Chemnitz

Was genau passierte bei dem Streit in Köthen, in dessen Folge ein 22-Jähriger Deutscher starb? Und was wissen die Ermittler über die beiden Afghanen, die seit Sonntagabend in Untersuchungshaft sitzen. Am Vormittag treten zwei Minister vor die Presse.

In Chemnitz wird seit einem tödlichen Streit vor zwei Wochen heftig protestiert und gestritten. Nun kam es auch in Sachsen-Anhalt zu einem folgenschweren Streit - ein junger Mann stirbt.

Die 2016 noch mögliche Abschiebung des mutmaßlichen Messerstechers von Chemnitz ist laut einem Bericht aufgrund eines Aktenfehlers unterblieben. 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den antisemitischen Angriff auf einen Restaurantbetreiber in Chemnitz scharf kritisiert. Währenddessen blieb die Beteiligung bei neuen Demonstrationen in der sächsischen Stadt niedrig. Das Opfer der Attacke will sich von den Extremisten nicht einschüchtern lassen.

Im Netz ist ein Video aufgetaucht, welches einen Angriff auf einen Migranten zeigt, aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft stuft die Aufnahmen nun als echt ein. Hinweise auf eine Falschinformation gebe es nicht.

Das Landeskriminalamt hat eine Anzeige aufgrund einer möglichen antisemitischen Attacke auf ein jüdisches Restaurant in Chemnitz bestätigt. Der Vorfall soll sich am des 27. August ereignet haben.

Weitere Schlagersänger haben sich nach den Vorfällen in Chemnitz gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus ausgesprochen.

Weil Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen Zweifel an Berichten über "Hetzjagden" in Chemnitz äußert, fordern zahlreiche Politiker seinen Rücktritt. Auslöser dieser Debatte ist ein Video, das beim Kurzachrichtendienst Twitter hochgeladen wurde. Was über das Video bekannt ist - und was nicht. 

Nach den Äußerungen von Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen, Videoaufnahmen von den Demonstrationen in Chemnitz seien womöglich nicht authentisch, reagieren Politiker mit Kritik. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt greift Maaßen scharf an; Linken-Chefin Kipping fordert seine Ablösung und nennt ihn "AfD-Versteher". 

Das zentrale Streitthema zwischen Kanzlerin Angela Merkel und der CSU von Horst Seehofer ist wieder zurück: die Migrationspolitik. Grund dafür ist eine Aussage des Innenministers. Die SPD reagiert dünnhäutig - und fordert ein Ende des Unionsstreits. Dabei wählt vor allem SPD-Vize Natascha Kohnen deutliche Worte.

Nach den Ereignissen in Chemnitz hat sich Schlagersängerin Helene Fischer bei einem Konzert gegen Gewalt und Fremdenhass ausgesprochen. Im Netz überschlagen sich die Reaktionen. Ihre Aussagen bringen ihr viel Lob ein - aber es gibt auch Kritik.

Horst Seehofer soll in einer CSU-internen Runde Migration als die "Mutter aller Probleme" in Deutschland bezeichnet haben. Dieser Aussage hat Kanzlerin Angela Merkel nun widersprochen. Zustimmung erntet der Bundesinnenminister von Seiten der AfD.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Medienberichten zufolge die Migration als "Mutter aller Probleme" bezeichnet und Verständnis für die Demonstranten in Sachsen gezeigt.

Nach monatelanger Unterbrechung soll es in Hamburg wieder regelmäßige Kundgebungen eines "Merkel muss weg"-Bündnisses geben. Zum Auftakt folgen nur 125 Anhänger dem Aufruf der laut Verfassungsschutz rechtsextremen Organisatoren. Der Gegenprotest ist ungleich größer.

Angela Merkel hat die Ereignisse in Chemnitz erneut verurteilt. Damit reagierte sie auf Vorwürfe von AfD-Chef Jörg Meuthen. Und auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte der Wortwahl der Kanzlerin zuvor widersprochen.

Im Mordfall Kandel kehrt auch nach dem Urteil keine Ruhe ein. Die Anklagebehörde legt Revision gegen den Richterspruch ein, und eine rechtspopulistische Initiative kündigt eine Protestaktion an. Die Stadtspitze in Landau warnt vor Spannungen wie in Chemnitz.

Nach den Vorfällen in Chemnitz fordern Politiker, die AfD vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen. Doch so einfach ist das nicht, erklärt ein Experte für Verfassungsrecht. Welche Voraussetzungen müssen für eine Beobachtung erfüllt sein und welche Auswirkungen könnte das haben?

Helene Fischer hat sich bei ihrem Konzert in Berlin zur gesellschaftlichen Spaltung in Deutschland geäußert. Sie hat ihre Fans dazu aufgerufen, ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus zu setzen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) verteidigt in Regierungserklärung die Arbeit der Polizei in Chemnitz. Zudem macht er aber auch eine umstrittene Aussage. Demnach habe es "keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome". Das sieht aber selbst Kanzlerin Angela Merkel so. 

Beim Thema Politik und gesellschaftlichen Problemen hält sich Schlagersängerin Helene Fischer meist zurück. Zu groß ist offenbar ihre Angst, eigene Anhänger zu verprellen. Jetzt hat sich Fischer dennoch zu den Übergriffen in Chemnitz geäußert.

Unter dem Motto #wirsindmehr haben in Chemnitz namhafte Bands ein kostenloses Konzert gegeben, um gemeinsam mit den Besuchern ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Mittendrin unsere Redakteurin - die ganz neue Eindrücke von ihrer Heimatstadt gewinnt.

Noch am Wochenende der tödlichen Messerattacke in Chemnitz wurden zwei Verdächtige festgenommen. Nun sucht die Generalstaatsanwaltschaft einen dritten Mann, der dringend tatverdächtig ist. Unterdessen wurde bekannt, dass die Nationalität der ersten beiden Verdächtigen nun doch unklar ist.

Rund 65.000 Menschen haben in Chemnitz an einem Protestkonzert gegen Rechts teilgenommen. Bei "#wirsindmehr" warben Künstler für Toleranz und griffen Gewalt und Hass scharf an. Die Bilder des Abends. (Mit Material der dpa)

In Chemnitz haben am Montagabend Zehntausende bei einem Protestkonzert mit Bands wie Kraftklub oder den Toten Hosen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Aber wie geht es jetzt in der Stadt und in ganz Sachsen weiter? So hat die Presse das Konzert kommentiert.

Mit einem kurzen Gedicht hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf einen Tweet von von Beatrix von Storch reagiert. Die AfD-Politikerin hatte zuvor schwere Kritik an den Besuchern eines Protestkonzerts in Chemnitz geübt.