Iran

Ghassem Soleimani war der wichtigste Vertreter des iranischen Militärs im Ausland. Mit der gezielten Tötung des Generals könnten die USA einen Krieg provoziert haben. International wächst die Angst vor einer Auseinandersetzung.

Die USA haben Ghassem Soleimani per Raketenangriff getötet. Wer war der Elitegeneral der iranischen Al-Kuds-Brigaden? Er kämpfte schon gegen Saddam Hussein, sein Ruf ist legendär und sein Gesicht berühmt-berüchtigt.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich dramatisch zugespitzt: Bei einem von US-Präsident Donald Trump befohlenen Raketenangriff in der Nacht zum Freitag in Bagdad wurde Ghassem Soleimani, einer der mächtigsten Militärs des Iran, getötet. 

Ghassem Soleimani war der wichtigste Vertreter des iranischen Militärs im Ausland. Er tauchte immer wieder im Irak und in Syrien an der Seite Iran-treuer Milizen auf. Seine Tötung durch das US-Militär wird nicht ohne Folgen bleiben.

Im Krisenland Irak bleibt die Lage instabil. Die USA verlangen von Regierungschef Adel Abdel Mahdi Schutz gegen weitere Angriffe. Doch der Ministerpräsident ist nur noch eingeschränkt handlungsfähig.

Demonstranten randalieren, Kampfhubschrauber schützen die US-Botschaft, Hunderte Soldaten werden zur Verstärkung eingeflogen. Nach US-Luftangriffen auf schiitische Milizen im Irak droht die Lage zu eskalieren. Präsident Trump hat schon den Schuldigen ausgemacht.

Mehrere Hundert Demonstranten haben das Gelände der US-Botschaft in Bagdad gestürmt. Sie zündeten auf ihrem Weg amerikanische Flaggen an, riefen "Tod Amerika" und zertrümmerten Fensterscheiben.

Bei den jüngsten Protesten im Iran sind Hunderte Menschen gestorben. Eine entschlossene Reaktion des Westens blieb bis dato aus. Im Interview kritisiert Nahost-Experte Behrouz Khosrozadeh daher nicht nur das iranische Regime, sondern auch das Vorgehen der EU und Deutschlands. Und er erklärt, welche Fehler die Bundesregierung seiner Ansicht nach künftig vermeiden sollte.

Die Iranischen Revolutionsgarden haben die Unruhen und Proteste im Iran gegen höhere Benzinpreise für beendet erklärt. Sie unterstellten den USA und Israel, hinter den Unruhen gesteckt zu haben.

Wegen der landesweiten Proteste gegen höhere Benzinpreise bleibt das Internet im Iran auf unbestimmte Zeit gesperrt. 

Nachdem in der Nacht zum Dienstag Raketen aus Syrien nach Israel geschossen wurden, macht Israel den Iran dafür verantwortlich - und greift Dutzende Ziele in Syrien an.

Die britische Rundfunkanstalt BBC will ihre Nachrichten nun im Darknet zur Verfügung stellen. Hintergrund ist die mediale Zensur in Ländern wie China, Iran oder Vietnam. Diese hätten versucht, den Zugang zu BBC-Webseiten zu sperren.

Die Europäer wollen das internationale Atomabkommen mit dem Iran retten, während die USA davon nichts mehr wissen wollen. Aber die jüngsten Verstöße der Islamischen Republik verstimmen Außenminister Heiko Maas.

Mühsam wurde das internationale Abkommen mit Teheran zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgehandelt. Nun scheint der Deal auf der Kippe zu stehen. Gleichzeitig feiern Hardliner im Iran eine "Heldentat": die Erstürmung der US-Botschaft vor 40 Jahren.

Die kurdische Autonomieregion in Nordsyrien ist dem türkischen Präsidenten Erdogan schon lange ein Dorn im Auge. Nach der Millitäroffensive der Türkei rufen die syrischen Kurden Baschar al-Assad zu Hilfe. Es bedeutet das Ende ihrer Selbstverwaltung. Was bleibt noch vom Projekt "Rojava"?

Irans Präsident Hassan Ruhani legt sich mit dem konservativen Klerus und den politischen Hardlinern an: Er fordert ein Referendum über die politische Ausrichtung des Landes. 

Warum das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran seit Jahrzehnten von Feindseligkeiten geprägt ist.

Mit Sanktionen will US-Präsident Trump den Stopp der türkischen Offensive in Nordsyrien erzwingen. Dabei hat er selber den umstrittenen Einmarsch überhaupt erst ermöglicht. Eine prominente Kritikerin spricht von "Trumps Saigon".

Zwischenfälle mit Tankern hatten den Konflikt zwischen dem Iran und mehreren westlichen Staaten angeheizt. Nun meldet Teheran eine Explosion auf einem Öltanker vor der Küste Saudi-Arabiens. Die Details dazu sind zu Beginn so nebulös wie bei vergangenen Vorfällen.

Für die Frauen im Iran wird der Donnerstag ein historischer Tag: Zum ersten Mal dürfen sie ein Fußballspiel live im Stadion verfolgen. Ein Tabubruch nach 40 Jahren. Allerdings gilt die neue Regelung nur für Länderspiele und hat noch einen Haken. 

An der Grenze zu Nordsyrien stehen Erdogans Truppen für eine türkische Militäroffensive bereit. US-Präsident Trump lässt die Kurdenmiliz im Stich, verkündet den Abzug seiner US-Soldaten und rudert nach Kritik mit verstörenden Tweets wieder zurück. Wer spielt welche Rolle in dem komplizierten Konflikt? Politikprofessor und US-Experte Thomas Jäger von der Universität zu Köln klärt auf.

Ein Jahr ist es her, dass der Journalist Jamal Khashoggi ins saudische Konsulat in Istanbul ging und nicht mehr herauskam. Er wurde ermordet. Für Saudi-Arabien gibt es praktisch keine Konsequenzen. Deutschland steht mit seinen Sanktionen weitgehend alleine da.

Urlaub in Saudi-Arabien? Das erzkonservative Land möchte ausländische Touristen anlocken, die künftig ein Visum für eine relativ geringe Gebühr direkt am Flughafen erhalten können. Ob das Königreich damit zu einem Traumziel wird, darf allerdings bezweifelt werden. Denn vor allem für Frauen gelten nach wie vor sehr strenge Regeln.

Verantwortlich, aber nicht schuldig? Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman spricht über die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi. Er übernimmt Verantwortung, will von dem Verbrechen aber nichts gewusst haben.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien seien unfähig, den Atomdeal mit dem Iran am Leben zu halten, sagt der iranische Präsident Ruhani. Nach seinem Treffen mit Kanzlerin Merkel droht er nun den Europäern.