Impfung

Menschen in Ländern mit hohen Einkommen haben weltweit am wenigsten Vertrauen in Impfungen. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der britischen Wohltätigkeitsorganisation Wellcome. 

Gesundheitsminister Spahn will die Masern mittels einer Impfpflicht ausrotten. Hunderttausenden Kindern und Erwachsenen fehlt die Impfung angeblich. Aber kann man Menschen dazu zwingen? Und soll man Verweigerer bestrafen?

Jens Spahn will die Masern ausrotten. Der Gesundheitsminister moniert eine "fortschreitende Impfmüdigkeit", der er verpflichtende Impfungen für Kinder entgegensetzen will. Andernfalls drohen empfindliche Sanktionen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Das Masern-Virus ist hoch ansteckend: Allein in diesem Jahr sind bereits mehr als 300 Menschen in Deutschland erkrankt. Gesundheitsminister Jens Spahn will Impfungen für Kinder nun zur Pflicht machen. Wer sein Kind nicht impfen lässt, muss mit hohen Geldstrafen oder dem Ausschluss aus der Kita rechnen. SPD-Chefin Andrea Nahles signalisierte ihre Unterstützung.

Bei der Impfpflicht ist die europäische Union geteilt: In zwölf Mitgliedsstaaten ist sie Gesetz, während es in 16 Ländern nur Empfehlungen gibt, gegen welche Krankheiten geimpft werden sollte. Auch bei der Durchsetzung der Pflicht gibt es Unterschiede.

Könnte bald in Schulen geimpft werden? Das sehen Pläne von Bildungsmininsterin Anja Karliczek (CDU) vor.

Schätzungsweise 169 Millionen Kinder haben weltweit zwischen 2010 und 2017 die erste Dosis ihrer Masern-Impfung nicht erhalten. Das sind durchschnittlich 21,1 Millionen Kinder jedes Jahr.

Eine Impfpflicht für Masern wird derzeit heiß diskutiert. Doch was, wenn es den Impfstoff zeitweise gar nicht gibt? Das kann nicht nur in armen Ländern passieren - sondern auch in Deutschland.

Trotz der weltweit gestiegenen Masern-Ausbrüche spricht sich ein Experte des Robert-Koch-Instituts gegen eine Impflicht aus. 

Der Kampf gegen die Masern schien durch flächendeckende Impfungen gewonnen. Doch nun schlägt die WHO Alarm. Versorgungskrisen und ideologische Gründe öffnen den Erregern Tür und Tor.

Die Masern-Erkrankung eines Busfahrers hat in Klagenfurt den öffentlichen Verkehr teilweise zum Erliegen gebracht. Der städtische Busverkehr wurde eingestellt, alle 60 Busse desinfiziert und Mitarbeiter auf Impfschutz überprüft.

Deutschland diskutiert über eine Impfpflicht, in zwölf EU-Ländern ist sie Realität. Die Erfahrungen zeigen, dass der Zwang zum Impfen nur mit Sanktionen funktioniert - dabei aber auch Misstrauen verstärken kann.

Die Grünen sehen die Forderungen der SPD zur verpflichtenden Impfung von Kindern gegen Masern kritisch. Sie setzen auf eine stärkere Beratung und eine Aufwertung des Gesundheitsdienstes.

Die SDP im Bundestag will die Impfung von Kindern gegen Masern zur Pflicht machen. Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist diesbezüglich im Gespräch mit Gesundheitsminister Jens Spahn. 

Einmal im Jahr zur Routineuntersuchung, eine oder zwei Impfungen, eine Wurmkur - solche Behandlungen können Tierhalter meist gut aus der Portokasse bezahlen. Problematischer wird es, wenn das Tier operiert werden muss. Tierkrankenversicherungen übernehmen dann einen großen Teil der Kosten. Trotzdem sollten Tierhalter sich den Abschluss einer solchen Police gut überlegen.

Nach einem Masernausbruch wurden 107 Schüler wegen mangelndem Impfschutz an einer Hildesheimer Gesamtschule vom Unterricht ausgeschlossen. 

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angibt, gibt es derzeit intensive Forschungsbemühungen um einen universellen Impfstoff für Grippe zu entwickeln. 

Eine private Kita in Nordrhein-Westfalen nimmt nur noch Kinder mit Impfschutz auf. Die "Kinderkiste" in Essen und vier weitere angeschlossene Horte mit insgesamt rund 60 Kindern nehmen ab sofort nur noch Kinder auf, die gegen gängige Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln geimpft sind. 

Was der Impfkalender empfiehlt, wird gemacht – oder doch nicht? Eltern können in Deutschland frei entscheiden, ob sie ihre Kinder impfen lassen oder nicht. Lesen Sie hier, was dafür spricht und was dagegen.

Der Hype um Drohnen ist ungebrochen. So registrierte die Deutsche Flugsicherung 2018 beispielsweise 158 Behinderungen des Luftverkehrs durch private Drohnen. Auch in vielen Berufsfeldern sind unbemannte Luftfahrzeuge nicht mehr wegzudenken. Dass Drohnen aber auch Leben retten können, zeigt ein Beispiel aus Vanuatu, einem Inselstaat im Südpazifik.

Wer wegen einer Grippe-Impfung zum Arzt geht, bekommt derzeit vielerorts keine: In einigen Regionen gibt es keinen Impfstoff mehr. Nun soll versucht werden, Nachschub aus dem Ausland zu holen.

In Marokko ist ein Brite nach einem Katzenbiss an Tollwut verstorben. Reisenden rät die Gesundheitsbehörde dringend zur Impfung.