• Prinz Philip ist am Freitag im hohen Alter von 99 Jahren gestorben.
  • Natürlich trauert die britische Royal Family um den Queen-Gemahl und Großvater.
  • Doch auch alle anderen europäischen Königshäusern reagierten bestürzt auf den Tod des Duke of Edinburgh.

Mehr aktuelle News zu den Royals finden Sie hier

Rund zwei Monate vor seinem 100. Geburtstag ist Prinz Philip, Duke of Edinburgh und Ehemann von Queen Elizabeth II., am Freitag verstorben. Das teilte das britische Königshaus am Morgen mit. Sein Tod löst eine weltweite Trauerwelle aus. Persönlichkeiten aus Politik und den anderen europäischen Königshäusern haben sich bereits zu Wort gemeldet.

Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39) veröffentlichen auf ihrer gemeinsamen Webseite eine Traueranzeige für den Großvater Harrys. «In liebendem Andenken seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Edinburgh - 1921-2021 - Danke für deinen Einsatz - Du wirst schwer vermisst werden», hieß es in weißer Schrift auf grauem Hintergrund. Der britische Premier Boris Johnson indes würdigte den Prinzgemahl als "Stärke und Stütze" der Queen und wichtigen Lenker des Königshauses, "eine Institution, die unbestreitbar bedeutsam für das Gleichgewicht und das Glück unseres nationalen Lebens bleibt."

So reagiert der europäische Hochadel auf Prinz Philips Tod

Auch die dänische Monarchin Margrethe II. (80) kondolierte den Briten zum Tod von Prinz Philip. Dazu habe sie eine persönliche Beileidsbekundung an die britische Königin Elizabeth II. geschickt, teilte das dänische Königshaus am Freitag mit. Der Hof in Kopenhagen wies in dem Zuge darauf hin, dass Philip 1921 als Urenkel des dänischen Königs Christian IX. (1818-1906) als Prinz von Griechenland und Dänemark geboren worden war.

Der norwegische König Harald reagierte mit einer Pressemitteilung auf die traurige Nachricht aus Großbritannien. Darin drückte er der Queen sein Beileid aus und erklärte, in Gedanken bei ihr und ihrer Familie zu sein. "Unser Beileid gilt auch dem britischen Volk", heißt es weiter. Vom Balkon des königlichen Palastes soll heute und am Tag der Beisetzung zudem eine Flagge auf halbmast wehen.

"Tief traurig" macht der Tod des Herzog von Edinburgh auch die schwedischen Royals. König Carl Gustaf bezeichnete ihn in einem Statement, das unter anderem auf der Webseite des Königshauses veröffentlicht wurde, als "großartigen Freund" seiner Familie. Die Beziehung zu Prinz Philip habe man "tief geschätzt". "Sein Dienst für sein Land wird für uns alle eine Inspiration bleiben."

Auch in den Niederlanden und in Belgien wird getrauert

König Willem-Alexander, Königin Máxima und die frühere Königin Beatrix von der Niederlande erinnern sich "mit großem Respekt" an den verstorbenen Großvater von Prinz Harry und Prinz William. In einer Pressemitteilung heißt es: "Er widmete sein langes Leben dem Dienst des britischen Volkes und seinen vielen Pflichten und Verantwortungen." Die "lebhafte Persönlichkeit" des Prinzgemahls habe zudem "einen unauslöschlichen Eindruck" hinterlassen. "Unser liebevolles Mitgefühl gilt Ihrer Majestät Königin Elizabeth und allen Mitgliedern der königlichen Familie."

In den sozialen Netzwerken bekundeten König Philippe von Belgien und seine Frau Königin Mathilde ihr tief empfundenes Beileid der Queen, "der britischen Königsfamilie und den Menschen des Vereinigten Königreichs". Der Tod des Herzogs von Edinburgh mache das gesamte belgische Königshaus "tief traurig". "Wir werden die Erinnerungen an unsere von Wärme erfüllten Treffen auf ewig wertschätzen."

Jose Mourinho unterbricht Pressekonferenz für Prinz Philip

Georg Friedrich Prinz von Preußen, Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., zeigte sich erschüttert ."Die Nachricht vom Tode Prinz Philips hat mich sehr getroffen", teilte er am Freitag in Potsdam auf Anfrage mit. "Ich habe ihn besonders verehrt. Er war eine große Persönlichkeit, gleichzeitig aber auch ein nahbarer und warmherziger Mensch." Der Herzog von Edinburgh hatte auch deutsche Wurzeln.

Am spontansten reagierte hingegen Fußballtrainer Jose Mourinho. Der Coach von Tottenham Hotspur war grade inmitten einer Pressekonferenz, als er vom Tod Prinz Philips erfuhr. Mourinho unterbrach prompt die Sitzung: "Tut mir leid, ich beantworte ihre Fragen gleich. Ich habe grade die traurigen Nachrichten über Prinz Philip gelesen."

"Ich will der Königsfamilie mein Beileid ausdrücken. Um ehrlich zu sein, habe ich sehr, sehr tiefen Respekt für die Königsfamilie", führte der Portugiese aus.

Mit Material der dpa.
Prinz Philip
Bildergalerie starten

Prinz Philip ist tot: Ein Offizier und (nicht immer) Gentleman

Er hatte Charme - und den Schalk im Nacken. Trotz seiner renitenten Art war der verstorbene Prinz Philip der Königin von England stets loyal ergeben. 99 Jahre lang lebte er ein privilegiertes Leben - dabei war seine Kindheit alles andere als rosig und auch die Briten taten sich zunächst äußerst schwer mit ihm.

  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Teaserbild: © imago images/Sven Simon/Annegret Hilse / SVEN SIMON