• Unsere Redaktion hat die beste Elf der EM-Vorrunde zusammengestellt.
  • Ein Deutscher schafft es ins Team.
  • Auch vertreten sind Schweden, Italien, Dänemark, Niederlande, Frankreich, Belgien, Tschechien und Portugal.

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Bundestrainer Joachim Löw hält es neuerdings mit einem taktischen 3-4-3. Also hat sich auch unsere Redaktion an dieser taktischen Variante orientiert, als sie ihre Top-Elf der Gruppenphase der EM 2021 zusammengestellt hat. Auffällig: Die besten Spieler dieser Europameisterschaft verdienen ihr Geld vor allem in Italien oder England.

Robin Olsen (31/Torwart/FC Everton/Schweden): Robin Olsen ist einer der Garanten des schwedischen Erfolgs: Die Spanier trieb der Schlussmann in die Verzweiflung. Auch gegen die Slowakei hielt er seinen Kasten sauber. Nur Robert Lewandowski (Polen) konnte ihn in der Vorrunde überwinden.

Victor Lindelöf (26/Verteidiger/Manchester United/Schweden): Die minimalistischen Skandinavier sind bislang eine der großen Überraschungen dieser EM. Zum Auftakt stellten sich die Schweden wilden Angriffen der viel besser eingeschätzten Spanier entgegen. Victor Lindelöf hielt seine Defensive prächtig zusammen - und hatte nur im letzten Gruppenspiel gegen Weltfußballer Lewandowski Probleme. Aber wer hat das nicht?

Leonardo Bonucci (34/Verteidiger/Juventus Turin/Italien): 1,90 Meter groß, kopfballstark, kompromisslos im Zweikampf - der Routinier ist der geborene Innenverteidiger. Bei der EM 2021 kam an ihm bislang keiner vorbei. Auf seiner Erfahrung in der Abwehrmitte ruhen viele Hoffnungen, damit es für die "Squadra Azzurra" nach dem WM-Sieg 2006 in Deutschland endlich wieder was wird mit einem großen Titel.

Simon Kjaer (32/Verteidiger/AC Mailand/Dänemark): Der Blondschopf ist bislang wohl der beste Spieler dieser Europameisterschaft. Und das, obwohl seine Mannschaft nur ein Spiel gewonnen hat - was für das Achtelfinale reichte. Kjaer wurde beim Schreckmoment um den kollabierten Christian Eriksen regelrecht zum Helden. Er war wichtiger Ersthelfer und tröstete Eriksens‘ Freundin auf dem Platz. Beim 4:1 gegen Russland blieb der dänische Kapitän dann zu jeder Zeit sachlich und führte seine emotionalisierten Kollegen durch ein hitziges Alles-oder-Nichts-Spiel. Prädikat Führungsspieler.

Denzel Dumfries (25/Rechtsaußen/PSV Eindhoven/Niederlande): In Deutschland hatten die meisten Fans den Klubkollegen von Weltmeister Mario Götze noch nicht auf dem Schirm. Das änderte sich mit seinem furiosen Auftritt gegen die Ukraine (3:2). Denn: Dumfries war überall zu finden, wirklich überall. Auch die Österreicher (2:0) stresste er mit einem Tor und einer Vorlage. Geht er an die Grundlinie, brennt es im gegnerischen Strafraum.

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Paul Pogba (28/Mittelfeld/Manchester United/Frankreich): Ließ sich von Toni Rüdigers "Knabber-Attacke" nicht aus dem Konzept bringen. Blieb danach ganz der Sportsmann und berichtete lieber von der Freundschaft zum deutschen Nationalspieler. Auf dem Platz ist er der vielleicht beste Box-to-Box-Spieler. Ist ruhiger geworden in seinen Aktionen und arbeitet unglaublich viel für das Team der "Equipe Tricolore".

Kevin De Bruyne (29/Mittelfeld/Manchester City/Belgien): Tragische Figur des Champions-League-Finales: Nach seiner Gesichtsfraktur bangte eine ganze Fußballnation. Doch der mutmaßlich beste Spielmacher der Welt kehrte gegen Dänemark (2:1) eindrucksvoll zurück und entschied durch seinen Treffer die Partie für den Mitfavoriten. Schließlich dirigierte er gegen Finnland (2:0) in der Schaltzentrale als wäre er nie verletzt gewesen.

Robin Gosens (26/Linksaußen/Atalanta Bergamo/Deutschland): Ein unermüdlicher Arbeiter. Gutes Spiel gegen Frankreich, sehr gute Leistung gegen Portugal, mühte sich wenigstens gegen Ungarn. Mit der Torgefahr eines Mittelstürmers und einem unglaublich satten Schuss gesegnet. Seine Dankbarkeit, überhaupt in der Nationalmannschaft spielen zu dürfen, ist in jeder Situation schier greifbar.

EM 2021: Das sind die Top-Stürmer

Romelu Lukaku (28/Sturm/Inter Mailand/Belgien): Prototyp eines wuchtigen Mittelstürmers. Steht bei der EM 2021 bei drei Treffern, nachdem er in der Saison 24 Mal in der Serie A getroffen hatte. In der Box kaum zu halten, kommt gerne auch mal explosiv aus der Tiefe. Ist somit unberechenbar für jede Abwehrreihe.

Patrik Schick (25/Sturm/Bayer Leverkusen/Tschechien): In der vergangenen Bundesliga-Saison (neun Tore) hakte es immer wieder, nachdem RB Leipzig ihn gar nicht gehen lassen wollte. Bei der Europameisterschaft beweist er zuvor vermissten Instinkt und Kaltschnäuzigkeit. Drei Tore sind der Lohn.

Cristiano Ronaldo (36/Sturm/Juventus Turin/Portugal): Dieser Mann hat nie genug. Auch nicht bei dieser Europameisterschaft: Zwei Toren gegen Ungarn (3:0) folgten ein Treffer und eine Vorlage gegen Deutschland (2:4) sowie ein Elfmeter-Doppelpack gegen Weltmeister Frankreich. Seine Dribblings in die Box werden seltener, aber wenn er durchkommt, klingelt es meist. Hat mittlerweile unglaubliche 109 Tore in sage und schreibe 178 Länderspielen erzielt.

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