Mirjam Moll

Artikel von Mirjam Moll

Dass AfD-Chefin Frauke Petry nicht gewusst hat, was sie da in den Mund nahm, scheint unwahrscheinlich. Vielmehr gleicht ihr Verteidigungsruf einer Nazi-Vokabel den perfiden Methoden einer Partei, die immer weiter nach rechts außen treibt.

Ihre Reaktion war lang erwartet. Nach den Gewalttaten in Deutschland in Würzburg, München und Ansbach hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagmittag in Berlin der Presse gestellt. Wir haben mit Körpersprache-Experte Stefan Verra über ihren Auftritt gesprochen.

Und plötzlich ist der Terror ganz nah: Unsere Korrespondentin Mirjam Moll lebt und arbeitet in Brüssel. Hier berichtet sie wie sie den Tag erlebt hat, an dem die europäische Metropole zum Ziel mehrerer Terroranschläge wurde.

Es ist der Terroranschlag in Brüssel, den nach der Verhaftung des mutmaßlichen IS-Terroristen Salah Abdeslam am Freitag alle befürchtet haben. Bei den Attacken auf den Hauptstadtflughafen Zaventem sind viele Menschen ums Leben gekommen. Zudem gab es auch in der Brüsseler Metro Explosionen mit zahlreichen Opfern.

Nach den Pariser Anschlägen versprach die EU schnelle Maßnahmen zur Verhinderung künftiger Attentate in Europa. Doch schon die bisherigen Instrumente scheitern an mangelnder Zusammenarbeit.

Der Bundestag hat der Verlängerung der Griechenlandhilfe zugestimmt - auch im übergeordneten Interesse für Europa. Im Sommer dann erhält Athen ein drittes Milliarden-Programm.

Mit dem ersten Bündnisfall in der Geschichte der EU, den Frankreich nach den Pariser Anschlägen ausgerufen hat, muss auch die Bundesregierung in den Kampf gegen den IS eingreifen. Mit dem beschlossenen Einsatz von Kampfflugzeugen in Syrien überschreitet Berlin nicht nur seine eigene rote Linie – sondern lässt sich auch auf eine Operation in unbekannter Länge ein. Ein Gespräch mit Harald Kujat, ehemaliger General der deutschen Luftwaffe.

Die belgische Hauptstadt ist lahmgelegt. Seit dem Wochenende gilt die höchste Terrorwarnstufe, das öffentliche Leben findet praktisch nicht mehr statt.

Molenbeek gilt als Brennpunkt der westlichen Islamistenszene. Wie aber entstehen Terrorzellen und welche Konsequenzen haben die Erkenntnisse für Deutschland? Ein Gespräch mit dem Terrorexperten Florian Wätzel.

Vier Jahre nach dem letzten Teil von Harry Potter hält der Boom um die Figur von Autorin Joanne K. Rowling weiter an. Heute wird dessen Darsteller mit einer ganz besonderen Ehre in Los Angeles bedacht. Grund genug, einen Blick auf die Potter-Maschinerie zu werfen.

Viele Flüchtlinge kommen inzwischen über die Westbalkanroute nach Europa – vor allem aus dem umkämpften Syrien. Doch auch in Afrika machen sich wieder mehr Menschen auf den gefährlichen Weg in die EU.

Ein weiterer Schritt zur Festigung seiner Macht ist getan: Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat seiner Partei mit den von Repressalien begleiteten Neuwahlen zu einem weiteren Wahlsieg verholfen. Sein Traum einer Präsidialherrschaft ist damit wieder ein Stück näher gerückt. Kritik aus Brüssel muss Erdogan dennoch nicht fürchten.

Beim gestrigen EU-Gipfel haben sich die Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedsstaaten auf einen Aktionsplan mit dem Nachbarland vor Europas Toren geeinigt

Seit zwei Wochen ist der neue und alte Premier Griechenlands im Amt. Für Verzögerungen im Reformplan, den Alexis Tsipras im Gegenzug für weitere Milliardenhilfen erfüllen muss, ist jetzt keine Zeit mehr. Der Druck, der auf ihm lastet, scheint größer denn je.

Testverfahren unter realistischen Bedingungen - dafür setzt sich der Europaabgeordnete Markus Pieper (CDU) als Mitglied des Verkehrsausschusses in Brüssel seit Jahren ein. Durch den VW-Skandal hofft er, ein entsprechendes Gesetz schnell auf den Weg bringen zu können. Gleichzeitig warnt er davor, den Konzern unter Generalverdacht zu stellen. Ein Gespräch über die Folgen der geschönten Abgaswerte.

Es ist die alles entscheidende Debatte im griechischen Parlament: Am Freitag stimmen die Abgeordneten über das dritte Hilfspaket ab. Wie viele der Syriza-Anhänger Parteichef Alexis Tsipras folgen werden, ist ungewiss. Von ihrer Zahl hängt Tsipras' Zukunft stark ab.

Das dritte Hilfspaket für Griechenland scheint zum Greifen nahe. Die Athener Regierung gibt sich zuversichtlich, dass ihr Parlament noch in dieser Woche abstimmen kann. Doch davor gilt es noch einige Hürden zu überwinden.

Innerhalb seiner sechsmonatigen Amtszeit hat sich Alexis Tsipras des Öfteren zu einem rasanten Kurswechsel entschieden, der in dem Referendum am 5. Juli seinen Höhepunkt fand. Doch inzwischen scheint der Widerstand des einstigen Rebellen gebrochen.

Vom kaum zitierten Wirtschaftsökonomen zum Finanzminister eines Krisenstaates: Gianis Varoufakis' Aufstieg verlief so schnell wie sein Fall. Das inzwischen zurückgetretene Kabinettsmitglied der griechischen Regierung könnte womöglich vor Gericht gestellt werden.

Schluss mit der Troika, dem Spardiktat der Geldgeber. Her mit dem Schuldenschnitt und dem Wirtschaftsaufschwung. Alexis Tsipras hat Großes bewegen wollen – nach nur sechs Monaten im Amt musste er viele seiner Wahlversprechen aufgeben.

Die Belastungen für Hellas werden groß – aber sie sind nicht unüberwindbar. Der Kurs der Geldgeber wird zum Teil hart kritisiert. Doch Experten warnen davor, falsche Vergleiche mit anderen EU-Ländern zu ziehen.

Er gilt als Hardliner, als unerbittlich und gnadenlos. Deutschlands Bundesfinanzminister ist ein Mann der Prinzipien. Aber auch einer, der für Europa brennt. Ein Porträt von Mirjam Moll.

Endlich ist er da, der Durchbruch. Doch bis die Verhandlungen um ein drittes Hilfsprogramm offiziell beginnen können, gilt es noch einige Hürden zu überwinden. Trotzdem hat dieser Gipfel die Einigkeit Europas bewiesen - ungeachtet aller nationalen Differenzen.

Das Ergebnis des griechischen Referendums hat die Frage, wie es mit Hellas weitergeht, nicht leichter gemacht. Trotzdem könnte sich die Krise auch als Chance erweisen – für mehr Integration.

"Sieg der Demokratie" könnte Griechenland den Euro kosten.