• Anthony Modestes Transfer vom 1. FC Köln ist der vorläufige Schlusspunkt einer langen Liste an Spielern, die sich Borussia Dortmund von anderen Bundesligisten zusammengekauft hat.
  • Der BVB liegt damit an der Spitze eines interessanten Rankings.

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In diesem Transfer-Sommer hat sich Borussia Dortmund bisher acht externe Zugänge geleistet, der Umbau des Kaders und der eine oder andere schmerzhafte Abgang ließen dem BVB keine andere Wahl. Fünf dieser neuen Spieler sammelte die Borussia bei konkurrierenden Klubs aus der Bundesliga ein, beim 1. FC Köln bedienten sich die Schwarz-Gelben mit Salih Özcan und zuletzt Anthony Modeste gleich doppelt.

Dazu kommen Niklas Süle von den Bayern, Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg und Torhüter Marcel Lotka von Hertha BSC. Der ist zwar im ersten Schritt für die U 23 eingeplant, soll über kurz oder lang aber auch wieder in der Bundesliga auftauchen.

Der BVB bleibt damit seiner Linie treu, neben jungen Talenten aus ausländischen Ligen und den Spielern aus den eigenen Reihen auf Profis zu setzen, die die Liga bereits kennen, sich in selbiger schon bewiesen haben und in der Regel zu den Leistungsträgern bei ihren Klubs gehören.

BVB: 13 Einkäufe aus der Bundesliga

Jedenfalls bedient sich kein anderer Klub in der Liga so zuverlässig und oft wie der BVB bei anderen Vereinen. Das Sportportal "spox.com" listet insgesamt 13 Zugänge aus der Bundesliga auf, die sich im aktuellen Dortmunder Kader tummeln und von aktuellen Bundesligisten kamen.

Neben den Zugängen dieses Sommers kommen Gregor Kobel (vom VfB Stuttgart), Mats Hummels (FC Bayern), Nico Schulz (1899 Hoffenheim), Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Mo Dahoud, Marco Reus, Thorgan Hazard (alle Borussia Mönchengladbach) und Marius Wolf (Eintracht Frankfurt) dazu, die sich der BVB schon vorher zusammengekauft hatte.

Damit bedient die Borussia jenes Bild, das gerne dem FC Bayern untergeschoben wird: Dass die Münchener die Liga leer kaufen und damit automatisch auch direkte Konkurrenten schwächen würden. Ein Aspekt, der bei den Bayern nie so recht von der Hand zu weisen war – der aber offenbar nicht nur auf sie zutrifft.

Keiner gibt mehr Geld für Bundesligaspieler aus

Immerhin belaufen sich die gesamten Dortmunder Ausgaben für die 13 Zugänge aus der Bundesliga auf knappe 186 Millionen Euro. Auch das ist im Vergleich mit den anderen 17 Bundesligisten eine unerreichte Summe. Selbst die Bayern liegen mit 139 Millionen Transferausgaben für Spieler aus der Bundesliga noch klar unter dieser Marke.

Die zweitmeisten Zugänge aus der Bundesliga leistet sich übrigens der FC Augsburg mit insgesamt elf Spielern. Allerdings bewegt sich das Transfervolumen mit etwas über 18 Millionen Euro noch unterhalb der Ablösesummen von etwa Julian Brandt oder Nico Schulz, für die der BVB einst jeweils 25 Millionen Euro ausgegeben hatte. Und der FCA verfolgt auch inhaltlich einen anderen Ansatz: Die Augsburger sind in der Regel auf der Suche nach Spielern, die in ihren Klubs kaum noch eine Rolle spielen und besonders günstig oder sogar ablösefrei zu haben sind.

Leverkusen und Leipzig am anderen Ende der Tabelle

Die wenigsten Spieler von anderen Bundesligaklubs holte übrigens Bayer Leverkusen mit vier Spielern. Aufgrund der finanziellen Möglichkeiten und der Philosophie, besonders oft auf junge, entwicklungsfähige Spieler aus dem Ausland zu setzen, stellt dieser Verein allerdings auch einen Sonderfall dar.

Bei RB Leipzig sind nur fünf Spieler aus anderen Bundesligaklubs im Kader. Hier greift allerdings auch ein weiterer Sonderfall: Die Standleitung nach Salzburg. Der für den kommenden Sommer angekündigte Wechsel von Mittelstürmer Benjamin Sesko wird der 19. Transfer von Red Bull Salzburg nach Leipzig.

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Edin Terzic, Anthony Modeste, Borussia Dortmund, Pressekonferenz, Training, Bundesliga, 2022/23

Edin Terzic: "Tony ist voll im Saft und eine sehr gute Option für Freitag"

Anthony Modeste soll nach dem Willen des Dortmunder Cheftrainers Edin Terzic die gleiche führende Rolle spielen wie beim 1. FC Köln und die "Dinge zeigen", mit denen er in den vergangenen Jahren in der Bundesliga beeindruckt habe. Der 34-jährige Haller-Ersatz sei vielleicht "so fit wie noch nie" in seiner Laufbahn und steht insofern schon in Freiburg am zweiten Spieltag der Bundesliga vor seinem Debüt im Trikot des BVB.