RB Leipzig will einem Bericht zufolge Bayern-Star Sebastian Rudy verpflichten. Doch Trainer Ralf Rangnick weist das Interesse jetzt zurück. Auch ein Abgang von Jerome Boateng steht beim FC Bayern weiter im Raum. Dagegen ist eine Entscheidung über einen Transfer von Benjamin Pavard nach München bereits gefallen.

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Verlässt neben Arturo Vidal der nächste Mittelfeldspieler den FC Bayern? Der Chilene soll kurz vor einem Wechsel zum italienischen Verein Inter Mailand stehen. Und auch Sebastian Rudy könnte dem Rekordmeister jetzt den Rücken kehren.

Die "Sport Bild" hatte berichtet, dass RB Leipzig heiß auf eine Verpflichtung des WM-Fahrers sein soll. Doch jetzt wies RB Spekulationen über ein Interesse an Rudy zurück. "Unabhängig davon, ob Sebastian Rudy ein sehr guter Spieler ist - wie soll das denn für uns darstellbar sein? Damit beantwortet sich dieses Gerücht von selber", sagte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick der Deutschen Presse-Agentur. Es stehe einem darüber hinaus nicht zu, über Spieler anderer Vereine zu sprechen, sagte Rangnick.

Rudy will regelmäßig spielen

Zuvor hatte die "Sport Bild" berichtet, es habe bereits ersten Kontakt zwischen Leipzig und Rudys Management gegeben. Dieses wollte sich gegenüber dem Magazin jedoch nicht äußern.

Rudy selbst hatte schon Anfang des Jahres gesagt, er wolle regelmäßiger spielen. Doch gerade das dürfte im überbesetzten Mittelfeld der Bayern schwierig werden. In seinem ersten Jahr für den Rekordmeister kam Rudy auf 35 Pflichtspieleinsätze.

Der 28 Jahre alte Rudy hat bei den Bayern einen Vertrag bis Juni 2020. Er war vor einem Jahr von 1899 Hoffenheim zu den Münchnern gewechselt.

RB-Trainer Rangnick und Rudy kennen sich aus Hoffenheimer Zeiten. Rangnick hatte den Profi damals von Stuttgart nach Hoffenheim geholt. Auch Julian Nagelsmann, ab 2019 Leipzig-Trainer, gilt als großer Fan Rudys, auch er kennt ihn aus seiner Zeit bei der TSG.

Doch mit einer Verpflichtung Rudys würde Leipzig mit seiner eigenen Transfer-Philosophie brechen. Die besagt, dass RB keinen Spieler verpflichten will, der über 24 Jahre alt ist und über vier Millionen Euro verdient. Rudy ist bereits 28, auch sein Verdienst in München dürfte die vier Millionen übersteigen.

Boateng darf gehen - Pavard kommt nicht

Neben dem wahrscheinlichen Abgang von Vidal und dem möglichen von Rudy stand in den letzten Wochen noch ein weiterer Name im Raum für einen Abschied beim Rekordmeister - Jerome Boateng. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sprach zuletzt offen über einen Wechselwunsch des Weltmeisters von 2014. "Wenn ein seriöses Angebot kommt, sind wir bereit, uns damit auseinander zu setzen", sagte Rummenigge der "Sport Bild". Zuletzt war über ein Interesse von Paris Saint-Germain und deren neuen Trainer Thomas Tuchel spekuliert worden.

Doch eines steht laut Rummenigge jetzt schon fest: Auch bei einem Boateng-Abgang wechselt Weltmeister Benjamin Pavard in diesem Sommer nicht zu den Bayern. "Wir haben Hummels, wir haben Süle, wir haben Martínez, der in der Innenverteidigung spielen kann, auch Alaba und noch zwei junge Spieler, Lukas Mai und Chris Richards. Da ist viel Qualität", sagte er.

Der Stuttgarter Pavard war zuletzt als Neuzugang für die Bayern-Defensive gehandelt worden. Für den kommenden Sommer soll der Franzose eine Ausstiegsklausel von 35 Millionen Euro besitzen. Der SWR hatte den Wechsel für die Saison 2019/20 bereits als perfekt gemeldet. (ms/dpa)

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