• In der Gunst der Wähler befinden sich der Gesundheitsminister und der Wirtschaftsminister auf einem deutlich absteigenden Ast.
  • Die Zufriedenheit mit den beiden CDU-Politikern hat laut ARD-"Deutschlandtrend" deutlich abgenommen.
  • Auch Kanzlerin Angela Merkel bekommt so schlechte Werte wie lange nicht.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Gesundheitsminister Jens Spahn und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) sind in der Gunst der Wähler deutlich abgesackt.

Spahn erzielt in einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-"Deutschlandtrend" mit 39 Prozent den geringsten Zuspruch in der Bevölkerung seit November 2019. Im Vergleich zum Vormonat ist sein Zustimmungswert um zwölf Prozentpunkte abgestürzt.

Bei Altmaier ging die Zustimmung um zehn Punkte auf 33 Prozent runter. Für ihn ist es der schlechteste Wert seit Übernahme des Wirtschaftsressorts.

Zustimmung für Merkel gesunken - aber weiter auf positivem Niveau

Auch die Zustimmungswerte für Bundeskanzlerin Angela Merkel sind gesunken, insgesamt wird die Arbeit der Kanzlerin aber noch positiv bewertet. Eine Zustimmung von 64 Prozent bedeutet ein Minus von fünf Punkten im Vergleich zu Februar. Es ist der niedrigste Zustimmungswert für Merkel seit April 2020.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist nach Merkel das zweitbeliebteste Regierungsmitglied - der Finanzminister kommt auf eine Zustimmung von 48 Prozent, plus zwei Prozentpunkte im Vergleich zu Februar.

Es folgen Außenminister Heiko Maas (SPD) mit 44 Prozent (minus vier) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) mit 30 Prozent (minus sieben im Vergleich zum Juni).

Mit der Arbeit der Bundesregierung insgesamt sind den Angaben zufolge 50 Prozent der Befragten zufrieden, 49 Prozent äußerten sich kritisch. Damit bekommt die Regierung die schlechteste Bewertung seit Beginn der Pandemie.

Söder weiterhin beliebter als Laschet - Union in Sonntagsfrage bei 33 Prozent

Bei den für die Kanzlerkandidatur der Union gehandelten Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) haben sich die Zustimmungswerte kaum verändert. Söder schneidet mit 54 Prozent weiter deutlich besser ab als Laschet (35 Prozent).

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die CDU/CSU laut "Deutschlandtrend" auf 33 Prozent (minus eins). Das ist der niedrigste Wert für die Union in der ARD-Erhebung seit März 2020. Die Grünen kämen aktuell auf 20 Prozent (minus eins), die SPD liegt bei 16 Prozent. Die AfD würde elf Prozent erreichen (plus eins), die Linke (plus eins) und die FDP (minus eins) jeweils sieben Prozent.

Für den "Deutschlandtrend" hatte das Meinungsforschungsunternehmen Infratest dimap am Montag und Dienstag 1.296 Wahlberechtigte befragt. Die statistische Fehlertoleranz wurde mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben. (hub/dpa/afp)

Bundesinnenministerium veranschlagt 107 Millionen Euro für Bundestagswahl

Die Bundestagswahl soll dieses Jahr so viel kosten wie noch nie. Das Bundesinnenministerium soll derzeit 107 Millionen Euro für die Wahl am 26. September planen.
Teaserbild: © picture alliance/dpa