Mirjam Moll

Artikel von Mirjam Moll

Nein oder ja? An diesem Sonnabend sollen die Griechen darüber abstimmen, ob sie ein längst nicht mehr gültiges Programm der Geldgeber ablehnen oder befürworten. Es ist nicht die einzige Kuriosität dieses Referendums, dessen Legalität vom Europarat in Straßburg bereits in Zweifel gezogen wurde. Alle Zahlen und Fakten rund um die Volksabstimmung, die Europa in Atem hält.

Ja oder Nein? Wie die Hellenen am Sonntag stimmen werden, ist noch völlig offen – auch wenn sich erste Tendenzen abzeichnen. Doch egal wie sie sich entscheiden werden. Sie wird schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.

Mit seinem Zickzackkurs und diversen Verzögerungsmomenten hat der griechische Ministerpräsident seine Verhandlungspartner so sehr brüskiert, dass niemand mehr mit ihm sprechen will – zumindest, bis das Referendum am Sonntag stattgefunden hat. Waren die geplatzten Gespräche von Anfang an geplant – oder eher das Ergebnis politischer Unbedarftheit?

Die Rettung Griechenlands droht zu scheitern, der Grexit rückt näher. Ob dieser am Ende kommt oder nicht – wünschenswert wäre er für Deutschland so oder so nicht.

Eine Einigung in letzter Minute und die Absage des Referendums, ein "Nein" zum Sparprogramm und der "Grexit" oder ein "Ja" zum Sparprogramm, eine Ende der Regierung Tsipras und der Verbleib des Landes im Euro: Wie wahrscheinlich ist welches Griechenland-Szenario?

In weniger als einer Woche will die Athener Regierung ein Referendum abhalten – über ein Programm, das es dann nicht mehr gibt. Hier eine Analyse des überraschenden Schritt des griechischen Ministerpräsidenten:

Mit den sich überschlagenden Sondersitzungen der Eurogruppe wird die Lage im Krimi um Griechenland immer unübersichtlicher. Die Verhandlungen waren einmal mehr gescheitert, Athens Regierung reagierte auf die Finanzkrise am Sonntagabend mit der Schließung der Banken. Ein Überblick über die Entwicklungen der vergangen Tage.

Nur wenige Monate nach dem blutigen Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt wird Frankreich von einem neuen Attentat erschüttert. Ein Mensch kam dabei ums Leben, mehrere Personen wurden verletzt. Für die offenbar islamistisch motivierte Tat soll ein 35-Jähriger verantwortlich sein, der dem französischen Geheimdienst DGSI bereits bekannt war.

Es steht schlecht um Griechenland, der Streit um die Athener Reformliste nimmt kein Ende. Eigentlich sollte es schon vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag einen Deal geben. Doch der griechische Premier Alexis Tsipras pokert bis zuletzt.

Die Krise ist schon jetzt untrennbar mit ihr verbunden. Gelingt es Bundeskanzlerin Angela Merkel, den griechischen Knoten zu lösen, kann sie ihre Macht festigen. Eine Alternative ist nicht vorgesehen.

Echte Zugeständnisse oder doch wieder nur leere Versprechungen? Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras soll mit neuen Reformvorschlägen nach Brüssel gereist sein. Die Kreditgeber zeigen sich bislang aber eher unbeeindruckt.

Im monatelangen Ringen um eine Einigung mit Griechenland wird der hellenische Finanzminister Gianis Varoufakis gerne zum Sündenbock gemacht. Doch damit wird seine Rolle in der Krise deutlich überschätzt. Denn die Verantwortung tragen andere.

Das Spiel auf Zeit der Athener Regierung neigt sich dem Ende zu. Denn nur wenige Tage verbleiben, um zu einer Lösung zu kommen. Das Szenario des griechischen Ausstiegs aus der Eurozone rückt unerbittlich näher.

Nach einem furchtlosen Verhandlungswochenende bringt der hellenische Finanzminister erneut seine Forderung eines Schuldenschnitts in die Debatte ein: Im Gegenzug will er auf weitere Hilfsgelder verzichten.

Griechenland rutscht immer tiefer in die Krise. Der Schuldenberg ist auf 180 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung angewachsen, mehr als jeder zweite Jugendliche ist ohne Arbeit, die Wachstumsprognosen drohen sich in eine Stagnation zu kehren.

Viele Szenarien hat man im Hinblick auf Griechenland schon durchgespielt. Doch eines rückt nun in gefährliche Nähe: Der Grexit, also der Ausstieg der Hellenen aus der Eurozone. Nach der plötzlichen Abreise der Delegation aus Washington, dem Sitz des Internationalen Währungsfonds (IWF), scheint eine Einigung in letzter Minute zur Rettung des von der Staatspleite bedrohten Griechenlands immer unwahrscheinlicher.

Ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat sorgt für neuen Zündstoff in der Debatte um die Rettung Griechenlands. Zwar wären die Folgen für die Eurozone nicht unerheblich – von einer Kettenreaktion kann aber keine Rede sein.

Fast 240 Milliarden Euro an Hilfsgeldern sind in den vergangenen vier Jahren nach Athen geflossen. Dennoch geht es dem Land nicht besser als 2010 - im Gegenteil. Die Ursachen dafür liegen in jahrelangem Missmanagement des Staates.

Die Eurogruppe gewährt Athen immer wieder neue Aufschübe, um eine umfassende Reformliste zu präsentieren. Doch der Internationale Währungsfonds pocht unerbittlich auf pünktliche Rückzahlungen und forderte schon in der Vergangenheit härtere Strukturmaßnahmen - oder einen Schuldenschnitt. Ganz unrecht hat der Fonds damit nicht.

Die Sorgen um Griechenland nehmen kein Ende. Kurz vor dem alles entscheidenden Eurogruppentreffen am 11. Mai droht der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Veto gegen die Auszahlung der letzten Tranche des zweiten Hilfspakets. Doch zuletzt zeichnete sich erstmals ein möglicher Kompromiss zwischen Brüssel und den griechischen Unterhändlern ab.

Etwa drei Monate ist die Links-Rechts-Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras nun im Amt. Die Prognosen für Hellas stehen schlechter denn je. Ein Personalwechsel soll nun die Kehrtwende in den Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern bringen. Doch wer sind die Männer, denen Ministerpräsident Alexis Tsipras nun nach Brüssel schickt?

Personalwechsel, Kurswechsel, neue Versprechen: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras scheint zu Zugeständnissen bereit, provoziert aber gleichzeitig mit kernigen Aussagen in TV-Interviews. Welche Strategie verfolgt der griechische Regierungschef?

Am Wochenende bat Ministerpräsident Alexis Tsipras Bundeskanzlerin Angela Merkel um Geld. Aber wie stellt sich der griechische Regierungschef das vor?

Nach Jahren des Nichtstuns hat Griechenland den Rechtsextremisten seines Landes den Kampf angesagt. In einem nie dagewesenen Strafprozess will die Staatsanwaltschaft die Parteienführung und einige Abgeordnete hinter Gitter bringen und die Partei verbieten. Doch längst ist die nationalsozialistische Organisation zu einer gesellschaftsfähigen Partei geworden.

Der Schuldenstreit zwischen Griechenland und den internationalen Geldgebern nimmt kein Ende. Die Fronten sind verhärtet, der Geduldsfaden wird immer dünner. Trotzdem spielen beide Seiten auf Zeit.  Es ist ein gefährliches Pokerspiel, das verheerende Folgen haben könnte.