Warum Freiburg Halloween schon am 27. Oktober feiert und wir uns im Gegensatz zu Mario Götze selbst die Nase putzen können: In unserer Serie ziehen wir die etwas anderen Lehren des jeweiligen Spieltags der Bundesliga.

1. Erkenntnis: Götze ist noch ganz klein - aber schon so gut

Götze kann mit Tieren sprechen und Kießling ist Fantomas.

Hach, da ist uns das Herz aufgegangen, als Bayern-Arzt und Über-Doktor Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt dem kleinen Mario Götze ein Taschentuch an das tropfende Näschen gehalten hat. Und der kleine Mario hat auch ganz fest reingeschnäuzt, oder geschnitzen? Klingt beides komisch. Egal, jedenfalls wissen wir jetzt mal wieder, wie jung Götze eigentlich noch ist. 21 nämlich. Und schon so gut, der Kleine. In drei Spielen an fünf Toren beteiligt - und das jeweils als Joker. Geil. Und was haben wir mit 21 gemacht? Uns wenigstens selbst die Nase geputzt.

2. Erkenntnis: Borussia Dortmund wird Meister

Wir wissen, es deutet derzeit relativ wenig darauf hin, dass sich der FC Bayern jemals noch die allerkleinste Blöße geben wird, aber wir sind uns trotzdem sicher: Der BVB wird Deutscher Meister. Zahlen lügen nicht - und dafür schmeißen wir auch gerne drei Euro ins Phrasenschwein. Die Borussia hat nach dem gewonnen Derby auf Schalke 25 Punkte aus zehn Ligaspielen. So viele hatten sie erst einmal. In der Meistersaison 2010/11. Und, überzeugt? Wussten wir es doch ...

Hummels kocht und Lasogga schießt sich aus der Nationalmannschaft.

3. Erkenntnis: Freiburg hat die besten Fans

Eigentlich ist Halloween erst am 31. Oktober. Sein persönliches Horrorfest erlebte Freiburgs Torwart Oliver Baumann aber schon am Sonntag beim Spiel gegen den HSV. Immer wieder hüpfte der Ball aus seinen Armen wie ein Fisch aus der Pfanne. Die Hamburger nahmen das Gastgeschenk gerne an und machten aus den Patzern drei Tore. Später fasste Baumann die Partie treffend zusammen: "Scheißspiel". Doch während ihn die "Bild"-Zeitung schon zum neuen Pannen-Olli kürt, feiern ihn die SC-Fans im Stadion trotzdem. Und da es zu Halloween auch immer Süßigkeiten gibt, dürfte den jungen Keeper auch ein kleiner "Candy-Storm" auf Facebook trösten, nach dem Motto: "Besser in einem Spiel drei solche Dinger als in drei Spielen jeweils einen."

4. Erkenntnis: Rekorde sind nur manchmal toll

Was Asterix und "How I Met Your Mother" mit der Liga verbindet.

Franck Ribéry hat es gut. Wenn der Franzose einen Rekord aufstellt, dann ist der immer toll. Jetzt zum Beispiel hat er seit 39 Ligaspielen nicht mehr verloren. Rekord. Geil. Aber der spielt ja auch beim FC Bayern. Mame Diouf spielt bei Hannover 96. Sein Rekord: die schnellste Gelb-Rote Karte in der Liga-Geschichte, nach nur 12 Minuten. Blöd. Aber immerhin nicht so blöd, wie beispielsweise den Rekord für die längste Ohrenbehaarung der Welt oder die dicksten Brillengläser zu haben. Es gibt eben immer ein Licht am Horizont und Rekord ist nicht gleich Rekord.

5. Erkenntnis: Leverkusen siegt im Stillen

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Doch keiner freut sich mit Leverkusen über die neue Erfolgsserie so richtig mit. Gegen das schillernde Diven-Duo Dortmund und München bleibt Bayer so blass wie die Haarspitzen von Sami Hyypiä, dabei haben sie emsig genauso viele Punkte gesammelt wie Champions-League-Finalist Dortmund. Das Schattengewächs braucht schon ein Phantomtor, um für ein bisschen Aufregung zu sorgen. Eine graue Maus auf Platz drei, das gab es wahrscheinlich noch nie.