• Von Casteels bis Lewandowski: Das ist unsere Elf der Saison der Bundesliga.
  • Überraschend nach Europa fährt nächste Saison Union Berlin.
  • Eine Saison als einziges Desaster erlebte der FC Schalke 04.

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Die Saison 2020/21 in der Bundesliga hatte einiges zu bieten. Insbesondere im Abstiegskampf ging es bis zum Saisonende heiß her. Darüber hinaus lieferten einige Spieler konstant gute Leistungen auf hohem Niveau, so zum Beispiel Robert Lewandowski, der mit zehn weiteren herausragenden Akteuren die Elf der Saison in der Bundesliga bildet.

Von Casteels bis Lewandowski: Die Bundesliga-Elf der Saison

Koen Casteels (Tor, VfL Wolfsburg): Der Belgier spielte eine sehr starke Saison und war stets ein sicherer Rückhalt für eine der besten Defensivreihen der Liga. Casteels spielte 14-mal zu null, lediglich Peter Gulacsi konnte da mithalten.

Ridle Baku (Abwehr, VfL Wolfsburg): Als Neuzugang startete Baku in die neue Saison beim VfL Wolfsburg. Dort überzeugte er sowohl als Rechtsverteidiger als auch als Offensivspieler.

Mats Hummels (Abwehr, Borussia Dortmund): Der 32-Jährige spielte eine extrem stabile Saison und verpasste lediglich eine Partie für den BVB. Mit seiner Ruhe, seinem guten Spielaufbau und fünf Saisontoren verdiente er sich auch eine Nominierung für die EM im Sommer.

Dayot Upamecano (Abwehr, RB Leipzig): Trotz kleiner Konstanzdellen spielte der Franzose eine sehr starke Saison. RB Leipzig hatte auch wegen Upamecano die beste Abwehr der gesamten Liga.

Joshua Kimmich (Mittelfeld, FC Bayern): Selbst eine Knieverletzung im Herbst und Winter trübte eine grandiose Saison von Kimmich nicht. Er war Dirigent, Initiator und Schaltzentrale beim Rekordmeister.

Marcel Sabitzer (Mittelfeld, RB Leipzig): Was für Kimmich gilt, gilt auch für Sabitzer. Er war Führungsspieler, ging voran und setzte defensiv wie offensiv zahlreiche Akzente.

Filip Kostic (Mittelfeld, Eintracht Frankfurt): Der Serbe war ein ständiger Antreiber bei den Hessen und bestach mit herausragenden Werten, offensiv wie defensiv. 14 Torvorlagen und darüber hinaus noch vier Tore sprechen eine klare Sprache.

Thomas Müller (Mittelfeld, FC Bayern): Mit elf Toren und 18 Torvorlagen spielte Thomas Müller eine sehr auffällige Saison für den FC Bayern. Er zeigte sich konstant in Hochform und kehrte nach diesen großartigen Leistungen ebenso wie Hummels in die Nationalelf zurück.

Jadon Sancho (Mittelfeld, Borussia Dortmund): Mit 21 Jahren aus einer schwierigen Saison noch eine sehr gute zu machen, zeugt von Qualität. Insbesondere in der Rückrunde war Sancho einer der Topspieler der Liga.

Andre Silva (Angriff, Eintracht Frankfurt): 28 Tore für die Hessen bedeuten einen absoluten Topwert für Andre Silva. Der Stürmer überragte in dieser Saison, bereitete zudem einige Treffer vor.

Robert Lewandowski (Angriff, FC Bayern): Die Saison von Robert Lewandowski in Worte zu fassen, ist kaum möglich. 41 Saisontore in 29 Spielen sind extrem beeindruckend und ein neuer Rekord in der Bundesliga.

Spieler des Jahres: Robert Lewandowski

"Ich habe keine Worte. Ich bin dankbar für meine Mannschaft", kommentierte Robert Lewandowski nach dem letzten Spieltag sein 41. Saisontor bei Sky. Natürlich profitierte der Pole von einer herausragenden Offensive beim FC Bayern, ohne eine eigene Topsaison hätte der Rekord von Gerd Müller aber niemals geknackt werden können. Selbst eine Verletzung im Endspurt und insgesamt fünf verpasste Spiele konnten den Angreifer nicht aufhalten.

Mit dem linken Fuß, mit dem Kopf, mit dem rechten Fuß: Robert Lewandowski trifft einfach, wie er will. Und der Stürmer war in der Saison 2020/21 nicht aufzuhalten, erzielte wichtige Tore, Doppel- und Dreierpacks. In einer Liga mit Stürmern wie Silva, Haaland, Kramaric oder Weghorst trotzdem noch deutlich hervorzustechen, ist eine große Leistung.

Robert Lewandowski, FC Bayern München, Arminia Bielefeld, Bundesliga, 2020/21
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Robert Lewandowski knackt Gerd Müllers magische Bestmarke aus der Saison 1971/72

Es erschien unmöglich, dass ein Stürmer in der Bundesliga jemals wieder 40 Treffer in einer Saison erzielt. 49 Jahre lang bissen sich die Nachfolger Gerd Müllers an dessen Bestmarke die Zähne aus. Weltfußballer Robert Lewandowski hat nun sogar 41 Tore geschossen - mit der Nummer neun auf dem Bayern-Trikot, so wie einst Müller.

Newcomer des Jahres: Maxence Lacroix

Jamal Musiala (FC Bayern) und Jude Bellingham (Borussia Dortmund) sind zwei der Shootingstars der Bundesliga. Doch der Newcomer der Saison 2020/21 spielt beim VfL Wolfsburg und heißt Maxence Lacroix. Für nur fünf Millionen Euro wechselte der Franzose im Sommer 2020 aus Sochaux nach Wolfsburg und schnell entpuppte sich dieser Transfer als Schnäppchen für die Niedersachsen.

Lacroix erarbeitete sich schnell einen Stammplatz und schaffte es, sich in der Mannschaft festzuspielen. Der junge Franzose besticht durch eine enorme Dynamik, ist sprintstark und löst viele Situationen sehr clever ohne Foulspiel. Darüber hinaus ist auch das Aufbauspiel von Lacroix sehr sauber. Teams wie Dortmund und Chelsea werden laut Sky bereits mit dem Spieler in Verbindung gebracht, das ist kein Zufall.

Überraschung des Jahres: Union Berlin

"Das zweite Jahr in der Bundesliga ist häufig das schwerste": So lautet ein vielzitierte Floskel im Fußball. Der FC Union aus Köpenick hat in dieser Saison unter Beweis gestellt, dass das nicht immer der Fall ist. Denn nach einer ersten guten Spielzeit mit dem Klassenerhalt entwickelte sich Union Berlin in nahezu allen relevanten Bereichen weiter.

Die Köpenicker spielten zielstrebiger, holten sich mit Max Kruse viel individuelle Qualität dazu und entwickelten sich auch fußballerisch sehr positiv. Union ärgerte viele große Klubs, beispielsweise gelang ein Sieg gegen Borussia Dortmund und zwei Remis gegen den FC Bayern. Am Ende qualifizierten sich die Köpenicker für die Conference League, den neuen europäischen Wettbewerb. Erwähnenswert ist natürlich auch der Klassenerhalt von Arminia Bielefeld.

Enttäuschung des Jahres: FC Schalke 04

Was war das für eine Saison, die der FC Schalke 04 miterleben musste? Mit einem 0:8 in München gegen den FC Bayern begann es und schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass es 2020/21 für die Königsblauen schwierig wird. Sportlich kam es zu einer Besserung, intern rumorte es und mit David Wagner, Manuel Baum, Huub Stevens, Christian Gross und Dimitrios Grammozis standen gleich fünf Cheftrainer an der Seitenlinie.

Doch die neuen Impulse sorgten nicht für die Rettung, auch Neuzugänge wie Kolasinac, Mustafi oder Huntelaar brachten Schalke 04 nicht in die Spur. Am Ende war der vorzeitige Abstieg die logische Konsequenz einer Saison, in der nahezu alles gegen Schalke lief. 16 Punkte am Ende der Saison ist die geringste Ausbeute seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.

Verwendete Quellen:

  • Bundesliga.de-Statistiken: Spieler
  • Neunzigplus: FC Bayern: Lewandowski nach Rekord: "Ich habe keine Worte"
  • Sky: Sky Info: Chelsea mit Interesse an Wolfsburgs Defensiv-Star
Sami Khedira, Hertha BSC, SC Freiburg, Bundesliga, 2020/21
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Abschiede: Ein Weltmeister hört auf - und ein anderer ist nicht mehr erwünscht

Es ist der Sommer, in dem auffallend viele Anführer ihren Jahren an der sportlichen Front Tribut zollen: Sami Khedira, die Bender-Zwillinge, die Dortmunder Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer. Andere, wie Jerome Boateng oder Gonzalo Castro, erhielten keinen neuen Vertrag mehr.