Was schenkt man einem Mann, der alles hat? Einen Flughafen. Oder zumindest die Namensgebung. Weltfußballer Cristiano Ronaldo wurde diese Ehre zuteil. Nach ihm wurde der Airport von Madeira in Funchal benannt. Wer dachte, das sei bereits furchtbar, sollte mal die Büste sehen, die für ihn errichtet wurde.

Mehr News zum Thema Sport

Auf Madeira hat Ronaldo bereits ein Museum und ein Hotel eröffnet. Die Insel hatte ihn auch schon mit einer Bronze-Statue geehrt. Nun geht die Huldigung in die nächste Runde: Cristiano Ronaldo ist Namenspate für einen Flughafen. "Das ist für mich etwas sehr Besonderes, ich fühle mich glücklich und geehrt", sagte der 32 Jahre alte Profi von Real Madrid (auch CR7 genannt) vor Hunderten Menschen.

Sie alle wollten dabei sein und ihren Fußballhelden feiern. Auch Ministerpräsident António Costa und Präsident Marcelo Rebelo de Sousa ließen es sich nicht nehmen, an der Zeremonie nahe der Hauptstadt Funchal teilzunehmen. Während die Zuschauer immer wieder "Cristiano, Cristiano, Cristiano" riefen, wurde sogar eine Büste des Fußballers enthüllt - und die hat es in sich.



Dass Ronaldo ein Gesichtsakrobat ist, wissen wir alle. Auf dem Spielfeld lässt er seiner Mimik meist freien Lauf, ganz zur Freude der Fotografen. Doch die Büste am Flughafen von Madeira toppt alles. Sie zeigt den Weltfußballer völlig überzeichnet, mit seltsamen Proportionen und schiefem Grinsen. Ein Traum. Oder vielleicht eher Albtraum.

Flughafen nach Ronaldo benennen sei "lächerlich"

In Lissabon hatte man sich schon lange vor der Flughafenfeier über die neue Namensgebung aufgeregt - allerdings nicht wegen der Büste. Die Maßnahme, einen Flughafen nach Ronaldo zu benennen, sei "lächerlich". Das hatte nach Angaben der dpa etwa der Ex-Staatssekretär von Costas Sozialisten (PS), Francisco Seixas, angemahnt. Die Aktion sei "grenzenloser, touristischer Opportunismus".

"Ich weiß, einige waren dagegen, aber wir haben Redefreiheit", so CR7, der sich im dunklem Anzug mit Krawatte präsentierte und von seiner spanischen Freundin Georgina und Sohn Cristiano Jr. begleitet wurde. Wenn Ronaldo das sagt, muss es wohl stimmen. Er jedenfalls freut sich ein Loch in den Bauch über die Würdigung.


JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.