• 06:00 Uhr: Not wächst wegen Corona rasant: UN brauchen Milliarden
  • 05:45 Uhr: 13.604 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau
  • 05:00 Uhr: Mediziner: Weitere Forschung an Corona-Medikamenten nötig

Coronavirus-Live-Ticker hier aktualisieren

Top-News: Mediziner fordert: Weitere Forschung an Corona-Medikamenten nötig

Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing.

05:00 Uhr: Trotz hoffnungsvoller Berichte über eine nahe Impfung gegen das Coronavirus mahnt der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner zur weiteren intensiven Forschung an Medikamenten. "Was wir bisher von den Impfstoffen gehört haben, klingt sehr, sehr gut. Von daher bin ich zuversichtlich", sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, der im Januar die ersten Corona-Patienten Deutschlands behandelt hatte.

Um eine künstliche Herdenimmunität über die Impfung zu erreichen, müssten aber 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sein - das werde bis weit ins Jahr 2021, vielleicht sogar bis Anfang 2022 dauern. "Bis dahin werden wir die Patienten medizinisch versorgen müssen", sagte Wendtner. "Deswegen gilt nicht entweder oder, sondern sowohl als auch: Die Medikamentenforschung ist nach wie vor wichtig."

Bisher gibt es kaum ein Medikament, das die COVID-19-Erkrankung wirksam bekämpft. Am häufigsten und effektivsten werden derzeit Kortison-Präparate eingesetzt, alle voran Dexamethason. Dieses Präparat spiele in der Spätphase der Krankheit eine Rolle, um überschießende Entzündungsreaktionen durch COVID-19 zu verhindern, sagte Wendtner.

Alle weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Not wächst wegen Corona rasant: UN brauchen Milliarden

06:00 Uhr: Katastrophen, Konflikte, Klimawandel und jetzt auch noch das Coronavirus haben Millionen Menschen ins Elend gestürzt. Es drohten sogar Hungersnöte, nachdem man gedacht habe, solche Katastrophen würden endgültig der Vergangenheit angehören, warnte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.

Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass im nächsten Jahr mehr Menschen Hilfe und Unterstützung brauchen als je zuvor: Insgesamt 235 Millionen Menschen, ein Anstieg von 40 Prozent innerhalb eines Jahres. Vor einem Jahr waren es 168 Millionen, im Jahr davor 146 Millionen Menschen.

Das UN-Nothilfebüro (OCHA) macht die Tragweite der Not mit einem Vergleich anschaulich: Wenn alle Notleidenden in einem Land lebten, wäre dies nach Einwohnern der fünftgrößte Land der Welt. Es hätte mehr als zweieinhalb mal so viele Einwohner wie Deutschland.

13.604 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

05:45 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.604 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 13.554 ähnlich viele Fälle, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht.

Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 388 neue Todesfälle gemeldet worden. Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 410 Todesfällen wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg am Dienstag auf 16.636.

"Wirtschaftsweiser": Länder sollten Hälfte der Corona-Hilfen zahlen

01:01 Uhr: Der Vorsitzende der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, fordert eine stärkere Beteiligung der Bundesländer an den Corona-Hilfen. "Bund und Länder sollten sich diese Belastungen hälftig teilen", sagte Feld den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Eine Finanzierung über höhere Steuern lehnte er ab. "Steuererhöhungen verbieten sich in der Krise."

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, rief Bund und Länder im Streit um die Kostenverteilung dazu auf, sich zusammenzureißen: "Es kann nicht sein, dass die Hilfen am Ende im Föderalismus zerstückelt werden, weil sich einzelne Bundesländer die Zahlungen nicht leisten können und dort Betriebe unverschuldet pleitegehen", sagte sie der Funke-Mediengruppe.

Im November und Dezember unterstützt der Bund Unternehmen, die von den Schließungen und Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen sind, mit Zuschüssen von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat. Insgesamt sind dafür derzeit rund 30 Milliarden Euro veranschlagt. Vor allem die Gastronomie kommt dafür in Frage.

Alle Corona-Meldungen vom 30. November zum Nachlesen finden Sie hier

Mehr zum Coronavirus-Thema:

Mit Material von dpa, afp, sid und apa.

Corona-Pandemie in Deutschland: Mehr als eine Million Infizierter

In Deutschland ist die Marke von einer Million Corona-Infektionen überschritten worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.006.394 Covid-19-Fälle erfasst. Fotocredit: imago images / Seeliger​​​​​​​