Chemnitz

Wegen seiner umstrittenen Äußerungen zu Chemnitz muss Hans-Georg Maaßen seinen Posten als Präsident des Verfassungsschutzes räumen. Pikant: Maaßen wird nicht etwa degradiert - er steigt auf, zum Staatssekretär im Innenministerium. Welche Aufgaben bekommt er? Was wird künftig auf seinem Gehaltszettel stehen? Und wer ist der große Verlierer?

Ein Treffen im Kanzleramt soll Klarheit über die Zukunft von Hans-Georg Maaßen bringen. Der Geheimdienstchef könnte weggelobt werden - eine Aufgabe im Innenministerium ist im Gespräch. Auch Namen möglicher Nachfolger kursieren bereits.

Der 22 Jahre alte Yousif A., der im Verdacht stand, in Chemnitz an der Tötung von Daniel H. beteiligt gewesen zu sein, kommt auf freien Fuß. Sein Anwalt greift nun die sächsische Justiz scharf an, weil die Unschuldsvermutung für seinen Mandanten nicht gegolten habe. Yousif A. erhält nach seiner Freilassung nun Sicherheitsmaßnahmen.

Muss Verfassungsschutz-Chef Maaßen gehen? Ein Treffen im Kanzleramt soll eine Klärung im Berliner Koalitionsdrama bringen. Niemand wolle die Koalition sprengen, wird beteuert. Aber nachgeben will auch keiner. Unterdessen kursieren schon Namen für einen Nachfolger.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag befürchtet nach den ausländerfeindlichen Vorfällen in Chemnitz einen Schaden für den Standort Deutschland. Der Verein ist nicht der einzige, der Alarm schlägt.

Auch Anne Will diskutierte mit ihren Gästen über den umstrittenen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen. Bis auf CDU-Parlamentarier Paul Ziemiak waren sich alle einig: Maaßens Tage im Amt sind gezählt.

Am Dienstag wollen die Chefs von CDU, CSU und SPD erneut versuchen, den Konflikt um den Verfassungsschutzpräsidenten zu lösen. Die Sozialdemokraten bleiben dabei: Maaßen muss weg. Doch dessen oberster Dienstherr sieht dafür weiterhin keinen Grund. Und nun?

Bei einer Demonstration in Chemnitz hat die Polizei Mitglieder einer selbst ernannten Bürgerwehr festgenommen, unter anderem wegen fremdenfeindlicher Äußerungen.

Beim Konflikt um Geheimdienst-Chef Maaßen geht es für die SPD nicht nur um einen Behördenleiter, sondern um Grundsätzliches. Getreu dem Motto: Wehret den Anfängen. Dass die Parteispitze dafür sogar den Koalitionsbruch riskiert, hat aber auch noch einen anderen Grund.

Union und AfD verlieren, SPD und Grüne legen zu: Nach der Debatte um die Vorkommnisse in Chemnitz und Köthen sowie die Aussagen von Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen gibt es im ZDF-"Politbarometer" deutliche Verschiebungen.

Einer der beiden wegen des Tötungsdelikts in Chemnitz inhaftierten Verdächtigen bestreitet einem Medienbericht zufolge eine Tatbeteiligung.

Der Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, sorgte mit seinen Äußerungen über die rechten Hetzjagden in Chemnitz mindestens für Irritationen. Am Donnerstagabend sprach Maybrit Illner mit ihren Gästen über die Vorkommnisse in Chemnitz und Köthen, den Verfassungsschutzpräsidenten und seine Aussagen - und deren Folgen für Demokratie und Rechtsstaat. Eine Diskussion mit klaren Worten, aber auch mit Tiefgang.

Die SPD wagt die Machtprobe in der großen Koalition. Sie fordert die Entlassung des umstrittenen Verfassungsschutzpräsidenten. Was macht nun Kanzlerin Merkel? Opfert sie Maaßen für den Koalitionserhalt?

Der international zur Fahndung ausgeschriebene dritte Tatverdächtige hat gegen seinen abgelehnten Asylantrag geklagt. Eine Entscheidung über die Klage steht noch aus.

In vier Wochen wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. In der Wahlarena des Bayerischen Rundfunks vermied CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer allzu scharfe Töne in der Flüchtlingspolitik

Hans-Georg Maaßen muss wegen seiner umstrittenen Äußerungen zu Chemnitz keine Konsequenzen befürchten, zumindest vorerst. Bundesinnenminister Horst Seehofer halt an ihm fest. Juso-Chef Kevin Kühnert reagierte mit Unverständnis.

Union und FDP stellen sich hinter ihn. Grüne und Linke bleiben kritisch.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stellt sich trotz der umstrittenen Aussagen von Hans-Georg Maaßen zu den Ereignissen in Chemnitz hinter den ...

Nach den Ereignissen in Chemnitz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Ausschreitungen bei rechten Kundgebungen scharf verurteilt und vor Ausgrenzung bestimmter Menschengruppen gewarnt. Auseinandersetzungen über die Begrifflichkeit der Hetzjagden will sie beenden. Diese "helfen uns nicht weiter."

Verfassungsschutz-Präsident Maaßen muss sich nach seinen umstrittenen Worten zu den fremdenfeindlichen Vorgängen in Chemnitz im Bundestag erklären. Sein Bericht ist ein Versuch, vieles klarzustellen. Ob das Innenminister Seehofer und den Abgeordneten reicht?

Was in Chemnitz geschah, treibt viele Menschen um: Erst der gewaltsame Tod eines Menschen. Dann teils fremdenfeindliche Angriffe. Das beschäftigt auch Innenminister Seehofer.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will verstärkt gegen die AfD vorgehen. Der Verfassungsschutz in Bayern soll künftig noch genauer hinschauen.

Die Justiz ermittelt wegen verfassungsfeindlicher Parolen auf Demonstrationen in Köthen und Halle, die als Trauermärsche einberufen wurden nachdem ein 22-jähriger Deutscher im Zuge eines Streites mit zwei Afghanen an Herzversagen verstarb. Die Polizei berichtet von Hitler-Grüßen und Sieg-Heil-Rufen. Auch über die Ausschreitungen in Chemnitz Ende August wird nun immer mehr bekannt.

Im Bundestag muss sich Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen an diesem Mittwoch für den Wirbel rechtfertigen, den er mit einem Interview zu Chemnitz ausgelöst hat. Ob ihm das gelingt, ist offen.

Im Fall des aus Chemnitz aufgetauchten Videos, dessen Authentizität von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen zunächst bezweifelt wurde, sind neue Details ans Licht gekommen. So hat das ZDF offenbar einen der Angreifer identifiziert.