Bundestagswahl 2017: Ergebnis und Regierungsbildung

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand am 24. September 2017 statt. Demnach bleiben CDU/CSU stärkste Kraft, die SPD sinkt auf fast 20,5 Prozent und die AfD wird drittstärkste Kraft. Die FDP zieht mit 10,7 Prozent wieder in den Bundestag ein. Die Grüne kommen auf 8,9 Prozent und die Linke auf 92, Prozentpunkte. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat das gute Wahlergebnis seiner Partei als Kampfansage an die künftige Bundesregierung gewertet. "Sie kann sich warm anziehen. Wir werden sie jagen", sagte er am Sonntagabend in Berlin. Das Land rückt nach rechts, urteilt die Presse. Frauke Petry will nicht in die AfD-Fraktion im Bundestag. Horst Seehofer stellt unterdessen die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU in Frage. Hier finden Sie Informationen zum Wahlprogramm der AfD und was die Partei plant. Aktuelle News nach der Bundestagswahl 2017 im Live-Ticker. Die SPD-Spitze hat sich nach dem historischen Absturz einmütig dafür ausgesprochen, in die Opposition gehen. "Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen." Die CSU von Parteichef Horst Seehofer stürzte am Sonntag auf 38,5 Prozent ab - nach 49,3 Prozent vor vier Jahren. Bundestagswahl 2017: Aktuelle Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse - Koalitionsrechner, Ergebnisse nach Wahlkreisen.

Verschwörungsvokabeln, skandalisierende Wörter, Begriffe mit NS-Bezügen, aggressiver Ton und starke Feindbilder: Experten sehen viele Besonderheiten in der Sprache der AfD, die viel über die Partei aussagt. 

Die Amtszeit der aktuellen Regierung Merkel endet am Dienstag. Die neue Regierung steht noch nicht. Was nun?

Wenn ganz unterschiedliche Parteien zusammenfinden wollen, braucht es Menschen, bei denen die Chemie stimmt. In der Regel sind sie es, die Lösungen finden, wenn es hakt. Wie sieht das bei den Jamaikanern aus? Ein Einblick ins Beziehungsgeflecht.

Die erste Runde der Jamaika-Sondierungen ist wohl in ganz guter Atmosphäre verlaufen. Trotz einiger Nickeligkeiten. Die ersten hohen Hürden kommen nächsten Dienstag.

Fast vier Wochen hat sich die Kanzlerin Zeit gelassen. Nun heißt es für die Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen: Leinen los Richtung Jamaika. Es dürfte auch knirschen in den nächsten Wochen.

Jamaika wirft Schatten bis nach Brüssel. Die Kanzlerin bittet um Geduld. Sie bleibt ihrer pragmatischen Politik in Europa treu. Und nach dem französischen Präsidenten Macron schiebt sich eine zweite jugendliche Erscheinung in den Vordergrund.

Es kann losgehen. Knapp vier Wochen nach der Bundestagswahl sitzen Union, FDP und Grüne am Freitag erstmals gemeinsam an einem Tisch, um die Möglichkeit einer Jamaika-Koalition auszuloten. Themen und Reihenfolge zeichnen sich bereits ab.

Was macht bloß die FDP? Am Tag zwei der Sondierungen keilt die Parteiführung gegen die potenziellen Jamaika-Koalitionspartner. Kalkül oder unbedacht?

Am Donnerstag kommen die beiden kleineren potenziellen Jamaika-Partner FDP und Grüne zu einem ersten Meinungsaustausch.

Konjunktur und Job-Motor brummen, die Steuereinnahmen sprudeln. Das künftige Regierungsbündnis kann dennoch nicht aus dem Vollen schöpfen, um üppige Wahlversprechen zu finanzieren.

Sie müssen sich erst noch aneinander gewöhnen. CDU, CSU, FDP und Grüne suchen dreieinhalb Wochen nach der Wahl nach Gemeinsamkeiten. Das ist erwartungsgemäß schwierig - nicht nur für CSU und Grüne.

Ein Anfang ist gemacht: Union und FDP geben sich optimistisch, von einem "guten Gefühl" ist die Rede. Als deutlich komplizierter gilt die Jamaika-Sondierung von CDU und CSU mit den Grünen.

Ein Bündnis aus Union, FDP und Grünen müsste tiefe ideologische Gräben überbrücken. Wo es schwierig werden dürfte – und wo die Parteien sich einigen könnten.

Niemand wollte eine Jamaika-Koalition, das haben Union, FDP und Grüne in den vergangene Wochen zigmal betont. Aber jetzt müssen sie nun mal versuchen, zusammenzufinden. CSU-Chef Seehofer und die Grünen schauen sich schon mal in die Augen. Für alle steht viel auf dem Spiel.

Wochenlang haben Union, FDP und Grüne übereinander gesprochen, ab Mittwoch reden sie miteinander über ein Regierungsbündnis namens Jamaika. Vor dem Start gibt es Hoffnungen, Warnungen, Skepsis und Misstrauen. Klar ist, dass die Gespräche schwierig werden.

Durchstechereien, Drohungen und Demütigungen dominierten das Bild der Linken zum Start in die neue Legislaturperiode. Doch am Ende ringen sie sich zu einem Kompromiss durch - die alten Fraktionschefs sind auch die neuen.

Seit Wochen redet Deutschland über eine Jamaika-Koalition. Am Mittwoch beginnen die Gespräche zwischen Union, FDP und Grünen endlich offiziell. Erst sondieren, dann verhandeln: So soll die neue Regierung entstehen.

Merkel und Seehofer finden sie wichtig, auch Grüne und FDP wollen sie anpacken: die sozialen Probleme in Deutschland. Jamaika will nach vorn rücken, was die Menschen bedrückt - trotz immenser Unterschiede.

Wagenknecht, Bartsch, Kipping und Riexinger - in der Führungsriege der Linken geht es nicht gerade harmonisch zu. Der Burgfrieden des Wahlkampfs ist dahin. Sorgen um die Stammwähler sind groß.

Rente, Pflege, Gesundheit, Mieten: Vor den Sondierungsgesprächen erhöhen Sozialverbände und Gewerkschaften den Druck - vor allem auf die FDP. Die erklärt, was sie ändern will.

Zwei Tage vor ersten Sondierungsgesprächen im Bund hat FDP-Vize Wolfgang Kubicki rote Linien deutlich gemacht.

Fifty-Fifty - höher kalkuliert FDP-Vize Kubicki die Jamaika-Chance im Bund nicht. Besonders bei den Grünen sieht der Kieler Fraktionschef Probleme. Eine Regierungsbildung kommt für ihn nicht mehr in diesem Jahr in Betracht.

Kommende Woche beginnt es endlich offiziell, das Tauziehen um eine Jamaika-Koalition. Die Balance zwischen Abgrenzung und Brückenbauen ist dabei für alle Parteien wichtig. Kurz vor Gesprächsbeginn gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Der Einzug der AfD mischt das Parlament auf. Die FDP will nicht neben den Rechtspopulisten sitzen. Doch vorerst wird es doch so kommen.

Auch aus der CSU in der Landeshauptstadt München kommen inzwischen Rücktrittsforderungen an Parteichef Seehofer. Der hat dafür aber wegen der Jamaika-Verhandlungen eigentlich gar keine Zeit. Oder ist das gar sein Plan?

Über Jahre stritten CDU und CSU erbittert über eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen. Nun haben sie einen "Kompromiss" vereinbart, den jede Seite anders deutet. Was bedeutet die Zahl 200.000 denn nun? Und wie würde eine Beispielrechnung aussehen?

Zuwanderung begrenzen - aber wie? Die Union hat sich auf einen Kompromiss geeinigt. Die CSU feiert ihn als "Obergrenze". Die Grünen sind verschnupft. Kanzlerin Angela Merkel nennt zudem das Datum für die ersten Sondierungsgespräche.

Leicht haben es sich CDU und CSU nicht gemacht bei der Suche nach einem Weg in der Zuwanderungspolitik. Mit ihrem Kompromiss haben sie noch längst nicht alle Fragen beantwortet.

CDU und CSU haben am Sonntagabend den Streit um eine Obergrenze für Flüchtlinge beigelegt.

Die Union räumt mit einer Lösung im Obergrenzen-Streit das größte Hindernis für Jamaika-Verhandlungen aus dem Weg. Ob die Grünen begeistert sind?

Es ist die Lösung eines langen, quälenden Streits: CDU und CSU haben sich im Streit um die Flüchtlingspolitik geeinigt. Das soll nun den Weg nach Jamaika ebnen.

Wenn Schwestern sich streiten: CDU und CSU suchen nach der Wahlschlappe für die Union einen gemeinsamen Kurs für die Zukunft. Wie weit der in die konservative Richtung einschlägt, ist offen. Fest steht aber: Eine Einigung ist alles anderes als einfach. Und der Krisengipfel dürfte lange dauern.

Charme-Offensive statt Nazi-Beschimpfungen: Die türkische Regierung scheint ernsthaft um Annäherung an Deutschland bemüht zu sein. Es bahnt sich aber ein neues Problem an. Der nächste Bundesaußenminister könnte jemand sein, der Erdogan "Diktator" und "Geiselnehmer" nennt.

Schaffen sie einen Durchbruch? Gibt es einen Formelkompromiss? Bevor CDU und CSU Gespräche mit FDP und Grünen aufnehmen, müssen sie sich erst einmal untereinander einigen. Die CSU kommt mit klaren Vorgaben - und fordert vor allem eine Sache.

Cem Özdemir gilt als heißer Kandidat für das Außenamt in einer möglichen Jamaika-Koalition. Das stößt in der Erdogan-Partei AKP auf Kritik. Özdemir gilt als Gegner des türkischen Präsidenten - und hat ihn "AKP-Diktator und "Geiselnehmer" genannt. 

Nach der Wahlschlappe der Union bekommt die Kanzlerin in Dresden den Frust der Parteijugend zu spüren. An ihrem Stuhl sägen wollen aber nur wenige. Merkel weicht keinen Millimeter von ihren Positionen ab.

Die Kanzlerin ebnet den Weg zu Jamaika: Sie will Gespräche mit FDP und Grünen, sie will das Bündnis. Die Parteibasis soll dabei auch mitreden dürfen.

Die Kanzlerin hat ein ungemütliches Wochenende vor sich: Am Samstag muss sie sich für die Wahlschlappe vor der enttäuschten Parteijugend rechtfertigen. Pegida-Anhänger wollen sie in Dresden in Empfang nehmen. Die wirklich knifflige Begegnung kommt dabei erst am Sonntag.

Die FDP erhöht noch vor den ersten Sondierungsgesprächen den Druck auf die Union. Die müsse erst einmal eine gemeinsame Linie finden. Zudem lehnen die Liberalen zwei Forderungen der CSU ab. 

Horst Seehofer zieht vor dem Treffen mit der CDU am Sonntag eine rote Linie - die auch seine eigene politische Zukunft betreffen könnte. Wenn es keine Lösung zur Obergrenze gebe, könne er nicht nach Bayern zurückkommen, fürchtet er.

In einer ausführlichen Studie hat die Bertelsmann-Stiftung die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 genau unter die Lupe genommen. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur großen Wahlanalyse.

Bei der Bundestagswahl schauten viele auf das Abschneiden der AfD. Laut einer neuen Studie gab es in der bürgerlichen Mitte die größten Verschiebungen - und eine neue Konfliktlinie.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen. 

Rechte Flanke schließen oder so schnell wie möglich den unionsinternen Streit beilegen? CSU und CDU wollen am Sonntag eine gemeinsame Linie für mögliche Gespräche mit FDP und Grünen finden. CDU-Fraktionschef Kauder warnt im Vorfeld vor einer Kurskorrektur.

Rund 25 Prozent der Deutschen sind mit dem Ergebnis der Bundestagswahl so unzufrieden, dass sie neu wählen wollen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. 

Gespannt schauen die Parteien auf die Niedersachsen-Wahl am übernächsten Sonntag: Der angeschlagene SPD-Chef Schulz braucht dringend einen Erfolg. Taugt er noch als Zugpferd?

Vor der ersten Sitzung des neuen Bundestages ist Stühlerücken angesagt. Die Sitzordnung für die 709 Abgeordneten im Plenarsaal ist aber mehr als ein bloßes Raumproblem: Wer sitzt künftig halbrechts neben der AfD und welche Partei in der Mitte des Plenums?

Rote Linien war gestern. Heute heißt es: Was geht? Der designierte Bundestagspräsident Schäuble ist zuversichtlich, dass was geht. FDP und Grüne hatten erste Kontakte.

Bundestagswahl 2017: Bisher gibt es 14 Ministerien plus Kanzleramtsminister. Und vier "Jamaika"-Partner. Die CDU hält es für plausibel, dass die kleineren Partner von FDP, Grünen und CSU je drei Ministersessel besetzen. Wer landet wo?

Nach Frauke Petry will offenbar ein weiterer Bundestagsabgeordneter der AfD die Fraktion verlassen: Mario Mieruch aus Nordrhein-Westfalen.