Aleksandar Pavlovic könnte bald für Deutschland auflaufen. Doch auch der serbische Verband buhlt um den Bayern-Youngster. Wann ist ein Spieler in einem solchen Fall für ein Land festgespielt?

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Ein Bundestrainer ist immer auch Stratege. Und so könnte Julian Nagelsmanns angebliches Vorhaben, Bayern-Talent Aleksandar Pavlovic für das kommende Nationalmannschaftsfenster zu nominieren, ein geschickter Winkelzug sein. Schließlich dürfte der 19-Jährige, der aktuell in der Mittelfeldzentrale des deutschen Rekordmeisters aufblüht, genauso gut für Serbien auflaufen.

Entscheidung zwischen zwei Ländern: Pflichtspiel als Kriterium

Festgespielt für Deutschland wäre der Jungspund, der bislang zweimal für die U20 am Ball war, mit einem Einsatz gegen Frankreich oder die Niederlande Ende März jedoch keinesfalls. Dafür braucht es schon einen Pflichtspieleinsatz im DFB-Dress. So absolvierte der Ex-Schalker Jermaine Jones beispielsweise 2008 drei Testspiele mit dem Adler auf der Brust – und debütierte dennoch 2010 für die USA.

In Ermangelung von Pflichtspielen, die Deutschland aufgrund seiner Rolle als Gastgeber bis zur EM schlichtweg nicht absolvieren muss, nutzt Nagelsmann also offenbar die richtungsweisenden Tests als Appetithappen für Pavlovic, damit dieser möglichen serbischen Offerten widersteht.

Und trotzdem bleibt zumindest die theoretische Gefahr, dass dieses feine Füßchen im März für Deutschland kickt, es im Sommer nicht in den EM-Kader schafft und sich danach doch noch für Serbien entscheidet. So unwahrscheinlich es auch klingt. (SID/ms)

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