Mittelmeer

Italiens rechtspopulistische Regierung verschärft ihre Gangart gegen Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten. Matteo Salvini kündigt Geldstrafen bis 50.000 Euro für die retter an.

Am Mittwochabend schallt die Eurovisions-Melodie durch den Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel, die vielen TV-Zuschauern von "Wetten, dass ...?" oder dem "Eurovision Song Contest" vertraut ist. Zwar wird weder gewettet noch gesungen, wohl aber gewetteifert: Eineinhalb Wochen vor der Europawahl geben die Spitzenkandidaten der sechs größten Fraktionen im EU-Parlament alles, um vor laufender Kamera Wähler zu überzeugen. 

Eine Rakete aus Gaza fliegt ungewöhnlich weit und trifft ein Haus 30 Kilometer nordöstlich von Tel Aviv. Israel kündigte eine harte Reaktion an. Bricht kurz vor der Wahl der nächste Gaza-Krieg aus?

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Sea-Watch reagiert auf die anhaltenden politischen Abwehrreaktionen europäischer Staaten in der Frage, wer auf dem Mittelmeer gerettet Flüchtlinge aufnimmt. Die deutsche Organisation geht in die Offensive und hat den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingeschaltet.

Schleuserbekämpfung im Mittelmeer ist der Auftrag, doch in der Praxis wurden vor allem Bootsflüchtlinge gerettet. Die Marine setzt die Beteiligung an dem EU-Einsatz Sophia aus. Zunächst wird kein neues Schiff geschickt.

Seit Tagen sind Rettungsschiffe deutscher Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer blockiert worden. Nun dürfen die Schiffe mit 49 Migranten an Bord in Malta anlegen.

Atmet denn niemand mehr auf, wenn Migranten im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet werden? So scheint es, während die europäischen Staaten um eine Lösung für die blockierten Hilfsschiffe ringen. Nun schaltet sich der Papst ein.

Erschreckende Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks: Laut UNHCR sind im vergangenen Jahr mehr als 2.200 im Mittelmeer ertrunken. Im Vergleich zu 2017 sind die Zahlen allerdings zurückgegangen.

Rettungsaktion im Mittelmeer: Mehr als 300 Migranten werden von privaten Seenotrettern auf hoher See geborgen.

Zehntausende Migranten rettete die "Aquarius" aus dem Meer. Jetzt wurde der politische Druck zu groß. Die Hilfsorganisation beendet den Einsatz des Schiffes. Ein Zeichen der Zeit: Migranten will in Europa keiner haben. Sie sterben im Verborgenen.

Beim Untergang eines Migrantenbootes im Mittelmeer ist vor der Südküste Spaniens ein Baby ums Leben gekommen. 

Italien will sie partout nicht mehr auf dem Meer haben. Nun fordern Hilfsorganisationen die Regierung in Rom erneut heraus. Sie schicken ein neues Schiff aufs Meer.

Ein fataler Fehler hat den Konflikt im Nahen Osten angeheizt. Syriens Raketenabwehr, normalerweise im Einsatz gegen israelische Raketen, hat ein russisches Aufklärungsflugzeug abgeschossen - alle 15 Soldaten kamen ums Leben. Moskau macht Israel dafür verantwortlich.

Ein russisches Aufklärungsflugzeug geht über dem Mittelmeer verloren. Nach Angaben des russischen Militärs hat es die syrische Luftabwehr das abgeschossen. Russland gibt allerdings Israel die Schuld.

Anfang September soll es im Mittelmeer zu einer schrecklichen Tragödie gekommen sein. Viele Flüchtlinge seien auf dem Weg von Libyen nach Europa gewesen, als ein Schlauchboot Luft verloren habe. Das Boot sank - viele Menschen starben.

Emmanuel Macron und Angela Merkel treffen sich am Freitag am Mittelmeer - kein Zufall, denn es soll unter anderem um die europäische Migrationspolitik gehen. Frankreichs Präsident will Nationalisten wie Ungarns Orban und Italiens Salvini mit einem "Bündnis der Fortschrittlichen" die Stirn bieten. Taugt ihm Deutschland als Partner? 

Der erzwungene Rückzug mehrerer Nichtregierungsorganisationen aus der Seenotrettung hat die Überfahrt über das Mittelmeer für Flüchtlinge gefährlicher gemacht. Jeder 18., der sich von Januar bis Juli über die zentrale Route auf den Weg gemacht hat, starb oder verschwand. 

Am Sonntag setzten tausende Menschen in Hamburg und Berlin ein Zeichen für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Die Demonstrationen in den beiden Metropolen fanden im Zuge einer europaweiten Initiative statt. Die Veranstaltungen blieben friedlich.

Matteo Salvini lebt von der Provokation. Doch im Fall des Schiffes "Diciotti" ist der rechte Innenminister Italiens zu weit gegangen. Das meint zumindest die Justiz und ermittelt gegen ihn.

Lässt sich nur mit Drohungen mehr Solidarität in der Flüchtlingskrise erzwingen? Die italienische Regierung scheint davon fest überzeugt. Und versucht, die EU erneut unter Druck zu setzen.

Die EU scheitert in diesem Sommer mal wieder an sich selbst. Seit Monaten stellt sie für Bootsflüchtlinge nicht mehr als Notlösungen auf die Beine. Am Freitag suchen mehrere Länder in Brüssel nach einem langfristigen Ansatz. Aber wollen das wirklich alle?

Sie genießen das gute Wetter am Mittelmeer: Boris Becker und Sohnemann Amadeus entspannen auf Ibiza

Angela Merkel trifft sich mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, um über die steigende Zahl von Migranten aus Marokko zu beraten. Derweil berichtet ein spanischer Polizei-Funktionär von "chaotischen Verhältnissen" und "Anarchie" an der Grenze zu Frankreich.

Statt in Sizilien kommen Flüchtlinge und Migranten immer häufiger in Andalusien an. Die Flüchtlingsrouten im Mittelmeer scheinen sich stärker nach Westen zu verlagern. Doch so einfach ist es nicht.