Aufgrund des Ferienendes in zwei deutschen Bundesländern und in Teilen der Niederlande brauchen die Autofahrer auf mehreren deutschen Autobahnen am kommenden Wochenende gute Nerven. In Hamburg gehen die Ferien erst los. Wir sagen, wo Staus und Wartezeiten drohen.

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Reisende müssen sich auf bestimmten deutschen Autobahnen am kommenden Wochenende erneut auf Staus und Wartezeiten einstellen.

Ferienende in Bayern, Baden-Württemberg und den Niederlanden

Die Bayern und Baden-Württemberger, die die Faschingsferien für einen Kurzurlaub genutzt haben, kehren nach Hause zurück. Dazu kommen Touristen aus Teilen der Niederlande. In der Gegenrichtung, also Richtung Süden, werden Hamburger Urlauber unterwegs sein. In der Hansestadt stehen die zweiwöchigen Frühlingsferien vor der Tür.

Der weltweit größte Automobilclub ADAC erwartet angesichts der beschriebenen Ferien-Konstellation ein höheres Verkehrsaufkommen in Richtung Norden. "Im Süden ist die Staugefahr besonders groß", kündigte ADAC-Sprecherin Melanie Mikulla an.

Der ADAC rät den Verkehrsteilnehmern, ihre Reise "antizyklisch" zur großen Masse zu planen. Besonders eng wird es am Freitag zwischen 14 und 18 Uhr, weil sich dann auch Berufspendler in den Urlaubsverkehr mischen. Wenn der Ferienverkehr neuerlich einsetzt, besteht samstags und sonntags jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 20 Uhr erhöhte Staugefahr. Der Automobilclub Europa (ACE) bestätigt auf seiner Webseite diese Einschätzung weitgehend.

Die Strecken mit der größten Staugefahr in der Übersicht

Deutschland

  • Großraum Hamburg
  • A1: Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
  • A3: Passau – Nürnberg – Würzburg
  • A4: Erfurt – Görlitz
  • A5: Basel – Karlsruhe
  • A6: Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7: Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg – Kassel – Hannover – Hamburg
  • A8: Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe
  • A9: München – Nürnberg – Berlin
  • A61: Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
  • A81: Singen – Stuttgart
  • A93: Kufstein – Inntaldreieck
  • A95/B2: München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99: Umfahrung München

Österreich

  • A1: Westautobahn
  • A10: Tauernautobahn
  • A12: Inntalautobahn
  • A13: Brennerautobahn
  • A14: Rheintalautobahn
  • B179: Fernpass-Route
  • Zudem: Bundesstraßen in Tirol, Salzburg und Vorarlberg

Schweiz

  • A2: Gotthard-Route
  • A1: St. Gallen – Zürich – Bern
  • Zudem: Zufahrtsstraßen in die Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz

Italien

  • A22: Brennerautobahn
  • Zudem: Straßen im Puster-, Grödner- und Gadertals und im Vinschgau

Zusätzlich können am kommenden Wochenende folgende Vollsperrungen auf Autobahnen in Deutschland für Behinderungen sorgen:

  • A63: Mainz – Kaiserslautern in beiden Richtungen im Bereich Kreuz Mainz-Süd von Freitag, 28. Februar, 21 Uhr, bis Montag, 2. März, 5 Uhr
  • A67: Mannheim Richtung Darmstadt zwischen Raststätte Pfungstadt und Darmstädter Kreuz langfristig gesperrt

Der ADAC erinnert daran, dass es erst ab einer Staulänge von zehn Kilometer sinnvoll sein kann, die Autobahn mit dem Ziel zu verlassen, den Stau zu umfahren. In der Regel seien auch die Ausweichstraßen schnell verstopft und brächten dementsprechend keinen Zeitvorteil.

Der ADAC bietet aktuelle Verkehrsinformationen ebenso an wie der ACE. Der ACE hat für die Verkehrssituation auf den Alpenpässen eine eigene Seite eingerichtet. Zur Information über die Verkehrslage in Österreich empfiehlt sich zudem die ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft). Verkehrsinformationen aus der Schweiz liefert auch der dortige Touring Club (TCS).

ADAC: Weniger Staus, aber längere Wartezeiten

2019 hat es in Deutschland weniger und kürzere Staus gegeben, wie eine Auswertung der ADAC-Staudatenbank ergab. Die Wartezeit verlängerte sich dennoch.
Teaserbild: © picture alliance / dpa / Jan Woitas