Sein Wechsel hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt: Mats Hummels verließ im Sommer Borussia Dortmund und heuerte beim FC Bayern München an. In einem gemeinsamen Interview mit seinem Bruder Jonas nennt Hummels private Gründe als maßgeblich für seine Entscheidung.

Mehr als acht Jahre spielte Mats Hummels für Borussia Dortmund, wurde dort zum Nationalspieler, gewann zwei Deutsche Meisterschaften, einmal den DFB-Pokal und zog 2013 ins Champions-League-Finale ein. Dass der langjährige Fan-Liebling im Sommer 2016 ausgerechnet zum FC Bayern München wechselte, war für viele Anhänger des BVB nur schwer zu verdauen.

Ex-Sportdirektor kritisiert Bayern-Manager mit scharfen Worten.

In einem Doppelinterview mit dem "Stern", das das Nachrichtenmagazin mit den Brüdern Mats und Jonas Hummels gemeinsam führte, spricht der 28 Jahre alte Innenverteidiger offen über maßgebliche Gründe für die Rückkehr in seine Heimatstadt.

Diese sind in erster Linie privater Natur. "Von den acht Geburtstagen (des Bruders Jonas, Anm. d. Red.), die ich in Dortmund spielte, war ich nur einmal da. Die anderen Male saß ich traurig zu Hause. Ich hab unglaublich viel verpasst", sagt Hummels. "Wenn ich mal da war, hab ich zwei Drittel der Witze nicht verstanden, weil das alles Insider waren. Ich hab mitgelacht, aber eigentlich hab ich gemerkt: Okay, krass, ich gehöre nicht mehr richtig dazu. Die wussten alles voneinander, und ich wusste gar nichts."

Enge Beziehung der beiden Brüder

In der Jugend spielten Mats und Jonas Hummels beide für die Bayern. Die Tatsache, seinen Bruder 2008 in München zurückzulassen und ohne ihn nach Dortmund zu gehen, fiel Mats offenbar besonders schwer. "Du bist am Anfang auch jeden freien Tag nach München gekommen", erinnert sich Jonas in dem Gespräch.

Die extreme Verbundenheit der beiden Brüder wird in dem "Stern"-Interview in einer Passage besonders deutlich.

Mats wurde wenige Wochen nach dem WM-Gewinn 2014 während seines Nizza-Urlaubs mitgeteilt, dass sich sein Bruder zum zweiten Mal das Kreuzband gerissen hatte, die die Sportinvalidität des zwei Jahre jüngeren Jonas zufolge hatte. "Als ich davon erfuhr, war ich am Boden zerstört", berichtet Mats. "Cathy wollte direkt heim, damit ich zum Jonas kann. Wir hatten beide immer den Traum, uns mal in einem Pflichtspiel als Kapitäne die Hand zu geben. In dem Moment war mir klar, das wird nichts mehr. Da wird selbst ein WM-Titel ziemlich schnell egal."

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