Youssoufa Moukoko ist ein Versprechen an die Zukunft: Mit 14 Jahren spielt der Nachwuchskicker von Borussia Dortmund gegen 17-Jährige, schießt Tor um Tor, und sorgt Woche für Woche für Furore. Diesmal, weil er einen millionenschweren Werbevertrag mit Nike abgeschlossen hat. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten.

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Er gilt als eines der größten Talente im deutschen Fußball und startet mit gerade einmal 14 Jahren auch fernab des Fußballplatzes so richtig durch: Youssoufa Moukoko, Juniorenspieler von Bundesligist Borussia Dortmund.

Der gebürtige Kameruner ist schon im jungen Alter ein Star. Bei Instagram folgen ihm mehr als 270.000 Menschen. Und nun soll er sogar einen millionenschweren Werbevertrag mit dem Sportartikel-Hersteller Nike abgeschlossen haben, berichtet die "Bild".

Dieser soll dem 14-Jährigen nur für den Vertragsabschluss eine Million Euro eingebracht haben. Durch Prämien, etwa durch sein Profi-Debüt, könnte die Summe auf bis zu zehn Millionen Euro anwachsen.

Knacks statt Mutmacher. Nach der Lehrstunde beim FC Bayern liegen die Dortmunder am Boden. Das deuten viele Beobachter als Vorentscheidung im Titelkampf. Kann sich das Team von Trainer Lucien Favre von diesem empfindlichen Rückschlag erholen?

Auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga muss das Talent von Borussia Dortmund aber noch ein bisschen warten. Erst im Alter von 16 Jahren dürfen Nachwuchsspieler in der höchsten deutsche Spielklasse debütieren.

In der Spielzeit 2021/2022 wäre er theoretisch so weit: Zu Saisonbeginn würde Moukoko 16 Jahre alt werden.

Youssoufa Moukoko liefert Tore wie am Fließband

Es ist nicht das erste Mal, dass Moukoko den medialen Fokus auf sich zieht. In der Vergangenheit stand der 14-Jährige aber wegen seiner sportlichen Leistungen im Rampenlicht.

Seine Torausbeute ist schlichtweg beeindruckend: In der laufenden Saison erzielte Moukoko in 21 Spielen in der B-Junioren-Bundesliga 36 Tore. Wohlgemerkt: Moukoko ist 14 Jahre alt, seine Gegenspieler in der Regel drei Jahre älter. Weil er in seiner eigentlichen Altersklasse unterfordert ist, lässt ihn der BVB höher spielen - und selbst dort scheint es für den Dortmunder keine Herausforderung zu sein, seinen Gegnern reihenweise Tore einzuschenken.

Seit seinem Wechsel aus der Jugendabteilung des FC St. Pauli zu Borussia Dortmund im Sommer 2016 hat Moukoko in 67 Liga-Spielen insgesamt 106 Tore erzielt, schreibt die "Ruhr Nachrichten".

Europäische Top-Klubs werden auf Moukoko aufmerksam

Moukokos Leistungen lassen europäische Spitzenvereine aufhorchen. Laut verschiedener Medienberichte soll der 14-Jährige unter anderem das Interesse des FC Barcelona auf sich gezogen haben.

Der Verein des deutschen Nationaltorhüters Marc-André ter Stegen habe Moukoko bereits mehrfach scouten lassen. Und auch Paris St. Germain, der Verein von Trainer Thomas Tuchel, beobachte den Angreifer.

BVB-Nachwuchsspieler muss sich Altersdiskussion gefallen lassen

Moukokos Erfolg ist allerdings umstritten: Böse Zungen behaupten, der Nachwuchsspieler sei gar nicht 14 Jahre alt. Seine sehr guten Leistungen würden einfach nicht zu seinem Alter passen - obwohl sein Vater zwischenzeitlich eine amtliche deutsche Geburtsurkunde vorlegte.

Sogar aus den eigenen Reihen wurden Zweifel laut. Der U23-Leiter von Borussia Dortmund, Ingo Preuß, sagte in einem Spox-Interview 2017: "Ich könnte mir bei Youssoufa vorstellen, dass sein Alter lediglich geschätzt worden ist. Vielleicht ist er in Wirklichkeit ein, zwei Jahre älter."

Moukoko selbst äußerte sich erstmals 2018 in einem Interview mit der "Sport Bild": "Die letzte Saison war hart für mich, mit den ganzen Geschichten. Mein Trainer Sebastian Geppert, Lars Ricken, mein Vater und mein Berater haben viel mit mir gesprochen. Ich kann nichts dafür, dass es so gut läuft."

Moukoko: Will die Champions League mit Dortmund gewinnen

Der 14-Jährige sprach auch über seine Ziele. "Es ist mein Ziel, Profi in Dortmund zu werden, mit der Borussia die Champions League zu holen und den Ballon d’Or (Auszeichnung für den Weltfußballer, Anm. d. Red.) zu gewinnen."

Angst, dass Moukoko dem Rummel um seine Person nicht gewachsen ist, haben sie in Dortmund nicht, wie BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken mal dem "Kicker" sagte. Moukoko sei ein ganz normaler Junge, der zur Schule gehe, so Ricken.

Ein "ganz normaler" 14-Jähriger, der in die 8. Klasse geht und gerade seine erste Million verdient hat...

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