Dem FC Bayern München kommt seine Gutmütigkeit teuer zu stehen, Thomas Tuchel macht auf Matthias Sammer und der FC Augsburg bleibt trotz aller Pleiten bumsoptimistisch. Zudem soll André Schürrle am Wochenende mal so richtig "abslayen". Unsere wie immer nicht ganz ernst gemeinte Vorschau auf den jeweiligen Spieltag der Bundesliga.

Was haben wir nur getan!?!

Im Jahr 2008 ging es dem SV Darmstadt 98 so richtig dreckig. Man war pleite. Richtig pleite. Noch pleiter als die meisten Studenten am Monatsende. Doch dann kam die rote Rettung. Der FC Bayern München schwang sich auf, zumindest ein wenig mitzuhelfen, die "Lilien" vor dem sicher geglaubten Untergang zu bewahren. Das Benefizspiel, bei dem Darmstadt sogar noch einen Platz in der Aufstellung bei Ebay versteigert hatte - so pleite waren die (!) - verlor der SV zwar mit 5:11, aber Spaß hatten trotzdem alle und am Ende war der damalige Viertligist auch gerettet. Wunderschön war das.

Weltmeister veräppelt die Moderatorin einer Gaming-Show.

Nun treffen der FCB und Darmstadt wieder aufeinander. In der ersten Liga. Das ist schon etwas verrückt. "Ohne dieses Spiel würde das Spiel am Samstag nicht stattfinden", sagt Darmstadts Trainer Dirk Schuster über die Benefizpartie vor mehr als sechs Jahren. Na toll, werden sich da die Bayern denken. Was haben wir nur getan? Denn die "Lilien" sind als Aufsteiger ziemlich hervorragend in diese Saison gestartet. Unentschieden gegen Hannover, Schalke und Hoffenheim und ein Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen - wenn es überhaupt eine Mannschaft gibt, die den Bayern den diesjährigen Wiesnauftakt versauen kann, dann wohl Darmstadt. Und das hat sich der FCB dann ganz allein selbst zuzuschreiben.

Thomas Tuchel wird zum Chefmahner

Eigentlich läuft es ziemlich gut für Borussia Dortmund. Zehn Siege in zehn Pflichtspielen - das haben wir in der vergangenen Saison noch ganz anders gesehen. Doch von den Mahnfähigkeiten des neuen BVB-Heilsbringers kann sich sogar Matthias Sammer eine Scheibe abschneiden. "In der Passgenauigkeit zu Beginn waren wir etwas schlampig", kommentierte Thomas Tuchel den Auftritt seiner Dortmunder in der Europa League gegen FK Krasnodar. Da hat er absolut Recht. Aber der nächste Kritikpunkt, "bei der Körpersprache hatten wir Luft nach oben", riecht es doch schon nach "oh Mann, irgendwas muss ich jetzt noch kritisieren, sonst heben die mir noch ab". Dass diese Angst nicht ganz unbegründet ist, zeigt die maximal forsche Aussage von BVB-Linksverteidiger Marcel Schmelzer: "Bei allen Wettbewerben hab ich früher gesagt, wir wollen ins Finale. Vielleicht sollten wir uns nun vornehmen, es auch zu gewinnen."

Bumsoptimistisch trotz Niederlage

Das schafft auch nur der FC Augsburg: beim ersten Europa-League-Auftritt mit 1:3 verlieren und trotzdem bumsoptimistisch sein. "Wenn wir jedes Mal so spielen wie in München und Bilbao, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder punkten", meint Trainer Markus Weinzierl. So etwas wollen wir hören. Es kann sich ja nicht jede Mannschaft nach fünf Niederlagen in Folge gleich ins Jammertal verabschieden. Wir sind hier doch nicht beim HSV! Relativ weit unten in der Tabelle ist der FCA aber trotzdem. Und am Wochenende geht es gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den schlechtesten Saisonstart: Hannover 96.

Wer ist denn eigentlich dieser André Schürrle?

Hertha BSC sollte sich vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg ganz warm anziehen. Denn bei den "Wölfen" spielt ein in Deutschland offenbar weitgehend unbekannter Stürmer, der sich selbst als "eher so der Slayer" bezeichnet. Wenn das mal nicht gruselig klingt. Kurze Recherchen unsererseits haben ergeben, dass es sich bei einem "Slayer" um einen Spieler handelt, der im Rage-Mode und alle am killen ist. Und um eine Metal-Band. Des Weiteren haben wir erfahren, dass besagter Stürmer doch tatsächlich schon Weltmeister mit Deutschland geworden ist. Voll gut. Kann man mal machen und so.

Der junge Mann heißt übrigens André Schürrle und wir sind schon sehr gespannt, was dieser Herr Schürrle so abslayed am Wochenende.