• Nach der peinlichen WM-Quali-Niederlage gegen Nordmazedonien hat Uli Hoeneß zum großen Spieler-Rundumschlag ausgeholt.
  • Erneut spricht sich der RTL-Experte für eine EM-Mitnahme von Thomas Müller aus.
  • Andere Spieler, darunter ein Dortmund-Star, kommen wesentlich schlechter weg.

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Nach der peinlichen Niederlage der deutschen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien hat Uli Hoeneß erneut eine Lanze für Mats Hummels und Thomas Müller gebrochen, würde Jerome Boateng aber zur EM "nicht mitnehmen". Mit einem möglichen Rückkehrer Hummels, Niklas Süle und Antonio Rüdiger, "der mir ganz gut gefällt, haben wir ja genug gute Abwehrspieler", sagte der RTL-Experte.

Hummels sollte Bundestrainer Joachim Löw aber ebenso bei der EURO (11. Juni bis 11. Juli) berücksichtigen wie Müller. "Er ist ein kopfballstarker Spieler, hat große Erfahrung und kann der Mannschaft auf jeden Fall was geben", sagte Hoeneß.

Der Dortmunder war wie Boateng und Müller im März 2019 von Löw aussortiert worden. "Müller gehört da unbedingt rein, der ist immer für Tore gut und kann jeder Mannschaft der Welt in bestimmten Situationen helfen", betonte der Münchner Ehrenpräsident.

Auf diese Spieler würde Hoeneß bei der EM verzichten

Verzichten könne Löw laut Hoeneß auch auf Marco Reus, Julian Brandt, Julian Draxler, Robin Gosens oder Amin Younes. Reus und Brandt hätten "nicht bewiesen, dass sie Spiele entscheiden können", monierte er. Draxler sei "in Paris nicht weitergekommen und kann der Mannschaft keine entscheidenden Impulse geben".

Gosens habe ihn beim peinlichen 1:2 (0:1) gegen Nordmazedonien "nicht überzeugt, das ist für mich ein Spieler, der nicht unbedingt gebraucht wird", ergänzte der frühere Bayern-Patron. Und Younes spiele zwar in Frankfurt gut, doch ob er der DFB-Elf wirklich helfen könne, "wage ich zu bezweifeln".

"Auf jeden Fall mitnehmen" würde Hoeneß die Youngster Jamal Musiala und Florian Wirtz: "Bei einem Turnier kann man reinschnuppern in die große weite Welt des Fußballs. Die müssen jetzt noch nicht spielen, die müssen in Katar oder spätestens bei der EM 24 so weit sein."

Hoeneß versteht Löws Systemwechsel nicht

In der Analyse des Nordmazedonien-Spiels prangerte Hoeneß vor allem Löws Systemumstellung an: "Es ist schwierig zu erklären. Ich verstehe es überhaupt nicht, dass man ein erfolgreiches System ändert – ohne Not. Ich hätte gerade in der Abwehr, die eingespielt sein muss, nichts durcheinander gewirbelt. Wenn man schon vorne nichts reinbringt, muss man zu Null spielen", erklärte er bei RTL. Seine Euphorie sei verflogen.

Ob er auch künftig als Experte für RTL tätig sein werde, ließ Hoeneß offen: "Es hat mir viel Spaß gemacht, ich werde mir das in Ruhe überlegen." Er hat bis September Zeit, dann finden die nächsten Qualifikationsspiele statt. (afp/ska)

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