Bayers Triumphzug hält an. Florian Wirtz trifft in einem flotten Spiel gegen den SC früh, Patrik Schick technisch anspruchsvoll. Der Vorsprung auf den FC Bayern bleibt komfortabel.

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Angeführt vom wieder mal starken Nationalspieler Florian Wirtz hat Bayer Leverkusen den nächsten Rekord aufgestellt und einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft gemacht. Die Werkself feierte mit dem 3:2 (2:1) beim SC Freiburg am Sonntag den 22. Saisonsieg - so viele waren Bayer in einer Spielzeit in der Fußball-Bundesliga zuvor noch nie gelungen.

Der Vorsprung des Tabellenführers auf Verfolger FC Bayern München beträgt vor den verbleibenden acht Spieltagen weiter zehn Punkte. Die Freiburger drohen, den Kontakt zu den Europapokal-Plätzen zu verlieren.

Wirtz brachte die Gäste bereits in der zweiten Minute in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ritsu Doan (10.) traf Adam Hlozek (40.) vor 34 700 Zuschauern erneut für Leverkusen. Patrik Schick, drei Tage zuvor schon umjubelter Matchwinner bei Bayers spektakulärem Last-Minute-Weiterkommen gegen Karabach Agdam in der Europa League, erhöhte sehenswert (53.). Yannik Keitel verkürzte noch mal für die Badener (79.).

Wirtz trifft mit dem ersten Angriff

Der 20-jährige Wirtz, einmal mehr einer der großen Aktivposten im Spiel der Elf von Trainer Xabi Alonso, traf mit dem ersten Angriff. Einen Schlenzer setzte der Offensivmann schön ins lange Eck.

Und die flotte Anfangsphase war längst nicht alles. Auch nach dem schnellen Freiburger Ausgleich durch Doan, der den Ball überlegt in die rechte untere Ecke schob, ging es unterhaltsam weiter. Bayer hatte viel Ballbesitz, der SC infolge von Umschaltsituationen aber ebenfalls seine Chancen. Den Schuss, den Freiburgs Merlin Röhl ans Außennetz setzte, hatten einige Fans schon drin gesehen (24.).

SC-Trainer Christian Streich, der für Anfang der Woche eine Entscheidung über seine Zukunft angekündigt hatte, trieb seine Mannschaft von der Seitenlinie aus lautstark an. In der 37. Minute spielte sie einen vielversprechenden Konter aber nicht sauber zu Ende. Fünf Minuten vor der Pause schlug Bayer wieder zu. Infolge einer verunglückten Rettungsaktion von Freiburgs Torhüter Noah Atubolu landete der Ball letztlich bei Hlozek - und der traf zum 1:2.

Freiburg hält das Spiel spannend

Auch die zweite Halbzeit begann für die in 38 Pflichtspielen in dieser Saison weiter ungeschlagenen Leverkusener wunschgemäß. Eine Hereingabe von Jeremie Frimpong von der rechten Seite spitzelte Mittelstürmer Schick mit feinem Fuß, aber auch etwas Glück an den linken Innenpfosten - von dort sprang die Kugel ins Netz.

Die Freiburger, die nur eines der zurückliegenden acht Liga-Spiele gewonnen haben und am Donnerstag bei West Ham United (0:5) krachend aus der Europa League geflogen waren, steckten nicht auf. Der eingewechselte Keitel traf im Nachsetzen und machte es noch mal spannend. Bayer siegte in Summe aber verdient. (Christoph Lother, dpa/lh)

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