• Robert Lewandowski hat den Rekord von Gerd Müller eingestellt und damit Bundesliga-Geschichte geschrieben.
  • Durch seinen Treffer im letzten Spiel der Saison gegen den FC Augsburg in der 90. Minute hat der Stürmer des FC Bayern nun in einer Saison 41 Tore erzielt.
  • Bislang lag der Rekord von Gerd Müller bei 40 Toren.

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Die Meisterschale für den FC Bayern glänzte bereits vor dem Spiel in der Nachmittagssonne, die Torjägerkanone für Weltfußballer Robert Lewandowski stand ebenfalls bereit - und zur Feier des Tages überholte der unersättliche Vollstrecker vom Dienst in letzter Minute auch noch Gerd Müller: Mit seinem Saisontreffer Nummer 41 beim 5:2 (4:0) des Münchner Serienmeisters gegen den FC Augsburg verbesserte der Pole den 49 Jahre alten Rekord des "Bombers" (40 Tore).

Lewandowski trifft in der 90. Minute

Das Spiel war von Beginn an geprägt vom Bemühen Lewandowskis, den neuen Rekord aufzustellen. Unterstützt von seinen engagierten Mitspielern traf der Pole schließlich in der 90. Minute zum Endstand. Zuvor hatte er mehrfach seinen Meister im immer wieder hervorragend reagierenden Augsburger Schlussmann Rafal Gikiewicz gefunden. Dessen Teamkollege Daniel Caligiuri scheiterte in der 26. Minute mit einem Foulelfmeter am ebenfalls glänzend aufgelegten Manuel Neuer.

Robert Lewandowski, FC Bayern München, Arminia Bielefeld, Bundesliga, 2020/21
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Robert Lewandowski knackt Gerd Müllers magische Bestmarke aus der Saison 1971/72

Es erschien unmöglich, dass ein Stürmer in der Bundesliga jemals wieder 40 Treffer in einer Saison erzielt. 49 Jahre lang bissen sich die Nachfolger Gerd Müllers an dessen Bestmarke die Zähne aus. Weltfußballer Robert Lewandowski hat nun sogar 41 Tore geschossen - mit der Nummer neun auf dem Bayern-Trikot, so wie einst Müller.

Eröffnet wurde die Torjagd durch ein Eigentor von Augsburgs Kapitän Jeffrey Gouweleeuw (9.) - an der Hereingabe von Serge Gnabry war Lewandowski knapp vorbeigerutscht. Vor dem Treffer von Gnabry (23.) war der Pole erstmals an Gikiewicz gescheitert. Chancenlos war der Schlussmann beim abdrehenden Weitschuss des starken Joshua Kimmich (33.). Die weiteren Treffer erzeileten die starken Joshua Kimmich (33.) und Kinsley Coman (43.). Für die bereits geretteten Augsburger trafen Andre Hahn (67.) und Florian Niederlechner (72.).

Bemerkenswerte Randnotiz: Die aktuelle Mannschaft des FC Bayern war erst die dritte, die in jedem Bundesliga-Spiel mindestens einen Treffer erzielte. Dies war zuvor nur dem 1. FC Köln in der Saison 1963/64 gelungen - und dem FC Bayern zu Beginn seiner Serie von nunmehr neun deutschen Meisterschaften in der Spielzeit 2012/2013.

Emotionale Abschiede schon vor Anpfiff

Meistertrainer Hansi Flick, seine Assistenten Hermann Gerland und Miroslav Klose sowie David Alaba, Jerome Boateng und Javi Martinez wurden bereits vor dem Spiel verabschiedet - heftig beklatscht und bejubelt von den 250, weit verstreut sitzenden Zuschauern. Es war das erste Mal März 2020, dass in der Arena Besucher zugelassen waren - auch damals spielte der FC Bayern gegen den FC Augsburg.

"Manu hatte was vorbereitet, ich habe noch ein bisschen was zur Mannschaft gesagt und mich für die tolle, geile Zeit bedankt. Da geht eine gemeinsame Reise zu Ende, viele steigen in einen anderen Zug ein, aber das Leben geht weiter", sagte Flick vor dem Spiel bei Sky. Für Flick geht das Leben als Trainer aller Voraussicht nach als Bundestrainer weiter, es seien nur noch Kleinigkeiten mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu klären, hatte er bereits am Freitag verraten.

Alaba, Martinez und Boateng mit viel Jubel verabschiedet

Alaba, der nach Ablauf seines Vertrags wohl zu Real Madrid wechselt, spielte zum Abschluss seiner Zeit in München ebenso von Beginn an wie Boateng, dessen Zukunft nach zehn Jahren beim FC Bayern noch ungwiss ist. Der zweimalige Triple-Sieger Martinez, mit 40 Millionen Euro einst der teuerste Spieler der Bundesliga, wurde in der 60. Minute eingewechselt - für den umjubelten Boateng. In der 73. Minute wurde dann auch Alaba mit viel Applaus verabschiedet. (afp/dpa)

In ein älteren Version des Artikels wurde behauptet, der Rekord von Gerd Müller hätte 39 Jahre lang gehalten. Tatsächlich hatte Müller den Rekord 49 Jahre lang inne. Wir haben die Stelle entsprechend angepasst.