Chemnitz

Im Mordfall Kandel kehrt auch nach dem Urteil keine Ruhe ein. Die Anklagebehörde legt Revision gegen den Richterspruch ein, und eine rechtspopulistische Initiative kündigt eine Protestaktion an. Die Stadtspitze in Landau warnt vor Spannungen wie in Chemnitz.

Nach den Vorfällen in Chemnitz fordern Politiker, die AfD vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen. Doch so einfach ist das nicht, erklärt ein Experte für Verfassungsrecht. Welche Voraussetzungen müssen für eine Beobachtung erfüllt sein und welche Auswirkungen könnte das haben?

Helene Fischer hat sich bei ihrem Konzert in Berlin zur gesellschaftlichen Spaltung in Deutschland geäußert. Sie hat ihre Fans dazu aufgerufen, ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus zu setzen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) verteidigt in Regierungserklärung die Arbeit der Polizei in Chemnitz. Zudem macht er aber auch eine umstrittene Aussage. Demnach habe es "keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome". Das sieht aber selbst Kanzlerin Angela Merkel so. 

Beim Thema Politik und gesellschaftlichen Problemen hält sich Schlagersängerin Helene Fischer meist zurück. Zu groß ist offenbar ihre Angst, eigene Anhänger zu verprellen. Jetzt hat sich Fischer dennoch zu den Übergriffen in Chemnitz geäußert.

Unter dem Motto #wirsindmehr haben in Chemnitz namhafte Bands ein kostenloses Konzert gegeben, um gemeinsam mit den Besuchern ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Mittendrin unsere Redakteurin - die ganz neue Eindrücke von ihrer Heimatstadt gewinnt.

Noch am Wochenende der tödlichen Messerattacke in Chemnitz wurden zwei Verdächtige festgenommen. Nun sucht die Generalstaatsanwaltschaft einen dritten Mann, der dringend tatverdächtig ist. Unterdessen wurde bekannt, dass die Nationalität der ersten beiden Verdächtigen nun doch unklar ist.

In Chemnitz haben am Montagabend Zehntausende bei einem Protestkonzert mit Bands wie Kraftklub oder den Toten Hosen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Aber wie geht es jetzt in der Stadt und in ganz Sachsen weiter? So hat die Presse das Konzert kommentiert.

Mit einem kurzen Gedicht hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf einen Tweet von von Beatrix von Storch reagiert. Die AfD-Politikerin hatte zuvor schwere Kritik an den Besuchern eines Protestkonzerts in Chemnitz geübt.

Bands wie die Toten Hosen und Kraftklub lassen Chemnitz für einen Abend rassistische Aufmärsche vergessen. Es bleibt friedlich. Doch gelöst ist das Problem noch lange nicht.

Das Konzert in Chemnitz sprengt alle Erwartungen. Zehntausende kamen in die sächsische Stadt und feiern unter dem Motto "#wirsindmehr" zu Bands wie die Toten Hosen oder Kraftklub. Zwei Gegenkundgebungen werden zuvor untersagt. Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute. 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstützt das Konzert gegen Rechts in Chemnitz - und wird von der CDU-Spitze angegangen. Der Grund: Auf dem Konzert spielt auch die Band Feine Sahne Fischfilet.

Der Bremer Verfassungsschutz nimmt den AfD-Nachwuchs ins Visier. Die Junge Alternative werde seit der vergangenen Woche beobachtet, teilte der Bremer Senat am Dienstag mit. 

Sigmar Gabriel wünscht sich mehr Präsenz der Spitzenpolitiker in Chemnitz. Wäre er Bundeskanzler, wäre er "nicht erst jetzt" nach Sachsen gereist.

Chemnitz wird zum Talkshow-Dauerbrenner: Wie schon einige ihrer Kollegen diskutierte am Sonntagabend auch Anne Will mit ihren Gästen über die rechten Ausschreitungen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer verteidigte die sächsische Polizei vehement - und untermauerte so letztendlich ausgerechnet die Argumente der Kritiker. 

Vertreter und Anhänger der AfD demonstrierten in den vergangenen Tagen Seite an Seite mit Rechtsradikalen. Nun werden die Rufe nach einer Beobachtung der Partei vom Verfassungsschutz lauter - auch aus der Bevölkerung.

Kaum ist die eine Großveranstaltung vorbei, erwartet Chemnitz schon die nächste. Nach einem kurzen Durchschnaufen am Sonntag findet zu Wochenbeginn ein Gratis-Konzert gegen Rassismus statt.

Die politische Lage in Chemnitz ist in dieser Woche eskaliert. US-Senator McCain ist gestorben und um Michael Jackson ranken sich auch zehn Jahre nach seinem Tod noch die verrücktesten Mythen. Unsere Videos der Woche.

Nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen hatte die Chemnitzer Polizei die Demonstrationen unterschätzt. Dennoch bittet das Innenministerium bei der Bundespolizei in Potsdam nicht um Unterstützung. Handelte es sich dabei um eine Panne? Die Bundespolizei dementiert.

Erneut ist es in Chemnitz zu Demonstrationen gekommen. Vorläufige Bilanz der Serie von Kundgebungen: 25 Straftaten und mindestens neun Verletzte. Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte Schlimmeres.

Wieder gehen tausende Menschen in Chemnitz auf die Straße. Während die einen gegen Fremdenhass demonstrieren, schimpfen die anderen gegen die Flüchtlingspolitik. Die Polizei zeigt starke Präsenz.

Demos, Ausschreitungen, Hitlergruß: Die Vorfälle in Chemnitz beherrschen derzeit die Schlagzeilen. Die Eskalationen in Sachsen könnten sich auf den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland auswirken, schätzt Wirtschaftswissenschaftler Thomas Köllen.

Die DFL hat auf Weisung des sächsischen Innenministeriums die Zweitliga-Partie Dynamo Dresden - Hamburger SV abgesagt. Das teilte die DFL am Freitagabend mit. Hintergrund ist eine Vorgabe des Ministeriums, die auf die angekündigten Demonstrationen in Chemnitz zurückgeht.

Brisantes Detail zum Fall Chemnitz: Der festgenommene tatverdächtige Iraker hätte 2016 abgeschoben werden können. Doch die Frist dafür lief ab, ohne dass er ausgewiesen wurde.

Job-Angebot für den suspendierten Justizbeamten von Dresden: Der Mann hatte den Haftbefehl von Chemnitz fotografiert und verbreitet und verlor daraufhin seinen Job - nun hat er ein neues Angebot: von der AfD in Stuttgart.