• Die Vertragsverhandlungen mit Robert Lewandowski gehen in die entscheidende Phase.
  • Weil der FC Bayern München eine Gehaltserhöhung offenbar ausschließt, könnten sich die Gespräche schwierig gestalten.
  • Zwei ehemalige Torjäger von Eintracht Frankfurt rücken dafür als mögliche Nachfolger in den Fokus.

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Die Entscheidung um die Zukunft von Robert Lewandowski rückt näher. Nach Informationen der "Abendzeitung" befindet sich dessen Berater Pini Zahavi bereits in der Stadt, um über die Zukunft des Stürmers beim FC Bayern München zu verhandeln. Dessen Vertrag läuft bis Sommer 2023 und soll verlängert werden.

Die Gespräche dürften sich schwierig gestalten. Denn eine Gehaltserhöhung soll laut dem Zeitungsbericht ausgeschlossen sein. Grund seien die hohen Verluste während der Corona-Pandemie und das Alter des Stürmers. Im August wird Lewandowski 34 Jahre alt.

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Der Stürmer selbst sagte nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft am Samstag, dass bei den bisherigen Gesprächen bislang "nichts Besonderes" passiert sei. "Es ist nicht so einfach für mich", gab er bei Sky zu. Weil die Zukunft des Stürmers ungewiss ist, sichtet der Verein bereits mögliche Nachfolger.

Trotz eines mehrstündigen Treffens: Haaland ist wohl zu teuer

Erling Haaland von Borussia Dortmund dürfte weiterhin die Wunschlösung sein. Laut "Sport Bild" (Bezahlinhalt) gab es Anfang März sogar ein mehrstündiges Treffen in München zwischen Haaland und Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

Das Problem ist nur: Haaland dürfte zu teuer sein. Das Gesamtpaket mit Ablöse, Gehalt und Provisionen wird auf insgesamt 355 Millionen Euro geschätzt. Zwangsweise muss sich der deutsche Rekordmeister auch mit günstigeren Lösungen beschäftigen.

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Sebastien Haller über seine Zukunft: "Alles ist möglich"

Zwei ehemalige Frankfurter könnten dabei in den Fokus rücken. Laut "Bild" (Bezahlinhalt) hat der FC Bayern bereits beim Management von Sebastien Haller angefragt. Der 27 Jahre alte Mittelstürmer von der Elfenbeinküste spielte von 2017 bis 2019 für die Eintracht. In der Spielzeit 2018/2019 glänzte er mit 15 Toren und neun Vorlagen.

Derzeit spielt Haller für den niederländischen Tabellenführer und Rekordmeister Ajax Amsterdam. Mit 20 Treffern ist er nicht nur der Top-Torschütze der niederländischen Liga. Er beweist auch in der Champions League seine Treffsicherheit. In nur acht Spielen gelangen ihm elf Treffer. Gegen den portugiesischen Top-Verein Sporting Lissabon traf er sogar vierfach.

Der Vertrag von Haller in Amsterdam läuft zwar noch bis zum Sommer 2025. Für eine Ablöse von rund 40 Millionen Euro könnte er allerdings zu haben sein. Sein Gehalt wird auf derzeit vier Millionen Euro geschätzt und könnte in München mindestens verdoppelt werden.

Im Interview mit "Wettbasis.com" hielt sich Haller seine Zukunft offen. "Ich denke, dass alles möglich ist. Dann werden wir schon sehen, was sich für mich ergibt", verriet er. Eine Rückkehr in die Bundesliga schloss er keineswegs aus: "Es geht so schnell und man darf nie, nie sagen. Wichtig ist immer, die richtige Entscheidung zu treffen und sie nie zu bereuen. Das ist mir bisher immer ganz gut gelungen."

Luka Jovic will in die Bundesliga zurück – vielleicht zum FC Bayern?

Sein ehemaliger Frankfurter-Mitspieler Luka Jovic könnte ebenfalls ein Kandidat für den FC Bayern München sein. Der 24-Jährige spielte ebenfalls von 2017 bis 2019 für die Eintracht. In der Saison 2018/2019 gelangen ihm 17 Tore. Daraufhin wechselte er für eine Ablöse von rund 63 Millionen Euro zu Real Madrid.

So richtig angekommen ist er dort bis heute nicht. In der laufenden Spielzeit stand er im Ligabetrieb kein einziges Mal in der Startelf. Sein Vertrag läuft zwar noch bis zum Sommer 2025. Dennoch stehen die Vorzeichen auf Trennung. Sky-Reporter Florian Plettenberg vermeldet via Twitter, dass Jovic im Sommer in die Bundesliga zurückkehren möchte.

Bereits in der Rückrunde der Spielzeit 2020/2021 war er leihweise für Frankfurt aktiv. Der Marktwert des serbischen Nationalspielers beträgt laut "transfermarkt.de" nur noch 18 Millionen Euro. Sein Gehalt wird in den Medien auf zehn Millionen Euro im Jahr geschätzt.

Auch dies wäre für den FC Bayern problemlos finanzierbar.

Verwendete Quellen:

  • Abendzeitung.de: Jetzt wird der Poker heiß
  • Bild.de: Was lief wirklich zwischen Haaland und Bayern?
  • Bild.de: Diese Stars könnten Lewandowski ersetzen
  • wettbasis.com: Sébastien Haller im Exklusiv-Interview: 11 Tore in 7 CL-Spielen "kein Zufallsprodukt"
  • twitter.com: Florian Plettenberg
  • transfermarkt.de: Luka Jovic
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