Vor der Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem am Montag kommt es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee: Die Entwicklungen des Tages in der Blog-Nachlese.

Das Wichtigste

Damit beenden wir unseren Live-Blog zur Eröffnung der US-Botschaft in Israel. Hier geht's zur aktuellen Zusammenfassung.

17:30 Uhr: Frankreich ruft Israel zur Zurückhaltung auf

Frankreich fordert Israel zu "Bedacht und Zurückhaltung beim Einsatz von Gewalt" auf.

Dieser müsse "strikt verhältnismäßig" sein, mahnt Außenminister Jean-Yves Le Drian. Frankreich erinnere an die Pflicht zum Schutz von Zivilisten, vor allem von Minderjährigen, und das Recht der Palästinenser, friedlich zu demonstrieren.

Im gleichen Atemzug kritisieren die Franzosen die Verlegung der US-Botschaft: "Diese Entscheidung verstößt gegen das internationale Recht und insbesondere gegen die Resolutionen des Sicherheitsrats und der Generalversammlung der Vereinten Nationen", betont Le Drian.

Der Status von Jerusalem müsse im Rahmen von Verhandlungen über die Lösung des Nahost-Konflikts geklärt werden.

16:54 Uhr: Rechte Schweizer Politiker sammeln Unterschriften für Botschaftsverlegung

Bei Schweizer Israel-Unterstützern werden nach der Eröffnung der US-Botschaft Rufe laut, man solle die Botschaft ebenfalls von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Die rechtskonservative Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) hat dazu Bundesrat und Parlament eine Petition mit rund 20.000 Unterschriften überreicht.

"Bereits seit 70 Jahren wird der Wille von Israel ignoriert, wonach Jerusalem dessen Hauptstadt ist. Auch von der Schweiz!", begründet die EDU den Schritt. Die Zeit sei gekommen, dass die "freundschaftlichen Beziehungen nicht mehr nur Lippenbekenntnis bleiben, sondern dass Taten folgen".

Auch im Parlament hat es bereits Vorstöße gegeben: So fordern etwa zwei Abgeordnete der rechtspopulistischen SVP eine Verlegung der Schweizer Botschaft. Der Bundesrat hat jedoch klargemacht, dass er dem Beispiel Trumps nicht folgen wird.

16:41 Uhr: Israel fliegt Luftangriffe auf Hamas im Gazastreifen

Israels Luftwaffe hat nach eigenen Angaben einen Angriff auf die im Gazastreifen angesiedelte radikalislamische Hamas geflogen.

Der Angriff habe sich gegen fünf Ziele im Norden von Gaza gerichtet, teilt die Armee via Twitter mit.

Israel wirft der Hamas vor, die Proteste zu Anschlagsversuchen an der Grenze zu missbrauchen. Die Hamas hatte im Vorfeld der Eröffnung der neuen US-Botschaft zu einem Massenprotest und zum Sturm auf die Grenze mit Israel aufgerufen.

16:33 Uhr: Guterres sieht "keinen Plan B zur Zwei-Staaten-Lösung"

UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigt sich angesichts der Gewalt im Nahen Osten besorgt.

Die Eskalation verdeutliche, dass es eine politische Lösung des Konflikts brauche. "Es gibt keinen Plan B zur Zwei-Staaten-Lösung", bekräftigt der UN-Chefdiplomat.

Laut Guterres ist das der einzige Weg, damit Israelis und Palästinenser in Frieden miteinander leben könnten.

16:21 Uhr: Jordanien und Ägypten verurteilen Gewalt in Gaza

Israels Nachbarn sehen die Eskalation der Proteste im Gazastreifen und im Westjordanland kritisch.

Es handle sich um "exzessive Gewalt gegen wehrlose palästinensische Menschen", sagt der jordanische Regierungssprecher Mohammed al-Momani. Dies sei ein "Verbrechen".

Das Außenministerium in Ägypten verurteilt die Bekämpfung "von unbewaffneten palästinensischen Zivilisten von den israelischen Besatzungstruppen".

16:09 Uhr: US-Regierung will sich weiter für Frieden im Nahen Osten einsetzen

Jared Kushner, ranghoher Mitarbeiter und Schwiegersohn des US-Präsidenten, hat bei der Eröffnungszeremonie bekräftigt, die US-Regierung werde sich weiter um ein Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern bemühen.

Die USA seien entschlossen, dabei zu helfen, "einen nachhaltigen Frieden zu schaffen". In Bezug auf die zeitgleichen tödlichen Proteste an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel sagte Kushner: "Diejenigen, die Gewalt provozieren, sind Teil des Problems, nicht Teil der Lösung."

Kushner gehört zu Trumps Team, das sich um eine Friedenslösung für den Nahen Osten bemühen soll.

15:46 Uhr: Donald Trump pocht auf Selbstbestimmung Israels

US-Präsident Donald Trump betont das Recht Israels auf die Bestimmung seiner Hauptstadt.

"Israel ist eine souveräne Nation mit dem Recht, seine Hauptstadt selbst zu bestimmen", sagte Trump am Montag in einer Videobotschaft, die bei den Feierlichkeiten ausgestrahlt wurde. "Wir haben in der Vergangenheit das Offensichtliche nicht anerkannt."

International ist der Schritt der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und den Sitz der Botschaft von Tel Aviv in die Heilige Stadt zu verlegen, höchst umstritten.

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Blutiger Montag im Gaza-Streifen: Viele Tote und Verletzte

Aus dem Gazastreifen kommen schockierende Bilder. Der Protest gegen die Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem am heutigen Montag ist eskaliert. Es gibt Dutzende Tote und rund 2.700 Verletzte.

15:34 Uhr: Für die USA "der nächste Schritt"

"Vor 70 Jahren hat David Ben Gurion die Unabhängigkeit (des Staates Israel, Anm.) erklärt", sagt US-Botschafter David Friedman bei der Eröffnung der Botschaft in Jerusalem.

"70 Jahre später gehen die Vereinigten Staaten endlich den nächsten Schritt." Dieser historische Moment sei "dem Mut einer Person" zu verdanken: US-Präsident Donald Trump.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach auf Facebook ebenfalls von "einem historischen Moment".

15:06 Uhr: US-Botschaft in Jerusalem ist offiziell eröffnet

Die USA haben am Montag ihre neue Botschaft in Jerusalem offiziell eröffnet. Botschafter David Friedman begrüßte rund 800 Gäste.

15:04 Uhr: Amerika laut Erdogan nun Teil des Problems im Nahen Osten

Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist Amerika nun nicht mehr Teil der Lösung des Nahostkonflikts, sondern Teil des Problems.

Washington habe seine "Rolle als Vermittler im Friedensprozess des Mittleren Ostens verwirkt und verloren".

Mit der Verlegung der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem trete Washington "das internationale Recht mit Füßen", sagt Erdogan.

Der türkische Regierungssprecher Bekir Bozdag spricht von einem "Massaker an den Palästinensern", an dem Israel und die USA die Schuld trügen.

14:50 Uhr: Arabische Liga beruft Dringlichkeitssitzung ein

Am Mittwoch kommt die Arabische Liga zusammen, um über den Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem zu beraten.

Das Treffen findet auf Wunsch des "Staates Palästina" statt, wie die panarabische Organisation mitteilt. Es soll darüber gesprochen werden, der "illegalen Entscheidung der USA" etwas entgegenzusetzen.

14:42 Uhr: Russland in Sorge wegen Botschaftsverlegung

Russland äußert sich besorgt über die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.

Der Schritt könne die Spannungen im Nahen Osten weiter verstärken, wird Kremlsprecher Dmitri Peskow von russischen Agenturen zitiert: "Wir haben diese Befürchtungen."

14:35 Uhr: Zahl der Toten steigt auf 37

Die Zahl der bei schweren Konfrontationen im Gazastreifen an der Grenze zu Israel getöteten Palästinenser ist am Montag auf 37 gestiegen.

Dies teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Es ist damit der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014.

14:32 Uhr: Palästinensischer Gesundheitsminister kritisiert "Massaker"

Der palästinensische Gesundheitsminister Dschawad Awad wirft Israel ein "Massaker an unbewaffneten Demonstranten" vor.

Bei den heutigen Unruhen anlässlich der Eröffnung der neuen US-Botschaft sind laut palästinensischen Angaben mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen.

Die Zahl der seit 30. März - dem Beginn der aktuellen Protestwelle im Gazastreifen - getöteten Palästinenser liegt damit bei 83.

14:27 Uhr: Donald Trump: "Ein großartiger Tag für Israel"

Zwar ist er selbst nicht bei der Eröffnung der US-Botschaft vor Ort, via Twitter meldet sich US-Präsident Donald Trump dennoch zu Wort: Es sei "ein großartiger Tag für Israel" und die Feiern hätten bereits begonnen.

14:18 Uhr: Die ersten Gäste treffen ein

Für 15:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist die Eröffnung der US-Botschaft angesetzt. Mittlerweile treffen die ersten Gäste am neuen Gebäude ein.

14:09 Uhr: Inzwischen 28 Tote und über 1.700 Verletzte

Die Zahl der getöteten Palästinenser ist inzwischen auf 28 gestiegen. Rund 1.700 weitere Menschen wurden zudem nach Angaben des örtlichen Gesundheitsministeriums verletzt, etwa die Hälfte durch Schüsse israelischer Soldaten.

Drei Palästinenser wurden nach Angaben der israelischen Armee bei dem Versuch getötet, an der Grenze einen Sprengsatz zu legen. Die Männer seien in der Nähe von Rafah erschossen worden, teilte das Militär bei Twitter mit.

Es ist damit der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014.

13:43 Uhr: Deutschland ruft zu Mäßigung auf

Die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem dürfe kein Anlass für Gewalt sein, sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin.

"Wir rufen an einem Tag wie heute alle dazu auf, das Recht auf friedliche Meinungsäußerung nicht zu missbrauchen", sagte sie. Gleichzeitig müsse Israel bei seinen Schutzmaßnahmen das Prinzip der Verhältnismäßigkeit wahren.

Deutschland setzt sich für eine einvernehmliche

13:17 Uhr: Feierlichkeiten bisher ungestört

Während ganz in der Nähe Menschen sterben, scheinen die Feierlichkeiten zur Eröffnung der US-Botschaft bisher nicht beeinträchtigt. Marc Zell, israelisch-amerikanischer Rechtsanwalt und Chef von "Republicans Overseas Israel", schreibt auf Twitter, die Atmosphäre sei "überglücklich". Ein Traum gehe in Erfüllung.

13:04 Uhr: Zahl der Todesopfer steigt weiter

Aktuellen Meldungen des palästinensischen Gesundheitsministeriums zufolge hat sich die Zahl der Toten auf 16 erhöht. Mehr als 500 Menschen seien verletzt worden.

12:54 Uhr: Israels Armee: "Sind auf verschiedene Szenarien vorbereitet"

Die israelische Armee sei "auf eine ganze Reihe von Szenarien" vorbereitet, teilt ein Sprecher der israelischen Armee via Twitter mit.

Die IDF werde mit Gewalt gegen "jedwede terroristische Aktivität" vorgehen, um Angriffe auf Israelis zu verhindern.

12:34 Uhr: Historiker Wolffsohn bezeichnet Verlegung von US-Botschaft als konsequent

Für den deutsch-israelischen Historiker Michael Wolffsohn ist die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem nur konsequent.

"Es tut mir leid oder eben nicht leid: Ohne das Anerkennen der Wirklichkeit kann man keine Politik machen", sagt Wolffsohn im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

"Das ist wie in der Medizin. Wenn sie mit einem Krebsgeschwür zum Arzt kommen und der ihnen Tabletten gegen Halsschmerzen gibt, werden sie das Krebsgeschwür nicht heilen können. Also konkret: Die Wirklichkeit der Wirklichkeit anerkennen, dann eine vernünftige Politik anpacken." Donald Trump tue genau das.

Wolffsohn war von 1981 bis 2012 Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München.

12:28 Uhr: Zahl der Todesopfer erhöht sich auf sieben

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums hat sich die Zahl der Toten und Verletzten drastisch erhöht.

Demnach wurden sieben Palästinenser im Gazastreifen bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten an der Grenze getötet. 512 seien verletzt worden, darunter auch ein Journalist.

12:19 Uhr: Nahost-Experte erwartet keinen "gewalttätigen Flächenbrand"

Trotz der bereits im Vorfeld angekündigten Massenproteste von Palästinensern sieht Nahost-Experte Marc Frings in der Auseinandersetzung kein extremes Eskalationspotenzial.

"Ich sehe nicht das Potenzial dafür, dass ein gewalttätiger Flächenbrand entsteht", sagt der Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah.

Der Fokus der Proteste werde auf dem Gazastreifen liegen. "Aber das passiert nicht wegen der Botschaft, sondern weil die Menschen das Gefühl haben, ihr Schicksal selber in die Hand nehmen zu müssen."

Als problematisch bezeichnet der Experte, dass "verschiedene Unruheherde" gemeinsam ihren Höhepunkt fänden: die Verlegung der der US-Botschaft, der Nakba-Tag, an dem die Palästinenser ihrer Vertreibung und Flucht während des ersten Nahost-Kriegs 1948 gedenken, sowie das 70-jährige Jubiläum der Staatsgründung Israels.

12:08 Uhr: Für Netanjahu ein "bewegender Tag"

Israels Regierungschef spricht von einem "bewegenden Tag für das Volk Israel und den Staat Israel". Auf Twitter zitiert er aus der Bibel: "Als der Herr die Gefangenen Zions zurückbrachte, da waren wir wie Träumende."

12:00 Uhr: Proteste auch im Westjordanland

Eine US-Flagge brennt: Auch in Ramallah im Westjordanland nehmen rund 5.000 Palästinenser an einem Protestmarsch teil. Sie tragen palästinensische und schwarze Flaggen sowie Schlüssel.

Damit weisen sie auf ihre Forderung nach einer Rückkehr in die Gebiete hin, aus denen 1948 im Zuge der israelischen Staatsgründung Hunderttausende Palästinenser flohen oder vertrieben wurden.

So haben sich die Palästinensergebiete und Israel seit 1947 entwickelt:

11:53 Uhr: Erste Todesopfer auf palästinensischer Seite

Die Brisanz der Lage steigt: Mindestens zwei Palästinenser sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten an der Grenze getötet worden.

147 seien verletzt worden, teilte der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond mit. Mehr als 90 seien durch Schüsse verletzt worden, mehrere davon lebensgefährlich. Auch ein Journalist sei unter den Verletzten.

11:29 Uhr: Ivanka Trump in Israel empfangen

US-Finanzminister Steven Mnuchin, Vizeaußenminister John Sullivan, Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner führen eine Delegation an, die bei der Eröffnung dabei sein wird. Donald Trump selbst reiste nicht an.

11:23 Uhr: Netanjahu hätte alle Botschaften gern in Jerusalem

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat im Vorfeld der Botschaftseröffnung alle Länder dazu aufgerufen, ihre Vertretungen nach Jerusalem zu verlegen.

Dies sei der richtige Schritt und diene dem Frieden, sagte Netanjahu am Sonntag bei einer Feier mit US-Repräsentanten im israelischen Außenministerium in Jerusalem. Man könne "die Basis für Frieden nicht auf einer Lüge aufbauen".

11:07 Uhr: Iran nennt Trump "schwachsinnig"

Irans Parlamentssprecher Ali Larijani hat Donald Trump ob der Botschaftsverlegung als "schwachsinnig" bezeichnet.

"Amerika hat sich in eine Krise der strategischen Entscheidungsfindung manövriert, die die internationale Arena kindisch und risikofreudig betrachtet", sagte Larijani auf einer Konferenz in Teheran über die Lage der Palästinenser.

"Ich glaube, der aktuelle US-Präsident ist nicht in der Lage, die längerfristigen Konsequenzen seines Handelns zu identifizieren und einzuordnen."

10:50 Uhr: Zehntausende Demonstranten erwartet

An der Grenze zwischen Gaza und Israel werden am Montag zehntausende Protestler erwartet.

Israels Armee hat die Zahl ihrer Soldaten an der Grenze verdoppelt.

10:43 Uhr: Zahlreiche Verletzte bei ersten Konfrontationen

Schon Stunden vor der offiziellen Eröffnung der US-Botschaft ist es zu Protesten und Zusammenstößen gekommen.

Reifen sind in Brand gesetzt worden, schwarzer Rauch verdunkelt den Himmel. Laut Augenzeugen versuchen mehrere Männer, den Grenzzaun zu Israel durchzuschneiden.

28 Palästinenser seien bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten verletzt worden, teilt der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond mit. Mehr als 20 seien durch Schüsse verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich.

10:34 Uhr: Gaza rüstet sich für Proteste

Auf Live-Bildern ist zu sehen, wie zahlreiche Palästinenser an der Grenze entlanglaufen, um sich zum angekündigten Massenprotest zu formieren.

Geschäfte, Schulen und Universitäten bleiben am Montag wegen eines Generalstreiks geschlossen.

Zum Streik aufgerufen haben alle politischen Fraktionen in dem Küstengebiet - einschließlich der radikalislamischen Hamas.

09:37 Uhr: Israels Armee wirft Flugblätter über Gaza ab

Israels Armee hat vor den angekündigten Massenprotesten Flugblätter über dem Gazastreifen abgeworfen.

Darin würden die Einwohner auf Arabisch davor gewarnt, sich dem Grenzzaun zu Israel zu nähern, ihn zu beschädigen oder Anschläge zu verüben, teilte die israelische Armee mit.

08:09 Uhr Al-Kaida-Chef ruft zum Dschihad auf

Unmittelbar vor der Einweihung der US-Botschaft in Jerusalem hat der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, Muslime zum Dschihad gegen die USA aufgerufen.

Die Entscheidung der USA, ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, habe gezeigt, dass Verhandlungen und "Beschwichtigungen" den Palästinensern nichts gebracht hätten, sagte Sawahiri laut dem auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmen SITE in einer Video-Botschaft mit dem Titel "Tel Aviv ist auch ein Land der Muslime".

07:36 Uhr: Neue US-Botschaft wird eingeweiht - Proteste erwartet

Die USA verlegen ihre Botschaft in Israel heute offiziell von Tel Aviv nach Jerusalem.

US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem im Dezember im Alleingang als Hauptstadt Israels anerkannt. Dies löste schwere Unruhen in den Palästinensergebieten aus.

Israel feiert den Schritt dagegen als politischen Triumph. Israel beansprucht die ganze Stadt als seine Hauptstadt, die Palästinenser sehen in dem 1967 von Israel eroberten Ostteil die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

Mit Material von dpa und afp
Teaserbild: © AFP PHOTO / JACK GUEZ