• Der Termin für die Bundestagswahl 2021 steht bereits fest: Am Sonntag, 26. September, öffnen die Wahllokale ihre Pforten.
  • Wie die Wahl in Zeiten von Corona aussehen wird, ist noch unklar.
  • Höchstwahrscheinlich gibt es strengere Hygienemaßnahmen, Schlangen vor den Wahllokalen und einen Ansturm auf die Briefwahl.

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Wann öffnen an diesem Tag die Wahllokale?

Das Wahllokal öffnen, wann man will, geht nicht. In Paragraf 47 der Bundestagswahlordnung ist festgelegt: Am Wahltag öffnen die Wahllokale um 8:00 Uhr morgens. Um 18:00 Uhr ist dann Schluss.

Wann gibt es die ersten handfesten Prognosen und Hochrechnungen?

Wenn am 26. September gewählt wird, haben die Wahllokale von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Auszählung beginnt direkt im Anschluss. Die ersten Prognosen gibt es direkt danach - und zwar aufgrund der Exit Polls. Sogenannte Exit Polls sind Umfragen an den Wahllokalen. Hier werden die Wählerinnen und Wähler anonym befragt, wen sie jetzt und 2017 gewählt haben. Diese Exit-Polls-Prognosen geben meist schon eine erste Richtung vor.

Rund 15 Minuten nach dem Schließen der Wahllokale erwarten uns dann auch die ersten konkreten Hochrechnungen. Im Verlauf des Wahlabends werden die Hochrechnungen immer wieder aktualisiert und angepasst. Spätestens am Tag danach wird klar sein, wer die Bundestagswahl 2021 für sich entschieden hat.

Wie beantrage ich die Briefwahl?

Schon vor der Pandemie stand die Briefwahl hoch im Kurs, viele Menschen wollen sich nicht mehr den Wahltag blockieren. Mit der Pandemie rechnen Expertinnen und Experten mit einem weiteren Anstieg der Briefwahl-Anträge. Doch wie beantragt man eine Briefwahl?

In den Wochen vor der Bundestagswahl erhält jeder wahlberechtigte Bürger in Deutschland seine Wahlunterlagen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung können Sie die Briefwahl beantragen. Alternativ kann man sich auch im Wahlamt der eigenen Gemeinde melden oder die Briefwahl online auf der Internetseite der eigenen Stadt beantragen. Wichtig: Der Briefwahlantrag muss bis zum 24. September um 18:00 Uhr im Wahlamt beantragt sein.

Und bis kann ich die Briefwahlunterlagen abgeben?

Sobald Sie die Briefwahlunterlagen erhalten haben, muss der Brief bis zum 26. September um 18:00 Uhr beim Wahlamt eingehen. Das heißt: Wer seinen Brief mit der Post verschickt, sollte ihn auch frühzeitig einwerfen.

Welche Parteien stehen bei der Bundestagswahl zur Wahl?

Wenn Sie bislang noch nichts von der Tierschutzpartei gehört haben, ist das kein Wunder: Diese Partei steht zwar auf dem Wahlzettel, gehört aber wie so viele andere nicht zu den etablierten Parteien in Deutschland. Bei der Bundestagswahl 2017 standen 42 Parteien zur Wahl, auch die Tierschützer waren mit dabei. 2013 waren es übrigens nur 34. Zu den bekanntesten und - im Volksmund etablierten - Parteien zählen sieben Parteien. Ihr Kriterium: Sie sind laufend im Bundestag vertreten oder stellen mit mindestens fünf Abgeordneten eine Position im Landtag.

Zu den etablierten Parteien zählen:

  • CDU/CSU
  • SPD
  • Die Grünen
  • Die Linke
  • FDP
  • AFD

Wer sind die Spitzenkandidat:innen der Parteien?

Es sind noch gut fünf Monate bis zur Bundestagswahl, doch im politischen Deutschland hat der Wahlkampf begonnen. Angela Merkel wird ihr Amt im September abgeben. Eine neue Bundeskanzlerin oder ein neuer Bundeskanzler wird folgen. Doch wer soll’s am Ende machen? Hier kommen die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Parteien.

CDU/CSU:

Armin Laschet lieferte sich mit Bayerns Ministerpräsident einen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur. Am Ende ging der 60-Jährige als Sieger hervor. Laschet, der seit 2017 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen ist, soll nun auf Angela Merkel nachfolgen. Wenn es nach CDU/CSU geht. Der Nordrhein-Westfale gilt in der CDU als liberal. Seine Schwerpunkte liegen bei der Inneren Sicherheit sowie Bildung. Was er bereits in seinem Bundesland umsetzte, will er künftig auch in der Bundespolitik tun.

SPD:

Die SPD schickt Olaf Scholz als Bundeskanzler-Kandidat ins Rennen. Um sich frühzeitig für das Kanzleramt zu bewerben, kürten die Sozialdemokraten Olaf Scholz schon im vergangenen Jahr zu ihrem Spitzenkandidaten. Seit Dezember 2001 ist Scholz Mitglied im Parteivorstand der SPD. Nach Rollen als Generalsekretär, Hamburgs Bürgermeister sowie stellvertretender Parteivorsitzender der SPD wurde er 2018 Bundesminister für Finanzen und Vizekanzler. Der nächste Schritt wäre also das Kanzleramt.

Die Grünen:

Bündnis 90/Die Grünen kamen der CDU/CSU zuvor und verkündeten ihre Kanzlerkandidatin noch am Vormittag des selben Tages: Annalena Baerbock soll’s machen. Ihr Kollege Robert Habeck verzichtet diesmal und unterstützt seine weibliche Partnerin. Und das ist eine gute Entscheidung - glaubt man den aktuellen Umfragewerten, die noch nie so gut waren für die Grünen. Die studierte Politikwissenschaftlerin war erst Landesvorsitzende der Grünen in Brandenburg, bevor sie 2013 als Abgeordnete in den Bundestag einzog. Ihre Hauptanliegen: Der Klimaschutz und Kinder und Familien.

FDP:

Seit 2017 sitzt die FDP nach ihrem Wahldebakel in der vorangegangenen Bundestagswahl wieder im Bundestag - und das verdankt sie mitunter ihrem charismatischen Aushängeschild Christian Lindner. Auch diesmal wird die FDP Lindner wohl wieder in den Rang schicken. Sein neuestes Anliegen: Der Klimaschutz. Mal sehen, ob die Liberalen damit eine Chance haben.

Die Linke:

Die Linke hält sich noch bedeckt, wen sie ins Rennen schicken will um eine mögliche Kanzlerkandidatur. Die Parteivorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow gelt als weibliche Doppelspitze und mögliche Spitzenkandidatinnen. Auch eine mögliche Kombination: Die beiden Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch und Amira Mohamed-Ali.

AfD:

2017 zog die Alternative für Deutschland (AfD) in den Bundestag ein. Mit einem Wahlergebnis von 12,6 Prozent schaffte sie es sogar vor die FDP und ist damit die stärkste Oppositionskraft. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist mit der AfD erstmals wieder eine Partei im Bundestag, die sich inhaltlich sehr stark rechts von CDU/CSU positioniert. Noch ist unklar, mit welchen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten die AfD in den Wahlkampf geht. Zur Auswahl stehen Fraktionschefin Alice Weidel, AfD-Bundesfraktionsvorsitzender Tino Chrupalla oder Beisitzerin Joana Cotar. Möglich ist auch eine Doppelspitze aus Jörg Meuthen und Joana Cotar oder Tino Chrupalla.

Wie sind die aktuellen Umfragen?

Noch ist völlig ungewiss, wer im September die Wahl für sich entscheiden kann. Meinungsumfragen zeichnen aber derzeit schon ein aktuelles Bild.

Verwendete Quellen:

  • Offizielle Internetseite der Bundestagswahl 2021
  • Wahlrecht.de: Sonntagsfrage Bundestagswahl
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Laschet soll für CDU und CSU als Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl im September antreten. Das entschied der Bundesvorstand der CDU nach mehr als sechsstündigen Beratungen des Führungsgremiums in Berlin.