Brexit: EU-Austritt des Vereinigten Königreichs

Unmittelbar vor dem EU-Gipfel verkündet EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker einen Durchbruch im Brexit-Streit. Ein geregelter Austritt ist damit in greifbarer Nähe. Doch der britische Premier Boris Johnson muss noch eine weitere Hürde nehmen: Der Deal muss durchs Parlament.

Meinungsfreudig geht es am Mittwochabend bei Sandra Maischberger zu: Ein Kabarettist bedenkt den US-Präsidenten mit dem A-Wort – und zwei Politiker geraten sich beim Dauerthema Brexit in die Haare.

Die nordirische DUP hat bereits Teile der neu ausgehandelten Vorschläge zum Brexit abgelehnt. Dennoch zeigt sich Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung vor dem Start des EU-Gipfels vorsichtig optimistisch, dass es noch zu einer Einigung kommen kann. Der Ausgang des Treffens in Brüssel sei aber ungewiss.

Nach einer halb durchverhandelten Nacht ist der Durchbruch immer noch nicht geschafft. In Brüssel überwiegt vorsichtiger Optimismus. Aber der eigentliche Showdown wartet in London.

Der TV-Sender Sky startet einen neuen Kanal, auf dem garantiert nicht über den Brexit berichtet wird. Selbst der Verantwortliche spricht von einem "gewagten Ansatz". 

Die Zeit wird knapp für Boris Johnson: In der Nacht auf Mittwoch wurde stundenlang um eine Einigung im Brexit-Streit gerungen. Doch die Verhandlungen gestalten sich kompliziert. Für den britischen Premier tickt die Uhr extrem laut. 

Merkel und Macron wollen bei Krisen zusammenstehen

Die EU-Staaten haben grünes Licht für detaillierte Verhandlungen über ein Brexit-Abkommen mit Großbritannien gegeben. EU-Verhandlungsführer Michel Barnier könne nun vor dem EU-Gipfel kommende Woche "intensive" Gespräche mit der britischen Seite beginnen, sagten zwei EU-Diplomaten der Nachrichtenagentur AFP. 

Seit 2009 war er Sprecher des britischen Unterhauses, nun verabschiedet sich John Bercow mit einem letzten Interview aus seiner langjährigen Amtszeit. Mit dem Sender CNN spricht er über seine Einstellung zum Brexit, seine ständigen Kritiker - und kämpft vor laufenden Kameras mit den Tränen.

Die Pro-Brexit-Gruppe Leave.EU steht nach einem geschmacklosen Tweet über Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Kritik - diverse britische Politiker haben sich bereits deutlich von der Aussage der Hardliner-Gruppe distanziert.

Seit Wochen, Monaten, Jahren kreist der Brexit-Streit um den sogenannten Backstop für die irische Grenze. Nun soll London angeblich eine Alternative präsentieren.

Die britische Regierung glaubt einem Bericht zufolge nicht mehr an einen Erfolg der Gespräche über ein EU-Austrittsabkommen.

Eines steht fest im Brexit-Kuddelmuddel: Der 29. März 2019 wird nicht in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem Großbritannien die Europäische Union verlassen hat. Der Rest ist Chaos.

Die EU will offenbar bis Freitag entscheiden, ob ein Brexit-Deal mit Großbritannien möglich ist oder nicht. ohnson hat in einem Telefonat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron indes deutlich gemacht, dass dies die letzte Chance sei, einen No-Deal-Brexit zu verhindern.

Während die EU zumindest zu zeitlichen Zugeständnissen bereit scheint, arbeitet Großbritanniens Premier Boris Johnson per Telefon daran, seinen Brexit-Plan durchzuziehen.

Vor Kurzem sagte Boris Johnson noch, er wolle "lieber tot im Graben" liegen, als eine Verlängerung der Brexit-Frist zu beantragen. Nun gibt der britische Premier wohl klein bei - und schickt bald einen Antragsbrief nach Brüssel. 

Die EU ist mittelmäßig beeindruckt von Boris Johnsons Vorschlägen als Ersatz für den Backstop. Es blieben mehrere Fragen offen, mehr Arbeit sei nötig. Der britische Premier schiebt einmal mehr der Europäischen Union alle Verantwortung zu.

Schon wieder: Boris Johnson will das britische Parlament erneut in eine Zwangspause schicken. Bereits im September hatte der britische Premier eine solche Pause angesetzt, wurde aber vom höchsten Gericht gestoppt.  

Der britische Premierminister Boris Johnson legt zum Abschluss des Tory-Parteitages in Manchester am Mittwoch seinen bis dato geheimen Brexit-Plan offen. Es ist der wohl letzte Versuch, die bisherige Vereinbarung mit der EU noch einmal zu ändern.

In ihrem Herbstgutachten prognostizieren führende Institute der deutschen Wirtschaft schwere Zeiten. Das Wachstum steige nur noch leicht an. Schuld seien vor allem der drohende Brexit und Handelskonflikte.

Das Ringen um einen Brexit-Deal geht heute möglicherweise in die finale Runde: London hat angekündigt, der EU an diesem Mittwoch ein "endgültiges Angebot" zu unterbreiten.

Wird London als Alternative für die umstrittene Backstop-Klausel im Brexit-Vertrag Kontrollen im Hinterland der irisch-nordirischen Grenze vorschlagen? Stimmt es, dass Boris Johnson Frauen belästigt hat? Der Premier stellt sich in Interviews.

Wieder ein Brexit-Showdown, wieder Winterzeit - Das ändert sich im Oktober

Amtsmissbrauch, das Befeuern von Ängsten und sexuelle Belästigung: An seinem ersten Tory-Parteitag als britischer Premierminister sieht sich Boris Johnson gleich mehreren schweren Anschuldigungen ausgesetzt.

Der Brexit könnte die Arzneiversorgung in Deutschland negativ beeinflussen. Das befürchtet Katrin Helling-Plahr, Gesundheitsexpertin der FDP.