Julia Mancuso gibt den Kampf mit ihrer Hüfte auf und beendet ihre Rennkarriere. Allerdings nicht, ohne spektakulär abzutreten.

Eine Abfahrt mit Cape zu bestreiten, ist eine ganz schöne Herausforderung! Doch das hält eine Julia Mancuso freilich nicht ab.

Doch von Anfang an: Kurz vor dem Start der Damen-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo hat die US-Amerikanerin ihr Karriereende bekannt gegeben. "Heute wird mein letztes Rennen sein", schrieb die 33-Jährige auf Instagram.

Anhaltende Hüftprobleme machten Mancuso seit geraumer Zeit das Leben schwer, verhinderten auch ihre Olympia-Qualifikation.

"Es war ein gigantischer Kampf mit meiner Hüft-OP in den vergangenen drei Jahren und ich habe alles gegeben, um noch mal auf höchstem Niveau Wettkämpfe zu bestreiten und es zu meinen fünften Olympischen Spielen zu schaffen", schrieb Mancuso.

Today will be my last race. I have lots of fun photos, and I'm sure there will plenty more today (watch the race!) bib 31 :) but I think this one says it all. I stood proud and tall in this years Olympic Uniform. I believed anything would be possible, and this journey shooting for the moon, left me with many bright stars. 💫 so here you go! It has been an epic battle with my hip injury, and the past 3 years I have put everything into returning to competition at the highest level and the goal to reach my 5th olympics. There have been really promising days during this challenging process and I have kept my spirits up despite many who questioned and doubted me. Sadly I haven’t found the progression to compete with the best in world again but I’m proud to have fought until the very end. It is with a heavy heart I have to say goodbye to ski racing, but I do so also with a very Full heart. I'm so grateful for all of the incredible opportunities I've been provided and the amazing friendships I've formed along the way. Thank you to my family, sponsors and my team for believing in me, my doctors, fans and especially my husband who has supported me through these difficult times. I'm happy that I get to ski my last race here in Cortina - one of my favorite stops on tour. I had my first podium here, and now I get to say farewell. I’m excited to see where skiing and life’s adventure will take me next! Thank you @spyderactive @pocsports @stockli_1935 @kttape @gopro @squawalpine @swix_sport @lesserevilsnacks @hiballenergy @usskiteam @lange_boots

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"Mit schwerem Herzen sage ich dem Skirennfahren auf Wiedersehen, aber ich sage es auch mit einem vollen Herzen", heißt es in dem Eintrag weiter. Voll sei ihr Herz dank all der Begegnungen, der großartigen Gelegenheiten und Freundschaften, die sie auf ihrem Weg erlebt habe.

Letztes Rennen als Wonder Woman


Ihr letztes Rennen - ihr 399. im alpinen Skiweltcup - absolvierte Mancuso in einem Wonder-Woman-Rennanzug - Cape inklusive.

Das Geflatter hinter ihrem Kopf bereitete der US-Amerikanerin etwas Mühe, sie schien den Lauf aber voll auszukosten. Und war mit einem Rückstand von 18,19 Sekunden auf Siegerin Sofia Goggia aus Italien im Ziel.


Der Ort für ihren Abschied ist gut gewählt: In Cortina fuhr Mancuso Anfang 2006 den ersten ihrer insgesamt 36 Podestplätze im Weltcup ein.

Wiedersehen bei Olympia

Mancuso ist die erfolgreichste US-Rennfahrerin bei Großereignissen: Keine gewann so viele Medaillen wie sie.

Bei Olympischen Spielen holte sie 2006 Gold, 2010 folge zweimal Silber - in Abfahrt und Kombination. 2014 sicherte sie sich Bronze in der Kombination.

Dazu kommen fünf WM-Medaillen: zweimal Silber - bei der Kombination in Åre 2007 und in Garmisch-Partenkirchen 2011 im Super-G - sowie dreimal Bronze: 2005 in Santa Caterina in Riesenslalom und Super-G sowie 2013 in Schladming, erneut im Super-G.

Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) wird Mancuso trotzdem dabei sein - als TV-Expertin für den US-Sender NBC.

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