Lange Zeit wurde Julian Brandt von Bayer Leverkusen mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht und vom Rekordmeister umworben, doch das Rennen um eines der größten Offensivtalente des deutschen Fußballs macht der Vizemeister: Brandt spielt ab kommendem Sommer im Trikot von Borussia Dortmund.

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Julian Brandt hat sich entschieden: Einer der begehrtesten Offensivspieler Deutschlands sucht nach fünfeinhalb Jahren in Diensten von Bayer Leverkusen bei Borussia Dortmund eine neue Herausforderung. "Im Fall von Borussia Dortmund habe ich ein sehr gutes Gefühl", sagte Brandt in einer Pressemitteilung des BVB.

Julian Brandt wollte nicht auf die Bank des FC Bayern

Mehr als ein Jahr lang war auch der FC Bayern München an einer Verpflichtung Brandts interessiert, war jedoch am Veto der Leverkusener ebenso gescheitert wie an der Angst des 23-Jährigen davor, beim Deutschen Meister auf der Bank zu versauern.

Einen Karriereknick scheint Brandt in Dortmund nicht zu befürchten. Nach Thorgan Hazard, mit dem sich die Borussia vom Namensvetter in Mönchengladbach verstärkt, ist der drei Jahre jüngere Brandt die nächste Topkraft aus der Bundesliga, die perfekt in das schnelle Offensivspiel des BVB passt. Wie Hazard kostet auch Brandt Borussia Dortmund eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro.

Dortmund ist von seinem Neuzugang überzeugt: "Obwohl Julian Brandt schon lange in der Bundesliga spielt und sowohl national als auch international über viel Erfahrung verfügt, ist er mit 23 Jahren immer noch ein sehr junger Profi mit Entwicklungspotenzial. Er kann auf mehreren Offensivpositionen eingesetzt werden und wird unser Spiel mit seiner Kreativität bereichern", freute sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Brandt selbst möchte sich bei den Schwarz-Gelben "persönlich weiterentwickeln" und rief in der Pressemitteilung der Dortmunder zur Jagd auf den FC Bayern München auf: "Der BVB ist in der vergangenen Saison sehr knapp am Titel vorbeigeschrammt. Es gibt also Luft nach oben. Ich habe viel vor mit den Jungs."

Brandt mit 22 Scorerpunkten

Brandt war mit seinen Toren (7) und Vorlagen (15) maßgeblich an der Qualifikation von Bayer Leverkusen für die Champions League beteiligt. Ligaweit legten nur Brandts künftiger Teamkollege Jadon Sancho (18) und Bayerns Joshua Kimmich (16) noch mehr Tore auf.

"Gerne hätten wir ihn noch behalten", sagt denn auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler in einer Pressemitteilung des Vereins. Aber der Tabellenvierte der Saison 2018/19 war auf den Verlust vorbereitet: "Wir haben mit der Verpflichtung von Kerem Demirbay aus Hoffenheim bereits frühzeitig für angemessenen Ersatz gesorgt."

Die erste Lücke im BVB-Kader ist geschlossen. Mit der Verpflichtung von Nico Schulz wächst beim Revierclub der Glaube an eine weitere Saison auf Augenhöhe mit dem FC Bayern. Clubchef Hans-Joachim Watzke rief eine neue, mutigere Strategie aus.