Jupp Heynckes äußert sich in einem Interview erstmals zur Lage seines Ex-Vereins: Sein Trainernachfolger Niko Kovac habe es gerade schwer in München. Dafür nennt er auch Gründe.

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Der FC Bayern ist aktuell nur Fünfter in der Bundesliga und steht damit so schlecht da wie seit Jahren nicht. Jetzt wackelt auch der Stuhl von Trainer Niko Kovac - an dem die Vereinsgranden zuvor ausdrücklich festgehalten hatten.

Ein halbes Jahr nach seinem Weggang aus München hat sich Jupp Heynckes zur Situation seines Nachfolgers geäußert.

Er zeigte Verständnis für Kovac: "Da kommt ein junger Trainer und will die Welt einreißen. Niko Kovac hat's nicht einfach in München", sagte Heynckes der "Westdeutschen Zeitung".

"Es gibt liebe Jungs dort und Diven, und dann sind da noch die schweren Verletzungen von wichtigen Spielern. Da türmt sich ein Berg von Problemen auf", kommentierte der 73-jährige Heynckes die Situation seines ehemaligen Teams.

Hitzfeld: "Bei Bayern brennt es"

Otmar Hitzfeld, Kovacs Ex-Trainer bei den Bayern, sieht seinen ehemaligen Schützling noch nicht gescheitert. Im Gegenteil: "Er wird sich durchsetzen. Ich kenne ihn aus direkten Duellen mit der Schweiz gegen Kroatien. Dort hat er einen guten Job gemacht und bewiesen, dass er mit Stars umgehen kann", sagte der 69-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion.

Gleichwohl erinnert er sich an seine eigene Zeit in München. Schon damals sei es "immer wichtig gewesen, mit den Bayern Erfolg zu haben". Weil der sich unter Kovac jedoch nicht konstant eingestellt habe, "brennt es dort gerade".

Bayern nur auf Platz fünf der Tabelle

In der Bundesliga hatten die Münchner vergangenes Wochenende eine 3:1-Führung gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf verspielt.

Nach dem zwölften Bundesligaspieltag liegt der FC Bayern München mit 21 Zählern nur auf Platz fünf der Tabelle - und damit neun Punkte hinter Tabellenführer Borussia Dortmund.

Direkt dahinter - und vor den Bayern - liegen Borussia Mönchengladbach (26 Punkte), Eintracht Frankfurt (23 Punkte) und RB Leipzig (22 Punkte).

In der Champions League reicht ein Punkt

In der Champions League kann sich die Kovac-Elf am Dienstag indes relativ leicht Luft verschaffen: Den Bayern reicht gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon ein Remis für den Einzug ins Achtelfinale.

Auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel wurde der Trainer gefragt, ob er Angst davor habe, es könnte seine letzte Partie als Bayern-Coach sein könnte. Kovacs kurze Antwort: "Nein." (ank)

Verwendete Quellen:

  • Westdeutsche Zeitung: Was Jupp Heynckes über Niko Kovac und Borussia Mönchengladbach denkt
  • dpa

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Wenn Niko Kovac fliegt: Die Trainer-Optionen des FC Bayern München

Niko Kovac steht nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf mit dem Rücken an der Wand. Sein Kredit in der Mannschaft ist angeblich aufgebraucht. Offiziell vertrauen ihm die Verantwortlichen noch. Die "Bild"-Zeitung aber berichtet von einem Kontakt zu Arséne Wenger. Der Franzose ist ein ernsthafter Kandidat. Es gibt aber weitere.