Elisabeth von Österreich-Ungarn

Kaiserin Sisi ‐ Steckbrief

Name Kaiserin Sisi
Bürgerlicher Name Elisabeth Amalie Eugenie Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn
Beruf Adelige
Geburtstag
Sternzeichen Steinbock
Geburtsort München / Bayern
Staatsangehörigkeit Österreich
Größe 172 cm
Gewicht 50 kg
Familienstand verheiratet
Geschlecht weiblich
Haarfarbe braun
Augenfarbe braun
Sterbetag
Sterbeort Genf (Schweiz)

Kaiserin Sisi ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Elisabeth Amalie Eugenie, auch bekannt als Herzogin von Bayern oder Sisi, Kaiserin der Herzen, war eine Prinzessin aus der herzoglichen Nebenlinie Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld-Gelnhausen des Hauses Wittelsbach. Nach ihrer Heirat mit ihrem Cousin Franz Joseph I. wurde sie zur Kaiserin von Österreich und später zur Apostolischen Königin von Ungarn ernannt.

Elisabeth war die zweite Tochter des Herzogs Max Joseph in Bayern und Prinzessin Ludovika Wilhelmine. Sie wurde am 24. Dezember 1837 im Herzog-Max-Palais in München geboren und wuchs dort mit ihren Geschwistern auf. Da ihre Eltern keinerlei Verpflichtungen am königlich-bayerischen Hof hatten, genoss Sisi eine unbeschwerte Kindheit.

1853, mit gerade einmal 15 Jahren, lernte sie in Bad Ischl ihren heiratswilligen Cousin Kaiser Franz Joseph von Österreich kennen. Zum Unmut seiner Mutter hatte er im Alter von 23 Jahren noch immer nicht die richtige Frau für eine Heirat gefunden. Das änderte sich mit Sisi. An seinem Geburtstag hielt er zur Überraschung aller um ihre Hand an, statt um die ihrer älteren Schwester Helene. Schon im April 1854 folgte in der Wiener Augustinerkirche vor 70 Bischöfen und Prälaten die Hochzeit.

Mit der Heirat wurde Sisi noch im gleichen Jahr Kaiserin von Österreich. Im zarten Alter von 17 Jahren bekam sie erstmals Nachwuchs. Insgesamt hat die Kaiserin vier Kinder geboren: Sophie Friederike (*1855), die mit nur zwei Jahren starb, Gisela (1856-1932), Rudolf Franz Karl Joseph (*1858), der sich und seiner Geliebten Mary Vetsera auf Schloss Mayerling 1889 das Leben nahm, und Marie Valerie Mathilde Amalie (1868-1924). Weil sie den Tod ihrer Erstgeborenen nur schwer verkraftete, zog sie sich von ihren älteren Kindern zurück. Um Marie, die in Ungarn geboren wurde, kümmerte sie sich jedoch wieder intensiver.

Sisis Begeisterung für das Leben am Hof ließ zu wünschen übrig. Somit war sie die meiste Zeit auf Reisen, zum Teil sogar mehrere Jahre am Stück. Sie erkundete die Welt und begab sich gesundheitlicher Probleme wegen immer wieder in Kur. Ehemann Franz unterstützte seine Frau und war ihr trotz allem stets treu untergeben.

Während sich Sisi politisch eher zurückhielt, unterstützte sie das Land Ungarn vehement – ganz zum Unmut ihrer Schwiegermutter. Sisi war daher auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass Ungarn seine Verfassung von 1848 zurückerhielt. 1867 wurden sie und Franz damit zur Königin und zum König von Ungarn ernannt. Sie lernte sogar ungarisch und verbrachte viel Zeit auf Schloss Gödöllő.

Sisi war sich ihres guten Aussehens bewusst und investierte viel Zeit in den damaligen Schönheitskult. Sie legte viel Wert auf Natürlichkeit und war stolz auf ihr dichtes Haar. Jedoch galt sie eine Zeit lang auch als magersüchtig, aß sehr wenig und wog bei einer Größe von 1,72 Metern nie über 50 Kilo. Damit sie ihr Körpergewicht konstant hielt, wurde sie sogar dreimal täglich gewogen.

Am 10. September 1898 verstarb die Kaiserin im Alter von 61 Jahren durch ein Attentat in Genf. Der Anarchist Luigi Lucheni, dessen Mordanschlag eigentlich dem Prinzen Henri Philippe d’Orléans galt, stürzte sich auf die Kaiserin und stach mit einer Feile direkt in ihr Herz. Am 17. September wurde sie in der Wiener Kapuzinergruft beigesetzt. Der Sarkophag steht heute noch neben denen von Ehemann Kaiser Franz Joseph und Sohn Rudolf.

Vielen ist Kaiserin Sisi heute dank der Darbietung von Schauspielerin Romy Schneider bekannt. Die "Sissi"-Trilogie, die von 1955 bis 1957 gedreht wurde, ist bis heute jedes Jahr im Fernsehen zu sehen, vornehmlich zur Weihnachtszeit.

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