Chemnitz

Weil Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen Zweifel an Berichten über "Hetzjagden" in Chemnitz äußert, fordern zahlreiche Politiker seinen Rücktritt. Auslöser dieser Debatte ist ein Video, das beim Kurzachrichtendienst Twitter hochgeladen wurde. Was über das Video bekannt ist - und was nicht. 

Nach den Äußerungen von Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen, Videoaufnahmen von den Demonstrationen in Chemnitz seien womöglich nicht authentisch, reagieren Politiker mit Kritik. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt greift Maaßen scharf an; Linken-Chefin Kipping fordert seine Ablösung und nennt ihn "AfD-Versteher". 

Das zentrale Streitthema zwischen Kanzlerin Angela Merkel und der CSU von Horst Seehofer ist wieder zurück: die Migrationspolitik. Grund dafür ist eine Aussage des Innenministers. Die SPD reagiert dünnhäutig - und fordert ein Ende des Unionsstreits. Dabei wählt vor allem SPD-Vize Natascha Kohnen deutliche Worte.

Nach den Ereignissen in Chemnitz hat sich Schlagersängerin Helene Fischer bei einem Konzert gegen Gewalt und Fremdenhass ausgesprochen. Im Netz überschlagen sich die Reaktionen. Ihre Aussagen bringen ihr viel Lob ein - aber es gibt auch Kritik.

Horst Seehofer soll in einer CSU-internen Runde Migration als die "Mutter aller Probleme" in Deutschland bezeichnet haben. Dieser Aussage hat Kanzlerin Angela Merkel nun widersprochen. Zustimmung erntet der Bundesinnenminister von Seiten der AfD.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Medienberichten zufolge die Migration als "Mutter aller Probleme" bezeichnet und Verständnis für die Demonstranten in Sachsen gezeigt.

Nach monatelanger Unterbrechung soll es in Hamburg wieder regelmäßige Kundgebungen eines "Merkel muss weg"-Bündnisses geben. Zum Auftakt folgen nur 125 Anhänger dem Aufruf der laut Verfassungsschutz rechtsextremen Organisatoren. Der Gegenprotest ist ungleich größer.

Angela Merkel hat die Ereignisse in Chemnitz erneut verurteilt. Damit reagierte sie auf Vorwürfe von AfD-Chef Jörg Meuthen. Und auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte der Wortwahl der Kanzlerin zuvor widersprochen.

Im Mordfall Kandel kehrt auch nach dem Urteil keine Ruhe ein. Die Anklagebehörde legt Revision gegen den Richterspruch ein, und eine rechtspopulistische Initiative kündigt eine Protestaktion an. Die Stadtspitze in Landau warnt vor Spannungen wie in Chemnitz.

Nach den Vorfällen in Chemnitz fordern Politiker, die AfD vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen. Doch so einfach ist das nicht, erklärt ein Experte für Verfassungsrecht. Welche Voraussetzungen müssen für eine Beobachtung erfüllt sein und welche Auswirkungen könnte das haben?

Helene Fischer hat sich bei ihrem Konzert in Berlin zur gesellschaftlichen Spaltung in Deutschland geäußert. Sie hat ihre Fans dazu aufgerufen, ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus zu setzen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) verteidigt in Regierungserklärung die Arbeit der Polizei in Chemnitz. Zudem macht er aber auch eine umstrittene Aussage. Demnach habe es "keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome". Das sieht aber selbst Kanzlerin Angela Merkel so. 

Beim Thema Politik und gesellschaftlichen Problemen hält sich Schlagersängerin Helene Fischer meist zurück. Zu groß ist offenbar ihre Angst, eigene Anhänger zu verprellen. Jetzt hat sich Fischer dennoch zu den Übergriffen in Chemnitz geäußert.

Unter dem Motto #wirsindmehr haben in Chemnitz namhafte Bands ein kostenloses Konzert gegeben, um gemeinsam mit den Besuchern ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Mittendrin unsere Redakteurin - die ganz neue Eindrücke von ihrer Heimatstadt gewinnt.

Noch am Wochenende der tödlichen Messerattacke in Chemnitz wurden zwei Verdächtige festgenommen. Nun sucht die Generalstaatsanwaltschaft einen dritten Mann, der dringend tatverdächtig ist. Unterdessen wurde bekannt, dass die Nationalität der ersten beiden Verdächtigen nun doch unklar ist.

Rund 65.000 Menschen haben in Chemnitz an einem Protestkonzert gegen Rechts teilgenommen. Bei "#wirsindmehr" warben Künstler für Toleranz und griffen Gewalt und Hass scharf an. Die Bilder des Abends. (Mit Material der dpa)

In Chemnitz haben am Montagabend Zehntausende bei einem Protestkonzert mit Bands wie Kraftklub oder den Toten Hosen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Aber wie geht es jetzt in der Stadt und in ganz Sachsen weiter? So hat die Presse das Konzert kommentiert.

Mit einem kurzen Gedicht hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf einen Tweet von von Beatrix von Storch reagiert. Die AfD-Politikerin hatte zuvor schwere Kritik an den Besuchern eines Protestkonzerts in Chemnitz geübt.

Bands wie die Toten Hosen und Kraftklub lassen Chemnitz für einen Abend rassistische Aufmärsche vergessen. Es bleibt friedlich. Doch gelöst ist das Problem noch lange nicht.

Das Konzert in Chemnitz sprengt alle Erwartungen. Zehntausende kamen in die sächsische Stadt und feiern unter dem Motto "#wirsindmehr" zu Bands wie die Toten Hosen oder Kraftklub. Zwei Gegenkundgebungen werden zuvor untersagt. Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute. 

Heute findet in Chemnitz das #wirsindmehr-Konzert gegen Rechts statt. Sehen Sie hier die Auftritte von Feine Sahne Fischfilet, Marteria und K.I.Z. in voller Länge.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstützt das Konzert gegen Rechts in Chemnitz - und wird von der CDU-Spitze angegangen. Der Grund: Auf dem Konzert spielt auch die Band Feine Sahne Fischfilet.

Der Bremer Verfassungsschutz nimmt den AfD-Nachwuchs ins Visier. Die Junge Alternative werde seit der vergangenen Woche beobachtet, teilte der Bremer Senat am Dienstag mit. 

Sigmar Gabriel wünscht sich mehr Präsenz der Spitzenpolitiker in Chemnitz. Wäre er Bundeskanzler, wäre er "nicht erst jetzt" nach Sachsen gereist.

Chemnitz wird zum Talkshow-Dauerbrenner: Wie schon einige ihrer Kollegen diskutierte am Sonntagabend auch Anne Will mit ihren Gästen über die rechten Ausschreitungen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer verteidigte die sächsische Polizei vehement - und untermauerte so letztendlich ausgerechnet die Argumente der Kritiker.