsvertrag mit Großbritannien gebilligt. Das teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Zeitweise stand das EU-Treffen noch einmal auf der Kippe, doch dann drehte Spanien bei und ließ eine Vetodrohung fallen. Nach der Lösung für Gibraltar zeigt sich Regierungschef Sánchez zufrieden.

Wenige Stunden vor dem geplanten Abschluss des Brexit-Abkommens am Sonntag müssen die Unterhändler eine große Hürde bewältigen: Spaniens Regierung droht wegen des Streits über Gibraltar mit einem Veto.

Manfred Weber Ein Deutscher soll EU-Kommissionspräsident von Jean-Claude Juncker beerben: Manfred Weber geht bei der Europawahl 2019 als Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei in das Rennen um das Amt. Das meldet die dpa. Der 46-Jährige wird damit Gegenspieler des Sozialdemokraten Frans Timmermans.

Die EU und Asien wollen ihre Kräfte bündeln. Beim Asem-Gipfel in Brüssel ist klar: Hier suchen zwei starke Weltregionen den Brückenschlag. Richtet sich das gegen US-Präsident Trump?

Geht es nach EU-Präsident Jean-Claude Juncker und seiner Kommission, so wird die Zeitumstellung noch vor der Europawahl im Mai abgeschafft. Gegen diesen Plan regt sich nun jedoch Widerstand: 16 Länder kritisieren fehlende Details und einen zu engen Zeitplan.

Gut acht Monate vor der Europawahl bringen sich die Bewerber um das Amt des Kommissionspräsidenten in Stellung. Erst im Spätherbst treffen die Parteien intern ihre Personalentscheidungen. Bis dahin könnte es noch einige Überraschungen geben.

Angesichts des Erstarkens europafeindlicher Kräfte hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker darauf gedrängt, die Rolle der Europäischen Union als Friedensgarant zu schützen. Auch zum Thema Zeitumstellung äußerte sich Juncker in seiner Rede zur Lage der Union.

Seit mehr als 50 Jahren war kein Deutscher mehr Chef der mächtigen EU-Kommission. Nun will der CSU-Vizechef nach dpa-Informationen den ersten Schritt auf einem langen Weg zu dem Brüsseler Spitzenposten machen.

Die EU-Bürgerbeauftragte Emily O'Reilly hat scharfe Kritik an der Blitzbeförderung von Martin Selmayr zum Generalsekretär der Kommission geäußert. Die Verantwortlichen hätten mit ihrem Vorgehen das öffentliche Vertrauen in Gefahr gebracht.