• Auch in internationalen Medien ist der Tod von DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler ein großes Thema.
  • Eine Zeitung aus Frankreich verwies zum Beispiel auf eine Gemeinsamkeit der HSV-Legende mit Pele, Miroslav Klose und Cristiano Ronaldo.
  • Auch Medien aus England, Spanien, Italien und der Schweiz äußerten sich.

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Auch in den internationalen Medien war der Tod von DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler am Donnerstag ein großes Thema. Die "Gazzetta dello Sport" verwies auf die historische Rolle der HSV-Ikone: "Er war das Symbol einer Generation von Spielern, die in Deutschland inmitten der Ruinen des Zweiten Weltkriegs aufwuchsen."

Auch "L'Equipe" würdigte die besonderen Qualitäten Seelers: "In der Geschichte der Weltmeisterschaft haben nur vier Spieler bei vier verschiedenen Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt: Pele, Miroslav Klose, Cristiano Ronaldo und .... Uwe Seeler."

Der "Guardian" erinnerte an die speziellen Stärken des Hamburger Mittelstürmers: "Vor der eleganteren und technisch anspruchsvolleren Ära von Franz Beckenbauer und auch noch einige Zeit danach verkörperte er die traditionellen Stärken des deutschen Fußballs: Kraft, hohe Moral, Engagement und einen unbeugsamen Siegeswillen." Eine Übersicht über die internationalen Pressestimmen:

England

"The Guardian": "Verkörperte die traditionellen Stärken des deutschen Fußballs"

"Der im Alter von 85 Jahren verstorbene Seeler nahm für sein Land an vier Weltmeisterschaften teil, auch wenn er zwischen 1962 und 1966 mit einer künstlichen Achillessehne versorgt werden musste. Vor der eleganteren und technisch anspruchsvolleren Ära von Franz Beckenbauer und auch noch einige Zeit danach verkörperte er die traditionellen Stärken des deutschen Fußballs: Kraft, hohe Moral, Engagement und einen unbeugsamen Siegeswillen."

Frankreich

"L'Equipe": "Pele, Klose, Ronaldo ... und Seeler"

"Uwe Seeler, Torschütze bei vier verschiedenen Weltmeisterschaften, ehemaliger Stürmer der deutschen Nationalmannschaft und des Hamburger SV, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. In der Geschichte der Weltmeisterschaft haben nur vier Spieler bei vier verschiedenen Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt: Pele, Miroslav Klose, Cristiano Ronaldo und ... Uwe Seeler."

Schweiz

"Blick": "Stets ein Vorbild"

"Traurige Nachrichten aus Deutschland. Fußball-Legende Uwe Seeler ist tot. (...) Seeler gilt als größter HSV-Spieler der Geschichte. Über 580 Partien hat er für Hamburg absolviert und dabei fast 500 Tore erzielt. Für die deutsche Nati ist er 72 Mal aufgelaufen, viermal kickte er an einer Weltmeisterschaft. (...) Seeler war bodenständig, stets ein Vorbild, gradlinig, offenherzig."

Italien

"Corriere dello Sport": "Hat mehr auf sein Glück als auf Erfolg gesetzt"

"Deutschland trauert um Uwe Seeler, ein Konzentrat explosiver Kraft und starkem Charakter, der fast zwei Jahrzehnte wie wenige andere Fußball-Stars getroffen hat. Seeler war ein für die Rivalen gefährlicher und schneller Mittelstürmer und eine Ikone Hamburgs. Auf viel Geld verzichtete Seeler wegen seiner Entscheidung im Jahr 1961, nicht zu Helenio Herreras Inter Mailand zu wechseln. Seeler hat mehr auf sein Glück als auf Erfolg gesetzt."

"Gazzetta dello Sport": "Ein wahres Teammitglied"

"Uwe Seeler war ein akrobatischer Mittelstürmer, ein wahres Teammitglied und nicht ein egoistischer Star, ein sympathischer Verlierer, ein bescheidener und nie überlegener Spieler, der schon als Jugendlicher alt schien. Er war das Symbol einer Generation von Spielern, die in Deutschland inmitten der Ruinen des Zweiten Weltkriegs aufwuchsen."

"Tuttosport": "Zählt zu den Ikonen des deutschen Fußballs"

"Tränen für Uwe Seeler, der legendäre Mittelstürmer, der mit Hamburg Fußballgeschichte geschrieben hat und Helenio Herrera 'Nein' sagte. Mit seinen zahlreichen Toren zählt Seeler zu den Ikonen des deutschen Fußballs."

Spanien

"Marca": "Der deutsche Fußball weint"

"Uwe Seeler, Legende des deutschen Fußballs, stirbt mit 85 Jahren. Seeler war eine sehr charismatische Persönlichkeit, die von ihren Landsleuten sehr geliebt wurde. Obwohl er keinen WM-Titel holte, wurde er zum Protagonisten großer deutscher Fußballmomente, wie das legendäre Hinterkopftor gegen England im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Mexiko. Der deutsche Fußball weint um einen seiner größten Spieler."

"AS": "Wird eine unfassbare Leere hinterlassen"

"Der Mythos Uwe Seeler ist tot. Deutschland und ganz konkret die Stadt Hamburg weinen um eine der großen Ikonen der Stadt. Eine Legende. Ein Großer ist von uns gegangen. Es ging Uwe Seeler in den letzten Zeiten gesundheitlich nicht mehr so gut. Er wurde 85 Jahre alt. Die Stadt Hamburg verliert einen außergewöhnlichen Fußballer und eine ganz spezielle Person. Er wird eine unfassbare Leere hinterlassen. Ruhe in Frieden, Uwe Seeler! Adios Uwe!"

"Sport": "Zusammen mit Beckenbauer der legendäre Name des deutschen Fußballs"

"Uwe Seeler, Legende des deutschen Fußballs und Ikone des HSV ist verstorben. Er ist zusammen mit Kaiser Franz Beckenbauer der legendäre Name des deutschen Fußballs. Er starb mit 85 Jahren. Seeler prägte eine ganze Fußballer-Generation, insbesondere in den 1960er Jahren und auch über Deutschlands Grenzen hinaus. Bei seinen vier Weltmeisterschaften war er immer wieder Protagonist."

"El Mundo Deportivo": "Herber Verlust auch für den internationalen Fußball"

"Die Legende des deutschen Fußballs, Uwe Seeler, ist tot. Er nahm an vier Weltmeisterschaften teil und war ein Mythos des Hamburger SV, er starb am Donnerstag mit 85 Jahren. In letzter Zeit nahm er wegen sukzessiver Gesundheitsprobleme kaum noch am öffentlichen Leben teil. Er blieb seinem HSV immer treu, er trug das HSV-Trikot zwischen 1950 und 1972. Das Ableben von Uwe Seeler ist ein herber Verlust nicht nur für den deutschen, sondern auch für den internationalen Fußball." (SID/okb)

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Abschied von "Uns Uwe": Die Karriere der HSV-Legende Uwe Seeler in Bildern

Uwe Seeler ist am 21.7.2022 im Alter von 85 Jahren gestorben. Der 1,68 Meter große Stürmer wurde beim HSV mit fast 500 Toren zur Legende und führte die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän ins WM-Finale 1966 im Wembleystadion. 1970 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Ein Abschied von einem ganz Großen in Bildern.