Chemnitz

Der Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, sorgte mit seinen Äußerungen über die rechten Hetzjagden in Chemnitz mindestens für Irritationen. Am Donnerstagabend sprach Maybrit Illner mit ihren Gästen über die Vorkommnisse in Chemnitz und Köthen, den Verfassungsschutzpräsidenten und seine Aussagen - und deren Folgen für Demokratie und Rechtsstaat. Eine Diskussion mit klaren Worten, aber auch mit Tiefgang.

Die SPD wagt die Machtprobe in der großen Koalition. Sie fordert die Entlassung des umstrittenen Verfassungsschutzpräsidenten. Was macht nun Kanzlerin Merkel? Opfert sie Maaßen für den Koalitionserhalt?

Der international zur Fahndung ausgeschriebene dritte Tatverdächtige hat gegen seinen abgelehnten Asylantrag geklagt. Eine Entscheidung über die Klage steht noch aus.

In vier Wochen wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. In der Wahlarena des Bayerischen Rundfunks vermied CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer allzu scharfe Töne in der Flüchtlingspolitik

Hans-Georg Maaßen muss wegen seiner umstrittenen Äußerungen zu Chemnitz keine Konsequenzen befürchten, zumindest vorerst. Bundesinnenminister Horst Seehofer halt an ihm fest. Juso-Chef Kevin Kühnert reagierte mit Unverständnis.

Union und FDP stellen sich hinter ihn. Grüne und Linke bleiben kritisch.

Nach den Ereignissen in Chemnitz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Ausschreitungen bei rechten Kundgebungen scharf verurteilt und vor Ausgrenzung bestimmter Menschengruppen gewarnt. Auseinandersetzungen über die Begrifflichkeit der Hetzjagden will sie beenden. Diese "helfen uns nicht weiter."

Verfassungsschutz-Präsident Maaßen muss sich nach seinen umstrittenen Worten zu den fremdenfeindlichen Vorgängen in Chemnitz im Bundestag erklären. Sein Bericht ist ein Versuch, vieles klarzustellen. Ob das Innenminister Seehofer und den Abgeordneten reicht?

Was in Chemnitz geschah, treibt viele Menschen um: Erst der gewaltsame Tod eines Menschen. Dann teils fremdenfeindliche Angriffe. Das beschäftigt auch Innenminister Seehofer.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will verstärkt gegen die AfD vorgehen. Der Verfassungsschutz in Bayern soll künftig noch genauer hinschauen.

Die Justiz ermittelt wegen verfassungsfeindlicher Parolen auf Demonstrationen in Köthen und Halle, die als Trauermärsche einberufen wurden nachdem ein 22-jähriger Deutscher im Zuge eines Streites mit zwei Afghanen an Herzversagen verstarb. Die Polizei berichtet von Hitler-Grüßen und Sieg-Heil-Rufen. Auch über die Ausschreitungen in Chemnitz Ende August wird nun immer mehr bekannt.

Im Bundestag muss sich Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen an diesem Mittwoch für den Wirbel rechtfertigen, den er mit einem Interview zu Chemnitz ausgelöst hat. Ob ihm das gelingt, ist offen.

Im Fall des aus Chemnitz aufgetauchten Videos, dessen Authentizität von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen zunächst bezweifelt wurde, sind neue Details ans Licht gekommen. So hat das ZDF offenbar einen der Angreifer identifiziert.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angesichts rechtsextremer Proteste in Chemnitz und anderswo einen starken und handlungsfähigen Rechtsstaat gefordert - gleichzeitig aber auch Verständnis für die Sorgen der Bürger geäußert.

Bis Montag hat die Bundesregierung von Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen einen Bericht verlangt, in dem er seine umstrittenen Äußerungen zu den Vorfällen in Chemnitz genauer erläutert. Die Erklärung ist nun beim Innenministerium eingegangen. Die massive Kritik an Maaßen reißt derweil nicht ab.

Ungewöhnlich scharf hat NRW-Regierungschef Armin Laschet Bundesinnenminister Horst Seehofer kritisiert. Seehofers Rhetorik sei mit der des früheren irakischen Diktators Saddam Hussein zu vergleichen. Auch an den in der Kritik stehenden BfV-Chef Maaßen hat er eine deutliche Botschaft.

Zwei Männergruppen geraten in Köthen aneinander, ein junger Mann stirbt an Herzversagen. Zwei Afghanen werden der Körperverletzung mit Todesfolge verdächtigt - einer von ihnen sollte eigentlich schon länger abgeschoben werden. Nach dem ähnlichen Vorfall in Chemnitz, führt dies zu gewalttätigen Spontandemos in Sachsen - Sachsen-Anhalt will dies jedoch verhindern.

Für Verfassungsschutzchef Maaßen spitzt sich die Lage allmählich zu. Weite Teile der Bundespolitik warten auf eine Erklärung, welche Indizien der Geheimdienstler für seine Aussagen zu den Chemnitz-Geschehnissen hat. Am Montag könnte es mehr Klarheit geben.

Was genau passierte bei dem Streit in Köthen, in dessen Folge ein 22-Jähriger Deutscher starb? Und was wissen die Ermittler über die beiden Afghanen, die seit Sonntagabend in Untersuchungshaft sitzen. Am Vormittag treten zwei Minister vor die Presse.

In Chemnitz wird seit einem tödlichen Streit vor zwei Wochen heftig protestiert und gestritten. Nun kam es auch in Sachsen-Anhalt zu einem folgenschweren Streit - ein junger Mann stirbt.

Die 2016 noch mögliche Abschiebung des mutmaßlichen Messerstechers von Chemnitz ist laut einem Bericht aufgrund eines Aktenfehlers unterblieben. 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den antisemitischen Angriff auf einen Restaurantbetreiber in Chemnitz scharf kritisiert. Währenddessen blieb die Beteiligung bei neuen Demonstrationen in der sächsischen Stadt niedrig. Das Opfer der Attacke will sich von den Extremisten nicht einschüchtern lassen.

Im Netz ist ein Video aufgetaucht, welches einen Angriff auf einen Migranten zeigt, aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft stuft die Aufnahmen nun als echt ein. Hinweise auf eine Falschinformation gebe es nicht.

Das Landeskriminalamt hat eine Anzeige aufgrund einer möglichen antisemitischen Attacke auf ein jüdisches Restaurant in Chemnitz bestätigt. Der Vorfall soll sich am des 27. August ereignet haben.

Weitere Schlagersänger haben sich nach den Vorfällen in Chemnitz gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus ausgesprochen.