Hanau

Im Februar erschießt ein Mann neun Menschen mit ausländischen Wurzeln. Macht es den Anschlag weniger rassistisch, dass er wirren Verschwörungstheorien anhing?

Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) bittet die Bevölkerung der Stadt, während der Corona-Krise in der Öffentlichkeit Schutzmasken für Mund und Nase zu tragen.

Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) stufen den Anschlag von Hanau nach einem Medienbericht nicht als Tat eines Rechtsextremisten ein. Tobias R. habe seine Opfer ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungsmythos von der Überwachung durch einen Geheimdienst zu erlangen.

Eine über 90 Jahre alte Frau ist am Donnerstag in Hanau nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) will bis zur Sommerpause entscheiden, ober er erneut als Rathaus-Chef antreten will.

Spätestens seit dem Mord an Walter Lübcke steht der Kampf gegen Rechtsextremismus weit oben auf der Agenda der Bundesregierung. Für Thüringens Verfassungsschutzchef Stephan J. Kramer ist langfristig aber nicht rechter Terror die größte Gefahr für unsere Gesellschaft, wie er im Interview erklärt.

Mit einer ergreifenden Trauerfeier erinnern Politiker und Angehörige an die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau - und fordern Konsequenzen. Schock und Fassungslosigkeit sind in der Stadt auch zwei Wochen nach der Tat allgegenwärtig.

Max Privorozki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, sieht den Ursprung der Attentate von Hanau und Halle im weit verbreiteten Hass, der sachliche Auseinandersetzungen hemmt. Der Politik wirft er schwere Versäumnisse vor.

Wie Teilnehmer einer nicht-öffentlichen Sondersitzung des Innenausschusses am Donnerstag berichteten, stand sein Auto in der Nähe des ersten Tatorts. Er habe bei der Kontrolle nicht aggressiv reagiert, erfuhren die Teilnehmer vom Generalbundesanwalt.

In den Tagen nach dem rassistischen Anschlag in Hanau verbreiten sich im Netz falsche und irreführende Berichte.

Am Ende schaffte es die AfD doch ganz knapp wieder in die Hamburger Bürgerschaft. Warum musste die Rechtsaußenpartei in der Hansestadt so lange zittern? Ist der Höhenflug der AfD gestoppt? Politologe Michael Lühmann ordnet das Hamburger Wahlergebnis ein und warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung der AfD.

In Offenbach haben Freunde und Verwandte Abschied von einem der Opfer des Anschlags in Hanau genommen. Es ist die erste Bestattung nach dem tödlichen Angriff vergangene Woche. 

Mit circa 12.000 Menschen ist der Rosenmontagszug in Köln gestartet. Mit einem zusätzlichen Umzugswagen gedenken die Veranstalter dabei auch den Opfern des Anschlags in Hanau. 

CDU-Möchte-Gern-Chef Norbert Röttgen will seine Partei neu ausrichten - aber beim "Nein" zu Bodo Ramelow in Thüringen bleiben. Bei "Anne Will" platzt dem Grünen Robert Habeck deswegen der Kragen.

Während SPD und Grüne in Hamburg jubeln, müssen sich CDU und FDP grundsätzliche Fragen stellen. Beide Parteien müssen herbe Stimmverluste hinnehmen, beide führen das auf das Chaos in Thüringen zurück. Aber welche Schlüsse ziehen sie nun daraus?

Das Morning Briefing von Gabor Steingart - kontrovers, kritisch und humorvoll. Heute mit dem Hamburger Bürgertum, dem Coronavirus in Europa, dem besonderen Bernie-Ton und Bob Dylan.

Mit deutlichen Wort hat der Fußballer Rassismus im Fußball angeprangert. Der Chelsea-Abwehrspieler mahnte: Aus Hass gegen Menschen mit anderer Hautfarbe werden Tote.

Drei Tage nach der Terror-Tat in Hanau haben Unbekannte in der baden-württembergischen Hauptstadt auf eine Shisha-Bar geschossen. Verletzt wurde dabei niemand.

Der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau ist auch bei der Fernseh-Fastnachtssitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" zum Thema geworden.

Ob Christchurch, Halle oder nun Hanau: Die Täter handelten gezielt und aus rassistischen Motiven, ihre Vorgehen begründeten sie in langen Schmähschriften. Im Interview mit unser Redaktion schildert Extremismus-Expertin Karolin Schwarz, welchen Einfluss das Internet und die Taten von Christchurch und Halle haben.

Der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, hat den Angehörigen der Opfer von Hanau schnelle finanzielle Hilfe zugesagt. Ehepartner, Kinder und Eltern der Getöteten erhalten Soforthilfen von 30.000 Euro, Geschwister 15.000 Euro.

Die Anteilnahme nach der schrecklichen Tat in Hanau ist groß und ungebrochen. Auch die skandinavischen Royals nehmen Anteil an der Tragödie.

Ein Deutscher erschießt in Hanau an mehreren Orten zehn Menschen, fast alle haben einen Migrationshintergrund. Zahlreiche Indizien legen einen rassistischen Hintergrund nahe - doch einige Fragen bleiben zunächst unbeantwortet.

Nach dem Anschlag von Hanau sitzt der Schock in der Stadt tief. Am Donnerstagabend versammelten sich viele Menschen, um gemeinsam zu trauern – und der Opfer der Gewalttat zu gedenken. Das ist bislang über die Toten von Hanau bekannt.

Der mutmaßlich rassistische Anschlag in Hanau am Mittwochabend, bei dem ein 43 Jahre alter Deutscher zehn Menschen erschoss, hat ein großes internationales Medienecho hervorgerufen. Eine Auswahl der Pressestimmen.