Martin Schulz

Martin Schulz ‐ Steckbrief

Name Martin Schulz
Beruf Politiker, Mitglied des Bundestages, EU-Abgeordneter, Bürgermeister, Unternehmer
Geburtstag
Sternzeichen Schütze
Geburtsort Hehlrath (heute Eschweiler / Nordrhein-Westfalen)
Staatsangehörigkeit Bundesrepublik Deutschland
Familienstand verheiratet
Geschlecht männlich
Links martinschulz.spd.de/

Martin Schulz ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Der politische Diskurs begleitet Martin Schulz schon seit seiner Kindheit.

In dem Wohnhaus der Familie im nordrhein-westfälischen Würselen wurde aufgrund der unterschiedlichen Gesinnungen seiner Bewohner heiß diskutiert. Denn: Der Vater des späteren Politikers war Polizist mit sozialdemokratischem Background, seine Mutter eines der Gründungsmitglieder des Ortsverbands der CDU. Statt sich schon in der Jugend mit schulischen Bestleistungen für die spätere Politikerkarriere vorzubereiten, verbrachte Schulz seine Freizeit lieber auf dem Fußballplatz. "Mir war die westdeutsche Vizemeisterschaft (...) wichtiger als eine Mathearbeit", gesteht Schulz Jahrzehnte später in einem Interview mit "focus.de". Aber der Traum von der Profikarriere wurde von einem Meniskusriss abrupt beendet.

Zwar ohne Abitur, aber mit Mittlerer Reife in der Tasche, verließ Schulz die Schule und griff Mitte der 1970er-Jahre immer häufiger zum Alkohol. Über diese Phase spricht er heute offen: "Irgendwann sagte ich mir: Entweder mache ich einen radikalen Schnitt oder ich gehe kaputt. Ich wollte mein Leben nicht wegwerfen.“ Anfang der 80er-Jahre ordnete der damalige Jungsozialist der SPD sein Leben neu. Einer Ausbildung zum Buchhändler folgte eine eigene Buchhandlung. Dank eines ausgeprägten rhetorischen Geschicks bei den Jusos nahm auch die politische Karriere Fahrt auf. 1987 wurde Schulz Bürgermeister von Würselen und bekleidete das Amt bis 1998. Ab 1994 saß er zusätzlich im Europäischen Parlament. Mit der Europawahl 2004 übernahm Schulz den Vorsitz der Sozialistischen Fraktion, 2012 die Rolle des Präsidenten im EU-Parlament.

Im November 2016 kündigte Martin Schulz seinen Rückzug aus dem EU-Parlament und den Wechsel in die Bundespolitik an. Danach wurde er als möglicher Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2017 gehandelt, bis er laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" Ende Dezember 2016 selbst erklärte, nicht antreten zu wollen. Überraschend verzichtete dann der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel im Januar 2017 auf die Kanzlerkandidatur und machte den Weg für Martin Schulz frei. Schulz wurde am 19. März einstimmig zum Kanzlerkandidaten und mit 100 Prozent der Stimmen zum SPD-Vorsitzenden gewählt.

Bei der Bundestagswahl im September 2017 erreichte die SPD mit enttäuschenden 20,5% der Stimmen und einem Minus von 5,2 Prozent im Vergleich zur Wahl 2013 ihr bislang schlechtestes Bundestagswahlergebnis. Noch am Wahlabend kündigte Schulz an, dass die SPD nicht für eine erneute Große Koalition zur Verfügung stehe, sondern als stärkste Oppositionspartei agieren werde. Nach dem Scheitern der Verhandlungen für eine Jamaika-Koalition führte die SPD doch Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU. Nach Abschluss der Gespräche und noch vor der Befragung der SPD-Mitglieder teilte Schulz mit, er wolle auf den SPD-Vorsitz verzichten, aber - entgegen früherer Ankündigungen, nicht in ein Kabinett Merkel einzutreten - das Amt als Außenminister übernehmen. Nur zwei Tage später verkündet der Noch-SPD-Vorsitzende seinen Rückzug. Wegen möglicher negativer Auswirkungen auf das Mitgliedervotum verzichtet er auf ein Ministeramt. Sein Amt als SPD-Vorsitzender übernahm kommissarisch der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz.

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Anne Will diskutierte mit ihren Gästen darüber, ob Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Chefin für einen Neustart der CDU ausreicht. Unter den Gästen: Kramp-Karrenbauer.

Plötzlich war der weiße Sessel im TV-Studio leer - und Martin Schulz weg. Nach einem Einspieler zur Parteitagsrede der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD-Sendung "Anne Will" zeigte die Kamera bei Minute 49:30, dass der frühere SPD-Chef fehlte. 

Die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden ist so spannend wie nie: Erstmals seit 1971 steht mehr als ein Kandidat zur Auswahl. Nicht nur CDU-Anhänger warten gespannt auf den Ausgang der Wahl: Wer neuer Chef der Christdemokraten wird, beeinflusst auch die Zukunft der anderen Parteien.

Was für ein Geschäft! Der 1. FC Köln hat Stürmer Anthony Modeste aus China zurückgeholt - ablösefrei. 2017 hatten die Rheinländer eine stattliche Summe für den Torjäger bekommen. Doch es droht juristischer Ärger. Sollte der Wechsel am Ende tatsächlich klappen, müssen sich alle bei einem bedanken.

Friedrich Merz elektrisiert derzeit die CDU. Im Dezember könnte er zum Vorsitzenden gewählt werden - obwohl er seit zehn Jahren politisch nicht mehr groß in Erscheinung getreten ist. Teile der Christdemokraten erhoffen sich aber eine konservative Kurskorrektur von dem Ex-Fraktionsvorsitzenden. Doch sowohl Parteifreunde als auch Experten sehen das kritisch. Einer vergleicht den Hype sogar mit dem tief gefallenen Martin Schulz.

Vize-Kanzler, Ministerpräsident, Bundesminister, Parteichef. Sigmar Gabriel war ein großer Politiker. Heute ist er nur noch einfacher Bundestagsabgeordneter. Tut ihm das gut oder plant er sein Comeback?

Auch Anne Will diskutierte mit ihren Gästen über den umstrittenen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen. Bis auf CDU-Parlamentarier Paul Ziemiak waren sich alle einig: Maaßens Tage im Amt sind gezählt.

Bei der Generaldebatte im Bundestag hat SPD-Politiker Martin Schulz Alexander Gauland hart attackiert. Der AfD-Chef gehöre auf den "Misthaufen" der deutschen Geschichte.

Die SPD ackert und rackert in der großen Koalition – doch auch ein halbes Jahr nach deren Start geht es für die Partei einfach nicht bergauf. Im Gegenteil: In jüngsten Umfragen werden die Sozialdemokraten von AfD und Grünen überholt. Der Druck auf Parteichefin Nahles wächst.

Die ungleiche Verteilung des Vermögens nagt an Deutschland. Schuld an dieser Fehlentwicklung ist die Politik, sagt der Soziologe Michael Hartmann und warnt vor einem gefährlichen Teufelskreis aus Frust, Nichtwählen und noch mehr Frust angesichts der Zuspitzung der Verhältnisse.  

Der frühere SPD-Chef Martin Schulz hält die von der Union angestrebte Schaffung von Transitzentren für Flüchtlinge an der Grenze zu Österreich für übertrieben. 

Die SPD stellt nach dem Kompromiss im Asylstreit zwischen CDU und CSU erste inhaltliche Bedingungen. Zudem kritisieren die Sozialdemokraten den Begriff der Transitzentren. Und auch die Anfeindungen zwischen CDU und CSU in den vergangenen Tagen sind nicht vergessen.

Im Asylstreit steht die Union von CDU und CSU auf dem Spiel und damit die gesamte Regierungskoalition. Zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer tobt ein Machtkampf, den Merkel nur mit Wohlwollen der Nachbarländer gewinnen kann. Doch auch hier ist die Lage vertrackt. Das Thema Migrationspolitik ist also reichlich aufgeladen. Umso positiver überrascht die unaufgeregte Diskussion bei "Maybrit Illner". 

Volkspartei ohne Volk, diffuser Kurs, ein riesiges Kommunikationsdefizit - die SPD hat eine umfassende Analyse zum Wahldebakel 2017 in Auftrag gegeben - und Parteichefin Andrea Nahles kündigt nun Konsequenzen an.

Zuletzt war es ruhig um Fast-Außenminister Martin Schulz. Die Aktionen des neuen US-Botschafters und Donald-Trump-Vertrauten machen den SPD-Mann fassungslos - er setzt auf eine kurze Episode. Die Linke fordert den sofortigen Rausschmiss von Richard Grenell.

Der frühere SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz könnte bei den Sozialdemokraten ein Comeback auf großer Bühne feiern. Michael Müller hat sich für Schulz als Spitzenkandidaten für die Europawahl ausgesprochen.

Nur ein wenig mehr als 66 Prozent: Schlechter hätte der Start für Andrea Nahles als erste Frau an der Spitze der SPD kaum sein können. Ihre Wahl wird zum Ventil für Ärger über "die da oben" und die große Koalition. Der Vorteil: Sie hat nun nichts zu verlieren.

Heute will Andrea Nahles zur ersten SPD-Vorsitzenden gewählt werden. Ihrer Konkurrenz auf dem Parteitag werden kaum Chancen eingeräumt. Der Werdegang einer Sozialdemokratin, die nie um einen Spruch verlegen war.

Andrea Nahles soll Olaf Scholz an der Spitze der SPD ablösen. Ist sie geeignet für dieses Amt?

Es war ein beispielloser Absturz. Martin Schulz hat für die SPD die große Koalition ausgehandelt. Heute sitzt er als einfacher Abgeordneter im Bundestag. Und sagt, dass er viel früher hätte zurücktreten müssen. Seiner Partei bescheinigt er Gnadenlosigkeit.

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat im Rückblick schwere Fehler eingeräumt, sieht sich aber zugleich als Sündenbock seiner Partei.

Es hätte besser laufen können, aber es war ein Tag mit vielen interessanten Signalen. Als Angela Merkel im Bundestag zum vierten Mal zur Kanzlerin gewählt wird, klatscht erstmals auch ihr Gatte Joachim Sauer Beifall. Doch ein strahlender Sieg ist es nicht.

Angela Merkel soll zum vierten Mal zur Regierungschefin gewählt werden. Das könnte noch scheitern - jedoch nur theoretisch. Alles Wissenswerte rund um die heutige Wahl.

Über Monate wurde Deutschland nur geschäftsführend regiert - jetzt soll es dafür umso schneller gehen mit umfassenden Reformen. Eine harte Linie will Horst Seehofer fahren.

Bei der Wahl der Kanzlerin will auch ihr ehemaligen Kontrahent von der SPD dabei sein. Die Erwartungen an die GroKo sind groß.