NSU

Chemnitz kommt nicht zur Ruhe: Die festgenommenen mutmaßlichen Rechtsterroristen planten wohl nicht nur für den Tag der Einheit Anschläge - die Terrorzelle mit dem Namen "Revolution Chemnitz" soll gleich den Umsturz von rechts gewollt haben.

Der Haftbefehl gegen den als NSU-Helfer verurteilten früheren NPD-Funktionär Ralf Wohlleben ist aufgehoben worden.

Forderung nach weiteren NSU-Ermittlungen - Demos in mehreren Städten.

Fünf Jahre haben die Angehörigen der NSU-Mordopfer auf dieses Ergebnis gewartet: Beate Zschäpe und vier Helfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" werden zu Haftstrafen verurteilt. Doch auch wenn die Verantwortlichen büßen müssen, ist es ein schwerer Tag für die Familien.

Das Münchner Oberlandesgericht sieht Beate Zschäpe als Mittäterin in allen Verbrechen des NSU. Die Plädoyers der Verteidiger und die Appelle der Hauptangeklagten beeindruckten die Richter nicht. Doch noch ist die juristische Aufarbeitung nicht vorbei.

Das Urteil im NSU-Prozess ist gefallen. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch die Mitangeklagten NSU-Helfer müssen teils lange Haftstrafen antreten. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Das Urteil gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte wird am Vormittag mit Spannung erwartet. Wir halten Sie in unserem Live-Blog über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Beate Zschäpe ist des Mordes schuldig: Nach mehr als fünf Jahren ist der NSU-Prozess zu Ende gegangen. Auch für ihre Mitangeklagten setzt es Haftstrafen. Die Reaktionen auf die Urteile fallen verhalten aus.

Vor fünf Jahren hat der NSU-Prozess in München begonnen: Seit dem 6. Mai 2013 untersuchte das Münchner Oberlandesgericht die Verbrechen der rechten Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund". Nun ist das Urteil gegen Beate Zschäpe gefallen. Eine Chronologie.

Der NSU-Prozess ist auf der Zielgeraden: Am Mittwoch wird das Urteil gegen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte erwartet. Wird sie Zschäpe als Mörderin zu lebenslanger Haft verurteilt? Oder kommt sie mit einer milden Strafe davon? 

Morde, Sprengstoffanschläge, Raubüberfälle: Die rechtsextreme Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" hat eine blutige Spur der Gewalt durch Deutschland gezogen. Eine Chronologie.

Mit scharfen Angriffen gegen staatliche Stellen und die Richter des Münchner Oberlandesgerichts (OLG) hat am Dienstag das Plädoyer der Verteidigung für Ralf Wohlleben begonnen, einen der fünf Angeklagten im NSU-Prozess. 

Zwölf Jahre wegen Beihilfe zum versuchten Mord - oder Freispruch? Die Plädoyers der Bundesanwaltschaft und der Verteidiger des NSU-Mitangeklagten André E. könnten unterschiedlicher kaum sein. Die Anwälte überraschen aber mit einem freimütigen Bekenntnis über E.

Am 6. Mai 2013 hat der NSU-Prozess in München begonnen. Seit dem hat das Münchner Oberlandesgericht die Verbrechen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" untersucht. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Prozess, der einer der längsten der Nachkriegsgeschichte ist.

Der ehemalige Generalbundesanwalt Harald Range ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 70 Jahren, wie das Bundesjustizministerium am Donnerstag in Berlin bestätigte. 

Maximal zehn Jahre Haft: Die Verteidiger von Beate Zschäpe fordern im NSU-Prozess zwar eine lange Haftstrafe für ihre Mandantin - jedoch nicht wegen Mordes. 

Wochenlang hatte es immer neue Verzögerungen gegeben. Auch am Dienstag halten juristische Verwicklungen den NSU-Prozess auf - doch am Nachmittag beginnen Beate Zschäpes Anwälte mit ihrem Plädoyer. Sie sehen in ihrer Mandantin keine Mittäterin an den NSU-Morden.

Die Anwältin der Familie des ersten NSU-Mordopfers Enver Simsek hat massive Vorwürfe gegen die Nürnberger Polizei erhoben.

Das erste Mordopfer des NSU war der Blumenhändler Enver Simsek. Die Anwältin seiner Familie attackiert die Ermittler massiv. Der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier ...

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat "falsch verstandenen Korpsgeist" in der Bundeswehr und "Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen" kritisiert. Wie ein Bumerang kam die Kritik zurück. Auch Sprecher des Arbeitskreises kritischer Soldaten sagt: Die Ministerin trägt eine Mitverantwortung für die Skandalen in der Truppe. 

Islamistischer Terror – dieses Thema verdrängt in der Berichterstattung meist alle andere Themen. Auch im gestrigen "Tatort: Sturm" war der Mann, der auf Befehl islamistischer Terroristen mit einem Sprengstoffgürtel in einer Bank saß, im Fokus. Dabei ging ein anderes Thema fast unbemerkt unter: Gewalt gegen Polizisten. Zeit, hier einmal genauer hinzusehen.

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat sich am Donnerstag im NSU-Prozess zum Fall der vor 15 Jahren verschwundenen Peggy Knobloch geäußert. Sie wisse nichts zu dem Fall, ließ Zschäpe über ihren Anwalt vor Gericht verlesen.

Der Tod von Peggy Knobloch gilt als einer der rätselhaftesten Kriminalfälle Deutschlands. Was der NSU-Mann Uwe Böhnhardt mit dem Tod des Mädchens zu tun hat, darüber könnte heute Beate Zschäpe im NSU-Prozess in München Auskunft geben. Bislang gibt es zu der mysteriösen Verbindung drei Theorien.

Wie kann man sich vor Gericht für Terroristen, Vergewaltiger und Mörder einsetzen? Einer der bekanntesten deutschen Strafverteidiger nennt die Gründe – und erklärt, wo er die Grenze zieht.

Ermittler prüfen einem Medienbericht zufolge eine mögliche Ermittlerpanne im Mordfall Peggy. Demnach könnte die Spur zu Uwe Böhnhardt Folge einer Verunreinigung gewesen sein.