Libyen

Im Januar sind mehr als zehn Mal so viele Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken wie im Dezember. Nun passiert eine neue Tragödie: Mehr als 90 Menschen werden vermisst. Sie kamen ...

Wie soll Europa mit der Flüchtlingsfrage umgehen? Die Runde bei "Maybrit Illner" ist sich im Detail uneins. Eine Tendenz wird aber klar: Denn die Vorschläge zur Abschottung liegen auf dem Tisch, Rezepte zur Hilfe innerhalb Europas nicht.

Wer war der Mann, der in Manchester 22 Menschen und sich selbst tötete? Nach dem Anschlag kommen Details ans Licht - auch gegen den Wunsch der britischen Regierung. Die Polizei in Manchester nimmt drei weitere Männer fest - und sucht nach einem möglichen Netzwerk.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt in Ägypten und Tunesien um Unterstützung in der Flüchtlingsfrage. Dabei liegt das eigentliche Problem in einem Nachbarland. Warum Deutschland und Europa von einer raschen Lösung noch weit entfernt sind.

Bisweilen hat es den Anschein, als stünde der Präsidentschaftswahlkampf in den USA stellvertretend für das apokalyptische Ringen zwischen Gut und Böse. Hier die demokratische Lichtgestalt Hillary Clinton, dort der Fürst der Finsternis, Donald Trump. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass Clintons Kandidatur selbst dunkle Schatten wirft.

Mehrere Todesopfer und eine noch nicht überschaubare Anzahl an Vermissten: Nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Watch haben Bewaffnete vor der Küste Libyens Bootsflüchtlinge attackiert.

In der Nacht des 11. Septembers 2012 wird das US-General-Konsulat in Bengasi, Libyen, überraschend mit schwerem Geschütz angegriffen. Dabei riskieren die Ex-Soldaten Jack, Rone und weitere Kollegen nicht nur ihr Leben.

Die Garamanten waren eine faszinierendes Hochkultur in Libyen, von der heute kaum noch jemand etwas weiß. Dabei war das Volk unermesslich reich, entwickelte ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem und bot den Römern die Stirn.

Droht eine neue Flüchtlingswelle? Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) spricht von Hunderttausenden Afrikanern, die aus Libyen nach Europa wollen. Das Problem: Teile des nordafrikanischen Landes sind in der Hand der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS).

Die Fluchtwege über den Balkan sind faktisch geschlossen, schon bahnt sich eine neue Migrationswelle über die zentrale Mittelmeerroute an. Experten rechnen mit bis zu 200.000 Flüchtlingen, die im Bürgerkriegsland Libyen auf die Überfahrt nach Italien warten. Das Mittelmeer droht erneut zum Massengrab zu werden.

Ein US-Geheimdienstbericht schätzt die Stärke der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und im Irak auf 19.000 bis 25.000 Kämpfer. Binnen zwei Jahren habe der IS rund ein Fünftel seiner Kämpfer verloren, so das Weiße Haus. Allerdings hat die Miliz starken Zulauf in Libyen. Wie also sind die Zahlen zu bewerten?

Azmi träumt von Deutschland. Wie viele seiner vom Bürgerkrieg gepeinigten Landleute. Er ist 21 Jahre alt, lebte bislang in der syrischen Hauptstadt Damaskus und befindet sich nun – wie jeder zweite der 17 Millionen Einwohner – auf der Flucht. Ob Azmi wirklich existiert, wissen wir nicht. Sicher ist nur, dass es da draußen Tausende wie Azmi gibt. Verzweifelte Menschen auf der Suche nach einem Leben ohne Krieg und Gewalt. Wir zeichnen Azmis Weg nach Deutschland nach.

Nur wenige Monate nach dem blutigen Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt wird Frankreich von einem neuen Attentat erschüttert. Ein Mensch kam dabei ums Leben, mehrere Personen wurden verletzt. Für die offenbar islamistisch motivierte Tat soll ein 35-Jähriger verantwortlich sein, der dem französischen Geheimdienst DGSI bereits bekannt war.

So viele Menschen wie noch nie fliehen vor Krieg und Armut. Aus ihrer Not erwächst ein riesiger Wirtschaftszweig, der weltweit Milliarden umsetzt: Schlepper lassen sich für gefährliche Fahrten Tausende Dollar zahlen. Und sie behandeln ihre Kunden teilweise wie Vieh, wie Flavio di Giacomo von der Internationalen Organisation für Migration erzählt.

278.000 Menschen haben im vergangen Jahr versucht, ohne gültige Papiere nach Europa einzureisen. Die meisten fliehen aus Bürgerkriegsgebieten, aus Syrien, aus dem Irak, aus dem Sudan. "Illegale Einreise" nennt die EU-Grenzschutzagentur Frontex das, was die einzige Möglichkeit für die Flüchtlinge ist, ihr verbrieftes Recht auf einen Asylantrag zu nutzen. Denn nur wer es auf den Boden der EU schafft, kann diesen Antrag stellen – und die Mitgliedsstaaten investieren viel Geld, um genau das zu verhindern. Kritiker sprechen deswegen von der "Festung Europa": Die Union schottet sich ab von denen, die nicht gewollt sind – mit teils dramatischen Folgen wie den Schiffsunglücken auf dem Mittelmeer.

Das Bootsunglück vor Libyens Küste mit Hunderten toten Flüchtlingen löst Bestürzung aus. Doch das Problem ist hausgemacht, meint die private Initiative "Sea Watch". Die EU werde zur Festung, vor deren Mauern Menschen sterben.

Warum Waffenlieferungen in das Krisenland wenig bringen werden, wie gefährlich der dortige Vormarsch des IS für Europa ist und wie dieser gestoppt werden könnte, beantwortet Libyen-Experte Andreas Dittmann im Interview.

15 Monate nach seiner Entführung in Libyen durch einen US-Kommandotrupp ist der mutmaßliche Al-Kaida-Terrorist Abu Anas al-Libi in New York gestorben.

Freie Wahlen und eine neue Verfassung: Die Menschen in Tunesien freuen sich über die Früchte der Jasmin-Revolution von 2011. Doch damit sind sie unter den Ländern des Arabischen Frühlings allein - in anderen Staaten herrschen nach wie vor politisches Chaos und Bürgerkrieg.